WEEKLY 19/2026 | Battery Swapping | Transformation Monitor | EmpCo räumt leere Claims ab | 200 Millionen Förderung

Shownotes

Eigentlich wollte Moritz nur ein Fraunhofer-Whitepaper über Battery Swapping bei schweren Nutzfahrzeugen lesen und besprechen, aber er endet dann in einer Analyse der Presseberichte zum Whitepaper. Schaut da jemand mal ins Dokument oder reproduziert man nur die Pressemitteilung? Timo berichtet dann über den Sustainability Transformation Monitor 2026, der gemischte Ergebnisse zum Fortgang der Nachhaltigkeitstransformation von Unternehmen der Realwirtschaft liefert. Moritz übernimmt dann wieder und erklärt, was EmpCo ist und warum das Thema ab September für jedes Unternehmen relevant wird, das über Nachhaltigkeit kommuniziert. Zum Abschluss gibt es noch gute Nachrichten: ein 200 Millionen Euro schweres Förderprogramm rund um die Ladeinfrastruktur.

Battery Swapping Whitepaper: https://www.iml.fraunhofer.de/content/dam/iml/de/dokumente/whitepaper/Whitepaper-Battery-Swapping-Fraunhofer-IML.pdf

Sustainability Transformation Monitor: https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/publikationen/publikation/did/sustainability-transformation-monitor-2026

Handelsblatt-Artikel: https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/gruenes-maentelchen-umgehaengt-umwelthilfe-verklagt-mcdonalds-vorwurf-greenwashing/100220413.html

Informationen zu EmpCo: https://www.umweltbundesamt.de/themen/staerkerer-schutz-vor-greenwashing-in-deutsches

Greenwashing-Studie: https://time.com/article/2026/04/21/meat-dairy-industry-sustainability-greenwashing-study/

Förderprogramm: www.ptj.de/foerdermoeglichkeiten/lis-e-lkw

Webinar: https://www.now-gmbh.de/aktuelles/veranstaltungen/online-seminar-ladeinfrastruktur-e-lkw-bmv-foerderung/

Transkript anzeigen

00:00:00: Das Gleiche in Grün Weekly am achten Mai, zwei tausend sechsten zwanzig.

00:00:20: Hallo liebe Leute KW-Ninzen!

00:00:22: Eine neue Woche ein neues weekly ich im Hotel Moritz sehr irritierend für dich aber darum geht es heute nicht.

00:00:28: was hast du mitgebracht?

00:00:29: Ja total andere Perspektive.

00:00:32: wir kommen jetzt in eine Phase des Jahres wo wir wechselseitig irgendwo anders sitzen während wir aufnehmen.

00:00:40: Könnte ich auch nächste Woche freuen?

00:00:42: Ja, ich hab mitgebracht, fangen wir mal an.

00:00:43: Battery Swapping für schwere Nutzfahrzeuge.

00:00:46: am Dienstag veröffentlicht ein White Paper zu Battery Swaping vom Fraunhofer EML erarbeitet in Auftrag gegeben von DHL, DSV, Greiving Nagelgruppe Remondes Rewe mit Unterstützung oder orchestriert durch DSL-V.

00:01:02: und die Leitfrage welche Rolle kann der Batterietausch als Ergänzung zum klassischen Laden?

00:01:09: Wir hatten vor einiger Zeit schon mal über Battery Swapping in China berichtet.

00:01:16: Dieses White Paper geht da jetzt noch deutlich fundierter rein und zeigt auch die Größenordnung nochmal schön auf, und blickt dann auf Deutschland Europa!

00:01:24: Denn in China ist Swapping längst keine Pilotphase mehr.

00:01:35: CRTL ist da einer der wichtigsten Player, die haben im XXI ein System vorgestellt.

00:01:40: Dass den Tausch in hundertfünfzig Sekunden schafft mit dem Plan bis Jahresende tausend solcher Stationen aufzubauen.

00:01:47: auch in anderen Ländern passiert was?

00:01:49: in Thailand soll es demnächst viertausend zweihundert Swap-fähige ELKW geben?

00:01:54: Indien hat am Hafen in Mumbai ein Projekt gestartet das bis zu zwanzig achtundzwanzig ebenfalls vierenhalbtausenden Fahrzeuge mit sechzig Stationen Abbilden soll.

00:02:04: Also, da ist Bewegung drin.

00:02:06: so und in Europa sehen wir bisher Forschungsaktivitäten Prototypen mal eine Präsentation oder so aber noch nicht so richtig viel Aufmerksamkeit.

00:02:16: diese Prototyp und Projekte werden in dem White Paper auch ein bisschen näher beschrieben So aber insgesamt auch konstatiert.

00:02:23: so super viel Aufmachsamkeit gibt es dann noch nicht Und auch regulatorisch ist die Lage in Europa eher dünn.

00:02:29: Battery Swapping wird nur am Rande so als mögliche Zukunftsoption, aber ohne Ausbauziel oder ja ohne Förderkulisse benannt.

00:02:38: der Masterplan Ladeinfrastruktur-Zwanzigdreißig nennt die Erprobung von Batteriewechselsystemen als Maßnahme.

00:02:46: mehr, aber auch nicht.

00:02:47: und jetzt stellt sich die Frage Ist das ein Problem?

00:02:49: Brauchen wir es wirklich?

00:02:50: beziehungsweise Wenn wir glauben, das zu brauchen.

00:02:53: Was bedeutet das denn?

00:02:54: Und dazu wurde für dieses White Paper eben mit zweiundzwanzig Expertinnen gesprochen.

00:02:59: So des Ergebnis depo-Laden bleibt für alle Befragten der operative Grundpfeiler idealerweise mit Standort integrierter Photovoltaik.

00:03:09: Swapping wird als Komplement gesehen mit Mehrwert in manchen Anwendungsfällen so Hub to Hub Verkehre im Meerschichtbetrieb, Autonome Logistik, also überall da wo ich vielleicht keine Ladepause haben möchte.

00:03:27: Die Vorteile sind geringe Tauschzeiten in Koppelung von Energieaufnahme und Tourenplanungen.

00:03:33: Man braucht potenziell geringere Anschlussleistungen kleinerer Flächenbedarf planbare Lastprofile.

00:03:39: die Hindernisse sind auch klar und jetzt nicht so ganz überraschend aber schön dargestellt.

00:03:46: Natürlich fehlende Hersteller übergreifende mechanische Interoperabilität.

00:03:50: Es macht einfach keiner, deswegen gibt es natürlich da auch kein Standard.

00:03:52: Ungeklärte Eigentumshaftungs- und eichrechtliche Fragen, Kapitalbindungen im Batteriepool, OEM Vertreter verweisen dann auf so einen Mehrbedarf an Batterieinventar von twentyfünf bis fünfzig Prozent weil nicht jeder Lkw eine Batterie sondern man braucht ja mehrere damit die genutzt und geladen gleichzeitig werden können.

00:04:12: Sehen Swapping auch so ein bisschen in zeitlicher Konkurrenz zum MCS-Hochlauf.

00:04:16: Ich könnte mir vorstellen, dass die Begeisterung bei OEMs ohnehin überschaubar ist für irgendein neues System wo sie sich miteinander vereinigen müssen.

00:04:24: Das White Paper versucht sich dann auch an einer TCO Rechnung.

00:04:27: zwei Szenarien werden durchgespielt was ich an der TCO-Rechnung gut finde das alles transparent dargestellt, Annahmen sind begründet und kann man dann richtig finden oder nicht.

00:04:36: aber es sind eben alles Annahme und die Ranges der Ergebnisse sind dann entsprechend unglaublich riesig.

00:04:43: Das geht nicht anders, ne?

00:04:44: Es sind einfach riesige Unsicherheiten gerade bei einer Technologie die nicht existiert.

00:04:48: aber da sollte man jetzt vielleicht nicht zu viel drauf setzen finde ich.

00:04:51: Die Handlungsempfehlung kann man schön in drei Worten zusammenfassen Standards, Standards und Standards.

00:04:56: das wird natürlich ein bisschen detailliert im White Paper.

00:04:59: dass es mein subsumieren zeigt aber deutlich was das Thema was dem Thema eben entgegen steht Und wie wahrscheinlich ist.

00:05:04: wohl ist dass wir da zeitnah eine Entwicklung sehen die über kleine Nischenanwendungen hinausgehen könnte.

00:05:10: Zusammenfassend Ich find's toll, dass das Thema ein bisschen beleuchtet wurde.

00:05:14: Kompakt dargestellt hab einiges gelernt und kann das White Paper insgesamt sehr empfehlen.

00:05:20: Natürlich ist das hier aber keine ausgewogene Pro-Kontra-Diskussion würde ich behaupten sondern die Story geht eher naja.

00:05:27: das macht schon Sinn.

00:05:28: wir rechnen es mal durch und zeigen was passieren muss damit wir dahin kämen aber trotzdem spannend und lesenswert.

00:05:34: verlinkt in den Show Notes.

00:05:36: so und beim Thema verlinkт kommt jetzt noch einen kleinen Round in der Pressemitteilung.

00:05:42: Also im Text, da stand so das Übliche mit Zusammenfassung die üblichen Zitate, Infos über die Organisation aber keine Verknüpfung zur Studie selbst oder zum White Paper selbst.

00:05:53: ich habe also selbst gegoogelt und hab sie dann beim Fraunhofer gefunden.

00:05:57: Ich will wissen was in der Studie steht bevor ich heute darüber spreche.

00:06:02: Darum war es ein bisschen angekässt dass sich Studia selbst gar nicht verlinkt war und dachte Das ist ein versehen.

00:06:08: Vielleicht ist es ja gar kein Versehen, vielleicht ist das einfach nicht die Praxis dass jemand der darüber berichtet mehr liest als die Pressemitteilung.

00:06:15: Mich hat dann nämlich interessiert wie darüber wohl gesprochen wird getriggert durch dieses.

00:06:20: wo ist denn das Dokument?

00:06:23: Machen sie sich also die Arbeit und schauen mal in das Dokumen selbst.

00:06:26: oder koinen die eigentlich nur die Pressemitteilungen wieder Und vor drei vier Jahren wäre das jetzt eine neugierige Frage geblieben weil wir hatten Zeit so was nachzuvollziehen.

00:06:35: In Zeiten von Claude ist das in vier Minuten rausgefunden.

00:06:39: Und ich hab also mal die mittlerweile acht oder neun Presseberichte abgeglichen mit der Pressemitteilung und ich sag mal so, die redaktionelle Arbeit ist überschaubar und es superfreundlich ausgedrückt.

00:06:50: Es gibt keinerlei Hinweise darauf dass sich irgendjemand die Mühe gemacht hat das PDF des White Papers zu öffnen und irgendwas zu berichten was nicht in der Pressemitteilungen schon vorgekreuht und aufgeschrieben war.

00:07:03: Wahrscheinlich ist meine Erwartung, dass man das macht bevor man ein Artikel draus klöppelt.

00:07:08: Und vielleicht, dass da überhaupt Zeit für hat in einer Online-Redaktion.

00:07:13: Vielleicht ist die Erwartungen zu hoch und vielleicht auch viel zu naiv?

00:07:17: I don't know!

00:07:18: Vielleicht schütteln jetzt alle bis auf einen oder zwei Zuhörende den Kopf über meine naive Erwartungen sagen Alter... Das hatte ich jetzt überrascht.

00:07:27: Ich fand das wirklich enttäuschend.

00:07:30: Denn es gäbe ja durchaus Punkte, die man auch ohne super viel Aufwand jetzt kurz andiskutieren könnte.

00:07:36: Zum Beispiel ist das eben wahrscheinlich nicht so neutral sondern mit einem klaren Auftrag entstanden das Thema in die Öffentlichkeit zu bringen und das der total fair.

00:07:46: aber man könnte hinterfragen ob überhaupt genug Zeit bleibt bis da irgendwas ins Rollen käme oder irgendeine Art von Kontext liefern Aber nichts.

00:07:54: Claude's Urteil War dann auch, dass man als Lesender eigentlich mehr mitnehmen würde.

00:07:58: Wenn man direkt die Pressemitteilung liest.

00:08:01: Das ist ein hartes Urteil aber wohl leider zutreffend denn die wenigen Eingriffe und das kann man ja einfach wirklich brutal klar nachvollziehen.

00:08:08: Die es da überhaupt gab waren holprige Übersetzungen ins Englische oder zum Beispiel in einem Fall einfach das komplette Rauslöschen der Rolle des DSLVs.

00:08:16: Der übrigens diese Pressemiteilung veröffentlicht hat.

00:08:19: Wild!

00:08:20: So Disclaimer.

00:08:22: Und es ist auch wichtig, wir nehmen Mittwochabend auf.

00:08:24: Das ist gestern veröffentlicht worden.

00:08:25: Es ist natürlich nicht viel Zeit und vielleicht entstehen ja demnächst auch noch Berichte die sich inhaltlich sinnvoll mit dem White Paper auseinandersetzen würde mich freuen.

00:08:34: Vielleicht bin ich auch deswegen so angekäst davon weil ich mich in diese Autorenrolle reinversetzt Weil das sind natürlich viele große Brandnamen Die da draufstehen das sind zwei Mitarbeiter des IMLs die das geschrieben haben.

00:08:49: Dann wird dann nicht mal sich inhaltlich weiter miteinander gesetzt.

00:08:52: Und das ist doch irgendwie enttäuschend!

00:08:54: Wir verlinken natürlich nicht die Pressemitteilung, sondern das White Paper selbst.

00:09:00: Also tut doch vielleicht den Autoren, den beiden, den Gefallen und schaut da selbst mal rein und nimmt mehr daraus mit als nur die Presse-Mitteilungen, die einen guten Job macht.

00:09:10: aber es hilft auch sich die TCO-Analyse usw.

00:09:14: Mal wirklich anzugucken...

00:09:23: Ich habe eine Studie mitgebracht, die ich selber gelesen habe gestern im Zug.

00:09:28: Und zwar die Studie Sustainability Transformation Monitor twenty-sixundzwanzig.

00:09:33: Das ist eine jährliche Studie, die sich anschaut wie weit Unternehmen in Deutschland beim Thema Nachhaltigkeit wirklich sind also nicht nur auf dem Papier sondern auch strategisch und naturisch und mit Blick auf Investitionen und Finanzierung.

00:09:46: Grundlage sind hier bei achthundertzwanzig befragte Organisationen aus der Real- und Finanzwirtschaft.

00:09:53: Der Monitor wird erstellt von der Bertelsmann Stiftung, Stiftungen Merkator von der Universität Hamburg unter Peer School for Sustainable Development.

00:10:01: Die gute Nachricht zuerst.

00:10:04: Nachhaltigkeit ist in vielen Unternehmen inzwischen fest verankert.

00:10:07: Rund siebzig Prozent der befragten Unternehmen haben das Thema auf Vorstand oder Geschäftsführungs Ebene angesiedelt.

00:10:13: Das heißt Nachhaltigkeit ist vielerorts Chefsache und keine Randnotiz mehr.

00:10:19: Auch bei den Daten gibt es Fortschritte, sechsen-achtzig Prozent der befragten Unternehmen und Banken erfassen inzwischen zumindest teilweise ihre Treibhausgasemission.

00:10:26: das zeigt viele Organisationen wissen inzwischen deutlich besser wo sie beim Klimatheber überhaupt stehen.

00:10:32: stichwort Transparenz.

00:10:34: aber und das ist der eigentliche Kern der Studie die Transformation verliert an Tempo.

00:10:39: Der Monitor beschreibt, dass als eine Phase der Konsolidierung.

00:10:43: vieles ist aufgebaut worden.

00:10:44: Aber der nächste große Schraub bleibt noch aus an der Stelle.

00:10:48: Warum ist das so?

00:10:49: Ein wichtiger Grund sind die Rahmenbedingungen.

00:10:52: Viele Unternehmen nennen politische und regulatorische Unsicherheit als großes Hindernis Und dazu kommt Häufig fehlt noch ein überzeugener wirtschaftlicher Nutzen.

00:11:01: Laut Studie sagen rund dreiundachtzig Prozent der Unternehmen, dass sich ein klarer Business Case für Nachhaltigkeit bislang noch nicht ausreichend zeigt.

00:11:09: Man könnte also sagen das Bewusstsein ist irgendwie da die Strukturen sind auch schon aufgesetzt aber wenn unklar ist wie verlässlich die politischen Leitplanken sind und ob sich Investitionen rechnen dann treten viele eher auf die Bremse als aufs Gaspedal.

00:11:22: Spannend!

00:11:23: ist auch der Blick auf die Klimaziele.

00:11:25: Denn in der Realwirtschaft haben rund neunfünfzig Prozent der Unternehmen solche Ziele, bei Banken liegt der Anteil inzwischen sogar bei fünfundsechzig Prozent.

00:11:32: Das klingt erstmal ordentlich.

00:11:34: Gleichzeitig zeigt die Studie aber Bei den konkreten Plänen wie diese ziele erreicht werden sollen gibt es stagnation.

00:11:40: Viele sind also noch irgendwie im modus ja wir wollen Aber wir wissen noch nicht so richtig.

00:11:45: wie.

00:11:46: Ein weiterer Punkt.

00:11:48: Nachhaltigkeit verliert in manchen Unternehmen gerade wieder ein Priorität, ich sagte es bereits.

00:11:53: Neunfünfzig Prozent sagen das.

00:11:55: die aktuellen gesellschaftlichen und politischen Debatten dazu führen dass das Thema intern weniger wichtig genommen wird als noch zuvor.

00:12:02: Und das ist schon eine deutliche Signal!

00:12:04: Wie sieht es mit der Finanzierung aus?

00:12:06: Auch da gibt es ein gemischtes Bild.

00:12:08: Banken verstehen sich zunehmend als Begleiter der Transformation Aber in den konkreten Finanzierungsgesprächen spielt eben Nachhaltigkeit oft noch keine wirklich zentrale Rolle.

00:12:17: Nur dreißig Prozent der Unternehmen und sieben dreizig Prozent der Banken sagen, dass das Thema dort wichtig ist heißt unterm Strich zwischen nachhaltigkeitszielen Investitionen und Finanzierung gibt es noch zu wenig echte Verbindungen.

00:12:29: Und genau da sieht die Studie einen der entscheidenden Hebel für die nächsten Jahre.

00:12:34: interessantes übrigens auch Trotz aller Debatten und Berichtspflichten wollen viele Unternehmen beim Reporting weitermachen.

00:12:40: Fünf-Siebzig Prozent der Unternehmen, die künftig nicht mehr unter die CSID fallen, sagen dass sie trotzdem weiter einen Nachhaltigkeitsbericht veröffentlichen wollen.

00:12:49: Und das zeigt, das Thema verschwindet nicht einfach aber es braucht eben doch noch ein bisschen mehr Rückenwind.

00:12:55: Wenn man die Studie nun auf Einsatz runterbrechen möchte dann vielleicht wie folgt nachhaltigkeit ist in den Unternehmen angekommen Aber der Wandel stockt, weil Verlässlichkeit wirtschaftliche Anreize und konkrete Umsetzungsfahre fehlen.

00:13:08: Oder vielleicht noch ein bisschen lockerer formuliert?

00:13:10: Die Organisation haben den Werkzeugkasten schon ziemlich gut sortiert auf dem Tisch liegen.

00:13:15: Jetzt geht es darum ihn auch entschlossen zu

00:13:17: benutzen.".

00:13:22: So ich merke schon das ist eine lange Folge heute!

00:13:24: Weil wichtiges Thema jetzt EMPCO.

00:13:28: und das beginnt mein Beitrag mit dem Bericht über eine Klage denn Das Handelsblatt berichtet, dass die deutsche Umwelthilfe McDonald's Deutschland vor dem Landgericht München eins verklagt hat.

00:13:42: Diesmal nicht wegen Mehrweg sondern wegen der Klimakommunikation.

00:13:46: und der Vorwurf ist McDonnells habe auf seiner Website klimaneutralität ab zwanzigfünfzig versprochen.

00:13:52: Einschließlich der Lieferkette ohne irgendwie auszuführen wie dieses Ziel eigentlich erreicht werden soll.

00:13:58: das kommt uns ja irgendwie bekannt vor.

00:14:00: Die DUH spricht von Dreist im Greenwashing und ihre führenden Zukunftsversprechen, weil eben konkrete überprüfbare Angaben zur CO-II Reduktion zu irgendwelchen Zwischenzielen und ein belastbarer Umsetzungsplan fehlen.

00:14:15: McDonald's!

00:14:16: Weiß diese Kritik in einer Stellungnahme zurück und zeigt sich irritiert.

00:14:20: Die beanstandeten Formulierungen seien bereits vor Monaten angepasst worden, eine Klage führe daher zu keiner Verbesserung mehr für Verbraucherinnen und Verbrauchern.

00:14:28: die Website sei ohnehin ein Informationsangebot mit Hintergrundinhalten gewesen und nicht dazu bestimmt Kaufentscheidung zu beeinflussen.

00:14:37: Was?

00:14:39: Na ja, Einordnung so!

00:14:42: an dem sich die rechtlichen Spielregeln für Klimaerwerbung gerade fundamental verschieben.

00:14:47: Und das ist eigentlich das, was ich berichten will.

00:14:48: Das ist jetzt der Aufhänger gewesen.

00:14:50: Das Stichwort ist EMPCO – Die EU-Richtlinie Empowering Consumers for the Green Transition.

00:14:57: Deutschland hat sie im Februar XXVI mit zwei Gesetzen in deutsches Recht umgesetzt unter anderem mit dem dritten Gesetz zur Änderung des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb.

00:15:06: handlicher Name wie immer und Anwendungen finden die Regeln ab dem siebenundzwanzigsten September diesen Jahres.

00:15:15: Die entscheidende Veränderung und die ist wirklich für alle relevant, die sich mit Kommunikation befassen bisher werden Werbeaussagen zu Umweltvorteilen von Produkten sowie Öko nachhaltig klimaneutral recycelbar und Umweltlabel selbst kaum reguliert.

00:15:32: Im September ändert sich das.

00:15:34: Generische Aussagen wie klimafreundlich sind da nur noch zulässig, wenn wirklich eine überdurchschnittliche Umweltleistung nachweisbar ist.

00:15:45: und besonders relevant für den McDonald's-Fall.

00:15:49: Umweltversprechen für die Zukunft sind mit einem belastbaren Umsetzungsplan zu belegen.

00:15:55: D.h.,

00:15:56: die deutsche Umwelthilfe klagt zwar nach altem Recht Aber sie klagt gegen genau das Verhaltensmuster, dass ab September ohnehin verboten ist.

00:16:04: Die Rolle der deutschen Umwelthilfe finde ich ohnehin sehr interessant also sehr umtriebig.

00:16:08: mit Klagen und auch finde ich oft zurecht stehen Sie vielleicht in der Kritik aber sie gehen auf jeden Fall dahin wo es wehtut.

00:16:15: Das kann man wohl sagen.

00:16:17: So für die Logistik heißt das Die Phase, in der man mit Klima neutral bis Aussagen ohne eben ein Fahrt zwischen Ziel und Mechanik durchkam läuft ab.

00:16:27: Wer jetzt nicht aufräumt, läuft absehbar in Schwierigkeiten.

00:16:31: Was bedeutet das?

00:16:32: Die Verknüpfung, also aus meiner Sicht die Verknüpfung von Marketing und Nachhaltigkeitsabteilungen muss viel, viel enger werden als das bisher der Fall ist.

00:16:42: Einfach mal in gutem Willen mit good intentions was hinschreiben!

00:16:48: Das gut klingt aber vielleicht gar nicht wirklich.

00:16:50: was meint – das geht nicht mehr.

00:16:52: Und meine Theses vielen Unternehmen wird nicht wirklich bewusst sein wie viele Green Claims sie eigentlich nutzen unzulässig sein werden, zumindest ohne Fundierung.

00:17:03: Die EMCO, das fand ich spannend, bezieht sich übrigens nicht nur auf Thema Versprechen – man darf zum Beispiel keine gesetzlich vorgeschriebenen Anforderungen als Besonderheit mehr kommunizieren.

00:17:13: auch davon zahllose Beispiele aus der Vergangenheit wo man sich denkt fragt moment mal ihr müsst das machen.

00:17:19: es ist kein Feature.

00:17:21: Man darf auch zum Beispiel nicht mehr zurückhalten, dass sich ein Software Update negativ auf das Funktionieren einer Ware auswirken würde.

00:17:29: Man darf Software Updates auch nicht mehr als notwendig darstellen wenn es nur um Funktionen geht und nicht um kritische Anpassungen.

00:17:36: Und noch vieles, vieles mehr... Ziel ist, den Verbraucher und die Verbrauchern vor ihrer Führung in der Produktkommunikation zu schützen.

00:17:43: Ich finde das ein sehr wichtiges Ziel, denn nur wenige Leute blicken bei Nachhaltigkeits-Kommunikation wohl gut genug durch oder sind skeptisch genug dass sie sich von grünem Nebel nicht irritieren lassen.

00:17:55: vielleicht auch hier wieder ein spannender Use Case für eine selbst geklöppelte KI Lösung geht natürlich mit einem einfachen Prompt.

00:18:03: Das klingt jetzt immer, als würde ich ganz viel KI-Experimente machen.

00:18:08: Es sind tatsächlich die drei von denen ich bisher berichtet hab!

00:18:12: Ich habe da mal mit rumgespielt und das ist gar nicht schlecht so.

00:18:16: Das ist natürlich nicht rechtssicher aber es gibt eben guten Überblick.

00:18:19: Und ich habe mal verschiedene Nachhaltigkeitsseiten von mir gut bekannten Unternehmen gecheckt und gegen die Anforderungen von IMCO gelegt und da gab's jetzt keine riesigen Lücken.

00:18:31: Das war jetzt auch keine Unternehmen, die vielleicht dafür bekannt sind in der Vergangenheit, viel Mist gemacht zu haben mit Absicht.

00:18:38: Aber das gibt überall relativ globalgalaktische Formulierung, die man vielleicht zukünftig so nicht stehen lassen will ohne es zumindest zu konkretisieren wenn es denn der Wahrheit entspricht.

00:18:50: Kleiner Fun Fact am Ende!

00:18:51: Wenn man jetzt sagt, ah Moritz, der übertreibt und Green Machine ja gibts bei McDonalds aber pfff... Am Ende eine neue Studie aus dem April hat rausgefunden dass Neunundneunzig Prozent der Nachhaltigkeitsclaims aus der Fleisch- und Milchindustrie mindestens einen Merkmal von Greenwashing aufweisen.

00:19:09: Neun und neunzig prozent!

00:19:12: Und da sagt noch mal einer, wir bräuchten keine Regeln.

00:19:14: dieses Unmisteintemps ist natürlich alles mögliche verlinkt in den Shownotes.

00:19:18: Viel Spaß beim Lesen.

00:19:20: Wer sind das eine Prozent?

00:19:22: Die... Keine Ahnung weiß

00:19:23: ich nicht.

00:19:28: Boah, das war jetzt alles ein bisschen...

00:19:30: Ja

00:19:31: Dauna.

00:19:33: Irgendwas Tolles muss es doch geben, Moritz?

00:19:35: Es gibt tatsächlich was am Montag veröffentlicht ein neues Förderprogramm des BMV für Ladeinfrastruktur und schwere Nutzfahrzeuge.

00:19:44: Eine Milliarde Euro über vier Jahre ... Die erste Tranche, das sind jetzt zwei Hundert Millionen Euro.

00:19:50: Das wird aufgeteilt auf drei unterschiedliche Förderschienen.

00:19:54: Zwei für nicht-öffentliche Ladeinfrastruktur – einmal mit Fokus KMU und einmal für alle.

00:19:59: Und der dritte ist ein Förderaufruf für öffentliche Ladeninfrastrukturen.

00:20:04: Um den Umstieg auf batterieelektrische Nutzfahrzeuge möglichst sinnvoll zu unterstützen ist Ladeinfrastruktur selbstförderfähig, also die Ladesäulen.

00:20:15: Aber auch der erforderliche Netzanschluss, Batteriespeicher, Ladelustmanagementsysteme

00:20:21: usw.,

00:20:22: das ganze Ökosystem um die Säule rum was jetzt nicht das Fahrzeug ist.

00:20:28: Aufruf zwei und drei Das sind fettbewerbliche Auswahlverfahren.

00:20:33: Wichtigste Entscheidungsriterium ist da sehr wahrscheinlich Die Ladeleistung die aufgebaut wird pro Fördereuro Aufruf eins, der für KMU ist First-Camp-First-Surf.

00:20:46: Also Vorbereiten und Schnellsein?

00:20:48: Da wird Kollege Claude vielleicht auch hilfreich sein.

00:20:51: oder irgendeins der Startups die sich um den Ökosystem bilden, die davon natürlich auch profitieren würden und vielleicht schon mit den Hufenschachen und jetzt willige KMUs suchen, die dann endlich mal investieren wollen.

00:21:06: am fünften Juni Also noch ein Monat Zeit können diese Anträge gestellt werden für die KMU Förderung.

00:21:14: Am Dienstag, dem Neunzehnten also in der übernächsten Woche gibt es um neununddreißigem kostenfreies Online-Informations-Webinar der nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur wo das alles nochmal ganz detailliert erklärt wird.

00:21:28: Es gibt auch ganz viele andere Informationswege.

00:21:31: Verlinken wir den Show Notes.

00:21:33: Den Leiter dieser Ladestelle, Johannes Palastellen hatten wir ja vor einigen Wochen im Podcast zu Gast.

00:21:37: Also gerne nochmal reinhören wenn ihr das verpasst habt.

00:21:42: Ja, zweihundert Millionen Euro für Ladeinfrastruktur und später noch mal achthundert.

00:21:46: Find ich ist als gute Nachricht zu kategorisieren oder?

00:21:51: Das stimmt!

00:21:52: So liebe Leute, das war's nämlich für diese Woche.

00:21:55: Weeklykalenderwoche, neunzehn ist um.

00:21:58: Ich wünsche euch – und wir wünschen euch – ein wunderschönes Wochenende und wir hören uns dann in der nächsten Woche wieder, wenn wir mit einem neuen Interview-Gast wieder am Start sind.

00:22:09: Macht's gut!

00:22:10: Wer das jetzt häufig fand, der sollte wissen dass ich mit Fingern mitgezählt habe wie oft Dimo Woche gesagt hat in der Verabschiedung Das Gleiche in Grün ist ein Podcastprojekt von Timur Landner und Moos Petersen.

00:22:24: Neue Weekly-Folgen gibt's jeden Freitag, jeden zweiten Dienstag gibt es ne neue Folge mit Gast!

00:22:29: Bei Fragen & Anregungen erreicht ihr uns unter podcastat.de.

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