WEEKLY 18/2026 | Die “geheime” EE-Studie | Serious Sustainability Games | Count Emissions EU | THG in Perspektive setzen
Shownotes
Alle haben sich echauffiert. Wir haben die Studie auch angeschaut: Moritz berichtet, was eigentlich in der Studie steht, von der Katharina Reiche nicht möchte, dass ihr sie lest. Timo erzählt vom Circular Design Summit NRW und einer unverhofft spielerischen Einlage: Lounge Legenden, ein Spiel von Grubengold, hat es ihm angetan und erinnert ihn entfernt an Climate Fresk, das er ebenfalls noch kurz vorstellt. Moritz berichtet dann kurz zur Verabschiedung von Count Emissions EU. Endlich einheitliche Regeln also? Zuletzt kommt noch eine Empfehlung: schaut euch „Carbon in Context“ an. Ein kleines Tool, das hilft zu verstehen, ob z.B. 600 t CO₂ eigentlich viel sind oder nicht.
Studie zu regionaler Wertschöpfung durch EE: https://www.ioew.de/fileadmin/user_upload/DOKUMENTE/Publikationen/2026/Staerkung-der-regionalen-Wertschoepfung-durch-Erneuerbare-Energien.pdf
Circular Design Summit NRW: https://www.efa.nrw/
Lounge Legenden: linkedin.com/posts/grubengoldein-nicht-so-serious-game-von-grubengold-activity-7451898379296669696-gssV?utmsource=share&utmmedium=memberdesktop&rcm=ACoAABtr1lABcHS_B2oik-lEcBtN4-O8lUFmEtA
Climate Fresk: https://climatefresk.org/de-de/
Carbon in Context: https://drawdown.org/carbon-in-context?quantity=874&units=tons&gas=cf4&system=metric&basis=20
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00:00:00: Das Gleiche in Grün Weekly am Tag der Arbeit.
00:00:03: Am ersten Mai, zwanzig sechsundzwanzig.
00:00:20: Ja es ist Tag der Arbeit!
00:00:21: Ich finde es wunderbar dass wir zusammenkommen Moritz und ich habe auch schon im Vorfeld gehört das deine Stimme da ist was nicht ganz selbstverständlich ist.
00:00:29: Moritz was hast du mitgebracht?
00:00:30: Ich hab jemanden mitgebracht die wirklich sehr unter uns leidet Katarina Reiche unsere Bundeswirtschaftsministerin.
00:00:37: Die hat's ja wirklich nicht leicht.
00:00:40: Sie arbeitet viel und dann bekommt sie doch immer wieder von uns linksgrünen Baum um Armann schlechtes Feedback.
00:00:46: Dabei folgt sie doch wirklich einfach nur strikt ihrer Agenda.
00:00:50: Ende letzter Woche wurde heiß diskutiert, dass das Bundeswirtschaftsministerium eine Studie unter Verschluss halten würde die eben nicht zu dieser Agenda passt – Unterverschluss!
00:01:02: finde ich kann man jetzt vielleicht nicht sagen, aber was sicher richtig ist.
00:01:05: Nicht aktiv beworben keine Pressemitteilung und so auch auf den Webseiten des Bundeswirtschaftsministeriums ist es einfach echt schwer zu finden.
00:01:13: du musst schon genau wissen wie die Studie heißt damit du die Datei dann findest.
00:01:17: naja Die Empörung darüber hat die studie natürlich nun doppelt spannend gemacht.
00:01:22: das ist ein paar.
00:01:23: gerade Beispiel für den sogenannten Streisand Effekt.
00:01:27: wo kommt der Volertimo?
00:01:29: Von Barbara Streisend?
00:01:31: Genau, der ist benannt nach Barbara Strei-Send.
00:01:34: Die wollten nämlich die Veröffentlichung von Fotos ihres Anwesens gerichtlich verhindern und hat dadurch natürlich erst dafür gesorgt dass die Fotos sich so richtig weit verbreitet haben.
00:01:45: Das jetzt bei der Studie ähnlich auf LinkedIn.
00:01:49: Also ganz, ganz viel Empörungsreflex.
00:01:51: Und dabei bin ich mir sicher reingeschaut haben dann doch die wenigsten.
00:01:56: zu Recht ist ein sehr langes Dokument und das haben wir jetzt mal nachgeholt.
00:02:00: für euch Die Studie ist tatsächlich ganz interessant.
00:02:04: bestellt hat sie damals noch Robert Harberg und die trägt den Titel Stärkung der regionalen Wertschöpfung durch erneuerbare Energien.
00:02:12: Die Idee der Studie ist, mal auszurechnen was eigentlich an lokaler Wertschöpfung durch die Energiewende entstehen kann.
00:02:19: Also im Umkehrschluss was eben nicht entsteht wenn wir weiter Kohlegasöl und so weiter irgendwo anders einkaufen und hier einfach nur verbrennen.
00:02:27: Berlininstitut IÖW und IW-Konsult haben gemeinsam aufgeschrieben auf wie gesagt fast zweihundert Seiten Wie viel vom EE Ausbau eigentlich in den Standortregion verbleibt?
00:02:39: Und das somit verschiedenen Szenarien hinterlegt.
00:02:42: Nur die Eckwerte sind, zwanzig-dreiundzwanzig lösten Windonshoher, PV Freifläche und PV Dach.
00:02:49: Das sind die drei untersuchten Optionen.
00:02:52: bundesweit rund zehn Milliarden Euro direkte Wertschöpfung aus und davon können theoretisch etwa fünfundfünfzig Prozent regional verbleiben.
00:03:01: Also rausgerechnet sind dann eben die anderen fünfhundertsig Prozent, das sind Effekte aus Anlagenherstellung und Wartungen von großen Anlagen weil die Ausführung und Unternehmen natürlich typischerweise nicht vor Ort sitzen wo die PV-Anlage oder die Windenergieanlagen aufgebaut werden.
00:03:18: Was mit hoher Wahrscheinlichkeit mindestens in den Regionen verbleibt, von dieser Summe sind zwei Komma vier Milliarden Euro also bei Handwerkern, bei Pacht, bei Gewerbesteueranteilen, Gewinne aus kleinen Anlagen unter hundert Kilowatt bis zwanzig dreiunddreißig das errechnet nur die Studie.
00:03:37: verdoppeln sich diese Effekte ungefähr bundesweit landet man dann bei einundzwanzig Milliarden Euro direkter Wertschöpfung regional gesichert, mindestens acht Komma sechs Milliarden.
00:03:47: Man versucht auch so Spillover Effekte zu berechnen.
00:03:49: in den Top fünf Kreisen erklärt der Windausbau sieben Prozent des BIP Wachstums der letzten zehn Jahre Der Solarausbau sogar zehn Prozent.
00:03:58: bei Solar bleibt laut Studie der Großteil der Wertschöpfung aus Installation und Betrieb auch regional Bei wind eher nicht weil das einfach mehr auf den Hersteller Fokussiert ist.
00:04:10: auch die wartungen Es gibt fünf Fallgemeinden.
00:04:13: Dardesheim, Feldheim, Lichtenau, Wilstedt und Wunsiedel sind die üblichen Vorzeigeorte und liefern dann auch bekannte Geschichten von Bürgerwindparks, Stadtwerksbeteiligungen, sanierten Apotheken, Glasfaserausbau.
00:04:29: Spannender als diese Anekdoten ist eigentlich der Befund warum es in diesen Gemeinden funktioniert hat.
00:04:35: Das liegt vor allem an aktiver kommunaler Steuerung bei Flächenauswahl und frühzeitigen Beteiligungsmodellen.
00:04:42: Was mir auch hängen geblieben ist, ist so eine Karte in der farblich markiert es in welchen Kreisen das Potenzial am größten ist für das Erzeugen regionaler Wertschöpfung.
00:04:53: Und da sind schon einige große Regionen weit vorne im Rennen die man klassischerweise als Strukturschwach benennen würde.
00:05:00: ich meine jetzt nicht Borum Timo, sondern Merklinburg-Vorpommern Brandenburg Sachsen Anhalt.
00:05:06: gerade dort wären doch wirtschaftliche Impulse Aus verschiedensten Gründen eine hilfreiche Sache.
00:05:13: So was fehlt in der Studie und wenig die Gegenrechnung finde ich, denn da wo was entsteht fällt ja auch etwas anderes weg zumindest in vielen Fällen.
00:05:20: also wenn ich ne Freiflächen-Solaranlage hab den Pachteinnahmen steht er möglicherweise geringere Landwirtschaftliche Erträge entgegen welcher Form auch immer.
00:05:28: wir haben es hier natürlich mit Survivorship Byes zu tun weil man schaut sich Fallbeispiele an wo's einfach gut funktioniert hat kann man vielleicht nicht ohne weiteres extrapolieren.
00:05:37: Und letztlich, aber das ist einfach gar nicht das Ziel der Studie gewesen, man guckt sich hier Erzeugungen an und Speicherung fehlt natürlich komplett, es für die Transitionen super wichtig und egal ob das jetzt Batteriespeicher sind oder Wasserstoff hergestellt wird oder was auch immer, da entsteht ja auch Wertschöpfung sehr regional und dass es hier nicht inkludiert, vielleicht auch einfach weil's noch so keine guten Fallgemeinden gibt auf dem man das Modell aufbauen könnte.
00:06:01: Warum vergräbt also das Bundeswirtschaftsministerium diese Studie?
00:06:06: Man kann es sich vorstellen, aber ist einfach so wild.
00:06:10: Stell dir vor Aliens kommen auf die Erde und versuchen uns zu verstehen.
00:06:14: Was doch komplett dämlich wirken muss, ist dass regenerative dezentrale saubere Energieerzeugung mit positiven wirtschaftlichen Effekten kein gemeinsam getragenes Zukunftsprojekt eines Landes ist sondern Spiel bei politischer Strömung!
00:06:31: The fuck mögen die Aliens dann wohl denken und umdrehen, weil wir einfach nicht zurechnungsfähig wirken.
00:06:37: Naja links in den Show-Notes wenn ihr in die Studie reinschauen wollt.
00:06:44: So das war ein ganz schöner Downer zu begehen.
00:06:46: erzählen wir mal schönes Timo.
00:06:47: Ja das kann ich machen.
00:06:49: wie du weißt habe ich ein kleines Febel.
00:06:53: somit will ich es mal formulieren für
00:06:55: zweitliga Fußball?
00:06:56: Das auch ja!
00:06:57: Ich hab einen febel für kleinere Events ... wo es mehr um Inhalt und Praxis geht.
00:07:03: Und nicht um Gumbast-Show oder was auch immer, Basswood-Bingo!
00:07:07: Ich war nämlich letzte Woche auf dem dritten Circular Design Summit NRW... ... ausgerechnet von der EFA, von der Effizienzagentur NRW.
00:07:15: Eigentlich wollte ich das auch schon letzte Woche besprechen aber du warst so viel unterwegs, dass ich
00:07:18: nur über mich geredet
00:07:21: bin.
00:07:21: Also ich noch zusätzlich einen Event halt besprechen wollte.
00:07:24: Deswegen mache ich das heute.
00:07:26: Kurz aber zur Eva selbst.
00:07:29: Dem Ausrichter dessen?
00:07:30: Der Ausricht darin dessen, die Effizienzagentur NRW.
00:07:33: Das ist eine öffentliche aber unabhängig arbeitende Beratungs- und Unterstützungsorganisation in Nordrhein-Westfalen.
00:07:40: Die Unternehmen dabei hilft Ressourcen also Materialenergie und Kosten effizienter zu nutzen und nachhaltiger zu wirtschaften.
00:07:47: Sie somit irgendwie eine Mischung aus Unternehmensberatungen, Umweltberatung unten Fördermittelotze speziell für Industrie Mittelstand.
00:07:55: Er arbeitet im Auftrag der Landesregierung, arbeits- und neutraler Dienstleister und gilt als Kompetenzzentrum für Ressourceneffizienz in NRW.
00:08:03: Zurück zum Summit!
00:08:04: Ich habe ja vor ein paar Wochen auch schon mal voller Euphorie vom Retourensummit gesprochen – du erinnerst dich?
00:08:10: Und ähnliches gilt nämlich auch hier.
00:08:12: Menschen treffen sich die für einen Thema brennen, in dem Fall ist es halt Circle Economy, Circle Design diese in ihren Unternehmen umsetzen wollen oder eben schon Dinge umgesetzt haben und berichten darüber.
00:08:23: Und das Interessante dabei ist, dass auf den Fluren dann in den Pausen darüber halt gesprochen wird.
00:08:29: Ich habe öfters Fragen nicht nur selber gehabt sondern eben auch gehört.
00:08:33: Wie habt ihr das gemacht?
00:08:34: Welche Hürden hattet ihr... Was hat das am Ende des Tages gebracht?
00:08:37: und so weiter und sofort.
00:08:39: Das sind alles so Fragen die ich links und rechts wahrgenommen habe wo sehr viel Gespräch entsteht.
00:08:46: Und ich liebe das total wenn Menschen aus ihrer Praxis erzählen aus ihren täglichen Doing.
00:08:54: Das ist so ein Feuchtbiotop, wie ich finde für inspirierende Geschichten kein richtiges Basswort.
00:08:59: Gewitter haben einfach pure Realität und das spiegelt dieses Event halt auch extrem wieder.
00:09:04: Ich erinnere mich sehr gut an eine Session mit dem Titel Zirkulär umgesetzt Erfolgsgeschichten aus Unternehmen.
00:09:11: dort waren Markus Gilrad der Geschäftsführer von Gilrad Ziegel und Klinkerwerk Und Sina Marie Schneider, ein Circular Economy Managerin von WAGO.
00:09:19: Die erzählten von ihren Circular economy Reisen und Gilrad beispielsweise hat vom Zirkobrig berichtet.
00:09:25: Das ist ein zirkulärer Klinkerstein der aus über fünfzig Prozent Ziegelabbruchabfall und Ziegelmehl hergestellt wird.
00:09:31: das Interessante hierbei war aber gar nicht die Technologische Seite sage ich jetzt einfach mal oder eben Kunden auch dafür zu begeistern und zu gewinnen.
00:09:41: Das Interessant war eigentlich viel mehr dass Gilrad da Hürden hatte den Handel davon zu überzeugen.
00:09:47: Und das zeigt einmal mehr, wie systemisch und netzwerktechnisch im Ecosystem so ein Thema halt gedacht werden muss.
00:09:54: Dass es nicht nur das Produkt ist und eben vielleicht einen Kunde sondern dazwischen ist auch noch ein Handel geschaltet der auch irgendwo Interessen hat und vielleicht noch hier und da ein Mindset was dem ein wenig entgegen wirkt.
00:10:04: leider konnte ich die letzten zwei Stunden nicht mehr wahrnehmen.
00:10:07: dieses Events einerseits hatte Ich eine private Verpflichtung und andererseits jetzt hau mal auf dem Basser Moritz
00:10:15: Auf welchen?
00:10:16: Auf den nächstes Thema Buzzer.
00:10:20: Denn andererseits habe ich ein bisschen Zeit damit verloren, weil ich ein Spiel gespielt habe.
00:10:26: Denn ich hab vor Ort Matthias Hoffmann von Grubengold getroffen.
00:10:29: Matthias kennen wir, der war auch schon mal zu Gast bei uns in der ikonischen Adventsshow oder im Adventskalender und Matthias hat nämlich einen Spiel entwickelt – die Launschlegenden!
00:10:41: Das ist ein Kartenspiel zur Risiko- und Resilienz.
00:10:44: Und Matthias hatte mich direkt beim Intro dieses Spiels.
00:10:46: Der sagte nämlich wortwörtlich, okay Timo das Spiel startet damit dass wir beide jetzt gestorben sind.
00:10:53: Die Spieler sitzen entspannt in einer Business Launch des Jenseits und starren von der Wolke herab auf das Chaos, dass die Nachfolgerinnen auf der Erde gerade anrichten oder angerichtet haben.
00:11:05: Und aus reiner Langeweile fangen die Spieler dann an mit den anderen Unternehmer-Geistern, um das Schicksal der Firmen halt zu zocken.
00:11:12: letztlich.
00:11:13: Die dabei ausgespielten Karten sind Risiken und Maßnahmen, die so auch in der Wirklichkeit natürlich vorkommen und mit Punkte ausgestattet sind.
00:11:20: und Sinn und Zweck ist dabei die Karten so geschickt zu spielen dass man eben gewinnt.
00:11:25: So!
00:11:25: Wie man das macht könnt ihr euch gerne angucken.
00:11:28: also wir verlinken das alles natürlich in den Shownotes.
00:11:31: Warum erzähle ich davon?
00:11:32: Ich finde es immer wieder super spielerisch, an solche Themen wie Resilienz heranzukommen.
00:11:38: Also das ist aus Unternehmerchorsicht ein nicht einfaches Thema.
00:11:42: die Wechselwirkungen sind komplex und ein solches Spiel wie eben die Lounge-Legenden liefert dafür einen guten Einstieg.
00:11:49: Es geht sehr schnell, es dauert nur fünfzehn Minuten und die daraus entstehenden Diskussionen über die einzelnen Risiken und Maßnahmen können super wertvoll für ein Unternehmen sein.
00:11:57: Und wo ich gerade beim Spielen bin hau doch nochmal auf dem Buzzer möchte ... auch nochmal ganz kurz Climate-Fresh hinterherwerfen.
00:12:07: Ich glaube, das kennst du auch?
00:12:09: Felix machte es!
00:12:10: Genau.
00:12:10: Denn zufälligerweise war ich vor ein paar Tagen in Berlin und habe dazu auch noch mal einen Kurzintro bekommen, obwohl ich das Spiel auch schon kannte.
00:12:18: aber es passt jetzt gerade hier wunderbar rein denn bei der Jahresveranstaltung Europäischer Klimapakt in Berlin, wo ich vor zwei Wochen war hat der gute Idris Brockmann Serbis Climate-Flash nochmal in aller Kürze vorgestellt.
00:12:30: Was ist das?
00:12:31: Climate Fresk ist ein interaktiver Workshop, der Menschen hilft den Klimawandel schnell verständlich und wissenschaftlich fundiert zu begreifen.
00:12:37: Also auch hier Wechselbeziehungen unter anderem aufzuzeigen und verständig zu machen.
00:12:41: Climate Fresc nutzt dabei auch einen Kartenspiel als Lernmethode um schnell in Diskussion reinzukommen Auch hier wieder links in den Show notes.
00:12:48: ich finde dass sind beides wunderbare Spiele um überhaupt mit diesem Thema erstmal in Berührung zu kommen und darüber in Diskussionen.
00:12:54: Das gilt natürlich im privaten Bereich aber auch viel mehr im Unternehmensbereich.
00:12:58: Schaut euch das einfach mal gerne an Das sind meine Mitbringsel.
00:13:05: Count Emissions EU haben wir schon mal drüber gesprochen, vor zwei Tagen nun durch das EU-Parlament beschlossen nach dem Länder- und Kommissionen, das auch schon durchgewunken hatten eine EU Verordnung die einheitliche Standards für die Treibhausgasbilanzierung im Transport setzt sowohl für Passagiere als auch für den Güterverkehr.
00:13:25: Die Isonorm fourteen null dreiund achtzig den meisten wo gut bekannt wird damit verpflichtend wenn man Emission berichtet denn dass ist der Kern Also eben eine Wenn-Dann-Regel.
00:13:34: Verpflichtet werden Unternehmen nicht, ihre Transportemission auszuweisen aber wenn sie das tun in Nachhaltigkeitsberichten, in Kundenverträgen Werbung oder weil irgendwelche anderen EU-Gesätze das vorschreiben dann eben nach diesem einen Standard.
00:13:49: Damit fällt zumindest, so wird das berichtet die methodische Beliebigkeit weg mit der bisher jedes Unternehmen seine eigene Lieblingsberechnungslogik wählen konnte.
00:13:59: Ich habe da nicht so den Überblick und bin auch sicher ein bisschen beierst aber ich würde schon gerne wissen ob es in der Praxis wirklich noch so große Unterschiede gab bei so den großen Unternehmen weil aus meiner Sicht ist vierzehnhohltreinachtzig halt der Standard.
00:14:12: naja Was eben nicht mit drin ist, vor und nachgelagerte Emissionen aus Fahrzeugproduktion, Wartung und Entsorgung.
00:14:18: Das Parlament wollte das, konnte sich aber nicht durchsetzen.
00:14:21: Übergangszeit?
00:14:23: Vierundhalb Jahre.
00:14:24: Uff!
00:14:26: Und es soll außerdem eine offizielle Datenbank geben für Default-Values und auch ein kostenloses Berechnungswerkzeug.
00:14:34: Wenn ich so was lese, dann freut sich der Zyniker in mir auf zum Konsolzium aus SAP Telecom und Accenture die dann für, weiß ich, thirty- vier Millionen Euro ein Berechnungswerkzeug entwickeln.
00:14:44: Das ist A – sehr ähnlich eben schon von Freibadnakteuren gibt und B – schon heute in dreizig Minuten zusammen geklöbbelt werden könnte mit irgendeiner AI-Lösung….
00:14:53: naja!
00:14:57: Wir bleiben bei Treibhausgasen CO² Mengen.
00:15:00: Und jedes andere Treibhouse Gas auch sind schwer greifbar.
00:15:03: So Regenwaldabholzung im Fußballfeldern.
00:15:06: Check können wir was mit anfangen Mengen Wasserverbrauch in Badewannen oder so olympischen Schwimmbäcken.
00:15:13: Check, können wir auch was mit anfangen?
00:15:15: Eine Tonne CO²?
00:15:17: Wie viel ist das?
00:15:18: und vor allem wieviel ist es im Vergleich mit anderen Sachen?
00:15:21: Das ist relativ schwierig.
00:15:24: Ihr liebe Logistiker wisst hoffentlich wie viel CO² entsteht wenn man ein Liter Diesel verbrennt.
00:15:29: richtig Timo?
00:15:30: Ja das wissen die mit Sicherheit
00:15:33: Genau, zwei Komma sechs vier Kilogramm in der direkten Verbrennung.
00:15:37: Weltwheel dann so drei Komma eins bis drei Kommas drei ungefähr.
00:15:40: wir merken uns einfach drei Kilo aus einem Liter Diesel.
00:15:42: das ist relativ einfach.
00:15:44: aber drei Kilogrammen ist es denn jetzt viel?
00:15:46: und wieviel ist das im Vergleich zu anderen Dingen?
00:15:49: also wie viele Emissionen entstehen im Lebenszyklus eines Tonschoos oder für ein Liter Hafermilch?
00:15:55: Es fehlen noch total diese Vergleichsgrößen Und darum sind wir, das ist meine These auch oft von so Einsparungszahlen wirklich beeindruckt.
00:16:05: Die hochklingen aber im Greater Scheme of Things einfach verschwindend gering sind.
00:16:10: wenn jemand sechshundertvierzig Tonnen CO² eingespart hat in fünf Jahren?
00:16:15: Ist das toll oder nicht?
00:16:16: Ist es viel?
00:16:16: Also hilft natürlich!
00:16:18: Naja Project Drawdown hat dafür jetzt ein spannendes Angebot geschaffen Das heißt Carbon in Context.
00:16:26: Dort kann man eine Menge eines Treibhausgases eingeben, auch Methan oder SF-Sex und bekommt dann für die sixhundertvierzig Tonnen ein Benchmark.
00:16:36: also wie viel Kilogramm Rindfleisch wäre das?
00:16:38: Oder wie viele Kilometer Autofahren oder wieviele Tassen Kaffee?
00:16:42: Wie groß ist es im Vergleich zu den Emissionen von Indien zum Beispiel ganz spannend damit rumzuspielen und einfach mein Gefühl zu bekommen da könnten sicher noch viel mehr Beispiele drin sein finde ich aber Ein guter Start.
00:16:54: Ich möchte in dem Zusammenhang, weil ich mich gerade inspiriert fühle durch diese Geschichte ein Buch empfehlen vielleicht kennst du das von Mike Berners Lieben.
00:17:01: eigentlich heißt der How Bad Are Bananas?
00:17:04: Wo er genau das alles mal ein wenig kontextualisiert.
00:17:07: nicht den Diesel Das macht er nicht da in dem Buch meines Wissens nach aber trotzdem Alltags Dinge die einfach dann von den CO-Zwei Emissionen halt im Kontext gesetzt werden.
00:17:18: kleiner Buchtipp zum Schluss
00:17:19: Das war's für Weekly, vielen Dank fürs Zuhören.
00:17:21: Für den unwahrscheinlichen Fall, dass ihr es verpasst habt am Dienstag haben wir eine Folge veröffentlicht mit dem Elektrotrucker.
00:17:27: Tobias Wagner schaltet dadurch auch mal rein und wir hören uns in der nächsten Woche!
00:17:45: Und wo diese sechshundert Tonnen tatsächlich herkommen, das berat ich nicht.
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