WEEKLY 23/2026 | Scania: Nächstes Kodak? | Neue Horizonte | Paper der Woche | Rewe wird Farmer
Shownotes
Nach den Lobbying-Enthüllungen der letzten Woche gab der Scania-CEO nun ein Interview und Moritz berichtet darüber. Ihr dürft gespannt sein, wer aus Sicht von Christian Levin die Schuld an der verschleppten Antriebswende trägt. Timo stellt eine Studie zu Zukünften vor (Neue Horizonte 2045), die ihn merklich optimistisch stimmt. Moritz bringt außerdem ein Paper der Woche mit, das eine neue Kennzahl entwickelt und testet: den Corporate Overshoot Day. Timo berichtet dann noch, dass REWE unter die Farmer geht, und Moritz empfiehlt eine humoristische Auseinandersetzung mit dem Stromnetzausbau.
Scania CEO Interview: https://www.dn.se/ekonomi/scania-skrotar-elektrifieringsmal-maste-ha-hogre-branslepriser/
Was war da noch mit Kodak? https://www.forbes.com/sites/chunkamui/2012/01/18/how-kodak-failed/
Neue Horizonte: https://www.d2030.de/wp-content/uploads/2024/09/D2045_Neue-Horizonte-Studienreport.pdf
Paper zu Corporate Overshoot Day: https://onlinelibrary.wiley.com/doi/epdf/10.1002/bse.70879
Rewe und Green Farming: https://www.rewe-group.com/de/presse-und-medien/newsroom/stories/salat-auf-supermarktdach-rewe-bringt-green-farming-in-serie/
Fun Facts: https://www.youtube.com/watch?v=-65AqIgmNCc
Transkript anzeigen
00:00:00: Das Gleiche in Grün Weekly am fünften Juni, zwei tausendund sechsten zwanzig.
00:00:19: Herzlich willkommen da draußen!
00:00:20: Wir haben Kalenderwoche dreizwanzig und dementsprechend auch wieder eine neue Folge mit ganz vielen Dingen die wir heute besprechen und vorstellen wollen.
00:00:28: Und wie ich gehört habe Moritz du fängst an und hast eine Fortsetzung mitgebracht.
00:00:35: So ist es.
00:00:36: Letzte Woche ging's hier um die DN-Recherche, die schwedische Zeitung, die aufgeschüßelt hat wie Scania und Volvo, die EU-Zweiziele für LKW weichgeklopft haben.
00:00:47: Diese Woche also die Fortsetzung hat mir auch wieder Lydia direkt aus Schweden geschickt in der Englischsprachigen Variante damit ichs lesen kann.
00:00:55: Die Zeitung hat den Scania Chef Christian Levine zum großen Interview getroffen Und der verteidigt das Lobby-Hing Offensiv, schiebt die Verantwortung aber zurück an die Politik.
00:01:05: Zur Erinnerung, Levin führt nicht nur Scania sondern auch die VW-Tochter Tratton also auch MAN und damit ist es nicht nur eine schwedische, sondern eben auch ne durchaus deutsche Geschichte.
00:01:15: Das Kernargument, sein Kernargumment Die EU drohe Herstellern mit Milliardenstrafen wenn sie zu wenige ERKW verkaufen.
00:01:24: Aber so sagt er, wenn es ihm keine Ladeinfrastruktur und keine Käufer gäbe.
00:01:28: Warum sollte man sie denn dafür bestrafen?
00:01:31: Schuld sein die Politiker in Brüssel, in Stockholm nicht Scania!
00:01:36: Die Zahlen dahinter, Scania wollte zwanzig-fünfundzwanzig eigentlich jeden zehntenverkauften LKW elektrisch also in der batterieelektrischen Version ausliefern.
00:01:45: Tatsächlich ist es aber weniger als einer von hundert und naja das sind fünfzig Prozent Ziel für zwanzichdreißig natürlich auch relativ ambitionierter von heute aus hinzukommen.
00:01:56: Spannend wird es in dem Interview jetzt, was Levin stattdessen fordert, statt dieser Quote höhere Spritpreise!
00:02:03: Er will die Steuervergünstigung auf Diesel und Benzin abschaffen – zumindest für Gewerbe.
00:02:07: das EU-Emissionshandelssystem ETS II endlich einführen damit der Verkehr für seine Emissionen zahlt wie die Industrie längst Und öffentliche wie private Einkäufer sollen emissionsfreien Transport verlangen.
00:02:20: Die Senkung von Beimischungsquote und Spritsteuer durch die schwedische Regierung vor einiger Zeit nennt er schlicht sehr dumm.
00:02:26: Wir erinnern uns kurz an den Fakt aus der letzten Woche, durch diese Entscheidung sind eben die CO-Zweihemissionen im Straßenküterverkehr in Schweden ordentlich nach oben geschossen.
00:02:35: Mehrere von der Zeitung die N befragte Kritiker sehen die Hersteller dann aber doch auch bisschen in der Pflicht!
00:02:42: halbherzig Investitionen, zu hohe Preise.
00:02:45: Der Scania CEO weist das vehement zurück mit EEKW verdiene Scania kein Geld, preisdumping sei keine Lösung.
00:02:52: und er fordert tatsächlich noch ein weiteres Auffall hinter Anforderungen und sagt wenn Europa diesen Technologiewechsel nicht hinbekomme werde der ganze Kontinent zu einem zweiten Kodak.
00:03:04: Ich finde den Vergleich mindestens mal bemerkenswert, denn Kodak selbst hatte ja damals die erste Digitarkamera erfunden.
00:03:10: Wollte aber eben das hochprofitable Analoge-Geschäft nicht kanibalisieren und hat dann den Wandel komplett verschlafen.
00:03:17: Ich bekomme beim Lesen des Interviews auch ganz starke Kodack-Vibes – aber ein bisschen anders als der Herr Levine!
00:03:24: Wir fassen also zusammen alle Schuld außer Scania….
00:03:29: Man will ja, aber, aber.
00:03:32: Das Lied kommt Almia durchaus bekannt vor zum Beispiel auch von manchem Logistik-Dienstleister.
00:03:37: Man wolle ja so, so gerne elektrische Lkw einsetzen, Saft verkaufen was auch immer.
00:03:44: Aber die Verlader!
00:03:47: Die wollen ja nicht und die Verlader würden ja auch voll gerne all ingehen bei dem Thema, aber die Konsumenten, die wollen ja nich oder der Handel oder irgendwer So.
00:03:56: ihr kennt das.
00:03:58: Umso wunderbarer finde ich es dann ja immer, wenn's in dieser Kaskade des Leidens und der gegenseitigen Schuldzuschiebung manche Unternehmen trotzdem vorangehen.
00:04:08: Da laden wir regelmäßig schöne Beispiele im Podcast ein.
00:04:10: Wir haben drei Folgen aufgenommen in den letzten Wochen die jetzt noch vor dem Sommer kommen werden, die so in die Richtung gehen.
00:04:16: Da könnt ihr euch schon mal drauf freuen!
00:04:23: Redaktionsplan steht jetzt.
00:04:25: Horizonte-Zwanzigfünfundvierzig.
00:04:28: Herr Gott klingt das futuristisch, was steckt dahinter, Timo?
00:04:32: Ja genau!
00:04:33: Das ist auch futuristische.
00:04:36: Ich habe eine Studie mitgebracht die mir persönlich am Herzen nicht nur die Studie sondern eben auch das Thema weil es über Nachhaltigkeit hinausgeht.
00:04:44: Es bindert natürlich auch nachhaltigkeit.
00:04:47: Sondern es ist der Zugang zu Zukunftsszenarien und diese Studie, du hast den Namen schon verraten lautet neue Horizonte, zweizigfünfvierzig Missionen für Deutschland.
00:04:57: Es wurde vom Verein D-Zwanzigdreißig Deutschland Neu Denken TV herausgegeben in Kooperation mit SCMI und Foresight Lab.
00:05:05: die Studie basiert auf einem Open Foresights Prozess mit einem rund fünfzigköpfigen Szenario Team aus Zukunftsforschung Wissenschaft Wirtschaft Verwaltung und Zivilgesellschaft.
00:05:17: Die zentrale Frage darin lautet welche Zukunft können wir eigentlich wollen.
00:05:23: Und ich finde genau so.
00:05:25: eine Frage wird einfach viel zu selten gestellt, denn ganz ehrlich Zukunft passiert ja nicht einfach nur Zukunft wird vorbereitet es wird verhandelt gestaltet oder eben auch manchmal verschlafen.
00:05:38: und deshalb wünsche ich mir schon lange dass gerade Unternehmen Zukunftsforschung und Szenarioarbeit viel häufiger nutzen nicht als nette Kreativübung oder so sondern eben als ernsthafte strategische Praxis.
00:05:50: Und diese Studie kann dafür aus meiner Sicht wirklich eine Inspiration sein, bronchenunabhängig aber eben auch für die Logistik.
00:05:57: Im Kern schaut der Report bzw.
00:05:59: die Studie auf Deutschland im Jahr twenty-fünfvierzig – denn das ist das ja in dem Deutschlandklima neutral sein will!
00:06:05: Die Studie macht sehr deutlich mit dem was derzeit passiert ist keineswegs sicher dass dieses Ziel erreicht wird.
00:06:11: Das ist keine Überraschung.
00:06:13: Gleichzeitig erleben wir eine gesellschaftliche Polarisierung gerade bei Themen wie Klimawandel-, Transformationen und Veränderungsbereitschaft.
00:06:20: Genau deshalb reicht es eben nicht nur zu fragen, was wahrscheinlich passieren wird.
00:06:24: Die Zukunftsszenarien sind bewusst keine Prognosen sondern unterschiedliche Zielbilder.
00:06:28: also verschiedene Antworten auf eben diese Frage – Was könnten wir wollen?
00:06:32: Die Autorinnen und Autoren entwerfen nicht einfach eine Zukunft sondern gleich sieben verschiedenen Szenarieren.
00:06:37: Manche davon sitzen eher auf grünes Wachstum und technologische Innovation andere gehen deutlich weiter und zeichnen ein Bild von grundlegender Transformation eben mit verändertem Wohlstandsverständnis, anderen Lebensstilen, neuen Formen von Teilhabe und einem Wirtschaftsmodell das sich vom alten Wirtschaftswachstumparadigma löst.
00:06:56: Und genau das finde ich so wertvoll an Zukunftsforschung.
00:06:58: sie tut nicht so als könne Sie die Zukunft vorhersagen aber sie hilft uns Möglichkeitenräume sichtbar zu machen und ohne eine Vorstellung Von Zukunft gibt es eigentlich auch kaum echte Handlungsräume.
00:07:09: Erst wenn wir anfangen uns unterschiedliche Zukunften konkret vorzustellen können, wir überlegen an welchen wir partizipieren wollen welche wir fördern und welche wir lieber vermeiden möchten.
00:07:18: Planung bekommt dadurch erst eine Richtung Und vielleicht ist das auch ein Grund warum mich solche Studien so faszinierend sehr erzeugt Nicht nur Orientierung, sondern auch ein Stück weit Zuversicht.
00:07:28: Nicht weil plötzlich alles einfach wird, sondern weil Zukunft dadurch weniger wie ein Schicksal wirkt und mehr als etwas das wir mit gestalten
00:07:34: können.".
00:07:34: Und dieses Gefühl von Gestaltungsmacht schafft letzten Endes Hoffnung – und Hoffnung ist wiederum die Grundlage für Optimismus!
00:07:42: Gerade in Nachhaltigkeitsdebatten, die sonst schnell von Krisenverzicht- und Überförderung geprägt sind, ist das doch sehr wichtig.
00:07:48: Das ist ein kleiner persönliches Statement an der Stelle.
00:07:51: Die Ergebnisse des Studie sind in jeder Hinsicht interessant.
00:07:53: Die Szenarien, die in unserer heutigen Realität am nächsten Sinn gelten zwar vielen als plausibel aber gewünscht werden vor allem die Szenare in die Stärke auf Veränderungen setzen.
00:08:02: das heißt viele Menschen ahnen offenbar und das ist interessant dass die Antworten auf Klima- und Nachhaltigkeitsfragen nicht im weiter so liegen sondern in einer aktiven Transformation.
00:08:12: Die Studie benennt dafür einige zentrale Voraussetzungen mehr Visionsorientierung, mehr Veränderungsbereitschaft.
00:08:19: Eine konsequente Klimapolitik ein neues Verständnis von Wohlstand nachhaltigere Lebensstile neue Beteiligungsformen und zukunftsfähige Infrastrukturen.
00:08:27: für mich ist die eigentliche Botschaft deshalb Nachhaltigkeit braucht nicht nur Ziele und Maßnahmen sondern eben auch solche Zukunftsbilder also Erzählungen davon wie ein gutes Leben in einer klimaneutral sozial gerechten und resilienten Gesellschaft aussehen kann.
00:08:40: Und genau hier kann die Zukunftsforschung eine enorme Rolle spielen in Politik aber eben auch im Unternehmen.
00:08:46: Wenn wer keine Vorstellung von Zukunft entwickelt, reagiert am Ende nur noch auf das hier und jetzt.
00:08:51: Und wer sich dagegen mit möglichem Zukunft beschäftigt schafft eben Orientierung erweitert Handlungsräume und kann bewusste Entscheidungen treffen.
00:08:58: oder ganz kurz gesagt Zukunftsszenarien wie in dieser Studie sind nicht nur Analyse-Instrumente, sie sind auch Hoffnungstechnologien und vielleicht brauchen wir davon gerade im Nachhaltigkeitskontext sehr viel mehr.
00:09:09: Schaut also mal rein in den Studien setzt euch mit diesen Szenarieren auseinander und ich hoffe das Unternehmen auch inführungsriegen im Managementbereich über solche Szenarenen halt debattieren diskutieren und daraus für sich irgendwelche Handlungsräume offen machen.
00:09:22: Neue Horizonte brauchen wir in Hamburg jetzt ja auch.
00:09:25: Wird jetzt nicht mehr passieren, dass da die Olympiade kommt und dann magischerweise all die Probleme löst, die wir seit dreizig Jahren haben.
00:09:31: Schade!
00:09:32: Aber ihr rein Ruhe habt eine neue Chance.
00:09:38: So, ich habe mal wieder ein Paper mitgebracht für diese Woche.
00:09:40: Ein konzeptionellen Beitrag von Andreas Stevenson Thorpe aus Porto und Frank Fige von der ESCP erschien in Business Strategy and the Environment und dieses Paper versucht einen Zielkonflikt aufzulösen, der uns im Nachhaltigkeitsdiskurs oft begegnet.
00:09:57: Und ich finde das ist ein interessanter eleganter Ansatz!
00:10:01: Der Ausgangspunkt ist, auf der einen Seite steht ja Ökoeffizienz.
00:10:05: Also mehr Wert aus weniger Ressourcen schaffen das so eine Sichtweise hat ein großen Vorteil denn sie verträgt sich mit Wirtschaftswachstum und den positiven sozialen Effekten.
00:10:16: aber zwei Schwächen erst mal.
00:10:17: die Ergebnisse sind dann doch relativ abstrakt und die Kennzahl sagt einem eben nicht ob man so auf der höheren Ebene zum Beispiel auf nationaler Ebene eigentlich auf Kurs ist oder nicht.
00:10:29: Auf der anderen Seite von solchen KPIs und Kommunikationsmitteln kennen wir so zeitbasierte Tools wie der Earth Overshoot Day.
00:10:38: Also wenn man sagt, heute hast du die Ressourcen verbraucht, liebes Land, die du eigentlich hattest für dieses Jahr oder ganz ähnlich der Equal Payday was ja auch das einfach eine schwierig greifbare Größe in ein Datum übersetzt.
00:10:54: Das ist intuitiv weil Daten versteht man eben besser.
00:10:58: Diese zeitbasierten Tools blenden aber klassischerweise eben Wachstum und Wertschöpfung aus.
00:11:03: Und die Forschungsfrage dieses Papers lautet jetzt, wie kann ein zeitbasierter Ansatz für CO-II Emissionen im Zugleich Produktion von Güte und Dienstleistungen berücksichtigen?
00:11:14: Konzeptionell stützen Sie sich auf die Idee, CO-Iemissionen als Ressourcen zu begreifen denen einen Wert anhaftet weil sie eben zur Wertschöffung beitragen.
00:11:25: So jetzt... Springe ich im Paper zum Ergebnis.
00:11:28: Das Ergebnis ist ein neuer Indikator, der für jede Organisation einen eigenen Overshoot-Day berechnet – den Tag an dem sie ihren fern Anteil am sicheren CO² Budget aufgebraucht hat!
00:11:41: Die Logik, also in zwei Schritten erklärt.
00:11:44: erstmal geht es um die Ökoeffizienz Also die Wertschöpfung pro Tonne CO², die wird berechnet durch EBITDA plus Personalkosten als Nährung für Wertschöffungen geteilt durch die Emissionen aus Group I und II.
00:11:59: Und der zweite Teil ist der nationale Benchmark.
00:12:01: also wie effizient muss eigentlich eine Tonne Co² eingesetzt werden damit das Land seinen kombinierten BIP-und Klimaziele für zwanzig dreißig erreicht?
00:12:11: Aus diesen beiden Größen berechnet man dann ein Datum Und die Idee ist, wer genau so effizient ist wie das Ziel verlangt.
00:12:19: Da reicht eben der Zeitraum bis zum ein oder anderen September – es ist ein Jahr!
00:12:23: Wer schlechter ist rutscht früher ins Jahr, wer besser ist, kommt übers Jahr hinaus.
00:12:28: Validiert wird das an einem Sample von großen britischen Unternehmen.
00:12:32: aber das ist jetzt explizit nur Illustration dieser Rechenlogik.
00:12:36: und wenn wir uns jetzt ein paar Unternehmen angucken EasyJet achter Januar Glencore, der Januar, Shell, der Jannu.
00:12:46: Jetzt aber gar nicht so dass die alle Unternehmen im Sample im Januar liegen.
00:12:49: Es wäre auch relativ uninteressant.
00:12:51: dann tatsächlich verteilt sich das über's ganze Jahr und es gibt sogar Beispiele die in persönlichen Overshoot Day erst im darauffolgenden Jahr erleben würden.
00:12:59: Kingfisher zum Beispiel im März des Folgejahres, das ist wenn ich richtig gesehen habe so eine Baumarktkette im Grunde.
00:13:07: Racket ist ein FMCG-Hersteller aus dem Bereich Gesundheit Hygiene Haushalt sogar erst Ende April des folgenden Jahres.
00:13:15: Das heißt effektiv ist es ein Maß dafür wie meine aktuelle Emission gegen Wertschöpfungspereformance ja Wie sich das einordnet in Wachstums und Klimaschutz Ambitionen eines nationalen Kontext.
00:13:30: Wichtige Limitation, Skop-III bleibt außen vor.
00:13:33: Das ist eine konzeptionelle Entscheidung und ich kann sie nachvollziehen.
00:13:37: Der Preis ist dann natürlich das Firm, deren eigentliches Problem zum Beispiel die nachgelagerten Emission sind jetzt noch gar nicht mal Lieferkette sondern weil Schell z.B.
00:13:45: Verbrennungen des Kraftstoffs erscheinen natürlich grüner als Sie sind.
00:13:49: also XXI.
00:13:50: Januar klingt ja schon hart aber eigentlich mit Skop III natürlich deutlich früher.
00:13:56: Trotzdem finde ich, das ist ein sehr spannender Ansatz um besseres Gefühl für CO²-Missionen im Greater Scheme of Things zu bekommen.
00:14:04: Denn Tonne CO² oder eine Veränderung zum Vorjahr oder so hilft.
00:14:09: aber es gibt jetzt nicht besonders viel Kontext.
00:14:12: Wie jeder etwas kompliziertere Indikator muss hier natürlich stark vereinfacht werden – aber spannendes Gedankexperiment müsste sich jetzt mal jemand für die internationale Logistikkonzernlandschaft ausrechnen!
00:14:24: Denn ein wichtiger Use Case, das sagen die Autoren auch ist eben Benchmarking gegen den Wettbewerb innerhalb einer Branche.
00:14:31: Das Scope-III Thema ist da vielleicht nicht ganz so einfach zu navigieren in unserem Kontext aber das müsste man sich mal anschauen.
00:14:38: ich finde auf jeden Fall eine greifbare leicht verständliche Art CO² Performance im Wachstum zu kommunizieren fängt auf jedenfall klasse.
00:14:45: dass würde der Industrie helfen und vielleicht auch überraschende Ergebnisse zutage fördern müsste man jemand machen.
00:14:57: Ich habe noch eine Kurz-News, und zwar habe ich diese Woche einen Pressebericht gelesen.
00:15:03: Der ist schon ein bisschen älter also auch von Mitte Mai meine ich Von der REWE Group Und zwar haben die in Berlin Dankwitz einen neuen Green Farming Markt eröffnet.
00:15:13: Ich persönlich finde dieses Konzept wirklich spannend.
00:15:17: Aus meiner Sicht zeigte es nämlich sehr konkret wie sich der Lebensmittel Einzelhandel gerade neu erfindet beziehungsweise neu erfinden kann und welche Rolle Supermärkte künftig in einer nachhaltigen Wertschöpfung spielen können.
00:15:28: Denn hier werden Lebensmittel nicht mehr nur verkauft, sondern eben direkt vor Ort mitgedacht vom Anbau bis zum Verkauf quasi.
00:15:37: Damit wird der Supermarkt selbst Teil der Produktion und nicht nur der Distributionen.
00:15:41: Das Konzept ist nicht neu auch nicht bei REWE ein.
00:15:44: Piloten haben die bereits vor ein paar Jahren in Wiesbaden meine ich gemacht.
00:15:50: Das ist jetzt meines Winsens nach der zweite Markt.
00:15:54: Was machen die dort?
00:15:55: Direkt über den Verkaufsfläche entsteht Deutschlands größte Dachfarm auf rund zwei taunen siebenhundertsechzig Quadratmetern weg, dort künftig salathydroponisch und weitgehend automatisiert also nahezu ohne Erde mit hoher Ressourceneffizienz.
00:16:09: ein geschlossener Kreislauf im Grunde genommen.
00:16:11: Ernteverarbeitung und Verkaufen liegen räumlich ganz nah beieinander.
00:16:14: Die Wege werden massiv gekürzt und perspektivisch können so bis zu neunhunderttausend Salatmischungen pro Jahr produziert und rund fünfhundert Märkte in der Hauptstadtregion beliefert werden.
00:16:24: Versorgt wird die Dachfarm unter anderem durch Abwärme aus dem Markt selbst, eine Wärmepumpe und Regenwasser aus der Zisterne.
00:16:31: Der Markt selbst läuft mit hundert Prozent Grünstrom und wird zusätzlich durch Photovoltaik ergänzt.
00:16:37: Und genau darin liegt für mich auch der eigentliche Mehrwert.
00:16:39: Vorhandene Infrastruktur wird sinnvoll genutzt, Transportte werden weiter reduziert, Energie- und Stoffkreisläufe werden integriert und Nachhaltigkeit wird nicht nur idealistisch sondern auch wirtschaftlich unskalierbar gedacht.
00:16:50: Ganz ehrlich, genau solche Lösungen brauchen wir aus meiner Sicht viel öfter!
00:16:54: Für mich hat das Ganze aber noch eine ganz persönliche Note Moritz wie du weißt weil ich mich mit dem Thema Indoor und Vertical Farming schon seit langer Zeit sehr verbunden fühle.
00:17:02: vielleicht schaue ich gerade auch deshalb mit besonderen Interesse auf solche Vorzeigeprojekte.
00:17:09: Und wir schließen mit einer Empfehlung!
00:17:11: Timo hatte vor einigen Monaten zum Start der Reihe schon mal über Fun Facts gesprochen, eher so als allgemeine Empfehung.
00:17:19: Fun Fact ist ein Nachrichtenformat das Fakten durch Humor und Prominenz zu mehr Reichweite verhelfen will – die Hosts wechseln täglich Denn Fun Facts ist ein Gemeinschaftsprojekt, tatsächlich eine GmbH im Gemeinschazeigentum glaube ich.
00:17:33: Ohne Sender ohne Konzern dahinter gestartet und getragen von den Künstlerinnen selbst kann man angucken auf YouTube!
00:17:41: Ich habe ein paar Ausgaben gesehen.
00:17:43: der Unterhaltungswert hängt für mich sehr stark davon ab wer da präsentiert.
00:17:47: das ist schon durchwachsen das kann man schon sagen.
00:17:50: Eine Folge aus dieser Woche möchte ich euch aber sehr gerne ans Herz legen, wer Dein Strom wirklich teurer macht mit Marc-Uwe Kling dem Autor der Kängurokonecken.
00:18:01: Da geht ganz viel um Netzausbau des Unterhaltsam und man lernt was neunzehn Minuten im Grunde wie so ein klassisches Late Night Stück von John Oliver oder Jan Böhmermann aufgebaut.
00:18:11: Tonbildschere und die klassischen Mechanismen, die auch gern mag schaue ich mir auch darum gerne an verlinkt in den Show notes.
00:18:20: Das war's für heute.
00:18:21: Wir wünschen euch ein schönes Wochenende!
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