WEEKLY 33/2026 | Neuer Verkehrsminister | Energiewendemonitor | Studie der Woche | Zukunft Transport 2026

Shownotes

Timo und Moritz sind endlich aus der Sommerpause zurück. Moritz berichtet über die GZSZ-mäßige Personalrochade im Verkehrsministerium und präsentiert eine mögliche Erklärung. Timo stellt den Energiewendemonitor vor, quasi ein Halbjahreszeugnis für die Anstrengungen in den Bereichen elektrischer Fahrzeuge, Wärmepumpen, erneuerbarer Energieerzeugung und Speicher. Moritz übernimmt dann mit dem Paper der Woche, das die Carbon Competence von Menschen untersucht. Mit spannenden Erkenntnissen! Timo berichtet dass der erste SuperPanther E-LKW an DHL ausgeliefert wurde. Abschließend empfehlen Timo und Moritz noch die Veranstaltung „Zukunft Transport“ in der übernächsten Woche in Hamburg.

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Energiewendemonitor: https://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.1014465.de/26-30.pdf Paper der Woche: https://www.nature.com/articles/s41893-026-01900-0

SuperPanther: https://group.dhl.com/de/presse/pressemitteilungen/2026/erster-in-europa-gefertigter-elektro-lkw-von-superpanther-rollt-fuer-dhl-freight-vom-band.html

Zukunft Transport 2026: http://www.zukunft-transport.de

Timos Bericht zur Zukunft Transport 2025: https://www.linkedin.com/posts/timo-landener-9a80a110a_%F0%9D%97%AD%F0%9D%98%82%F0%9D%97%B8%F0%9D%98%82%F0%9D%97%BB%F0%9D%97%B3%F0%9D%98%81-%F0%9D%97%A7%F0%9D%97%BF%F0%9D%97%AE%F0%9D%97%BB%F0%9D%98%80%F0%9D%97%BD%F0%9D%97%BC%F0%9D%97%BF%F0%9D%98%81-ja-ugcPost-7367140458625474563-z3dn/?utm_source=share&utm_medium=member_desktop&rcm=ACoAABtr1lABcHS_B2oik-lEcBtN4-O8lUFmEtA

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00:00:00: Das Gleiche in Grün Weekly am vierzehnten August zwanzig sechsundzwanzig.

00:00:18: Herzlich willkommen zur ersten Ausgabe von Weekly nach der Sommerpause, die war nötig und sie hat uns sichtlich gutgetan.

00:00:27: vor mir sitzt Timur Landner erstrahlt aus erholten Augen.

00:00:31: man könnte fast meinen er würde Benjamin Button mäßig rückwärts altern.

00:00:36: Timo in welchen Jungenbrunnen bist du im Urlaub gefallen?

00:00:39: Oder war es einfach so?

00:00:40: mehrere Wochen nicht?

00:00:41: ein paar LinkedIn gucken

00:00:43: Genau, das auch.

00:00:45: War sehr abstinent was das betrifft.

00:00:46: bisschen Detox aber ich war in den Bergen unterwegs.

00:00:49: ein bisschen wandern bisschen Natur bisschen rum gucken Das war sehr erfrischend.

00:00:53: deswegen wahrscheinlich sehe ich ein bisschen jünger aus.

00:00:54: bisschen gebräunt haben muss man auch dazu sagen natürlich sehr viel Sonne Aber dass ist so ein bisschen mein Geheimnis.

00:01:01: in Anführungszeichen

00:01:02: Sehr gut So.

00:01:03: es ist ganz viel passiert in den letzten Wochen.

00:01:07: die Ja, die Auswirkungen des Klimawandels sind erneut wirklich für jeden und jede extrem sichtbar geworden.

00:01:14: Krasse Temperaturen, heftige Waldbrände, niedrige Pegel nehmen auch jetzt gerade viel Platz ein in den Nachrichten und völlig zu Recht.

00:01:24: Die Aufmerksamkeit ist da aber für meine finde immer sehr stark auf der akuten Abhilfe Und echt wenig so auf dem Thema.

00:01:30: was müssen wir jetzt ändern damit man zukünftig besser damit umgehen kann?

00:01:34: oder gar Was können wir denn tun?

00:01:37: nicht noch krasser wird.

00:01:40: Fangen wir mal richtig an, ihr werdet es mitbekommen haben.

00:01:44: Stefan Bilger übernimmt das Verkehrsministerium.

00:01:48: Es gab eine Personalrochade in unserer Abwesenheit in Berlin Eine mit durchaus Chaosfaktor.

00:01:53: so wenig geht ZSZ im Verkehrs Ministerium.

00:01:57: Ende Juli bereits hatte Joe Gerner Friedrich Merz Verkehrs-Minister Patrick Schnieder abgesägt offiziell ohne inhaltliche Begründung.

00:02:06: Er hat dann auch schnell Nachfolger gefunden, Fritz Günstler.

00:02:10: Der ist eigentlich Steuerberater und entsprechend Finanzpolitiker.

00:02:14: Der sagte erst mal zu ... Und am nächsten Morgen aber wieder ab, weil er doch festgestellt hat, dass das nie gar nicht so sein Fachgebiet ist.

00:02:24: Nach einer mehrtägigen Hängepartie bat Patrick Schnieder selbst um seine Entlassung.

00:02:30: Um den unwürdigen Zustand zu beenden, wer sagte?

00:02:33: Seitdem sitzt jetzt Steffen Bilger von der CDU im Chefsessel.

00:02:37: Warum Schnieder wirklich gehen musste ist bis heute nicht wirklich gesagt, koalportiert wird wohl Unzufriedenheit in Kanzleramt mit dem Tempo, indem das fünfhundert Milliarden Sondervermögen für Infrastruktur umgesetzt wird.

00:02:50: bestätigt ist es aber nicht.

00:02:52: Warum wurde abgesägt?

00:02:53: Timo was denkst du?

00:02:55: Das habe ich gar nicht mitbekommen.

00:02:56: auch da die Toxic Aha,

00:02:58: sehr gut für dich ist das jetzt wirklich eine Nachricht.

00:03:02: Ich habe da so ne Vermutung... ich spiele mal kurz was aus unserer Episode aus dem Mai ein!

00:03:13: Das Bundesverkehrsministerium avanciert ja gerade fast zum klimafreundlichsten Ministerium von allen.

00:03:19: Das hätte ich auch nicht unbedingt erwartet.

00:03:20: zum Staat der Legislaturperiode.

00:03:22: Klar die Konkurrenz ist jetzt auch nicht riesig aber da kommen doch in den letzten Wochen einige gute Signale fürs Vorantreiben der Verkehrs- und Energiewende aus dem BMV.

00:03:33: So, wenn selbst links grün versiffte Podcast-Plauder nahmen wie wir sich in Teilen positiv über die Arbeit des Bundesverkehrsministeriums äußern, dann kann das selbstredend nicht im Interesse von Friedrich Merz sein.

00:03:44: Da muss da was geändert werden!

00:03:47: Steffen Bilger ist für die Logistik jetzt zum Glück.

00:03:50: Alles andere als ein Unbekannter, seit dem Bundestag im Jahr twohntausend war es fast durchgehend in der Verkehrspolitik von zwei-tausend neun bis achtzehn im Verkehrsausschuss von achtzehnt bis einundzwanzig parlamentarischer Staatssekretär Unter Andreas Scheuer zuständig war dort unter anderem für alternative Antriebe für Straßenverkehr, für Güterverkehr und Infrastrukturförderung.

00:04:13: Erkennt die Verbände, er kennt die Verwaltung.

00:04:15: Er kennt die Baustellen.

00:04:17: also so ein bisschen Kontinuität statt kompletter Neustart.

00:04:21: Sein Markenzeichen ist wohl Technologieoffenheit.

00:04:26: Er hat E-Mobilität und Ladeinfrastruktur früh unterstützt, verteidigt heute aber ebenso energisch Wasserstoff eFuelz und den Verbrenner.

00:04:36: Passend dazu dieser sich gerade erst zitieren Mit eine weitere Kaufförderung für EPKW-Hälter für nicht erforderlich, die sollen sich am Markt behaupten.

00:04:47: Könnte man vielleicht auch sogar zustimmen?

00:04:49: Für Schwergewichte sieht er das ein bisschen anders.

00:04:51: bei den ELKW und alternativen Antrieben für Transporter, erkennt er einen Zitat Riesenpotenzial für den Klimaschutz.

00:04:59: Bleibt also die alte Frage was Technologie offen jetzt am Ende wohl meint.

00:05:03: wir dürfen gespannt sein.

00:05:10: Was steht auf deiner Liste Herr Landner?

00:05:12: Ja, ich hab mich gefragt.

00:05:16: Wie sieht das Halbjahreszeugnis in Deutschland aus?

00:05:19: Wenn es um die Energiewende geht und gefunden habe ich eine zusätzliche Quelle, die ich hier mitbewerben möchte nämlich den Energiewendemonitor des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung kurz DIW.

00:05:31: Das DIW liefert damit regelmäßig eine datenbasierte Einordnung dazu wie schnell oder eben wie langsam Deutschland beim Umbau seines Energiesystem tatsächlich vorankommt.

00:05:41: Der Energiewende-Monitor schaut dabei nicht auf alles, was irgendwie mit Energiepolitik zu tun hat sondern konzentriert sich auf drei zentrale Bereiche.

00:05:49: Erstens den Ausbau von erneuerbaren Strom also vor allem Solar und Windenergie.

00:05:54: Zweitens die Elektrifizierung von Wärme und Verkehr also zum Beispiel Wärmepummen oder Elektrofahrzeuge Und eben drittens die Flexibilität des Energiesystems.

00:06:03: Darunter fallen etwa Stromspeicher, Lastverschiebung und die Frage wie gut das Stromsystem mit schwankender Einspeisung aus Wind und Sonne umgehen kann.

00:06:11: Wichtig ist auch, der Monitor ist kein einmaliger Bericht sondern ein regelmäßiges Update-Format.

00:06:17: Im aktuellen Text heißt es ausdrücklich dass der DIW Energiewende Monitor regelmäßig über die Entwicklungen in diesen drei Bereichen informiert.

00:06:25: Der hier vorliegende Bericht den wir auch in den Shownotes verlinken bezieht sich auf das erste Halbjahr und aktualisiert damit dem Monitor vom Jahresanfang.

00:06:33: Die zugrunde liegenden Daten stammen aus der offenen Plattform Open Energy Tracker.

00:06:40: Und damit dann zur eigentlichen Frage, was sagt der aktuelle Energiewende-Monitor?

00:06:45: Die kurze Antwort lautet die Energiewenden macht Fortschritte aber in fast allen entscheidenden Bereichen nicht schnell genug.

00:06:51: Fangen wir mit dem Bereich an, der meist als erstes genannt wird Solound Windenergie.

00:06:56: Hier gibt es grundsätzlich positiver Entwicklung, die installierte Leistung von Photovoltaik und Windkraft wächst weiter.

00:07:01: Bei der Photovoltaik waren bis Mitte-Zwanzig, Zwanzi in Deutschland knapp hundertzechzig Gigawatt installiert.

00:07:07: Bei der Windkraft an Land rund siebzig Gigawatts und bei Offshore Wind knapp elf Gigawatts.

00:07:12: Das klingt erstmal ordentlich aber der entscheidende Punkt im Monitor ist nicht nur der Bestand sondern eben das Tempo im Verhältnis zu den zwanzig dreißig Zielen.

00:07:20: Und genau da wird es kritisch.

00:07:21: laut DIW lag das Ausbautempo der Photovoltaik im ersten Halbjahr, zwanzig, sechsundzwanzig nur noch bei neun und siebzig Prozent des Tempos.

00:07:30: Das ab jetzt in Deutschland nötig wäre um eben dieses Ziel zu erreichen.

00:07:34: Bei der Windkraft an Land waren es nur zweiundvierzig Prozent und bei Offshorewind zweinfünfzig Prozent.

00:07:39: Besonders bei Sola ist das bemerkenswert, weil Deutschland dort in den Jahren zwanzig-dreinzwanzig und vierundzwanziger ein regelrechten Boom erlebt hat.

00:07:46: Dieser Vorsprung schmilzt jetzt aber dass die W waren sogar, dass die Photovoltaik schon ab zwanzigsjahr unter dem eigentlichen Zielfahrt rutschen könnte wenn das aktuelle Tempo nicht wieder steigt.

00:07:58: Bei Windkraft an Land und eben bei Offshore Windkraft sieht die Lage ähnlich aus, bei Windkraft anhand ein bisschen angespannter und bei Offshore-Windkraft ist das Bild ein bisschen gemischt.

00:08:08: Einerseits gab es zuletzt Fortschritte andererseits hängen große Teile des Ausbaus an wenigen Großprojekten, an langen Vorlaufzeiten, an Netzanschlüssen und an Problem in den Lieferketten.

00:08:18: Der zweite Blick ist die Elektrifizierung von Wärme und Verkehr Und genau hier sieht dass DIW einen besonders großen Handlungsbedarf.

00:08:24: Warum?

00:08:25: Weil die Energiewende eben nicht nur bedeutet mehr grün Strom zu erzeugen Dieser Strom muss auch fossile Energie in anderen Bereichen verdrängen, also im Heizungskeller auf der Straße und perspektivisch auch in der Industrie.

00:08:36: Bei den Wärmepumpen zeigt sich sie wachsen aber die großen Durchbrüche fehlen noch.

00:08:40: Im ersten Quartal zwanzig sechsundzwanzig war zwar fast jede zweite neu verkaufte Heizung eine Wärmepumpe das klingt gut.

00:08:48: gleichzeitig bedeutet es aber eben auch fast jede Zweite neue Heizungen war eben keine Wärmenpumper also weiterhin fossil.

00:08:55: Insgesamt waren bis dahin rund zwei Komma eins Millionen Wärmepumpen installiert, gemessen an dem was für eine klimaneutrale Wärmeversorgung langfristig nötig wäre ist das aber erst ein relativ kleiner Anteil.

00:09:07: Ähnlich sieht es bei der Elektromobilität aus.

00:09:09: auch hier steigen die Marktanteile in allen Kategorien.

00:09:11: im ersten halb Jahr zwanzig sechsundzwanzig war ungefähr jedes vierte neu zugelassen Auto rein Batterie elektrisch.

00:09:17: bei Lkw Hier für die Logistik interessant lag der Anteil bei zwölf Komma eins Prozent, bei E-Sattelzügen bei fünf Komma sieben Prozent.

00:09:24: Vor allem im schweren Nutzfahrzeugbereich ist das durchaus bemerkenswert aber auch hier gilt die Mehrheit der Neuzulassungen fährt weiterhin mit dem Verbrennungsmotor.

00:09:32: Das Wachstum ist da Aber noch nicht auf dem Niveau eines echten Durchbruchs.

00:09:37: und der dritte Bereich betrifft die Flexibilität des Energiesystems.

00:09:41: Das ist ein Thema, das oft unter dem Radar läuft aber extrem wichtig ist denn je mehr Solar- und Windstrom ins System kommen desto wichtiger wird es Strom zeitlich zu verschieben, zu speichern oder flexibel zu verbrauchen.

00:09:52: Ein Indikator dafür sind negative Strompreise.

00:09:55: Die treten vor allem dann auf wenn sehr viel Strom aus erneuerbaren Quellen ins Netz kommt.

00:10:00: Die Nachfrage aber nicht mithält.

00:10:02: Im ersten Halbjahr, Jahr zwanzigzehntzwanzig gab es laut Bericht zweieinundneinzig Stunden mit negativen Strompreisen.

00:10:07: Noch tiefer der rechnerische negative Markterlös in diesen Stunden lag bei vierhundertdreißig Millionen Euro.

00:10:13: Das ist ein Rekordwert.

00:10:14: das ist ein Zeichen dafür dass die Flexibilität im System noch nicht schnell genug Mit dem Ausbau der erneuerbaren Schritt hält.

00:10:21: Genau hier kommen die Speicher ins Spiel.

00:10:23: Das ist der Bereich in dem das DIW aktuell den positivsten Trend sieht.

00:10:28: Vor allem bei den Großbatterien hat sich viel getan, der Zubau hat sich im ersten halben Jahr zuverdoppelt.

00:10:36: Bei der Speicherkapazität stieg der Zubeuch von Großbaterien von ¼ auf ¾ Gigawattstunden.

00:10:43: Das ist deshalb so wichtig!

00:10:44: Weil Großbakterien gezielt auf Strompreis Signale reagieren können.

00:10:47: sie laden bei niedrigen Preisen und speisen bei hohen Preisen wieder ein.

00:10:50: damit helfen Sie das Stromsystem effizienter und stabiler zu machen.

00:10:54: Wenn man all das zusammen nimmt dann lautet die zentrale Botschaft des aktuellen Energiewende-Monitors Deutschland ist nicht auf dem falschen Weg, aber das Tempo reicht noch nicht.

00:11:03: Erneuerbare Wachsen, Wärmepumpen und E-Mobilität legen zu, Großbatterien machen Fortschritte, aber überall dort wo aus Fortschied echte Transformation werden müsste fehlt bislang noch die nötige Geschwindigkeit.

00:11:14: Das ist so ein bisschen mein Fundstück der Woche.

00:11:17: Wir verlinken das natürlich in den Show notes.

00:11:18: wer da gerne mal reingucken möchte kann das gerne tun.

00:11:21: Du hast es als Zeugnis angekündigt.

00:11:23: also was sind die Schulnoten?

00:11:25: Für Deutschland würde ich sagen eine drei bis vier.

00:11:29: Wir waren stets bemüht.

00:11:36: So, ich habe mitgebracht eine frische Studie.

00:11:40: Warum wir beim Klima die falschen Dinge für richtig halten?

00:11:43: Das ist der Schienen in Nature Sustainability.

00:11:46: vor zehn Tagen glaube ich Mario Herberts und Kollegen Der zentrale Befund ist das bei den meisten Menschen die Carbon Competence, also das wissen darüber welche Maßnahmen eigentlich wie viel bringen schlicht sehr gering ist.

00:12:01: Das heißt mal nicht überraschend aber schlimmer.

00:12:04: es besteht sogar ein negativer Zusammenhang.

00:12:07: ausgerechnet die Maßnahmen mit geringer bis mittlerer Wirkung werden am häufigsten ergriffen und wirklich wirksam.

00:12:14: am seltensten Systematisch überschätzt werden so Kleinigkeiten wie Mülltrennen oder Papiersparen, systematisch unterschätzten werden die großen Borken.

00:12:24: Also zum Beispiel weniger rotes Fleisch essen oder weniger fliegen.

00:12:29: Interessant ist jetzt das Warum?

00:12:32: Darum dreht sich es auch im Wesentlichen in Paper.

00:12:34: Es gibt zwei psychologische Mechanismen, die da am Werk sind.

00:12:37: Erstens die Verfügbarkeitsheuristik.

00:12:40: also was einem leicht einfällt, das hält man für wirksam.

00:12:44: Obwohl jetzt allein die kognitive Verfügbarkeit einer Maßnahme natürlich überhaupt gar nichts mit der tatsächlichen Wirkung zu tun hat.

00:12:52: und zweitens Motivated Reasoning, was ich selbst schon tu halte ich für besonders wirksam.

00:12:57: Das ist bequem fürs Selbstbild.

00:13:01: nur genau das, was viele bereits praktizieren im Schnitt sogar unterdurchschnittlich wirksam zumindest im Vergleiche mit anderen Maßnahmen.

00:13:08: So entgegensteuern gegen diese Fehl-Einschätzung ist echt schwer.

00:13:14: Dazu wurden da drei Studien durchgeführt mit knapp dreitausend Personen, die getesteten Korrekturinterventionen haben im Schnitt gar nichts gebracht.

00:13:22: so selbst einfach die vier wirksamsten Maßnahmen explizit zu benennen also sozusagen hier Ökostrom, E-Auto oder Autofrei flugfrei das sind die effektivsten Maßnahmen.

00:13:34: halb nur wenig.

00:13:35: manche teilnehmenden konnten diese Topmaßnahmen nicht mal wieder erkennen, selbst wenn man sie Ihnen genannt hatte.

00:13:41: Also gut gemeint und sichtbar schlägt viel zu oft wirksam.

00:13:46: das gilt auch leider hier.

00:13:49: die Ergebnisse sind zwar auf individueller Ebene erhoben also da wurden einfach Personen befragt aber natürlich ist es unmittelbar relevant für Unternehmen denn eine Firma ist ja kein rationaler Akteur der halt eben nur zufällig aus Menschen besteht.

00:14:06: Eine Firma ist im schlechtesten Fall eine mächtige Bias Aggregationsmaschine.

00:14:12: Das was man kennt und das, was man schon macht, das schätzt man als besonders wirkmächtig ein.

00:14:19: Und selbst wenn da einer kommt und sagt oh aber das hier, das hat doch wirklich Potenzial!

00:14:24: Wollt ihr es nicht mal ausprobieren?

00:14:25: Dann verfängt das nicht.

00:14:28: Klingt irgendwie vertraut

00:14:29: oder?!

00:14:30: Auch hier link zur Studie in den Show-Notes.

00:14:32: Natürlich Open Access, also nicht hinter der Paywall der Verlage!

00:14:41: Ich habe eine Kurznews mitgebracht... ...der SuperPanta Etopas Sixhundert.

00:14:46: Eine Entwicklung die man im europäischen Logistikmarkt ernst nehmen sollte kommt gerade nämlich aus Österreich.

00:14:51: Denn mit dem SuperPantha Etopass Sixhundern startet offiziell ein neuer ELKW für den Fernverkehr entwickelt von einem jungen chinesischen Hersteller aber endmontiert und validiert bei Steierautomotive in Österreich.

00:15:03: Und genau das macht die Geschichte so spannend, dass ist kein klassischer Import-Lkw der einfach nur in Europa verkauft wird.

00:15:08: SuperPanther setzt auf eine Industriepartnerschaft mit Steie.

00:15:13: Die Vereinbarung dafür wurde schon am zwölften Juni twenty fünf zwanzig unterschrieben und jetzt laufen die ersten Serienfahrzeuge vom Band und die ersten Auslieferungen haben bereits begonnen unter anderem an DHL.

00:15:23: Technisch ist der eTopas-Sixhundert alles andere als klein gedacht.

00:15:26: Das Fahrzeug arbeitet mit einer elektrischen Achse und zwei Motoren, die Dauerleistung liegt bei dreieinundvierneunzig Kilowatt.

00:15:32: in der Spitze sind es sechshundertzwei neunzig Kilo Watt also bis zu neunhundertanvierzig PS.

00:15:37: Dazu kommt eine sechshundredeinzwanzig Kilowattsstunden LFP Batterie.

00:15:42: Die offiziell kommunizierte Reichtweite liegt je nach Quelle und Einsatzprofil bei rund fünfhundertsechzig bis sechshundert Kilometern.

00:15:49: Der erste in Europa gefertigte Superpunter für DHL Freight soll nach den Tests in Österreich ab September im operativen Einsatz in den Niederlanden fahren.

00:15:56: und genau da wird es für etablierte Hersteller wie Mercedes-Benz, MAN, Volvo, Renault, Scania interessant denn wenn chinesische Technologie mit europäischer Endmontage lokaler Validierung und belastbaren Kundentests zusammenkommt steigt der Wettbewerbsdruck spürbar.

00:16:13: mein Fazit Mein Made In Europe ist hier vielleicht etwas zu großzügig formuliert.

00:16:18: Assembled in Europe trifft es genauer, aber unabhängig vom Wortding zeigt der ETO-Pass sehr deutlich wie ernst der Angriff auf den europäischen ELKW Markt geworden ist.

00:16:32: So und am Ende haben wir noch eine Veranstaltungsempfehlung.

00:16:35: so selten fast wie eine Sonnenfinsternis kommt es dass Timur Landner und Moritz Petersen gemeinsam auf einer Veranstaltungen sind.

00:16:45: das wird passiert am siebenundzwanzigsten August bei der Zukunft Transport in Hamburg.

00:16:52: Und wir empfehlen das erst mal, weil das eine sehr gute Veranstaltung ist und weil man sich noch anmelden kann.

00:17:00: es gibt Warteliste und dann wird man in der nächsten Woche glaube ich benachrichtigt initiiert und organisiert.

00:17:07: zumindest aus meiner Sicht wird das von von Felix Schleerit von Renault Trucks.

00:17:13: Was ist das für ne Veranstaltungen?

00:17:14: Haben wir ein Singtelegramm bekommen dass jetzt einfach im Abspiel.

00:17:18: Die Zukunft im Transport ist das gleiche in Grün, nur ohne Kopfhörer.

00:17:22: Tatsächlich haben wir wahnsinnig viele Gäste von das Gleiche in Grünen als Speaker auf der Bühne und ich würde sagen so eine Art Klassen treffen wo wir darüber sprechen.

00:17:30: wie können wir im Prinzip den ganzen Logistik-Sektor noch schneller dekarbonisieren?

00:17:36: Wir tauschen Best Practices aus aber auch Fuck Up Stories.

00:17:40: was hat nicht so gut geklappt.

00:17:41: Wir reden da drüber sind die bisherigen Marktteilnehmer eigentlich die richtigen oder brauchen wir noch viel mehr Disruptionen im Markt?

00:17:48: Es wird natürlich auch wieder darüber geben, unter anderem auf der Hauptbühne Sascha Henke und Nanayansen.

00:17:55: Sind wir in Zukunft immer noch technologieoffen oder sind wir jetzt Technologie entschlossen?

00:18:00: Wie sieht der Antriebsmix im Zwei-Ahr-Zwanzig-Dreißig aus?

00:18:03: Welche Alternativen sprechen, welche Rolle?

00:18:06: Ganz viele spannende Themen.

00:18:07: Siebenundzwanzigste Aachter kostenlos kommt vorbei an der KALU

00:18:11: Genau, und ihr könnt einmal ins Programm schauen.

00:18:13: Das ist sehr untypisch strukturiert von den Formaten.

00:18:18: Es gibt kaum Podien.

00:18:19: es gibt viele konkrete Fallbeispiele Workshops offene Diskussion rund um alternative Antriebe usw.

00:18:27: Wir sind da und vielleicht sehen wir euch daher auch.

00:18:31: Kleiner Zusatz von mir, für mich war das tatsächlich eine der Highlight-Vereinschaltungen aus dem Jahr zwanzig fünfzwanzig und ich suche noch mal die Folge raus in der ich davon berichte.

00:18:42: Zukunft-Transport.de oder Link in den Shownotes Das war jetzt schon die erste Weeklyfolge nach der Sommerpause verging ja fast wie im Flug.

00:18:57: Wir hören uns nächste Woche wieder!

00:19:02: Das Gleiche in Grün ist immer noch.

00:19:04: Ein Podcastprojekt von Timo Landner und Moritz Petersen, neue Weeklyfolgen gibt's jeden Freitag und jeden zweiten Dienstag gibt es eine neue Folge mit Gast.

00:19:12: bei Fragen und Anregungen erreicht ihr uns unter podcastatdgig.show.

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