WEEKLY 26/2026 | Stromhunger der Logistik wächst | Nachhaltigkeit vs. WM | Battery Swapping kommt nach Europa

Shownotes

Moritz hat eine Untersuchung der RWTH dabei, die im Auftrag des DSLV den Stromhunger der deutschen Logistik vermisst und fortschreibt. Die Zahlen sind beeindruckend groß, aber der Wert der Studie liegt für ihn eher im grundsätzlichen Aufgreifen des Themas als in der eigentlichen Prognose. Timo hat viel Zeit mit Fußball verbracht und teilt seine Gedanken und Recherchen zur Frage: wie nachhaltig ist so eine WM eigentlich? Zuletzt berichtet Moritz über die Ankunft des LKW-Batteriewechsels in Europa, zumindest gibt es eine ambitionierte Ankündigung von CATL.

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Studie zum Strombedarf der deutschen Logistik: https://www.dslv.org/de/aktuelles/meldung/logistik-in-deutschland-wird-mehr-strom-benoetigen-als-stahl-und-chemieindustrie-zusammen

Nachhaltigkeit der WM: https://sustainabilitymag.com/news/greenly-2026-world-cup-carbon-footprint-driven-by-transport

Logistikanforderungen der WM: https://supplychaindigital.com/news/the-logistics-issue-the-supply-chains-behind-the-world-cup

Logistikanforderungen der WM: https://www.gw-world.com/us/newsroom/world-cup-freight-capacity-logistics/ Battery Swapping kommt nach Europa: https://www.ft.com/content/c2175609-d106-4a9c-b6a3-56aac71c569a?syn-25a6b1a6=1

Battery Swapping kommt nach Europa: https://www.electrive.net/2026/06/22/catl-und-octopus-energy-planen-batteriewechsel-netzwerk-fuer-e-lkw-in-europa/

Transkript anzeigen

00:00:00: Das Gleiche in grün weekly am sechsten zwanzigsten juni, zweitausendundsechsundzwanzig.

00:00:18: Herzlich willkommen liebe Leute.

00:00:20: zu einer weiteren Folge Weekly.

00:00:21: es ist heiß Deutschland schwitzt.

00:00:23: ich schwitze moritz nicht hat er mir gerade gesagt das war im kühlen Büro.

00:00:28: nichtsdestotrotz haben wir weitere News mitgebracht.

00:00:30: heiße news Moritz.

00:00:32: was hast du dabei?

00:00:33: Was eine Einleitung.

00:00:35: Ja, ihr erinnert euch vielleicht von ein paar Wochen haben wir über eine Frauenhofer Studie zu Battery Swapping berichtet.

00:00:42: Initiiert aus einem Arbeitskreis des DSLV heraus.

00:00:45: neben den Inhalten der Studie selbst die grundsätzlich ganz interessant waren hat mich damals vor allem beschäftigt wie Fachmedien mit den Inhalten umgegangen sind denn da wurde ausschließlich die Pressemitteilung wieder gekäuert ohne irgendeinen zusätzlichen Infofetzen aus der studie selbst.

00:01:00: Und ich war damals auf die Pressemitteilung des DSLVR zufällig gestoßen und musste dann die Studie erst mal selbst suchen.

00:01:06: Das war auch der Auslöser für meinen kleinen Zeitquest, weil ich mich eben gefragt habe – macht das denn jemand anders?

00:01:11: So!

00:01:12: Der DSL V hat erneut eine Studie beauftragt bzw.

00:01:14: initiiert, die auch wieder für uns relevant ist.

00:01:17: Dieses Mal ist es aber etwas anders gelaufen, denn es scheint so als hätte mich jemand in den Mail-Vertaler gesetzt.

00:01:23: Ich hab also die Pressemitteilungen geschickt bekommen und tatar die Studien selbst vor einem Anhang….

00:01:29: Also noch ein bisschen erschütternder, wenn wir den dann berichtet rausschnitzen die ausschließlich aus dem Text der Pressemitteilung bestehen.

00:01:36: So worum geht es jetzt überhaupt in dieser neuen Studie?

00:01:39: Es geht um den Stromkonsum des Logistiksektors heute und in Zukunft.

00:01:46: Denn eines ist ja klar Der wächst grad substanziell.

00:01:49: Die ganzen shiny new battery Trucks über die wir uns sehr freuen müssen geladen werden so.

00:01:55: außerdem gibt noch den Schienengüterverkehr, der weiter elektrifiziert wird und auf jeden Fall Strom konsumiert.

00:02:01: Es gibt PV auf Dachflächen, was er ausgebaut wird und die Logistikimmobilien unter den PV-Anlagen auf dem Dach verbrauchen ja auch Strom.

00:02:10: Und diese vier Bereiche hat man sich nun quasi unter der Frage wo führt das bloß alles hin?

00:02:14: untersucht?

00:02:15: Gemacht hat es ein Institut der RWTH.

00:02:18: Der Zeithorizont ist zwanzigfünfundzwanzig bis zwanzichfünfundvierzig.

00:02:22: Das in einer zeitlichen Auflösung von fünfzehn Minuten also dem Standard-Takt der europäischen Strommärkte.

00:02:30: Und statt jetzt mit einem pauschalen Elektrifizierungsfaktor zu rechnen, baut man das Modell für die Sektoren von unten auf.

00:02:38: Also die Fahrzeuge werden in sieben funktionale Cluster zerlegt – von der Capverteilung in der Stadt bis am Ende des Spektrums schwerer Fernverkehr und da auch nochmal unterschiedlich in verschiedene Nutzungsmuster.

00:02:53: Jedes Cluster bekommt eine eigene Tagesfahrleistung, eigene Sommer- und Winterverbräuche, eigene Ladeprofile.

00:02:59: Auf der Gebäudesite werden sieben verschiedene Immobilientypen Cluster mit Flächen- und Energietensitäten hinterlegt vom Standardlager bis zum Tiefkühllagerhaus das dann pro Quadratmeter natürlich ein Vielfaches verbraucht.

00:03:16: Das ist das Modell oder wie die das aufgebaut haben.

00:03:20: und da wirft man jetzt drei Szenarien drauf, denn es entwickelt sich ja einiges.

00:03:25: Natürlich der Konsum in den Logistik-Mobilien aber vor allen Dingen doch die Fahrzeuge, die bis zweizigfünfundvierzig deutlich zahlreicher sind als heute.

00:03:36: diese Drei Szenarianen, die man darauf heissen konservativ Baseline und Grün unterscheiden sich eben wesentlich im Tempo und in der Technologieaufteilung, in der Antriebswende.

00:03:49: Und Gebäudeschiene-PV bleiben szenarioübergreifend

00:03:53: identisch.".

00:03:54: So das war eine lange Einleitung.

00:03:56: was sind die Ergebnisse?

00:03:57: Im Baseline-Scenario und wir gucken jetzt auch nur an das Eine.

00:04:00: Steigt der Strombedarf von rund zweiundzwanzig Terawattstunden in fünfundzwantzig auf hundertsechsund achtzig Terawatts Stunden in zwanzig Jahren also fast Faktor neun.

00:04:13: Damit zöge allein die Logistik knapp zwanzig Prozent des gesamtdeutschen Brutostromverbrauchs auf sich.

00:04:20: Der weitaus größte Teil kommt wenig überraschend von den Fahrzeugen, der Anteil am Stromverbrauch wächst von sechzehn Prozent heute auf eighty vier Prozent dann wenn Gebäude und Schiene zwar mitwachsen aber eher Nebensache sind.

00:04:35: für die Netzplanung ist natürlich jetzt, wie schon vorher gesagt nicht unbedingt nur die Jahresenergie-Menge.

00:04:42: Die kritische Größe sondern die Spitzen und die steigen heftig in dem Modell auf rund siebenundfünfzig Gigawatt bis zwanzigvierundvierzig das wären dann ungefähr siebzig Prozent der heutigen deutschen Systemen.

00:04:57: Spitzen, die nur durch die Logistik verantwortet sind.

00:05:01: an bestimmten Zeitpunkten im Modell entstehen die am Winterwerktag um achtzehn Uhr wenn abendliches Depo-Laden ansteht.

00:05:11: So wie entwickelt sich PV, wächst auch von Fünf Komma Acht Gigawatt auf Zweiundzwanzig Komma Sechs also sehr substanziell.

00:05:17: aber der Anteil am Bedarf sinkt dann natürlich trotzdem weil einfach die Fahrzeugmenge so dramatisch zunimmt.

00:05:25: ich fand die Studie interessant weil sie versucht eine Größenordnung zu berechnen und Ja, im Ergebnis die Strommenge und der Anteil am gesamten Stromverbrauch Deutschlands ist ja auch wirklich gewaltig groß.

00:05:36: Ich finde auch gut dass man von unten nach oben arbeitet also verschiedene Fahrzeuge und Nutzungskategorien definiert, Annahme zum Energiebedarf zu den Zeitpunkten trifft usw.

00:05:48: Man hat auch nicht nur mit den statistischen Daten die man dann für sowas braucht gearbeitet sondern Modellannahmen mit Interviewpartnern aus der Praxis validiert.

00:05:57: Ich finde aber, der Wert der Studie liegt jetzt weniger in der konkreten Prognose.

00:06:03: Also wo enden wir und wann gibt es welchen Strombedarf?

00:06:06: sondern mehr als ja in der Funktion als Hausaufgabenheft?

00:06:11: Denn zahlreiche Realitäten sind in so Modellen natürlich nicht gut abgebildet.

00:06:16: da sind die auch ganz transparent drüber null Vorwurf das steht darin.

00:06:21: Aber dass mag man ja in einer Berichterstattung übersehen wenn man nicht selbst in die Studie schaut.

00:06:26: Übersichtig langes von drei Seiten.

00:06:28: So, denn erstens werden Speicher einfach mal gar nicht berücksichtigt.

00:06:33: Die sind aber ja heute schon im Einsatz.

00:06:35: die werden gebaut oder mal zumindest geplant und projektiert das wissen wir.

00:06:39: dann werden ökonomische Anreize für verschiedene Lade Zeitpunkte Arten Systeme usw.

00:06:46: Einfach nicht berüksichtig.

00:06:48: weil es vielleicht auch schwierig abzubilden ist haben wir aber schon oft im Podcast gehört und ist ja auch intuitiv.

00:06:53: Man steckt die Lkw nicht einfach um acht Uhr alle an und dann gib ihm.

00:06:56: So, man nutzt die Flexibilität, die man hat voll aus, um eben den Kostenblockstrom zu beeinflussen.

00:07:03: Sehr schön hat das ja neulich Rainer Schmidt beschrieben im Interview.

00:07:07: Wer die Folge verpasst hat ein bisschen runterscrawled im Feed.

00:07:11: Wir wissen auch, Speditionen stellen Energiemanager ein.

00:07:13: Die eben dafür sorgen dass erstens überhaupt genug Strom da ist aber B eben auch der günstigste Zeitpunkt abgepasst wird und so weiter.

00:07:20: also siebzig Prozent der heutigen Systemspitzen nur durch die Logistik.

00:07:25: das klingt also nach echt viel und macht sich bestimmt wahnsinnig gut in einer reiserischen Überschrift oder im LinkedIn-Post oder wo auch immer.

00:07:33: Aber es halt Quatsch als Modell kann das nicht richtig abbilden.

00:07:36: Das ist transparent agestellt.

00:07:38: Na ja, sollte man deswegen in der Interpretation nicht überbewerten.

00:07:42: So dann noch eine Einschränkung.

00:07:43: Wasserstoff spielt eine Rolle da im Antriebsmix wird aber einfach als bereits existent angenommen.

00:07:50: das heißt die Erzeugung des Wasserstoffs ist ausgeklammert und auch da wissen wir in der Realität muss er halt schon hergestellt werden und das verbraucht unter Umständen eine ganze Menge Strom.

00:08:01: also eine gute Studie um zu zeigen wie groß das Thema für die Logistik ist Beziehungsweise welche riesige Rolle Logistik in der Stromwirtschaft spielen wird.

00:08:12: Und die Prognose im Detail ist auch interessant, aber beim Interpretieren sollte man vorsichtig sein bzw.

00:08:18: ich finde einfach ganz weit rauszoomen.

00:08:22: Ich würde sagen da es auf die Intention bei Studie gewesen ist Thema eher auf die Karte zu setzen und zu zeigen wie groß das ist als jetzt zu sagen so wird's kommen.

00:08:30: In zwanzigfünfundvierzig verlinkt in den Show notes So Timo Mega übermütet.

00:08:40: Ich glaube nicht, dass es an der Hitze liegt sondern daran, dass sie dir fest vorgenommen ist alle... ...hundertvier Spiele?

00:08:47: Genau!

00:08:47: Der WM zu gucken?

00:08:50: Ganz genau.

00:08:51: Jedes Spiel.

00:08:51: Nein das nicht.

00:08:52: aber trotzdem wurde ich im privaten Bereich mit der Frage konfrontiert wie nachhaltig denn die WM isst.

00:08:59: und als absoluter Experte...

00:09:01: Ich hab dich nicht gefragt was könnte der Fragen von mir sein?

00:09:04: Und als absoluter Experte, Nachhaltigkeit und Logistik habe ich natürlich geantwortet.

00:09:10: Unfallvoll Bochum?

00:09:12: Ich glaube nicht so nachhaltig!

00:09:14: Das war jetzt keine Antwort die mich befriedet hat.

00:09:18: insofern hab ich mal ein bisschen nachgeforscht und davon wollte ich mal berichten wie nachhaltigt denn dieser VVM eigentlich ist Denn, du hast gerade schon gesagt, hundertvier Partien.

00:09:27: Das ist ein Monsterprojekt.

00:09:28: diese WM das war sie schon immer aber jetzt noch mehr denn hundert vier Partien bedeutet achtundvierzig Teams so viele wie noch nie und verteilt auf drei Länder mit insgesamt sechzehn Städten nämlich USA Kanada und Mexiko.

00:09:41: all das klingt ja schon für einen Logistiker irgendwie nach dem Albtraum.

00:09:45: gehen wir erstmal die Logistik ein nennen.

00:09:47: nicht nur die Mannschaften müssen pünktlich ankommen es geht natürlich auch um Trikots Trainingsmaterial Fernsehtechnik Bühnen, Catering.

00:09:56: Merchandise und wahrscheinlich auch um ein paar Millionen Liter Getränke inklusive natürlich auch Bier.

00:10:03: FIFA hat sich deshalb einen Spezialisten an Bord geholt Rocket Cargo.

00:10:07: Die Firma kennt sich eigentlich mit riesigen Konzerttunänen und Groß-Events aus und wird für die WM mehr als fünf tausend Lkw und Fahrzeuge einsetzen.

00:10:16: Außerdem sind rund drein neunzig tausend Quadratmeter Lagerfläche reserviert, in denen über vierhundertfünfzig Tonnen Material zwischengelagert werden.

00:10:26: Zur Nachhaltigkeit – wo wir schon bei diesen Tausenden von Lkw sind und den gigantischen Warenströmen – die größte Herausforderung der WM-Warmt ist nicht einmal die Logistik sondern natürlich dann im Hintergrund die Klimabilanz denn eine Analyse desnach Haltigkeitsunternehmens Greenlee kommt zu dem Schluss, dass die Weltmeisterschaft rund sieben Komma acht Millionen Tonnen CO-Zwei verursachen wird.

00:10:50: Das wäre mehr als doppelt so viel wie bei der WM in Qatar.

00:10:54: zwanzig zweiundzwanzig und jetzt könnte man denken klar das liegt natürlich an den Stadien, weil es damals auch eine große Diskussion war aber tatsächlich machen die Stadier nur einen sehr kleinen Teil aus.

00:11:05: Die organisatoren sitzen nämlich überwiegend auf bestehende Arenen Und das eigentliche Problem sitzt oder besser gesagt, fliegt dann woanders.

00:11:13: Denn fast achtundachtzig Prozent der Emissionen entstehen durch die Reisen der Fans.

00:11:17: Die WM verteilt sich eben über diese drei Länder und sechzehn Städte und zwischen Vancouver, Mexiko Stadt und Boston.

00:11:24: Da liegen schon mal ein paar tausend Kilometer.

00:11:25: Wenn Millionen Fans kreuz zum Quer über den Kontinent reisen summiert es sich gewaltig.

00:11:30: Interessant dabei ist... Die Reisen der Mannschaften selbst machen gerade einmal nur mal zwei Prozent der gesamten Mission aus.

00:11:37: Der Mannschaftsflieger ist also nicht der große Klimasünder, es sind dann eben die Reisen von Fans und Medien.

00:11:44: Da steckt auch irgendwo eine gewisse Ironie drin denn während bei früheren Turnieren über den Bau neuer Stadien diskutiert wurde das diesmal eben genau kein Thema.

00:11:54: Stattdessen wird die Klimabilanz vor allem durch die schiere Größe des Turniers bestimmt mehr Teams, mehr Spiele, mehr Städte und damit eben auch mehr Flugmeilen.

00:12:04: Kurz zur Eröffnungsfeier weil das ist auch ganz interessant denn diesmal gab es nämlich schon drei Eröffnungs feiern in jedem Gastgeberland.

00:12:10: Das bedeutet natürlich zusätzlich Bühne Lautsprecher Lichtanlage Kostüme, Tänzer Sicherheitskräfte und wahrscheinlich den einen oder anderen nervösen Tourmanager Denn alles muss zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein.

00:12:24: Vielleicht noch ein, zwei Sätze zum Merchandise.

00:12:26: Weil darum geht's ja auch... Es geht nicht nur um den Ball!

00:12:30: Wie man schön an der FIFA-Welme erkennen kann.

00:12:33: Und um die WM wird auch wirtschaftlich kräftig mitgekickt ne?

00:12:37: Budweiser startete seine Kampagne Let It Peer.

00:12:40: Unilever bringt Sondereditionen raus, Lynx und andere Marken auf dem Markt.

00:12:45: Und überall hoffen Händler darauf dass Fans nicht nur Tore feiern sondern eben auch ordentlich einkaufen.

00:12:50: Fanartikel.

00:12:51: denn Anders als bei Weihnachten oder Black Friday hängt die Nachfrage nach Fanartikeln vom Turnierverlauf ab.

00:12:57: Fliegt einer Mannschaft raus, bricht die Nachfragen im jeweiligen Land praktisch über Nacht ein.

00:13:02: Kommt sie weiter wollen plötzlich alle Trikots Schals und fahren.

00:13:06: Und nach nur zweieinhalb Wochen das ist ja jetzt gerade der Fall ungefähr auch die Gruppenphase beendet und drittel aller Teams ist dann ausgeschieden.

00:13:15: Wer da noch auf Ware wartet hat ein Problem was zu spät ankommt und später oft mit hohen Rabatten verkauft werden.

00:13:21: Besonders betroffen sind klassische WM Gewinnerbronchen, also Food & Beverage, Retail und Fan Merchandise oder anders gesagt alles was Menschen brauchen wenn sie Fußball schauen feiern und dabei spontan noch ein Trikot drei Burger und vielleicht einen Kühlschrank Magneten kaufen.

00:13:37: Was noch nicht so häufig debattiert wird ist dass genau solche Events die Logistik sehr sehr verknappen und eng machen und Aussicht der Logistika jetzt eben dann in der Phase noch enger.

00:13:48: Für Luft und Seefracht wird die WM zum echten Kapazitätsengpass, weil sich rund um die Austragungsorte Nachfrage- und Transportvolumen stark bündeln.

00:13:56: Dazu kommt der zusätzliche Aufwand durch die drei Länder mit unterschiedlichen Zoll-und Systemlandschaften was die Abläufe weiter verkompliziert.

00:14:02: natürlich am Ende geht es weniger um klassische Planung und mehr um permanente Echtzeit um Umsteuerungen der wahren Ströme.

00:14:09: das so ein bisschen Einblick zu der FIFA WM.

00:14:12: Ich habe viele Artikel dazu gelesen, die verlinken wir natürlich in den Show Notes falls da jemand noch ein bisschen mehr Interesse hat man danach zu horchen.

00:14:19: also so richtig CO-neutral ist die FIFA Wm leider nicht.

00:14:27: So weg von der FIFA hin zum Swaptopus!

00:14:32: Die Financial Times berichtet über Batterieswapping beim LKW.

00:14:37: CATL, der weltgrößte Batteriehersteller gründet mit dem britischen Energieversorger Octopus Energy einen Joint Venture namens SWAPTOPUS.

00:14:47: Das ist ein Netz von Batteriewechselstationen für schwere EKW in Großbritannien und dann Kontinentaleuropa aufbauen soll.

00:14:55: Die erste Demostation soll siebenundzwanzig in UK im Betrieb gehen.

00:14:59: bis zwanzig fünfunddreißig sind dann dreißig Stationen geplant jede davon ausgelegt darauf täglich tausende Lkw abzufertigen.

00:15:08: Das Prinzip ist simpel und in China längst erprobt, darüber hatten wir auch schon mal berichtet.

00:15:14: statt stundenlang zu laden fährt der LkW in diese Station lässt die leere Batterie heraus und eine volle hereinfahren und es im minuten wieder unterwegs.

00:15:23: ZRTL beziffert den Prozess des kompletten Tausches auf ungefähr fünf Minuten also kürzer als diesel zu tanken.

00:15:29: ZRTL betreibt in China nach eigenen Angaben bereits hundtausend sechshundert Wechselstationen aufgebaut über die letzten fünf Jahre.

00:15:37: Die Akkus an diesen Hubs warten natürlich nicht nur auf LKW, sondern sie sollen auch mit billigen Strom geladen werden wenn das Netzüberschuss hat und über entweder WQ to Grid oder Battery to Grid bei Bedarf wieder einspeisen.

00:15:50: Swaptopus Chef William Rowe nennt die Station entsprechend auch virtuelle Kraftwerke die die Kosten für alle sinken können.

00:16:00: Octopus bringt in dieses Joint Venture KI-gestützte Energiehandels und Steuerungssoftware mit CATL die Hardware, das Versprechen ein vollständig ausgebautes Netz könne über dreihunderttausend eKW versorgen.

00:16:16: Batteriewechsel im großen Stil Danach hört sich das erst mal an, zumindest als Plan.

00:16:22: Setzt natürlich kompatible Fahrzeug- und Batteriedesigns voraus.

00:16:26: Genug Reservebatterien, verlässliche Standorte, klare Regeln zu Eigentum, Abrechnung, Haftung, Batteriezustand usw.

00:16:35: Ohne gemeinsame Standards droht die Fragmentierung zwischen Hersteller an batterielieferanten Infrastrukturbetreibern.

00:16:42: Das kann wirklich niemand wollen.

00:16:43: Die EU täte also gut daran, Standards zu definieren bevor wir mal wieder in einer Welt von proprietären Insellösungen aufwachen.

00:16:52: und der Brückenschlag zur vorherigen Meldung die DSL-V Studie hat ja vorgerechnet dass die kritische Größe nicht unbedingt die Jahresenergie ist sondern diese Winterabendspitzen gegen achtzehn Uhr das man das aber mit Speicher- und Lastmanagement abfehlen kann.

00:17:07: Dafür wäre ein Netz austauschbaren, netzdienlich ladbaren Großbatterien auch ein mögliches Werkzeug.

00:17:15: Es bleibt also spannend.

00:17:18: Also der Transportsektor gerade auf der Straße ist ja in einer wahnsinnigen Umbruchsphase und es vergeht ja keine Woche wo irgendwas Spannendes passiert?

00:17:29: Gut für uns!

00:17:30: Link in den Show Notes zum FT-Artikel, der ist allerdings paywallt, darum noch einen anderen Artikel den ihr frei lesen könnt.

00:17:39: Das war's für diese Woche, wir hoffen ihr könnt euch im Wochenende entspannen und sitzt die Hitze im Schatten aus.

00:17:46: bis bald!

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