Janis Künkler von Trove über Ökonomie und Ökologie von Recommerce (#69)
Shownotes
Ein neues Kleidungsstück für 100 Euro ungenutzt im Schrank hängen lassen? Klingt nicht sinnvoll, denn gebraucht bringt es auf der Resale-Plattform einer Brand vielleicht noch 60 Euro. Aber wie sind die Zahlen dahinter? Schließlich wollen Bearbeitung, Versand, Plattform und die Marke selbst noch bezahlt werden. Wer Secondhand für ein einfaches Nachhaltigkeitsversprechen hält, unterschätzt, wie eng die Rechnung wirklich ist.
Janis Künkler ist Head of Sales und Geschäftsführer von Trove in Europa. Trove ist Pionier im Bereich Resale- und Retourenlogistik und baut seit über 15 Jahren Secondhand-Programme für Marken wie Patagonia und Carhartt. In Europa arbeitet Trove unter anderem mit ArmedAngels und Bergzeit. Mit Janis sprechen Timo und Moritz über Fragen wie:
• Was genau baut Trove eigentlich für eine Marke? • Ist Resale-Software wirklich grundlegend anders als klassische E-Commerce-Software? • Warum lohnt sich der Wiederverkauf bei allem unter 30 Euro Neupreis schlicht nicht mehr? • Wieso ist die Qualität der Produktstammdaten die größte operative Hürde? • Wo stößt KI bei der Artikelerkennung an ihre Grenzen?
Eine Folge für alle, die das operative Geschäft von Secondhand besser verstehen wollen. Es geht um Margen, Stammdaten, Kreisläufe und die Erkenntnis, dass Nachhaltigkeit als Verkaufsargument inzwischen zweitrangig geworden ist. Jetzt reinhören!
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Janis Künkler: https://www.linkedin.com/in/janis-kuenkler-8161b495/ Trove: https://trove.com/about/
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00:00:00: Das Teil hat, glaube ich eine Tonne gewogen.
00:00:02: Also wir haben es auseinander genommen.
00:00:03: Es ist unglaublich schwer gewesen!
00:00:05: Wir haben es in Berlin in unserem Büro mehr oder weniger aufgebaut und es hat nicht funktioniert.
00:00:10: Das war ein sehr teurer Fehler und viel Blut und Schweiß gekostet.
00:00:16: Und das ist schwierig vor allem wenn dann da private Artikel drin sind.
00:00:18: Wir hatten einen Föhn drin gehabt der dann zurückreturniert werden musste.
00:00:23: Wir haben eine Software entwickelt, mit der unsere Logistikpartner dann diese Artikel bewerten können.
00:00:29: Das heißt wir gucken uns je nachdem was für ein Kleidungsschiff das ist bis zu dreißig verschiedene Punkte an startet mit wie es die Farbgebung funktioniert und die Reisverschlüsse noch aber auch wie riecht der Artikel?
00:00:41: denn das gehört auch bei Secondhand dazu.
00:00:53: Willkommen zu desgleichengrün dem Podcast zur Nachhaltigkeit in Logistika und Lieferkette mit Timo Landner und Moritz Petersen.
00:01:00: Heute tauchen wir mal wieder in die Kreislaufwirtschaft ein mit Fokus auf Textilien.
00:01:27: Ein einzelnes Kleidungsstück muss bewertet, fotografiert, bepreist, eingelagert und wiederverkauft werden.
00:01:33: Jedes Teil ist unikat und am Ende der Rechnung bleibt oft erschreckend wenig über.
00:01:37: Genau dieses Brett bohrt unser heutiger Gast – und zwar dem Auftrag von Modemarkten!
00:01:43: Janis Kündler ist Head of Sales und Geschäftsführer von Trove in Europa.
00:01:48: Trove macht das seit über fünfzehn Jahren und hat unter anderem für Patagonia & Carhart die Recommerce-Programme gebaut.
00:01:55: Angefangen hat Janis aber ganz woanders mit einem gebrauchten Eichen-Schreibtisch, der von Süddeutschland nach Berlin sollte.
00:02:00: Wie man aus dieser Situation dann letztlich zum europäischen Arm des Markenführers für Recommerce in den Textilbereich kommt, erzählt er uns gleich selbst.
00:02:08: Wir reden über Zahlen die hinter dem grünen Versprechen stecken warum sich ein Artikel unter dreißig Euro Neupreies schlicht nicht wieder über Trove und seine Partner verkaufen lässt warum die Qualität von Stammdaten über Volk und Misserfolg entscheidet.
00:02:21: Und, warum Nachhaltigkeit als Verkaufsargument inzwischen erstaunlich weit hinten steht.
00:02:26: Viel Spaß mit Janis Künkler vom TROF!
00:02:28: Hallo Janis!
00:02:29: Hallo Timo!
00:02:31: Janis kannst du dich zum Anfang mal vorstellen was du tust und was du machst?
00:02:37: Sehr gerne.
00:02:37: ich bin Janis künkler Ich bin Head of Sales und Geschäftsführer für TROV in Europa.
00:02:43: Wir bauen Rücknahmesysteme, Secondhand-Programme für Modemarken und Händler.
00:02:47: Und machen das hier seit über fünf Jahren in Berlin.
00:02:52: Seit April letzten Jahres unter neun Namen.
00:02:55: wir
00:02:55: haben ein Unternehmen gegründet Weverse Supply mit einem Co-Founder Max im Jahr zwanzigzwanzig.
00:03:02: Das Unternehmen haben wir verkauft an Trove und seitdem sind wir der europäische Arm des Marktführers Trove aus den
00:03:09: USA.
00:03:10: Kannst du uns mal ein bisschen mit reinnehmen, wie diese Reise halt einfach war von der Gründung Reverse Supply bis dann hin zum letzten Jahr im April und danach gehen wir von dort aus weiter.
00:03:21: Super gerne, also ich komme nicht aus dem Modebereich muss man sagen.
00:03:24: Für mich ist das alles sehr, sehr spannend gewesen und eine Reise in der ich sehr viel gelernt habe.
00:03:30: Ursprünglich ist mein Background Start-ups kann man sagen, d.h.
00:03:33: Ich hab immer ein Startup gearbeitet und war von Anfang an dabei die sich um große Themen gekümmert haben, die Challenger sein wollten sowohl im Bereich des mobilen Kartenzahlen als auch Zeitarbeit in Deutschland.
00:03:47: Das war immer spannend und hat immer dazu geführt, dass ich in irgendwelchen Industrien arbeite die sich komplett gegen Änderungen
00:03:53: und Neuerung
00:03:54: wehren.
00:03:55: Und irgendwann habe ich das Gefühl gehabt okay ich muss was selber gründen Ich hab so viele tolle Ideen und ich hab den Ärger als das zu machen.
00:04:03: Mir fehlt nur leider der richtige Partner und ich kenne Max, den ich gerade schon erwähnt hatte.
00:04:08: Seit über zwanzig Jahren mittlerweile sind wir zusammen in der gleichen Stadt aufgewachsen und er hat seine letzten Jahre vor der Gründung in Asien verbracht und hat da unter anderen Sourcing gemacht für europäische Textilunternehmen.
00:04:20: So das ist sein Backman!
00:04:21: Er hat selber gegründet zu dieser Zeit und war so ein bisschen auf der Suche nach was Neuem.
00:04:26: Und dann ist es passiert, dass ich eine jetzige Frau kennengelernt habe und die eine Großmutter hatte, die in Süddeutschland lebt.
00:04:33: Die möchte oder wollte uns damals ein gebrauchten Schreibtisch ihres Nachbarn übergeben.
00:04:38: Der Nachbar hatte keine Verwendung mehr dafür.
00:04:40: Ich hab mir gedacht, das ist spannend!
00:04:41: So'n toller Schreibtische.
00:04:43: Wenn man in Berlin auf ihre Kleinerzeiten guckt, sind sie richtig, richtig teuer.
00:04:46: Und der Nachbar bzw.
00:04:48: die Umer wollten wir denen umsonst zukommen lassen.
00:04:50: Und zukommen zu lassen war die große Frage, wie bekommt man so einen super schweren Eichen-Schreibtisch?
00:04:54: aus der schwäbischen Provinz nach Berlin.
00:04:57: Ich habe die Idee geboren, ich mache ein Service auf mit dem ich gebrauchte Artikel irgendwo hochladen kann und dann kümmert sich jemand um Authentifizierung, um Handling und Logistik und ich hab das Max gepitscht und er hat die Hände über den Kopf zusammengeschlagen gesagt – auf gar keinen Fall Möbel!
00:05:11: Das ist zwei Leute.
00:05:13: brauchst du da mindestens um die Sachen zu tragen, du brauchst Riesenlagerhallen.
00:05:17: aber was ist denn mit Kleidung?
00:05:19: Ich fand das spannend.
00:05:20: Kleidung ist ein Thema, was jeden betrifft und jeder betrifgt, weil Kleidungen trägt man.
00:05:25: Und Second Hand war damals, um zwanzig-einzwanzig, ein sehr heißes Thema.
00:05:32: Es ist immer noch aber damals anders denn wir waren gerade aus der Corona-Krise raus oder aus dem ersten Lockdown und Fridays were super groß und Leute haben sich Gedanken darüber gemacht, was kauf ich eigentlich?
00:05:43: Was konsumiere ich?
00:05:45: Wie nachhaltig bin ich eigentlich!
00:05:47: Und unter dem Gesichtspunkt haben wir geschaut, okay dieses Secondhand-Markt ist groß.
00:05:51: Der wird größer als Fast Fashion in diesem Jahrzehnt.
00:05:54: und wer profitiert von dem Secondhand Markt?
00:05:56: Das sind alle außer die Markten, die die Ware eigentlich in den Markt geben.
00:06:01: Wir versuchen für Martin ein Secondhand Programm zu bauen wo wir uns um den kompletten Prozess hinter dem Initialverkauf kümmern das heißt wie kümmernd uns um Software, wie kümmern uns um Bepreisung, wie können unsere Lager und Logistik, wie wollen alles machen.
00:06:16: Wir sind da zu den ersten Unternehmen gegangen.
00:06:18: Die fanden die Idee großartig, die konnten uns nicht ganz glauben.
00:06:22: Viele auch deutsche bekannte Marken, die sehr groß im Nachhaltigkeitsgame sind haben gesagt nie werdet ihr unser T-Shirt secondhand an und verkaufen können.
00:06:31: Und wir haben es dann versucht, sie sind ein bisschen auf die Nase gefallen aber das war so die Gründungsgeschichte von Rebirth Apply.
00:06:37: Was ist denn passiert?
00:06:39: die ersten Jahre?
00:06:41: gewachsen, wie hat sich das Geschäft dargestellt?
00:06:43: und auch vielleicht noch ein paar... ich sage jetzt einfach mal so fuck ups mitgeben.
00:06:47: was ist alles in der Zeit passiert?
00:06:49: Was ihr gelernt habt?
00:06:50: Oh ja da gibt es einige.
00:06:51: Also zuerst muss man sich überlegen mit was für Marken sprichst du?
00:06:55: wir haben sehr nachhaltigen Marken gesprochen, die es alle toll fanden.
00:06:59: Leider sind viele von denen noch nicht in der Größe als das sich so ein Marktplatz auf der Webseite lohnt.
00:07:05: Das heißt wir haben Second Hand Programme gebaut und Gelauncher mit drei Motoren gearbeitet und nichts passiert.
00:07:10: Das war ziemlich frustrierend vor allen Dingen eine ersten Gründungsphase war aber ein großes Learning zu verstehen wer ist eigentlich unser Kunde?
00:07:16: Und an wen können wir so eine Plattform übergeben?
00:07:20: Und dann kam irgendwann der erste eingetauschte Artikel.
00:07:24: Und wir wussten über unsere Plattform, die wir gebaut haben was ist das für ein Artikel?
00:07:27: Wer hat es eingesendet?
00:07:28: und wir machen das Paket auf und da liegt ein Kleidungsstück von dir!
00:07:31: Und du musst auf einmal mit deinen eigenen Händen bestimmen... Ist das Kleidungsstück in einem guten Zustand?
00:07:36: Was sind die Preise?
00:07:37: Wie fotografiert wird man eigentlich so einen
00:07:39: Kleidungenstück?!
00:07:40: Wir sind damals nach Süddeutschland gefahren.
00:07:43: Da gab es einen großen Textil-Kaufhaus, die haben riesengroße Fototische
00:07:48: verkauft.
00:07:49: Das waren Fototische wo du deine Kleidung drauf legst und dann fotografieren sie automatisch belichtungsautomatisch.
00:07:55: Der war ein bisschen defekt.
00:07:57: Wir haben gedacht kein Problem wir haben uns den Anhänger gemietet oder einen Lkw sind runtergefahren.
00:08:02: das Teil hat glaube ich eine Tonne gewogen.
00:08:04: also wir haben es auseinander genommen.
00:08:05: Es ist unglaublich schwer gewesen in unserem Büro mehr oder weniger aufgebaut und es hat nicht funktioniert.
00:08:12: Und das konnten wir vorher nicht wissen, ja die haben da ihren Standort abgebaut.
00:08:18: Das waren sehr teurer Fehler und viel Blut und Schweiß gekostet außer noch im Learning.
00:08:24: denn wir haben gemerkt okay das Thema Fotografie ist wichtig und es sind große Themen in der Skalierung und wir werden wenn wir viele Artikel fotografieren wollen nicht viele von diesen Tischen kaufen weil sie sind neu super teuer und gebraucht.
00:08:34: haben wir gemerkt Bilder vor liegenden Kleidungsstücken verkaufen sich, oder Artikel mit Fotos vorliegen, verkaufen sie schwieriger als wenn ich die natürlich wie Ich zu Hauses mache auch in den Kleiderschrank rein hänge.
00:08:47: Wir haben uns dann sehr genau mit dem Thema Foto auseinander gesetzt und dann im nächsten Schritt sind wir die komplette Wertschlitzungskette durchgegangen.
00:08:55: ja das heißt Wie bekomme ich kundenziell getragene Kleidungen an uns zu verkaufen?
00:09:00: Wie baue ich ein Preissystem auf was die Sensibilität berücksichtigt was auch Trends berücksichtigt.
00:09:05: Wir haben Kunden gehabt, deren Artikel wurden auf einmal mehr Wert nachdem die irgendwann mal verkauft wurden.
00:09:10: Das sind dann Sammlerstücke gewesen und das in so eine sehr junge Pricing Engine reinzubauen ist schon eine ganz schöne Arbeit gewesen.
00:09:17: Und dann ist es natürlich wie bei jedem Prozess wo wir mit Einzelteilen zu tun haben.
00:09:22: Ware geht verloren, Ware geht kaputt!
00:09:24: Wir haben mit einem Kunden gearbeitet da haben wir Ware bekommen in jeglichen Zuständen und wir wussten auf einmal nicht mehr von wem kommt welches Kleidungsstück Und das ist schwierig, vor allem wenn da private Artikel drin sind.
00:09:34: Wir haben einen Föhn drin gehabt der dann zurückreturniert werden musste und das hat unser Kundenservice Team sehr gefordert.
00:09:42: Also es sind jetzt schon einige Beispiele dabei.
00:09:43: ich finde immer solche Geschichten immer total unterhaltenswert und auch natürlich inspirierend so ein bisschen vorwärtsirren.
00:09:49: Aber ihr, mit all diesen Geschichten hier so erlebt habt seid ihr ja auch gewachsen.
00:09:54: Natürlich auch in der eigenen Perfektion im eigenen Prozess aber auch so gewachsen dass ihr interessant geworden seid.
00:10:03: Kannst du uns mal einen Einblick darüber geben warum überhaupt jemand wie Trove oder eine Firma wie Troves auf euch aufmerksam geworden ist?
00:10:10: abseits von diesen kleinen Geschichten die so ein bisschen anekdotisch sind?
00:10:13: Seid ihr natürlich auch erfolgreicher geworden gehe ich mal voraus.
00:10:17: Wir haben relativ schnell gemerkt, dass es für jeden Markt und für jeden Partner eine mehr oder weniger individuelle Lösung geben muss.
00:10:24: Vor allen Dingen wenn wir mit Brands sprechen ist der Designanspruch sehr hoch an so ein Produkt.
00:10:29: Das hat sich in den letzten Jahren tatsächlich geändert.
00:10:32: das Thema Nachhaltigkeit ist eher sekundär geworden und für viele Marken gegenüber leben.
00:10:37: Das heißt wir müssen Geschäftsmodelle bauen die als weiteren Umsatzkanal agieren, die als Kundenbindungsmaßnahme oder Kundenerquise-Tour funktionieren.
00:10:46: Vor allen Dingen müssen wir skalieren.
00:10:48: Unser erster Versuch im Bereich Skaliung war, wir errichten selber ein kleines Warehouse.
00:10:54: das haben wir in Berlin-Tegel gehabt.
00:10:56: Viertausend Quadratmeter war für uns gigantisch groß.
00:10:58: Wir haben es in den Weihnachtsfeiertagen zusammen ausgebaut Küche reingebaut und dann hat's leider nur ein Jahr gehalten weil wir einfach gemerkt haben Es gibt Leute die können logistisch besser als wir Und unsere Kernkompetenz ist Software.
00:11:15: Wir haben kurz vor Weihnachten dann, das war wahrscheinlich einer meiner härtesten Stunden als Geschäftsführer einen großen Teil dieser Leute, die da gearbeitet haben entlassen müssen.
00:11:25: Das waren großartige Menschen und Fotografeln.
00:11:27: Es waren teilweise Näherinnen, die dann da geararbeitet haben den wir da keinen Job mehr geben konnten hat uns aber geholfen, dass wir skalieren konnten und das Geschäft ausbauen konnten.
00:11:38: Und neben dem europäischen oder der deutschen Stützpunkt andere europäische Stütze aufbauen können.
00:11:43: Wir haben drei PL-Netzwerk aufgebaut, das uns hilft die Artikel panuropäisch zu bearbeiten.
00:11:52: Natürlich kommt mit der Skalierungsmöglichkeit auch die Möglichkeit größere Marken und Retailer zu bedienen.
00:11:59: Wir hier in Europa haben ein sehr diverses Profilio an Partnern.
00:12:06: Da zählt zum Beispiel ein Amtengel zu, die als Vorreiter im Bereich Nachhaltigkeit unterwegs sind, die schon sehr früh an uns und das Produkt geglaubt haben für die Second Hand ein großes strategisches Thema ist.
00:12:19: Auf der anderen Seite haben wir den Auto-Orbiteller Bergzeit für die das Thema Secondhand damals komplett neu war, die sich aber strategisch so breit aufgestellt haben.
00:12:30: Das ist mittlerweile einer unserer größten Kunden.
00:12:32: und dann ist natürlich Überlebung wie kannst du wachsen?
00:12:35: Magst du nicht schon vor der Entscheidung nochmal neue Geld einzusammeln?
00:12:38: Natürlich waren wir zu Beginn fremdkapital finanziert.
00:12:42: oder schauen wir uns an eine Partnerschaft einzugehen mit einem anderen Anbieter.
00:12:49: und jeder der ein bisschen im Startup umfällt Unterwegs ist weiß, wie schwer gerade Fundraising ist.
00:12:54: Wie schwer Fundraizing für Unternehmen ist die sehr komplexe operative Prozesse haben und leider sind wir.
00:13:01: vielleicht können nachher noch zu was sprechen.
00:13:03: das ist einer meiner Lieblingsthemen in der deutschen Modebranche auch nicht unbedingt bei den Unternehmen, die super schnell adaptieren und alles umsetzen.
00:13:10: Das heißt wir haben Sales-Zyklen von teilweise zwölf Monaten gehabt und das ist natürlich für ein junges Unternehmen extrem hart.
00:13:16: Es hat gesagt okay, wir machen eine Partnerschaft mit Trove und haben dann im letzten Jahr, im April das dann unterschrieben und sind seitdem das komplette Tüm übergegangen und Trove
00:13:27: Europa.
00:13:29: Lass uns noch mal einen Schritt zurückgehen, erklär uns nochmal und den Zuhörenden genau... Was ihr tut und was ihr nicht tut.
00:13:36: denn das war jetzt glaube ich der war viel dabei wo man was vielleicht reininterpretieren kann, was vielleicht gar nicht Teil davon ist.
00:13:45: also wir haben verstanden.
00:13:46: Ihr wollte es als selbst machen.
00:13:47: macht ihn nicht mehr macht ein Partner du hast aber auch davon gesprochen.
00:13:51: Kunden verkaufen an euch.
00:13:54: Also mal uns das Mal in ganz einfach auf.
00:13:58: Ihr seid ein Software-Anbieter, aber was wenn wir jetzt eine Brand sind und Timo Wear bekannte Luxusmarke?
00:14:07: Was machst du Timo?
00:14:08: Handtaschen oder ne was zum Anziehen?
00:14:10: Polo Shirts.
00:14:11: So!
00:14:11: Und wir wollen jetzt auch so'n System einen zusätzlichen Kanal aufbauen mit euch.
00:14:18: Was genau baut ihr da dran und was bietet ihr den Kunden im Sinne von den Brands an?
00:14:25: Okay, ich kann euch einmal erklären was Trove so macht und wie das ganze System funktioniert.
00:14:30: Also wir gehen jetzt mal davon aus, Timo du hast eine Modemarke, du verkaufst Polo Shirts und du möchtest dich im Bereich der Nachhaltigkeit auch engagieren oder du merkst einfach dein Hauptgeschäft funktioniert nicht in der Geschwindigkeit die Du möchtes, vielleicht ist deine Produkte zu teuer, du möchest neue Zielgruppen ansprechen Und da kommst du auf die Idee nach einem Second Hand Markt oder nach einem second hand Partner zu suchen.
00:14:49: Was wir machen ist Wir bauen für Dich.
00:14:53: Weidelabel-Lösung, das klingt fancy ist aber eigentlich nur ein Shopify-Shop der komplett in deinem Look und Feel gebaut wird.
00:14:59: Das heißt es ist das Logo von dir drauf, das sind deine Farben und deiner Art wie du mit Kunden sprichst Und auf diesem Shop können deine Kunden gebrauchte Kleidungen anmelden bekommen in Echtzeit einen Preisvorschlag.
00:15:14: Der Preisvorschlag kann dann entweder angenommen oder abgelehnt werden.
00:15:18: Meisten Fällen wird er angenommen.
00:15:20: Der Kunde kann sich entscheiden, möchte ich gerne mein Artikel für Bargeld verkaufen oder gegen Gutschein und dieser Artikel wird dann an uns geschickt beziehungsweise an unseren Logistikpartner.
00:15:32: Wir haben eine Software entwickelt mit der unsere Logistikkartner diese Artikel bewerten können.
00:15:39: Das heißt wir gucken uns je nach dem was für ein Kleidungsschiff das ist bis zu dreißig verschiedene Punkte an.
00:15:45: startet mit, wie ist die Farbgebung?
00:15:47: Funktionieren die Reißverschlüsse noch.
00:15:49: Aber auch, wie riecht der Artikel denn?
00:15:50: das gehört bei Secondhand dazu.
00:15:52: und im Anschluss sofern der Artikelt den Kriterien des Programms entspricht würden wir die Ware fotografieren sind in der Regel drei Fotos Vorderseite Rückseite ein Close-up Und dann werden diese Artikel als second hand Artikel in diesen White Labelshop für dichtgestellt.
00:16:07: So lässt das Basis Basisprogramm mit dem wir gestartet sind Wir haben relativ schnell gemerkt Die Unternehmen haben darüber hinaus viele wahren Überhänge, defekte Rituren also alles was nicht mehr über den Hauptshop verkauft werden kann.
00:16:21: Wir bieten die Möglichkeit diese Artikel dort ebenfalls zum Verkauf anzubieten.
00:16:26: Die sind dann markiert als Muster oder als Rückläufer und können davon in Endkunden erworben werden.
00:16:32: Habt ihr um da direkt einzugreifen wenn ihr das mit drei PLern zusammen erarbeitet?
00:16:37: Habt Ihr lokale drei PLer oder habt ihr waren Typen waren Gruppen drei.
00:16:43: Wie ist das strukturiert, dieses gesamte Konstrukt dahinter?
00:16:46: Nicht die Software dass du jetzt gerade mal erklärt und was ihr anbietet sondern das gesamte konstruktor hinter wie es das organisieren.
00:16:51: ja wir haben tatsächlich für verschiedene Kunden, verschiedene drei PLA die in ihrer Art ein gewisses Know-how haben.
00:16:59: Also Kernmarkt war Fashion in den vergangenen Jahren.
00:17:02: das heißt wir haben Fashion drei PLS die sich mit Ritur und Bearbeitung auskönnen, die kurdische Lagerhaltung können, die sich einfach im Zweifel auch die Kleidung waschen können wenn das von dem Kunden gewünscht ist.
00:17:14: Wir haben aber auch andere drei PLAs sich zum Beispiel eine Rücknahme von größeren Artikeln hart waren, Ski und so weiter kümmern.
00:17:23: Das heißt wir schauen immer wer als drei PL passt zu unserem Kunden sowohl auf einer Kategorie Ebene also auch auf einer geografischen Ebene der natürliche wasse vermeiden wollen das ist nach wie vor unser richtiges Ziel ist eine große CO-Zwei-Bilanz d.h.
00:17:38: Wir schauen immer je nachdem wo der Partner sitzt.
00:17:40: haben wir da einen Drei PLer in der Nähe der das abfertigen
00:17:43: könnte Da nochmal reinzugehen mit drei PLern mit denen ihr zusammenarbeitet, wenn da jetzt eine neue Brand auf euch zukommt beispielsweise meine berühmte Polo Shirt Brand.
00:17:57: Wie ist dann der weitere Ablauf?
00:18:00: Lass dir das ausschreiben.
00:18:01: guckt ihr euch die drei PLA an googelt ihr erst.
00:18:04: also wie kommt ihr auf diese drei PLAs die das für euch abfertigen können?
00:18:08: Wir haben tatsächlich ein festes Netzwerk.
00:18:11: Die Software bei den Breit-PLer zu installieren ist initial ein relativ großer Aufwand.
00:18:17: Sobald dann der ist ge onboardet, können wir da einfach die Tische skalieren und die Software an einem jeweiligen Tisch umschreiben bzw auf die jeweilige Marke anpassen.
00:18:28: Das heißt wenn du jetzt mit deinem PoloShirt Business zu uns kommst würden wir schon eigentlich beim ersten Gespräch wissen Du sitzt in Hamburg, wir haben drei PLA in der Region Mitteldeutschland zum Beispiel.
00:18:40: Der passt.
00:18:43: Deine Produktstammdaten würden wir abfragen die dann unsere Software reinspielen und dann zeigt gleich den drei PLAs Schulen, der dann weiß okay das oder die Artikel die Productions werden mich erwarten und das muss ich dann
00:18:55: machen.".
00:18:56: Dann würde ich jetzt noch einmal... Jetzt haben wir so ein bisschen ... euch beschrieben oder deine Geschichte auch dahinter beschrieben.
00:19:03: Und jetzt ist es schon mehrmals der Begriff, das Unternehmen auch natürlich Trove gefallen.
00:19:08: Kannst du aber mal ein bisschen Raussoom und Trove eigentlich erklären wo sie herkommen?
00:19:14: Wie lange die eigentlich schon im Geschäft sind?
00:19:15: weil das wissen die meisten glaube ich gar nicht.
00:19:19: Also Trove gibt es seit über fünfzehn Jahren.
00:19:23: Trove ist und das finde ich schön dass du sagst es pioniert tatsächlich in dem Bereich Return oder Resale Logistik.
00:19:32: Das Spektrum an Produkte und das Trove Anbieter ist deutlich breiter als was wir damals gemacht haben, also Trove gibt es in den USA schon seit Mitte der Jahrzehnte.
00:19:43: Ursprünglich gestartet als Peer-to-Peer Lösung so die Idee war du kannst deinen Kleiderschrank ausleeren und das dann an andere Leute verkaufen hat sich noch relativ schnell gemerkt.
00:19:51: okay ist es schon wichtig die Artikel nochmal einmal selber anzugucken bevor die Sonnenleuten geschickt werden.
00:19:56: Trove hat aktuell um die hundert Mitarbeiterin, inklusive dem europäischen Team von knapp zehn Leuten.
00:20:02: Ein großer Teil der Leute sind Entwickler und Entwicklerinnen, die sich tatsächlich um die Software kümmern.
00:20:06: Dann haben wir natürlich ein Operations-Team hier in den USA Sales Marketing und die Geschäftsführung.
00:20:12: Und das Spannende ist tatsächlich dass Trove die Second Hand Programme eigentlich entwickelt hat und die auf die Idee gekommen ist.
00:20:19: Die sind immer noch Anbieter von Programmen für Brands wie Patagonia, wie Carhart.
00:20:26: Und das macht mich natürlich ziemlich stolz mit jemandem zusammenzuarbeiten oder Teil des Unternehmens zu sein die diese Art von Lösungen erfunden haben.
00:20:34: Trove hat sich in den letzten Jahren aber auch ganz schön weiterentwickelt und das finde ich gerade richtig spannend.
00:20:39: wenn wir über Retourns sprechen dann sprechen wir oft über andere Themen als Second Hand und Retourn ist einfach so ein omnipresentes Thema gerade ja also in welchem Bereich wir gerade im E-Commerce schauen.
00:20:50: Wir haben natürlich die klassischen Rituren, die ein hiesender Thema waren vor allem kostenlose Rituen.
00:20:56: Wir hatten das Thema Write to Repair wo es ja irgendwie auch um das Thema Ritur gibt und Ware kommt von Endkunden zurück.
00:21:02: Wir habe Überhänge, die irgendwo liegen, die in irgendeinem System wieder rein müssen.
00:21:06: Und da hat tatsächlich Trove in den letzten Jahren viel daran gearbeitet eine Plattform zu bauen der es alles abdeckt und die Möglichkeit hat dort verschiedene Lösungen anzubieten.
00:21:16: ...
00:21:17: über das Unternehmen gesprochen, Reverse Supply dann eben zu Trove.
00:21:22: Und wir haben auch meine... Ich nimm den Ball jetzt immer weiter auf Moritz.
00:21:25: Meine Polo-Hemdfirma mal so ein bisschen durch den Prozess geführt.
00:21:29: Ich
00:21:29: habe Sorge vor der Bewerbung dieser Episode.
00:21:32: ich sehe die Timo im Polo vor mir.
00:21:34: AI Slop am Polo!
00:21:37: Das Prompt habe ich gerade nebenbei schon geschrieben.
00:21:39: Moritz sei gespannt.
00:21:41: Ja das haben wir jetzt mal so etwas durchgespielt aber jetzt gehen wir nochmal richtig rein in die Tiefe und versuchen dass man weiter durchzuspielen, was euer Angebot ist.
00:21:49: Nicht die Softwarelösung sondern einfach generell.
00:21:51: ich bin ein Unternehmen und ich sehe den Resales-Bereich als ein wachsendes Geschäft und möchte mich jetzt dort positionieren.
00:22:00: Was sind so wie soll ich sagen?
00:22:03: Die ersten Gespräche, die wir miteinander führen.
00:22:05: Was sind Fallen in die ich reinlaufe, von dem ihr mir absolut abraten würdet?
00:22:09: Was machen Marken eigentlich immer falsch wenn sie halt einfach von Resale sprechen und denken Sie gehen ja jetzt einfach rein?
00:22:16: Also was sicherlich eine Herausforderung ist, dass die Komplexität von Secondhand und wie Ware bewertet wird.
00:22:26: Und wie Ware zu einem kommt massiv unterschätzt wird.
00:22:29: Es ist eine Herausforderungen erstmal die Leute in den Verkaufsfandl reinzubekommen Das heißt auf dieses Trading Portal zu lenken Und dann muss physisch Ware von einem Ort zum anderen bewegt werden Die Ware muss bewerteten werden zurück irgendwo auf einem Lagerplatz und das kostet natürlich Geld.
00:22:46: Und wir sind in der Kalkulation von Second Hand Programme immer dabei zu sagen, also wenn man sich jetzt mal ein Produkt anguckt, dein PoloShirt kostet neunhundert Euro Wir können es im guten Zustand im Second Hand Bereich vielleicht für sechzig Euro verkaufen.
00:23:01: Wenn es ist dann wirklich gut oder like new.
00:23:05: Von den Sechzig-Euro geht natürlich einen Ankrauspreis ab Der Bar oder Gutschein gezahlt wird Das sind vielleicht vierzig Euro.
00:23:12: Ja, denn es gibt zu den second handprogramm der Mode markt natürlich eine Konkurrenz.
00:23:16: Eine berechtigte Konkurrence.
00:23:17: da ist ein Winter, da ist einen Depop in UK Es gibt Ebay und Kleinanzeigen.
00:23:22: Das heißt Kunden müssen wir von der Kaufentscheidung oder Verkaufsentscheide eigentlich zu uns ziehen Und das geht meistens über dem Preis unter der Einfachheit.
00:23:31: Und dann hast du zwanzig Euro Marge.
00:23:33: und diese Marge da müssen wir sowohl die operativen Kosten vom Bezahlen Wir müssen das Shipping oder Versand für bezahlen und sowohl wir als die Marke möchte auch noch was verdienen.
00:23:42: Das heißt, die Marge auf den Produkten ist schon gering.
00:23:46: Und eine Hürde, die wir haben, ist tatsächlich der Einstiegspreis oder der Initiale Verkaufspreist.
00:23:51: Dass das alles, was unter dreißig Euro Neuwaren wert gehabt hat, lässt sich eigentlich profitabel in einem Secondhand-Geschäft, also im echten Secondhandgeschäft nicht wieder verkaufen.
00:24:00: Und das ist manchmal leider eine Erkenntnis, die Unternehmen machen, diesen ganzen Overhead außer Acht lassen und denken, okay ich möchte etwas Gutes tun.
00:24:10: Ich möchte ein nachhaltiges Second Head Programm aufsetzen.
00:24:12: aber wer bezahlt die Kosten?
00:24:14: Die anfangen und wir können es nicht sein.
00:24:16: deshalb ist das Thema Business Case wie kann so ein Geschäft aussehen?
00:24:19: einer der ersten Gesprächspunkte die wir uns auch bei dem PoloShirt-Business
00:24:23: anschauen würden.
00:24:24: Was ist denn jetzt eigentlich aus eurer Erfahrung danach dann die größte operative Hürde die ich jetzt zu gehen habe im einem Resales Kontext, worauf du jetzt schon in einem Vorgespräch einwirken wollen würdest.
00:24:39: Also eine der größten Schlüsselpunkte wahrscheinlich im Bereich Resale oder allgemein Retouren sind Stammdaten und Stammdatankwalität.
00:24:48: es gibt Bestimmt sechzig-sebzig Prozent der Gespräche, die ich führe mit Marken.
00:24:52: Die wir sagen ja, also wir können irgendwie in den letzten zwei Jahren Stammdaten zusammensuchen und wir haben Stammdatenden aus dem ein System oder aus dem anderen System.
00:25:00: Das macht uns die Arbeit wahnsinnig schwer!
00:25:02: Und das macht das Unternehmen natürlich auch für alle andere Miraturen Prozesse des Schwerdenes geht immer um die Identifikation der Items.
00:25:10: Jetzt kommt die große Chance der AI wo wir sagen Produkte mit AI erkennen, wir können die analysieren.
00:25:18: Wir können Produktbeschreibungen erstellen wenn die Produkt-Beschreibung der Marke nicht gegeben werden kann.
00:25:23: aber auch da sind natürlich Grenzen.
00:25:24: ja ich kann im Sneaker-Schuhbereich funktioniert das sehr gut weil wird da Produkte haben wie sie sich sehr sehr gut identifiziell unterscheiden lassen.
00:25:33: ein schwarzes Shirt oder weißes Shirt Jeans sind schon deutlich schwieriger zu unterscheidern und also auch da kommen wir so ein bisschen an die an die Grenze.
00:25:42: Aber ansonsten ist das tatsächlich eine der Punkte zu sagen, dass es ganz wichtig ist.
00:25:47: Ansonsten wird es sehr schwer ein gutes Programm zu
00:25:49: bauen.".
00:25:50: Das ist jetzt eine Entweder-Oder Frage oder du musst dich entscheiden was ist denn eigentlich bieriger Logistik?
00:25:54: Oder die Software zu bieten und inklusive Stammnaten?
00:25:58: Es ist natürlich eine Schüsselfrage jetzt wo ich als Softwareanbieter sage, die Software ist deutlich komplizierter zu biten.
00:26:04: Fähreweise muss man sagen, es sind Zusammenspiele aus beiden.
00:26:07: Wir brauchen sowohl eine gute Software, die skalieren lässt, die sehr viele Besonderheiten einzeln abbieten kann.
00:26:15: Auf der anderen Seite muss natürlich auch jemand dastehen, der oder wie die Software bedienen kann und wir versuchen diese schon so zu bauen dass relativ Training auf der Fläche notwendig ist.
00:26:27: aber wir sehen in den Daten in Auswertungen sobald du Ahnung von Kleidung hast weil du bestimmte Schnitte unterscheiden kannst geht diese gesamte Bewertung deutlich schneller und die Fehlerquote sinken massiv, das heißt auch da sind wir natürlich auf ein gewisses Know-how und Training bei den Logistikern angewiesen.
00:26:43: Und dann ist es im Endeffekt immer eine Marsungsgeschichte der wenn ich schneller bewerte und wir bewersten einen Artikel, das dauert am Casual Fashion Bereich vielleicht eine Minute im Outdoor-Bereich, die Artikel sind ein bisschen komplexer vor allem wenn wir uns Rucksäcke oder Jacken anschauen.
00:26:57: Da sind wir dann bei zwei drei Minuten und da zählt tatsächlich jeder Klick und jedes bisschen Knowhow was ich einbringe um diese Geschwindigkeit zu reduzieren und dadurch die Marge für alle Parteien irgendwie
00:27:06: zu erhöhen.
00:27:07: Wieso?
00:27:07: Wenn ich jetzt ne Marke bin also das Dimo Beispiel und dann habe ich ja einen Vollfilmentdienstleister in der Regel für Ecommerce Warum würde ich zu euch kommen und sagen, baue mir mal den Rückwärtsarm.
00:27:24: Weil meine Intuition wäre jetzt zunächst einmal mit meinem Drei-PL zu reden.
00:27:29: Was bringt ihr mit?
00:27:31: Was mir als Brand vielleicht weiter hilft, als wenn ich mit meinem Dreipel, den ich schon kennen, mit dem ich sowieso arbeite, spreche?
00:27:40: Ja das sind zwei Faktoren tatsächlich die damit einspiegeln.
00:27:42: Das erste ist dass Resale Software komplett anders funktioniert als Neuwahrungssoftware.
00:27:48: Wir haben immer Einzelteile Wir haben keine Produktive, jeder Artikel hat eine eigene SKU.
00:27:52: Ich weiß, wer hat mir den Artikel verkauft?
00:27:54: Zu welchem Zeitpunkt und muss diese Ware natürlich dementsprechend dann auch wieder abverkaufen in der Reihenfolge, in der sie raus kommt?
00:28:00: Das heißt hier stoßen die meisten drei PLA- und auch Marken, die ihre eigenen Warehouse betreiben schon an ihre Grenzen.
00:28:08: Und das Zweite ist einfach ein Fokus.
00:28:10: Wenn ich in einen Secondhand-Programm Zeit investiere, dann kann ich das machen und da kommt sicherlich auch was Gutes bei raus.
00:28:16: aber die Marken sind gut in dem was sie machen und es ist Neuwarengeschäft bauen Vision auszubauen und zu schauen dass deren Produkte einer guten Qualität sind.
00:28:25: Wir wollen diese Sorge von was passiert im Secondhand Bereich.
00:28:29: wie können Prozesse verbessert werden?
00:28:31: Wie stelle ich den Kundenservice für Secondhand auf?
00:28:33: Diese Sorge wollen wir den Marken nehmen und übernehmen.
00:28:36: deshalb das ganzheitlich.
00:28:38: Das heißt, eure Kunden sind auch exklusiv Brands.
00:28:41: Oder wenn ich jetzt der große drei PLer bin... ...der ergibt ja solche und solche!
00:28:46: Und ich würde behaupten vielleicht nicht im Recommerce-Bereich sind sie alle super fit aber Software bauen können da dann auch viele.
00:28:53: Das heißt würdet ihr mit mir als drei PLa dann auch sprechen?
00:28:57: Und quasi die Grading und Fotografie Lösungen quasi zuliefern?
00:29:02: oder ist das einfach gar keinen...?
00:29:03: Oder ist es einfach nur hypothetisch?
00:29:05: passiert sowieso nicht dass einer fragt wie sieht das?
00:29:08: Wir haben Anfragen in dem Bereich regelmäßig.
00:29:12: Was für uns viel interessanter ist, ist allerdings das ganze Thema Retourenbearbeitung.
00:29:17: Das ist ein neuer Bereich und ich kann es kurz anreißen denn was wir gut können ist Software zur Verfügung stellen um Einzelteile zu bewerten.
00:29:24: jetzt sind Retouern auf ihrer Art und Weise auch irgendwie einen Einzelteil des Bewertet werden muss und deshalb haben wir hier die Lücke geschlossen.
00:29:32: Und was interessantes für drei PLS ist tatsächlich unsere Retourlösung zu nutzen.
00:29:35: Denn was wird den bieten?
00:29:36: eine Software gesteuerte Möglichkeit, Retouren genau zu erfassen.
00:29:42: Defekte an Retouern zu erfassend und dann zu entscheiden geht die Ware wieder auf den Lagerplatz und kann es neue Ware verkauft werden?
00:29:49: oder aber gebe ich das an einen Secondhand Programm der jeweiligen Modemarke oder auch ein E-Ball Kanal dem wir betreuen.
00:29:55: Das heißt was wir versuchen ist hier jegliche Art von Deadstock zu eliminieren und Ware immer im Kreislauf zu behalten.
00:30:02: Und das ist ein Thema, wo wir tatsächlich vorengig drei PLs mit ansprechen, denn die haben Returnsoftware, die nutzen sie – wir glauben da kann man noch einiges mehr rausholen als aus dem aktuellen Markt ist.
00:30:13: Wie wichtig ist es denn so ganz grob über den Daumen für Brands mit denen ihr arbeitet?
00:30:19: Ist das immer noch eher so die Fuß-im-Wasser-Phase oder hat das schon wirklich signifikante Stückzahlen und Effekte, ohne dass jetzt Zahlen sagen muss.
00:30:30: Aber so für ein Gefühl?
00:30:31: Ja man kann sagen es ist ein langer Weg gewesen aber ich bin mittlerweile an einem Punkt wo ich sage Second Hand ist für viele unserer Partner ein fester Unternehmensbestandteil oder Teil einer Unternehmenstrategie.
00:30:41: wir haben Patagonia in den USA die sowohl neu wahre als auch gebraucht war auf einer Product Page anbieten, was großartig ist.
00:30:50: Genauso Amt Angels für die Second Hand Ware im Neuwaren-Geschäft ist und was gerade schon gesagt Multi Brand Marktplatz ist eine Herausforderung.
00:30:58: das stimme ich default zu.
00:30:59: Bergzeit sagt wir kaufen eigentlich alles an was mit Autor zu tun hat.
00:31:03: Einige Marken sind exklusiv, aber im Großen und Ganzen kaufen wir alles an.
00:31:06: Und wie glauben wir dieses Geschäftsmodell um Bauen weiter auf?
00:31:08: Das macht man mich natürlich als Gründer stolz zu sehen.
00:31:11: das ist nicht nur ein Produkt was ich irgendwie einen Jahr in den Shop reingestellt werde dann merken wir es funktioniert nicht sondern das ist fester Bestandteil und wir wachsen seit mittlerweile mehr als drei Jahren bei diesen Partnern und führen dazu dass das erfolgreiche Programme sind.
00:31:26: Stimmt Multi-Brand!
00:31:26: Du hast ja gesagt er arbeitet mit Händlern hat dich komplett vergessen.
00:31:30: also ihr habt die Komplexität.
00:31:32: Damals, einundzwanzig zwanzig als die Händler davon berichtet haben war immer die Anekdote das erste was man macht.
00:31:38: Bei neuen Kleidungsstücken ist das Schild rauszuschneiden und dann kann man gar nicht mehr herausfinden was für ein gestreiftes Shirt das eigentlich ist von wem und so weiter.
00:31:46: ich hatte jetzt naiv gedacht ihr habt es ja viel einfacher weil im Amt Angels also gedacht die schicken euch das rüber ihr wisst da ist das Logo drauf und so wisst ihr was das is bei Bergzeit dann ja wieder gar nicht.
00:31:56: Also wie magst du da ein bisschen was zu erzählen?
00:32:00: Ist das tatsächlich auch ein Problem bei euch, dass ihr Dinge schlicht gar nicht identifizieren könnt?
00:32:05: Weil Konsumenten das verhindert haben?
00:32:07: oder wie sieht's da aus.
00:32:09: Also ich als Vertreter sei natürlich, das ist gar kein Problem.
00:32:12: Das können wir alles irgendwie regeln.
00:32:13: Wenn nicht mal eine Operations-Teamfrage die geben dann eine andere Antwort.
00:32:16: drauf müsste man sich mal anschauen.
00:32:18: Dann tatsächlich ist es so dass wir jetzt wenn wir beim Beispiel Bergzeit bleiben wir lange Zeit lang keine Ankauf von Ware ohne Care Label erlaubt haben einfach weil wir die Ware identifizieren müssen und auch authentifiziert.
00:32:29: vor allem wenn wir teure Winterjaggen für mehrere hundert Euro an kaufen müssen einfach wissen ist es original oder nicht?
00:32:35: Mittlerweile sagen wir, wir gehen das Risiko ein.
00:32:38: Artikel anzukaufen die wir nicht eindeutig identifizieren können weil wir wissen Wir haben einen großen Stammsatz an Daten der uns bei der Identifizierung hilft und wir auf der anderen Seite auch sehen dass sich auch artikel Die wir nicht genau beschreiben können verkaufen wirkt sich dann natürlich auf den An- und Verkaufspreis
00:32:54: aus.
00:32:55: jetzt muss ich nochmal für mein verständnis nachfangen.
00:32:57: Du sagst wir kaufen an.
00:32:58: Das kann ja also völlig die Bedeutung haben.
00:33:01: Natürlich euer System kauft es irgendwie an aber Also, das läuft dann alles auf Rechnung der Brand oder des Handlers und ihr kriegt ein Cut von den Erlösen.
00:33:14: Oder ist das per Item bezahlt?
00:33:18: Oder seid ihr tatsächlich die Ankäufer und auch die Verkäufe also wie ... Jetzt ist das die Frage, die der Vertreter auf jeden Fall beantworten kann.
00:33:26: Wie funktioniert das?
00:33:28: Und die kann ich dir in jeglichem Detailgrad beantwortet.
00:33:31: Ich mach's mal ganz kurz!
00:33:32: Tatsächlich ist es so dass wir Vertragspartner oder Käufer- und Verkäuferpartei sind, wir das auch im Auftrag der Marken übernehmen.
00:33:39: Das heißt, wir kaufen für eine juristische Sekunde die Ware an und geben das dann weiter an die Marke – unumgekehrt!
00:33:47: Die Marke hat es besitzt und wir verkaufen im Auftakt der Marke das auf den Marktplätzen und auf den Schrubs, die wir betreiben.
00:33:55: Vorteil ist hier und da sind wir wieder bei dem Thema Fokus.
00:33:58: Second-Handware wird gegebenenfalls anders besteuert.
00:34:02: Wir haben hier die Möglichkeit an der Steuersitzung zu verwenden, wir haben bei Second Handware mit der Herausforderung dass wir bestimmte Fristen bzw.
00:34:13: Tracking müssen.
00:34:14: wie viele Artikel werden von einzelnen Privatpersonen verkauft, müssen das gegebenenfall ans Finanzanmelden?
00:34:21: diese ganzen Themen wollen Modemark nicht machen da haben sie keine Lust drauf Und deshalb ist es für uns einfach zu sagen, wir kümmern uns um alles.
00:34:27: Wir kümmern uns ums Reporting.
00:34:29: Wir kümmern uns um wie gesagt... Alles was damit an der Herde geht und deshalb sind hier Vertragspartner für einen Verkauf.
00:34:36: Es führt direkt zu meiner nächsten Frage die allerdings ganz weit weg ist eigentlich Was ist denn in Europa aus eurer Erfahrung tatsächlich anders?
00:34:46: Also von der Regulatorik aber auch vom Verhalten oder so als vielleicht Trove das vorher in Nordamerika gekannt hat?
00:34:54: Wir haben definitiv im kompletten Bereich der Gesetzgebung rund um das Thema Second Hand, Abfallwirtschaft.
00:35:02: Wie gehe ich mit Produkten um die defekt sind?
00:35:06: Große Unterschiede zum US-amerikanischen Markt.
00:35:09: Wir haben Gesetze, die wir einhalten müssen wenn wir Second Hand Artikel oder Non New Artikel ja nicht mal durch Europa befördern also auf der Strecke und Dann führt es natürlich auch dazu, dass wir Experten sind.
00:35:27: Was die was die aktuelle Entwicklung angeht ja so write to repair etwas im letzten Sommer gekommen ist das war für das amerikanische Team.
00:35:35: Die haben das gehört die kannten das.
00:35:36: aber was das eigentlich konkret heißt und ob das relevant ist für uns oder nicht Das haben wir dann vorbereitet und ausgearbeitet Und dann wissen wir einfach wenn du vor Ort bist und diese Programme betreust Das hilft schon im allgemeinen einfach da zu sein, zu wissen wie funktioniert die Logistik.
00:35:54: Zu wissen welche Logistiker gibt es?
00:35:56: Wir haben im Rahmen von so einem Onboarding von neuen Kunden das dauert so zwischen sechs bis zwölf Wochen sind wir viel vor Ort im Lager und schauen uns an wie kümme Prozesse schlanker bauen was gibt es für Besonderheiten?
00:36:10: und dann muss man einfach vor Ort sein und ein bisschen Know-how mitbringen und deshalb haben wir einen Obstteam hier vor Ort die genau diese Aufgaben übernimmt.
00:36:17: Dann würde ich jetzt mal rüber schwenken zu dem Thema Nachhaltigkeit, insbesondere wenn es um CO²-Bilanzen und so weiter halt geht.
00:36:26: Das hast du ja auch schon beschrieben gehabt am Anfang eurer Reise noch als Reverse Supply ein gewisser Fokus weil eben aus der Gesellschaft genau das Signal gekommen ist.
00:36:35: Es hat sich jetzt mittlerweile wieder ein bisschen gedreht.
00:36:39: die Ökonomie ist wesentlich wieder wichtiger geworden.
00:36:41: ich möchte nicht hier fast aufmachen was ist wichtiger war es auch immer.
00:36:44: Ich will einfach nur wissen wie eure Wahrnehmung da ist und insbesondere würde ich gerne die Frage stellen wollen.
00:36:51: Im Hinblick darauf, wie nachhaltig ist denn das überhaupt?
00:36:54: Das was ihr tut also nicht als Firma sondern einfach generell der gesamte Recommerce Resale Bereich gibt es da irgendwelche Kippmomente wo man halt sagt ne dann macht es gar keinen Sinn mehr weil einfach der Transport so viel CO-Zweiler imitiert dass aus der ökologischen Seite keinen Sinn machen.
00:37:08: Ökonomisch nochmal ein anderer Punkt.
00:37:09: aber wie ist da eure Wahrnehmung?
00:37:11: Ich
00:37:11: glaube wir müssen da ganz offen und ehrlich sein.
00:37:15: Nachhaltigkeit ist nicht mehr Thema Nummer eins oder Antrieb, warum solche Systeme gebaut werden.
00:37:21: Nur da Kunden uns anfragen.
00:37:23: Trotzdem ist der nachhaltigkeitseffekt relativ groß.
00:37:28: Wir haben in den letzten Jahren mit über sieben Millionen Secondhand Kleidungsstücke wie er einen Kreislauf reingebracht.
00:37:34: das ist eine ordentliche Nummer.
00:37:36: wenn wir wissen dass Kunden nicht jeden Fall auf vielen in vielen Fällen vor der Kaufentscheidung standen.
00:37:41: kaufe ich neu und gebraucht ist natürlich der Gebrauchkauf immer der, der weniger Inversiv in die Umweltbelastung eingreift.
00:37:50: Weil wir hier einfach Ware länger im Kreislauf behalten.
00:37:54: Wir haben keine finale Lösung.
00:37:56: was Textile Waste angeht ja das ist ein riesengroßes Thema auch für uns denn auf wir haben Kleidungsstücke die wir nicht verkaufen können weil sie einfach kaputt sind weil da Ölflecken drauf sind.
00:38:07: also man findet alles.
00:38:10: Aber der Impact ist messbar und wir stellen allen unseren Partnern tatsächlich im Lesbott zur Verfügung, wie viele Kleidungsstücke segment eingekauft wurden.
00:38:18: Wie hoch die CO-Zweiberlastung ist oder das CO²-Equivalenz was eingespart wurde Dadurch, dass man die Ware wieder in einem Kreis aufgebracht hat.
00:38:26: und dann geht es tatsächlich darum wie können wir selber sowohl bei uns in der Logistik bzw.
00:38:31: unseren Partnern die CO-Zwei-Urubilanz verbessern indem wir zum Beispiel kürzere Strecken fahren, indem wir Ware zusammen auf ein Lkw packen für verschiedene Mandanten Und wie können Wir Kleidung reinigen um diese länger zu erhalten reparieren?
00:38:46: Da gibt's ganz viele Möglichkeiten das zu machen.
00:38:50: Das ist eine Sache die einen Impact hat.
00:38:54: Und ich würde behaupten, wir finden zumindest jetzt kein gegenteiliges Beispiel ein, dass alle Kunden, die wir in Europa bedienen das auch explizit in ihren Sustainability Reports ausweisen und das dort dann anführen und die Statistiken, die wird zur Verfügung stellen nutzen um da ein bisschen Einblick zu geben.
00:39:17: Gibt es denn in diesem gesamten Kontext irgendwelche KIP-Punkte?
00:39:22: ... wo ihr auch einfach sagen müsst, nee das macht einfach komplett keinen Sinn.
00:39:27: Sowohl von der ökonomischen Seite ich sage jetzt einfach mal wenn... Wenn ich jetzt mein Polo-Shirt halt nicht für hundert Euro weil es dann eben dementsprechend auch eine Qualität hat anbiete sondern eben nur zu... Ich sag mal fünf Euro.
00:39:39: Ökonomisch macht das da keinen Sinn?
00:39:41: Das ist die eine Frage, die ich hätte.
00:39:43: Wo gibt's da die KIP Momente?
00:39:44: und die andere Frage ist aus der Nachhaltigkeitsperspektive aber wir sind ja jetzt gerade beim Thema Nachhaltigkeit.
00:39:49: Wo macht es denn da keinen Sin mehr?
00:39:50: so Stichwort auch Transport.
00:39:52: Und gibt es da aus eurer Erfahrung heraus schon irgendwelche Regeln und Muster, die man so veröffentlichen darf?
00:40:01: Es ist immer eine Frage der Alternative.
00:40:02: Also wir sagen natürlich zuerst bevor das Teilungsstück verschiff wird oder auf dem Lkw geladen wird und dann zu uns gebracht wird tauscht das Teilungsstück mit deinen Freunden, gib den Nachbarschaft ab!
00:40:13: Das sollte der beste Weg oder das ist der nachhaltigste Weg für Second Hand Mode.
00:40:17: Wenn ich keine anderen Alternativen habe, dann kann man sich natürlich überlegen wie holte ich am meisten aus dem Kleidungsstück raus?
00:40:23: und das sind dann solche Angebote die wir haben.
00:40:24: Das kann aber auch ein lokaler Taustkreis sein oder andere Sachen.
00:40:29: so mit der CO² Bilanz pro Kleidungstück ist es sehr schwer zu sagen da der CO₂ Fußabdruck sich einfach so wahnsinnig unterscheidet.
00:40:38: also wir haben ganz ganz andere Fußabdrücke von nachhaltig produzierter Kleidungen aus Portugal im Vergleich zu Ultra-Fast-Fashion aus Nahost oder Fernost, wo wir nicht auf Artikelebene sagen können, hier viel lohnt sich das.
00:40:55: Hier viel lohnen sie es nicht, sondern man muss das immer als Gesamtheit sehen und dann sagen was passt oder was passt da nicht für die
00:41:00: Marke?
00:41:01: Wir reden jetzt so ein bisschen auch über, wie soll ich sagen internationalität natürlich lokale Stoffströme aber ein bisschen auf die Internationalität halt ab... abzielend.
00:41:14: Wie sieht es denn da aus?
00:41:15: Bietet ihr so etwas halt an, wenn irgendwo Ware zurückkommt in Europa wird sie auch ex-Eco dann angeboten über die Resale Kanäle für Nordamerika oder wird das kategorisch dann irgendwie ausgeschlossen?
00:41:28: und wie geht der damit um?
00:41:28: überhaupt an der Stelle, wenn solche Stoffströme halt über Kontinente hinweggedacht werden sollen?
00:41:35: Wir haben ja jetzt den Vorteil dass wir Drei oder zwei Hubs haben ein Europa, eine Nordamerika untereinander.
00:41:41: Die wahre Tauschen würden wir niemals machen.
00:41:43: Das heißt die Ware, die im nordamerikanischen Markt ist bleibt auch da.
00:41:46: umgekehrt alles was an Europa ist bleibt dort.
00:41:48: Wir haben einen weiteren Hut, deswegen habe ich gerade gesagt drei in UK weil selbst da ziehen wir die Grenze und sagen alles was in UK ist bleibt in UK.
00:41:56: das hat natürlich sowohl steuerliche Gründe als auch gründet.
00:42:00: der CO-Zweibilanz wenn wir uns den europäischen Markt Als solchen angucken ist natürlich super interessant.
00:42:07: oder wir stehen vor einer Herausforderung, denn wenn wir Ware in Portugal bekommen kann es sein dass der portugiesische Markt da gar kein Interesse dran hat.
00:42:16: Das heißt was macht man mit so ner Ware?
00:42:18: Vernichten darf man nicht mehr sollte man auch nicht schicke ich die nach Deutschland gebe die da im Kreislauf oder woanders umgekehrt.
00:42:27: Ware die in Deutschland aufgekauft wird kann für den deutschen Markt total irrelevant sein.
00:42:30: das heißt das ist tatsächlich immer eine einzelne Entscheidung auf Artikel, dann nicht auf Artikel sondern auf Angebot.
00:42:37: Was ist sinnvoll und was es nicht sinnvoll?
00:42:38: Und auch hier kann ich sagen wir haben in der Vergangenheit Fehler gemacht gedacht Es gibt Kleidung die verkauft sich super gut.
00:42:45: Wir sind so auf Sitzen geblieben und dann sucht man halt nach anderen Lösungen.
00:42:47: Und eine Lösung kann sein dass die Ware dann abgeseigelt wird.
00:42:51: Dass man schaut man muss die Ware nochmal reparieren um sie attraktiver zu machen.
00:42:55: Es gibt viele Möglichkeiten aber natürlich Sowohl aus dem Nachhaltigkeitsgesichtspunkt als auch vom kommerziellen Gesichtpunkt Muss das immer für die jeweiligen Kleidungsstücke
00:43:02: passen.
00:43:03: Du hast zu viel von Kunden gesprochen und dabei immer die Brands gemeint, weil das sind ja letztlich auch die wirklichen Partner.
00:43:10: Aber meine Frage wie bewegt ihr Menschen euch die Sachen zu schicken?
00:43:18: Denn... Ich gehe ja nicht auf, also nehme ich an, drove.com oder so und seh da und kenne euch als Marc und denk den schicke ich jetzt meine Sachen sondern das muss ja alles über die Brand- oder dann den Marktplatz irgendwie getrieben und initiiert sein.
00:43:33: Also wie kriegt man da Druck auf dem Kessel?
00:43:37: Dass jeder weiß.
00:43:38: okay bei euch ist es irgendwie einfacher als vielleicht selbst zu machen.
00:43:43: Da gibt's tatsächlich mehrere Möglichkeiten.
00:43:45: Und was ich Timo Timos Polo Shirt Rands an Tag eins empfehlen würde nach Go Live ist pack in ein Care Label Link zum Second Hand Programm und weise alle Kunden die den Artikel tragen sofort darauf hin, dass dieser Artikel wieder verkauft werden kann.
00:43:59: So das ist ja der Klassiker und ihr kennt es vielleicht bei einigen Marken, die das schon machen Reuse, Reuse Recycle mit Link zum second hand Programm.
00:44:09: Das funktioniert ganz gut!
00:44:11: Und dann geht es tatsächlich um klassisches Marketing.
00:44:13: Das ist vor allen Dingen CRM-Marketing, sprich ich schreibe Kunden an wir können anhand von Datensätzen protestizieren was für Artikel sich gut verkaufen lassen und wir können dediziert diese Kunden dann anschreiben die Artikel in der Vergangenheit mal gekauft haben.
00:44:28: ja also das ist eine Möglichkeit.
00:44:30: Wir arbeiten bei Bergzeit immer wieder damit auf den Kartonagen für Neuware des Second Hand Programmen zu bewerben und dort quasi direkt die Möglichkeit zu bieten, diesen Karton für das Second Hand Programm zu nutzen.
00:44:44: Das signiert ganz gut aber auch hier und deswegen ist das Thema Partnerschaft so wichtig.
00:44:49: es kommt immer darauf an auf BTOB Partner.
00:44:53: also was möchte die Brand?
00:44:54: wie kommuniziert die Brand?
00:44:55: Wie fit ist sie in diesem Bereich Marketing als auch die Endkunden sich dann dazu entscheiden müssen diesen Weg zu gehen?
00:45:02: Und auch hier das habe ich leider sehr früh gelernt wir bauen kein Produkt, was für alle funktioniert.
00:45:08: Für alle Kunden der Brand.
00:45:11: Es gibt immer welche die sagen ich möchte gerne meine Kleidung auf einer Tauschbörse oder einen Bazaar verkaufen.
00:45:16: Ich möchte gerne zum online Marktplatz gehen und selber verhandeln um ein zwei Euro.
00:45:20: das macht mir Spaß!
00:45:21: Und das ist auch okay.
00:45:22: für alle anderen die das nicht als Alternative haben möchten wir die Lösung bieten und wie ich gerade gesagt habe da gibt es verschiedene Möglichkeiten.
00:45:30: die wird den Brands dann anbieten gemeinsam im Programm dafür entwickeln.
00:45:34: Was mich interessieren würde, ja wie siehst du so ein Stück weit die Marktentwicklung in diesem Bereich?
00:45:39: Ich meine das ist vielleicht eine No-Brainer Frage weil sonst würdest du hier nicht sitzen.
00:45:44: Aber trotzdem mal gib uns mal Insights wie du die generelle Markteentwicklungen betrachtest.
00:45:49: und zudem interessiert mich die Frage Branded Resale oder eben dann doch offene Marktplätze wie Vintet oder Bayes.
00:45:56: Wie siehst Du da so bisschen die Entwicklung in den nächsten fünf bis zehn Jahren?
00:45:59: Ja ich wünsche ich könnte jetzt hier einen guten Abschluss machen und sagen Die Fashion-Branche in Deutschland, da geht es gut und die wird sich großartig entwickeln.
00:46:07: Aber ich glaube wir alle wissen dass gerade ein ganz großer Kampf stattfindet und viele europäische und auch speziell deutschen Marken so ein bisschen eine Bedeutungslosigkeit kämpfen und da würde ich mir einfach wünschen das ich da positive Signale sehe im Markt oder uns ein bisschen Luft holen aufatmen kann.
00:46:29: Und da zählt sicherlich auch Mut dazu, dieser Mode marken mal was anderes zu machen als das, was man in den letzten zwanzig-dreißig Jahren gemacht hat.
00:46:36: Da geht es gar nicht um Branded Resale oder Second Hand sondern das sind glaube ich andere Entscheidungen oder Kombination aus verschiedenen Sachen die jetzt getroffen werden müssen einfach um da wieder eine Relevanz zu bekommen.
00:46:47: Wenn ich vor der Entscheidung stehen würde, Branded resale oder Marktplatz?
00:46:52: Ich glaube beides hat die Berechtigung.
00:46:54: Brandedresale finde ich natürlich super interessant für viele Marken.
00:46:59: Funktioniert nicht für jeden, genau so viel V-Teller.
00:47:02: was ich aber interessant finde und wo ich glaube da werden wir uns in den nächsten Monaten noch öfters drüber unterhalten oder vielleicht Gespräche zu sehen ist das ganze Thema Retouren.
00:47:12: Was passiert mit Waren die wieder zurück kommt?
00:47:15: Mit Waren, die verkauft wurde, wo irgendwas mit passieren musste muss und einsprechend gar nicht von der klassischen E-Commerce-Retour sondern tatsächlich auch Reparaturen Ware, die irgendwelche Defekter hat.
00:47:27: Die aufbereitet werden müssen.
00:47:29: Da gibt es verschiedene Möglichkeiten, verschiedene spannende Anbieter und wir hoffen dass wir mit unserer Retour-Lösung da irgendwie mehr Wert bieten können um das weiter auszubauen weil das ist aus strategischer Sicht für uns gerade tatsächlich noch interessanter als das Thema Branded Resale.
00:47:45: Wäre es nicht eine Erweiterung des Geschäftsmodells sich in Bereiche vorzuwagen, wo es jetzt nicht um eine Brand geht sondern so um Wohlfond mal schon gesprochen hat.
00:47:56: Das ist ein Kleidungsstück aus Raritätsgründen oder so.
00:48:01: Teurer wird als vorher also einen unabhängigen Store für Sneaker für gebrauchte Fußball-Trikots oder was auch immer zu bauen.
00:48:11: Wo du die Brand ja gar nicht brauchst?
00:48:14: Wer das etwas was interessant ist weil mehr Marge oder wo ihr dann doch sagt, ah nee lieber nicht mit unseren Partnern verschärzen.
00:48:21: Oder da kennen wir uns sowieso nicht aus?
00:48:23: Oder macht es schon?
00:48:24: Oder was ist da deine Einstellung zu?
00:48:26: Also ich finde das im Fashion-Bereich super spannend.
00:48:30: Es gibt Kleidungsstücke die nach fünfzig Jahren vielfaches Mehrwert sind als Initial.
00:48:36: Ich habe ja anfangs gesagt, ich komme nicht aus dem Wohlebereich.
00:48:38: Ich hab irgendwie andere Interessen neben Mode, was ein großes Interesse geworden ist.
00:48:43: aber wenn ich mir Musikinstrumente anschaue zum Beispiel Das ist ein Markt, da gibt es Secondhand für.
00:48:51: Also weg von Fashion, öffnen und anschauen wo findet irgendwie Transaktionen statt?
00:48:56: Wo geht Ware zurück?
00:48:58: Secondhand Ware, Retourenware die man aufbereiten kann, die man wieder verkaufen kann.
00:49:02: Ich glaube das ist das was mich antreibt und wo ich auch persönlich viel Interesse habe Und ganz gespannt sind wo die Reise hingeht und was Nebenfaschen alles für Kategorien in den nächsten Monaten starten
00:49:12: werden.
00:49:12: Sehr gut.
00:49:13: Wir sind gespannt, ob dann in fünf, sechs, sieben Jahren doch Schreibtische irgendwo von Süddeutschland nach Berlin wieder zurückkommen oder ob die Grenze irgendwo vorhergezogen ist.
00:49:25: Janis ganz vielen Dank für die spannenden Einblicke und viel Erfolg!
00:49:30: Wir sind gespannt was kommt?
00:49:31: Vielen Dank für Ihre Einladung.
00:49:44: Das Gleiche in Grün ist ein Podcastprojekt von Timur Landner und Moritz Petersen.
00:49:47: Neue Weeklyfolgen gibt es jeden Freitag Und jeden zweiten Dienstag gibt's eine neue Folge mit Gast.
00:49:53: Bei Fragen und Anregungen erreichte ihr uns unter podcastetdgig.show.
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