WEEKLY 22/2026 | Klimapanikmache? Nein. | Scania & Volvo lobbyen EU-Ziele weg | Google kartiert Entwaldung
Shownotes
Timo eröffnet mit einem Kommentar zur Debatte um RCP 8.5: Warum das unwahrscheinlicher gewordene Worst-Case-Szenario kein Beweis für Klimapanikmache ist und warum das Internet trotzdem nur zwei Modi kennt. Moritz ist aus dem Urlaub zurück und hat einen Artikel über Truck-Lobbying in Schweden mitgebracht: Interne E-Mails sollen zeigen, wie Scania und Volvo seit Oktober 2024 systematisch auf eine Aufweichung der EU-CO₂-Flottenziele für schwere LKW hingearbeitet haben, mit aktiver Unterstützung der schwedischen Regierung. Laut ICCT drohen bis 2030 bis zu 200.000 weniger Null-Emissions-LKW. Zum Abschluss: Google kartiert Entwaldungsrisiken in globalen Lieferketten, und die UN-Generalversammlung macht Klimaschutz zur staatlichen Pflicht.
Truck-Lobbying der Schweden-Connection: https://www.dn.se/ekonomi/sa-lobbar-scania-och-volvo-for-sankta-klimatkrav/
Entwaldungsrisiken in globalen Lieferketten: https://medium.com/google-earth/scaling-transparency-annual-pan-tropical-commodity-maps-powered-by-alphaearth-foundations-5f4066b5dd13
Klimaschutz ist staatliche Pflicht: https://news.un.org/en/story/2026/05/1167561
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00:00:00: Das Gleiche in Green Weekly am neunzwanzigsten Mai, zwanzig sechsundzwanzzig.
00:00:19: Herzlich Willkommen!
00:00:20: Ich war eine Woche nicht da.
00:00:21: ich habe tatsächlich von Donnerstagabend bis jetzt eben am Donnerdagmorgen weder E-Mail noch LinkedIn noch Teams gelesen kaum Nachrichten.
00:00:29: was hab' ich verpasst Dimo?
00:00:31: Ja erst mal schön dass du wieder da bist.
00:00:33: Du hast eine Menge verpasste natürlich und auch eine Menge Verpasst die nicht so erquickend war und davon möchte ich jetzt als allererstes berichten.
00:00:44: Ist gar nicht letzte Woche passiert, sondern schon davor.
00:00:47: Ich habe es ein bisschen später mitbekommen weil ich auch diverse Medien natürlich einfach meide und auch manche Kommentare halt nicht lese.
00:00:55: aber das hab' ich dann doch irgendwo über Umwege mit bekommen und war äußerst verwundert.
00:00:59: Worum geht's?
00:00:59: Also eine meiner Lieblingsentwicklungen der letzten Jahre ist ja die Klimadebatte.
00:01:04: wird plötzlich von Leuten gewonnen erklärt, die seit zwanzig Jahren sagen Klimaforschung sei Quatsch!
00:01:09: Weil... ...die Klimaforschung jetzt sagt Okay, das schlimmste Szenario ist wahrscheinlich doch nicht das Wahrscheinlichste.
00:01:16: Und man sitzt da und denkt ja genau so funktioniert eben Wissenschaft.
00:01:20: Wom's geht?
00:01:21: Es geht um RCP-Acht Punkt Fünf.
00:01:24: Das steht für Representative Concentration Pathway.
00:01:28: Da sind im Grunde übernommen Zukunftsszenarien der Klimaforschung die wichtigsten Waren.
00:01:33: RCP zwei Punkt sechs vier Punkt fünf sechs Punkt Null und acht Punkt Fünf.
00:01:37: Zwei Punkt Sechs steht für ... Sind das
00:01:39: Drohiden von Star Wars?
00:01:41: Ja genau, R-Zwo D-Zwei C-Drei Po und RCP.
00:01:45: zwei Punkt sechs.
00:01:47: Also zwei Punkt seis.
00:01:48: die Zahlen stehen dann eben für unterschiedliche Szenarien.
00:01:50: Zwei Punkt sechs steht für ein Szenario mit einer starken Klimapolitik und relativ geringer Erwärmung.
00:01:55: Vier Punkt fünf mittlere Entwicklung.
00:01:58: Sechs Punkt Null dann eben höhere Emission.
00:02:00: und acht Punkt Fünf ist das Extremszenario, das Worst Case-Szenario.
00:02:05: Fossil getriebene Turbowachstumswelt sozusagen.
00:02:08: Warum sprich von der Vergangenheit?
00:02:11: Später wurden diese Modelle erweitert zu den SSPs, Shared Socio Economic Pathways.
00:02:17: Das schaut man eben nicht nur auf die Emissionen sondern auch auf Wirtschaft, Technologie, Bevölkerung, Politik und Globalisierung.
00:02:25: RCP-Acht Punkt Fünf war im Grunde genommen das absolute... Horrorszenario.
00:02:29: Die Menschheit verbrennt bis zu zwei tausend einhundert einfach alles, was brennbar ist.
00:02:34: Kohle ohne Ende kaum Klimapolitik technologische Stagnation und wichtig das war nie die offizielle Aussage.
00:02:41: so wird es kommen.
00:02:42: Es war eher wenn wir komplett eskalieren dann ist das genau das Szenario was dann eintreten wird.
00:02:48: nur wurde daraus medial oft.
00:02:50: Das ist der normale Weg wenn wir so weitermachen wie bisher.
00:02:53: Und jetzt sagen viele klimaforscher eben moment mal ganz so.
00:02:55: wahrscheinlich ist das inzwischen nicht mehr.
00:02:57: Warum?
00:02:59: Weil die Welt sich auch verändert hat.
00:03:01: Solarstrom wurde absolut billig, Windkraft ist riesig geworden, E-Autos wachsen schneller als gedacht und selbst Ökozerne rennen zwischen öffentlichen Energiewende.
00:03:10: Und das ist eigentlich die gute Nachricht!
00:03:13: Im Grunde genommen wollte ich eine gute Nachrichten erklären aber ich muss das in diesem Zusammenhang ein wenig ausdifferenzieren.
00:03:19: Politik, Technologie und gesellschaftlicher Druck haben offenbar doch etwas gewirkt – nicht genug, aber eben auch nichts.
00:03:27: Und genau hier passiert der große intellektuelle Salto Ruckwärts, der rechtspopulistischen Medienlandschaft.
00:03:33: Denn dort heißt es jetzt Aha!
00:03:35: Das schlimmste Szenario war also übertrieben.
00:03:38: Alles war also wieder Panikmache.
00:03:40: Nein das ist eben nicht.
00:03:41: Das ist ungefähr so als würde die Feuerwehr sagen gut das ganze Haus brennt wahrscheinlich doch nicht komplett nieder und jemand schreit dann ja sießte also war das Feuer erfunden.
00:03:51: Nein, die Küche brennt eben trotzdem und ehrlich gesagt steckt da sogar eine ziemlich paradoxe Wahrheit drin.
00:03:56: Vielleicht ist das Worst Case-Szenario heute unwahrscheinlicher weil man vorher so massiv davor gewarnt hat.
00:04:04: Das vergisst man eigentlich immer ganz gerne auch in der Diskussion.
00:04:06: wenn es doch nicht heißt dass ich ein großer Fan von Worst case-Scenarien bin einfach nur diesen Zusammenhang noch mal darstellen.
00:04:12: Wenn du jahrelang Druck machst Technologienförders Emissionen reduzierst und Unternehmen zwingst umzudenken Und dann wird das schlimmste Szenario unwahrscheinlicher, dann ist das nicht die Wiederlegung der Warnung.
00:04:23: Das ist im besten Fall ein Hinweis darauf dass die Warnungen teilweise funktioniert hat Aber natürlich verkauft sich das nicht so schön wie beispielsweise Klimalyge aufgeflogen mit drei Ausrufezeichen und einem Thumbnail, auf dem irgendein Moderator aussieht als hätte er gerade Beweise für Atlantis gefunden.
00:04:38: Und man muss aber auch fair sein an dieser Stelle denn die Klimakommunikation hatte teilweise wirklich ein Problem Denn manche Medien- und Aktivisten haben dieses Worst Case Szenario behandelt wie den Standardfahrplan der Zukunft.
00:04:49: Das war wissenschaftlich oft ein bisschen zu verkürzt.
00:04:51: nur aus Man hat teilweise überdramatisiert folgt eben nicht dann ist alles eben harmlos.
00:04:57: Die realistischen Szenarien liegen immer noch irgendwo bei zweieinhalb bis drei Grad Erwärmung und drei Grad sind nicht auch ein bisschen wärmer, drei Grad bedeuten mehr Heizewellen, mehr Dürren, stärkere Starkregen Probleme für Landwirtschaft, höhere Kosten, mehr Stress für Infrastruktur.
00:05:11: Das ist kein Weltuntergangsfilm aber das ist eben auch kein Wellnessurlaub.
00:05:15: Und genau diese Zwischentöne gehen heute komplett verloren.
00:05:18: Im Internet gibt es nur noch wir sterben alle in zehn Jahren oder Alles war von Boda.
00:05:23: Dabei ist die Realität viel langweiliger und deshalb wahrer.
00:05:26: Die Menschheit fährt vermutlich nicht mit Vollgas gegen die Betonkwand, aber wir bremsen auch nicht so elegant ab.
00:05:32: Wir schrammen eher kontrolliert in die Leitplanke.
00:05:34: Und ganz ehrlich für unsere Spezies ist das doch irgendwie historisch gesehen schon fast eine Erfolgsgeschichte?
00:05:39: Das ist mein kleiner Kommentar zu der aktuellen Debatte!
00:05:42: kennt wahrscheinlich jede Abteilung in dem Unternehmen auch, die einfach geräuschlos gut arbeitet und kein Problem passiert.
00:05:48: Und dann ist das völlig overstafft.
00:05:50: Da kann man nur noch mal dreißig Prozent raussqueezen und dann ... Sagt der Typ, der nie so richtig einen Corporate gearbeitet hat, ne?
00:05:58: Also viel größer.
00:06:00: Schön dass du das noch anfügst.
00:06:02: Selbstverständlich!
00:06:07: So wir nehmen relativ knapp vor den Veröffentlichungstermin um Mitternacht auf.
00:06:11: also ich muss ja noch schneiden.
00:06:12: deswegen vergleichsweise knapp Weil ich unterwegs war die letzte Woche in einem sehr langsamen Wohnmobil auf europäischen Autobahnen und die Fahrt war wie üblich ziemlich zäh.
00:06:22: Die Familie war nicht dabei, und zum Zeitvertreib habe ich dann angefangen mal so zu suchen ob ich eigentlich E-RKW sehe... ...auf den Straßen Und das war nicht so einfach.
00:06:31: Ich erkenne ja auch gar nicht unbedingt.
00:06:33: jedes Modell ist völlig klar!
00:06:36: Ich kann auch gerade bei dem Gegenverkehr nicht das Kennzeichen lesen Ob da vielleicht bei der deutschen E-Mit drauf steht.
00:06:42: Also Ja.
00:06:43: Aber ich hab so ... Wann immer es ging, über viele Stunden nach einem ehrkw gesucht.
00:06:48: Auch die, die ich da mal überholt habe im Stau oder so und extra keinen gespottet.
00:06:53: Das hat mich ein wenig überrascht.
00:06:55: Wahrscheinlich ist meine Erwartung auch viel zu hoch gewesen aber so getrieben durch die ganzen tollen Erfolgsgeschichten der letzten Monate, die wir hier im Weekly aber vor allem auch in den Interviews gehört haben Die machen ja so, also mir mindestens so richtig positive Stimmung.
00:07:11: Es gibt gute Fahrzeuge die rechnen sich auf die Ladeinfrastruktur kommt.
00:07:16: da sind Unternehmer klammer auf die oft zu heißen wir Unternehmen Klammer zu die Bock haben die Aufbruchstimmung versprühen.
00:07:24: Da kann man den Eindruck gewinnen dass das läuft.
00:07:27: was soll denn jetzt noch schief gehen?
00:07:30: So und zu dem Thema hat mir dankenswerterweise in meiner Content, Lücke in der letzten Woche.
00:07:37: Eine Treuhörerin und deine Urlaubsvertretung lieber Timo!
00:07:40: Damit jetzt auch irgendwie meine Urlautsvertretungen ein Artikel aus einer schwedischen Tageszeitung geschickt.
00:07:45: Lieben Dank dafür, Lydia.
00:07:47: Die Tageszeitungsdagens Nyheder.
00:07:52: Der Titel lautet.
00:07:57: Das war ganz schön lang geübt, kam gut raus ne?
00:08:00: Also die Zeitung hat eine Recherche veröffentlicht, die anhand interner E-Mails zwischen Scania und Volvo in der schwedischen Regierung nachzeichnet wie die beiden größten privaten Arbeitgeber Schweden vielleicht auch ein wichtiger Punkt, das ist ein riesige Unternehmen wirtschaftlich super relevant Ähm, wie die seit Oktober vierundzwanzig systematisch dran gearbeitet haben.
00:08:22: Die EU CO-Zwei Flottenziele für schwere Lkw aufzuweichen.
00:08:26: und das Bemerkenswerte an diesem Bericht finde ich ist jetzt nicht das Lobbying an sich.
00:08:31: Das gehört ja grundsätzlich schon irgendwie dazu von aus aus allen Richtungen sondern eher wie eng die Regierung dabei mitgespielt hat und wie wirksam die Kampagne am Ende war.
00:08:41: In Kern geht es bei dem ganzen Ding um die Vermeidung von Strafzahlungen für das Nicht-Erreichen, dieser Grenzwerte vor der man eben Sorge hat.
00:08:50: Am thirteenthen Oktober vierundzwanzig schreibt der Scania CEO an EU Klimakommissar Hüxtra und fordert dringendes Handeln bei den CO-Vorgaben.
00:09:00: Zwei Tage später kontaktiert Scania dann auch das schwedische Regierungsbüro, leitet denselben Brief weiter und bittet um ein Treffen, um das Denken näher zu erläutern.
00:09:11: Es folgt eine intensive Kommunikation auf hoher Ebene.
00:09:14: Mitte November zeitgleich zu den Klimaverhandlungen Brasilien trifft der schwedischen Premier die CEOs der drei größten europäischen Hersteller Scania Volvo und Daimler.
00:09:25: Die Poente am Rande können alle schwedisch, weil sie alle Schweden sind.
00:09:29: Auch die CEO von Daimler Trucks ist Schweden!
00:09:34: Also nur um zu unterschreichen wie wichtig das ist finde ich – ich find's was mal bemerkenswert und auch ein Fun Fact aber auch wichtig für die Geschichte.
00:09:42: da sitzen also mehr als fünfzig Prozent des Marktes für schwere Nutzfahrzeuge zusammen und sind eben alles Schweden.
00:09:49: Laut den Emails, die DN, das ist die Abkürzung der Zeitschrift.
00:09:53: Die DN gesehen hat bitte der Premier die Konzerne dann aktiv um Unterlagen, um die EU-Verhandlungen mit den anderen Mitgliedstaaten vorzubereiten.
00:10:03: Skania liefert daraufhin auch nicht nur eine Argumentation sondern ganz konkrete Vorschläge wie die Emissionsvorgaben geändert werden sollen.
00:10:10: Volvo schickt im November ebenfalls eine Liste von Forderungen nach gelockerten verschobenen Klimazielen zur Quotes, Verteidigung der globalen Wettbewerbsfähigkeit und die Kampagne wirkt.
00:10:23: Denn als Schweden im Januar in die EU-Verhandlungen einsteigt übernimmt die Regierung mehrere Argumente direkt von den Herstellern nachweisbar über die Verhandlungsinstruktion, die diese Zeitung einsehen konnte.
00:10:35: Die Regierung fordert unter anderem die große Überprüfung des gesamten Regelwerks auf XXVI statt XXVII vorzuziehen genau wie von den Unternehmen schon gewünscht.
00:10:45: Und am dreißigsten März beschließte EU dann schließlich eine Änderung, die dem Scania-Vorschlag vom November dann ganz ordentlich ähnelt.
00:10:52: Es geht dann im Artikel auch ein bisschen um die Details der Regulierung.
00:10:55: Die EU Vorgaben verlangen so einen stufenweisen Rückgang.
00:11:00: Fünfzig Prozent weniger bis fünfundzwanzig, fünfundvierzig Prozent weniger, bis dreißzig und so weiter.
00:11:06: Und bisher mussten Hersteller eigentlich relativ stark überperformen, um Gutschriften zu sammeln.
00:11:12: Und durch diese Märzentscheidung bekommen Sie nun aber für jedes einzelne Jahr, indem sie dieses Fünfzehn Prozent des relativ niedriges Ziel bis zum Erfüllen Kredits und diesen sieben Jahre lang nutzbar.
00:11:25: und die können Sie quasi aufsparen.
00:11:27: Dieses Ziel haben die aber quasi sowieso schon erreicht durch ihre Effizienten Dieselmotoren und können so quasi einen großen Vorrat an Gutschriften anhäufen, mit dem sie dann im Grunde dieses forty-fünfzig prozent sieben zwanzig dreißig abdecken können.
00:11:41: Und die Schlussfolge in der Zeitung ist auch da muss man gar nichts mehr machen.
00:11:45: Der Drops sind schon fast gelutscht.
00:11:47: Die Folgen Das unabhängige ICCT schätzt in einem wohl noch unveröffentlichen Bericht, dass durch die Änderung rund zweihunderttausend weniger E-RKW bis zwanzig dreißig auf Europas Straßen sein werden.
00:12:01: Der E-Anteil im Verkauf wird sich der Berechnung nach halbieren von einunddreisig auf sechzehn Prozent.
00:12:08: Transport und Environment machen ähnliche Rechnungen kommen auf eine Reduktion von knapp zweiundzwanzig Prozent.
00:12:14: man warnt das so ne sehr starke Absenkung der Ambitionen.
00:12:19: Super fatale ist natürlich gerade jetzt, wo die Dieselpreise steigen, wo weniger Null-Emissionsfahrzeuge bedeuten eben eine Verstetigung der Abhängigkeit von Öl.
00:12:30: und auch für Schweden selbst droht es dann teuer zu werden denn höhere Lkw-Emissionen erschweren das Erreichen der nationalen Klimaziele was wohl laut klimapolitischem Rat acht bis vierzig Milliarden Kronen an EU-Strafen nachziehen könnte Durch zehn in so einem Euro, also bis vier Milliarden Euro.
00:12:49: Und nur so als Randnutzi zur Einordnung.
00:12:51: In den Vierundzwanzig stiegen die Emissionen des Schwerlastverkehrs in Schweden, nämlich um sagenhafte thirty-fünf Prozent höchster Stand seit zwanzig fünfzehn vor allen Dingen durch Änderungen bei Regelung zu Beimischungsquote für Diesels.
00:13:04: Für Diesels!
00:13:09: Beide Konzerne bestreiten natürlich, ihre Klimaziele zu senken.
00:13:12: Man stehe fest zu seinen Zielen und man wolle Quotes am liebsten schon morgen nur noch E-RKW verkaufen.
00:13:20: Es fehle lediglich ein Politik für den gesamten Wandel des Transportsektors.
00:13:25: Bemerkenswert ist dabei in den E-Mails die DN gesehen hat bedankt sich Scania wohl sehr ausdrücklich bei der schwedischen Regierung für die Unterstützung.
00:13:37: Klassisches kurzfristiges ins Knieschießen, finde ich.
00:13:41: Ohne klare Ziele für den Umstieg wird natürlich auch weniger Ladeinfrastruktur gebaut und weniger ERKW von europäischen Herstellern in den nächsten drei Jahren öffnet dann aber genau den chinesischen Herstelleren mit ihren günstigeren ERKw die Tür.
00:13:56: Man schafft sich kurzfristig Luft, aber sabotiert sich doch ganz hart selbst.
00:14:00: also so wirkt es zumindest auf mich.
00:14:03: Disclaimer der gilt natürlich für alle unsere Geschichten aber hier finde ich's vielleicht noch mal wichtiger.
00:14:07: Wir berichten hier natürlich nur was in dem Artikel steht, die Quellen selbst auch weil sie schwedisch sind und wie diese E-Mails natürlich niemals gesehen hätten.
00:14:15: Können wir das nicht überprüfen sondern müssen damit arbeiten was diese Zeitung hier veröffentlicht.
00:14:21: ich finde Geschichte unterstreicht auf wieder mal wie unglaublich komplex diese Transformation ist unterschiedlich die wirtschaftlichen Interessenslagen dabei sind zwischen diesen vielen, vielen Akteuren in ganz unterschiedlichen Wirtschaftsbereichen.
00:14:36: In ganz unterschiedliche Ländern und irgendwie um etwas Positives also ein bisschen Galgenhumor drin zu finden ist auch mal abwechslungsreich das auch so ein Land mit einem eigentlich ordentlichen Nachhaltigkeits-Halo-Effekt, wie eben eines der skandinavischen Ländern bei der Transformation quer schießt und es nicht immer deutsche Regierungsvertreter aus egal welcher Partei sind.
00:14:58: Man freut sich heutzutage ja schon über die kleinsten Dinge.
00:15:02: verlinkt in den Shownotes aber ist eben auch schwedisch und auch paywall.
00:15:07: Darum haben wir's jetzt hier ausführlich erklärt.
00:15:13: Ich habe zum Abschluss noch zwei Kurzmeldungen.
00:15:15: fangen wir mit der ersten an.
00:15:16: Google.
00:15:17: Google Maps Platform hat Neue jährliche Garten für Baumkulturen wie Kaffee, Kakao, Ölpalme und Kautschuk veröffentlicht.
00:15:24: Laut Google sind das die ersten frei verfügbaren panthropischen zehn Meter Garten von Kakaokafe und Kaudschuk.
00:15:31: Die Garten wurden mit Googles Satellite Embedding Dataset aus dem Bereich Google Earth AI erstellt und sind ein zentrales Element der Forest Data Partnership – einem internationalen Bündnis zur besseren Überwachung von Wäldern und Lieferketten.
00:15:44: Ziel ist hier mehr Transparenz bei Rohstoffen, die oft mit Entwaldung verbunden sind.
00:15:48: Das heißt es wird leichter zu erkennen wo diese Kulturen angebaut werden und ob ihr Abbau mit Waldverlust zusammenhängen könnte.
00:15:54: das hilft dann Unternehmen Forschenden und Behörden Lieferketten besser zu überwachen und Entwaldungen genauer nachzuverfolgen.
00:16:01: Wie viele Gas-Turbinen betriebene Data Center gleich so was aus?
00:16:06: Zwölf.
00:16:11: Und da noch eine Meldung von der UN Generalversammlung denn die hat eine neue Resolution Die den Druck auf alle Staaten erhöht beim Klimaschutz nachzulegen.
00:16:21: Sie schützt damit die Linie des internationalen Gerichtshofs, wonach Staaten verpflichtet sind das Klimasystem zu schützen.
00:16:26: Die Klimakrise wird dabei als existenzielle Bedrohung anerkannt.
00:16:30: kurz gesagt.
00:16:31: Klimaschutz ist nicht mehr nur politische Köhe sondern wird immer stärker als staatliche Pflicht verstanden und dazu passt auch dass UN bereits das Recht auf eine saubere gesunde und nachhaltige Umwelt als Menschenrecht anerkannt hat wie ich finde.
00:16:44: ein gutes Signal.
00:16:45: Liebe Leute, vielen Dank fürs Zuhören.
00:16:47: Habt ein schönes Wochenende!
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