WEEKLY 36/2026 | Global EV Monitor | Post-Growth Investments | Batteriespeicher in Australien | Energiewendekosten

Shownotes

Moritz eröffnet mit dem Global EV Monitor Trucks and Buses des ICCT: Hier werden die vielen verstreuten Datensätze zu Neuzulassungen klimafreundlicher Nutzfahrzeuge zusammengeführt und aufbereitet. Timo bringt dann ein unerwartetes Fundstück mit: den Aufsatz einer Investmentbänkerin zum Thema Post-Growth und zukunftssichere Investitionen. Moritz bringt eine gute Nachricht aus Australien, und Timo referenziert eine Studie zu den Systemkosten der Energiewende.

-- ICCT Dashboard: https://theicct.org/global-ev-market-monitor-trucks-buses/

Post Growth Aufsatz: https://publications.investmentsandwealth.org/iwpublications/library/item/vol__41__no__3__2026/4356420

Batteriespeicher in Australien: https://www.linkedin.com/feed/update/urn:li:activity:7498978514591891456/

Gutachten Systemkosten: https://www.lee-nrw.de/presse/mitteilungen/ewi-gutachten-zu-systemkosten-lee-nrw-warnt-vor-falschem-fokus-der-bun/

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00:00:00: Das gleiche in Grün Weekly am vierten September, zwanzig sechsundzwanzig.

00:00:19: Hier ist ihre Radioshow des Vertrauens.

00:00:21: das gleiche im grünen weekly mit Molz Peters und Timur Landner.

00:00:27: Mir wurde gestern gesagt ich hätte eine Radio Stimme.

00:00:29: jetzt muss ich.

00:00:29: jetzt haben wir eben ganz wie verkehrsdurchsagen geübt bevor es hier losging.

00:00:35: ja wir haben darüber gesprochen dass du eine radio Stimme hast aber Gut imonorieren bis einer Radio-Show, davon war nicht die Rede.

00:00:43: Ach so okay nur die Stimme, na Gott.

00:00:46: So dann fangen wir an.

00:00:46: ich hab mitgebracht den Global EV Monitor Trucks and Buses.

00:00:51: Wir sprechen ja hier oft über Zulassungszahlen oder die Bestandsentwicklung von elektrischen Trucks mal für die eine Region mal für ne andere meistens natürlich mit Fokus auf Deutschland wenig überraschend aber auch durchaus mal über China Das ICCT, das International Council on Clean Transportation glaube ich.

00:01:15: Egal, das ICCT macht uns das verfolgende Zahlen nun auf jeden Fall einfacher denn es hat sein Global EV Market Monitor den sie schon haben um ein eigenes Dashboard für Nutzfahrzeuge erweitert.

00:01:29: Erfasst werden in dem Dashboard vierundreißig Länder und die decken rund achtzig Prozent der weltweiten Lkw- und Busverkäufe ab.

00:01:37: Und gleichzeitig neunundneunzig Prozent, der Verkäufer von emissionsfreien Lkws und Buses also.

00:01:43: Ja, will ich sagen ganz gute Coverage.

00:01:46: Man aktualisiert die Zahlen kwartalsweise oder kann man nach Land Fahrzeugklasse und Jahr filtern und bekommt Absatzzahlen und Marktanteile zurück bis ins Jahr zwanzig-zwanzig, also ganz schön viel Daten an einem Ort.

00:02:00: Und da gibt es ein Bericht auch dazu der wahrscheinlich auch regelmäßig dann aktualisiert wird.

00:02:05: auf Basis der Daten und in dem nun veröffentlichten begleitenden Bericht wird davon gesprochen, dass es zwanziv-fünfundzwanziger global über eine halbe Million emissionsfreie Lkw und Busse verkauft wurden.

00:02:18: ist ein Plus von sechsohn achtzig Prozent und das zweite ja in Folge wo es nahezu eine Verdoppelung gibt.

00:02:25: Der globale Marktanteil liegt damit bei rund vierzehn Prozent.

00:02:29: China stellt davon rund neunzig Prozent, denn dort waren zuletzt fast dreißig Prozent.

00:02:36: Ich merke wie viele Zahlen das sind aller neu zugelassenen schweren Lkw voll elektrisch.

00:02:42: ohne China bleiben dreiundsechzigtausend Fahrzeuge übrig und davon sind etwa vierzig Prozent.

00:02:47: in den USA überwiegt mittelschwere Zwarzeuge aber auch in der EU legte die E-Lkw Quote bei den Verkäufen um seventy-fünf Prozent zu und kam auf Vierneinhalb Prozent Marktanteil.

00:03:01: In Indien und Brasilien läuft die Elektrifizierung auch allerdings fast ausschließlich über Busse im Moment.

00:03:10: Ihr merkt schon, sehr viele Daten ist halt ein Dashboard was man hier versucht vorzulesen also einfach mal selbst angucken.

00:03:17: Wozu das nützlich ist finde ich so.

00:03:19: wer bisher Markteentwicklung bei eKW nachvollziehen wollte war es so ein bisschen auf die Hersteller-Meldung angewiesen oder dutzend nationaler Statistiken.

00:03:29: Die sind nicht alle so aufbereitet, dass man sie direkt vergleichen kann.

00:03:33: Die haben jeweils eigene Abgrenzung der Fahrzeugklassen und dieses Dashboard versucht da jetzt die Lücke zu schließen eine konsistente Vergleichsbasis zu geben über Länder, Übersegmente hinweg und inklusive der Rohdaten Und Hinweis zur Einordnung.

00:03:49: am Ende vielleicht wichtig Das haben vielleicht aufmerksame Zuhörende jetzt schon gesagt, nach vierzehn Prozent globaler Marktanteil.

00:03:57: Das erscheint hoch.

00:03:59: ja denn als Lkw zählt hier alles über dreieinhalb Tonnen zulässigen Gesamtgewicht.

00:04:05: also große E-Transporter wie so ein E Sprinter mit Vier Komma zwei fünf Tonnen.

00:04:09: die wandern dann mit in die Statistik.

00:04:11: das ist kein vierzig Tonner sondern ein Zehntel davon aber ist halt mit drin.

00:04:16: und das erklärt dann auch warum es so viele ... elektrischen Nutzfahrzeuge in den USA gibt, weil dieses Segment da tatsächlich ganz ordentlich wächst.

00:04:24: Das ist ganz, ganz schwere nicht so richtig.

00:04:26: Link in den Show-Notes.

00:04:27: ich finde wirklich gute Übersicht mit der man das so über die Zeit gut verfolgen kann.

00:04:38: Ja... Ich habe etwas mitgebrochen.

00:04:40: Gefährliches

00:04:40: Wort hier!

00:04:43: Ich habe... Es ist auch kein Worte.

00:04:46: Post Growth!

00:04:47: Achso jetzt genau Ich habe etwas mitgebracht, was in der letzten Woche meine ich oder davor die Woche sogar erschienen ist.

00:04:57: Ein interessanter Artikel hat weniger etwas mit Logistik zu tun und auch nur indirekt etwas mit Nachhaltigkeit.

00:05:02: aber er hat mich so bewegt.

00:05:04: immer noch muss ich dazu sagen nicht emotional aber zumindest gedankentechnisch dass ich ihn unbedingt mal teilen möchte hier ein bisschen darüber reden denn der wurde mir zunächst einmal in mein Feed gespült Was ich ganz erfreulich finde, weil das passiert tatsächlich nicht so häufig.

00:05:17: Dass es etwas so Interessantes in meinem Feed gespürt wird.

00:05:20: Er ist mir unter anderem über den Weg gelaufen durch Maya Goeppel.

00:05:25: Die hat ihn auch geteilt und der Titel lautet The Post-Growth Perspective.

00:05:32: Und jetzt könnte man natürlich sagen Na toll!

00:05:35: Jetzt geht's um post growth.

00:05:38: Das klingt irgendwie nach dem Thema wo ich Jetzt spontan den Rasen wehen möchte.

00:05:42: Aber ich finde den Artikel tatsächlich sehr, sehr spannend und zwar aus einem ganz einfachen Grund.

00:05:46: Er ist in einem Fachjournal für Vermögensverwalter- und Finanzberater erschienen.

00:05:51: Und geschrieben wurde er von Noel Pacado Brown einer Finanzberaterin bei Morgan Stanley also aus dem Herzen der Wall Street quasi.

00:06:00: Genau deshalb lohnt es sich auch einmal genauer hinzuschauen.

00:06:04: Wir fangen erst mal ganz langsam an... Post-Growth, bevor jemand hier Schnappabungen bekommt.

00:06:10: Post growth bedeutet nicht.

00:06:12: Wachstum ist böse und auch nicht ab morgen dürfen Unternehmen keinen Gewinn mehr machen.

00:06:16: es bedeutet zunächst einmal etwas viel viel einfacheres.

00:06:20: wir sollten nicht mehr selbstverständlich davon ausgehen dass die Wirtschaft für immer weiter wachsen wird.

00:06:26: das klingt banal ist es aber nicht Denn Wachstum, ich denke das kann jeder nachvollziehen ist eine ziemlich fundamentale Annahme unserer Wirtschaft.

00:06:33: Unternehmen sollen wachsen, Umsätze sollen wachen Gewinne wollen wachsen Produktivität soll wachsen Aktien und eben auch unsere Altersvorsorge sollen wachsen.

00:06:42: Und wenn etwas nicht wächst dann werden alle nervös.

00:06:45: Dann fragen wir normalerweise hier läuft irgendwas falsch was da los?

00:06:48: Die Post Growth Perspektive stellt deshalb nicht unbedingt die Frage wie schaffen wir Wachsum ab?

00:06:52: sondern Was passiert wenn wir uns nicht mehr darauf verlassen können.

00:06:56: Und jetzt wird es für die Finanzwelt interessant.

00:06:58: Was macht man mit Geld in einer Welt ohne garantiertes Wachstum?

00:07:03: Der Artikel fragt nämlich genau das, wie sollte man eigentlich Vermögen anlegen wenn wir nicht mehr davon ausgehen können dass die wirtschaftlichen Bedingungen der vergangenen Jahrzehnte einfach fortbestehen?

00:07:13: Denn klassische Geldanlagen funktioniert?

00:07:15: einfach gesagt nach einem ziemlich einfachen Prinzip ich investiere mein Geld Unternehmen wachsen Gewinne wachsen und dadurch wächst langfristig auch mein Vermögend.

00:07:22: Aber was passiert, wenn wir eine Zukunft bekommen in der manche Volkswirtschaften stagnieren oder schrumpfen?

00:07:27: In der Ressourcenknapper werden.

00:07:29: In der Klimaschäden teurer werden, in der Demografie das Wachstum bremst und so weiter und sofort.

00:07:35: Und möglicherweise sogar alles gleichzeitig.

00:07:37: Brownsch legt deshalb eine andere Perspektive vor.

00:07:40: nicht mehr nur welche Anlage bringt die höchste Rendite sondern welche Funktion muss mein Vermögen eigentlich erfüllen?

00:07:46: Ein Teil soll Liquid sein, ein Teil soll die Kaufkraft erhalten.

00:07:50: Ein Teil sollen verlässliche Einnahmen erzeugen und einen Teil darf stärker auf Innovationen und Wachstum setzen.

00:07:54: Und ein Teil dient als Puffer für Krisen.

00:07:57: Das Entscheidende ist also nicht jedes Investment muss dasselbe können.

00:08:00: Das Portfolio soll vor allem robust gegenüber unterschiedlichen Zukunften sein Und genau das finde ich eigentlich viel interessanter als die Geldanlage selbst, denn hier passiert ein ziemlich grundlegender Perspektivwechsel.

00:08:11: Wir versuchen normalerweise die Zukunft vorher zu sagen in irgendeiner Art und Weise – wir machen nämlich Prognosen, Szenarien, Marktstudien und Excel-Modelle und am Ende gibt es diese eine schöne Powerpoint-Folio mit drei Kurven Best Case Base Case und Worst Case.

00:08:25: Natürlich führt die Base Case Kurve nach oben rechts.

00:08:28: Alles andere wäre ja auch irgendwie unseriös.

00:08:30: Brown schlägt aber etwas anderes vor, vielleicht müssten wir die Zukunft gar nicht genau kennen?

00:08:33: Vielleicht sollten wir unsere Entscheidungen so treffen dass wir mit verschiedenen möglichen zukünften klarkommen.

00:08:39: Das ist ein fundamental anderer Ansatz.

00:08:42: Die Frage lautet dann eben nicht mehr welche Zukunft wird eintreten sondern wie handlungsfähig bleiben wir wenn wir uns irren?

00:08:49: und das ist für mich die eigentlich interessante Aussage dieses Artikels.

00:08:53: Warum mich ausgerechnet der Ort der Veröffentlichung interessiert?

00:08:57: Der Artikel ist deshalb bemerkenswert, weil er nicht aus der klassischen Post-Row-Ecke kommt.

00:09:01: Er steht nicht in einem D-Growth-Magazin aus so einen weiteren Begriffen, der in dieser Ecke eigentlich immer rein suggeriert wird.

00:09:07: Das ist kein Aktivismus oder so.

00:09:09: Es ein Finanzartikel und damit passiert etwas Interessantes denn eine Diskussion die bisher häufig als gesellschaftspolitische oder ökologische Debatte geführt wurde, wird plötzlich als Risikofrage formuliert Und das verändert die Perspektive.

00:09:21: Man muss nicht einmal davon überzeugt sein, dass wir tatsächlich in einer Post-Growthwelt landen werden.

00:09:27: Es reicht die Möglichkeit ernst zu nehmen, dass so etwas passieren könnte.

00:09:30: Denn wenn die Zukunft weniger Wachstum bringt wäre es ziemlich riskant seine gesamte Finanzstrategie darauf aufzubauen das genau das Gegenteil passiert und vielleicht ist das die wichtigste Lektion.

00:09:41: für mich steckt darin eine ziemlich schöne Definition von Zukunftsfähigkeit.

00:09:45: Zukunftsfähigkeit bedeutet nicht die Zukunft richtig vorherzusagen sondern mit unterschiedlichen möglichen Zukunften umzugehen.

00:09:51: Wir brauchen vielleicht weniger Strategien, die perfekt funktionieren wenn unsere Annahmen stimmen und mehr Strategien die noch funktionieren, wenn unsere annahm falsch sind.

00:09:58: Das gilt für ein Investment-Portfolio aber natürlich auch für Unternehmen, Infrastruktur, Politik und Gesellschaft und vielleicht ist das sogar eine der spannenden Fragen die man sich bei jeder langfristigen Entscheidung stellen kann.

00:10:09: was wäre wenn unsere wichtigsten Annahme über die Zukunft eben nicht stimmt?

00:10:13: Wenn man darauf eine vernünftige Antwort hat ist man möglicherweise schon ein ziemliches ein ziemlich gutes Stück zukunftsfähiger und wenn diese frage inzwischen sogar in einem finanzjournal diskutiert wird, dann lohnt es sich vielleicht tatsächlich etwas genauer hinzuschauen.

00:10:26: Den link von diesem sehr interessanten artikel setzen wir in die show notes könnt ihr gerne mal reinlesen.

00:10:33: mich beschäftigt er heute immer noch weil auch die autorien in diesem artikel auch noch ein paar tips gibt für eben das portfolio.

00:10:42: ich fand das super interessant.

00:10:44: vielleicht ihr ja auch

00:10:46: Nicht die Aktien kaufen, die ich kaufe.

00:10:47: Das ist immer ein sehr guter Tipp.

00:10:50: Tatsächlich haben meine Doktoranden mal scherzhaft aber auch mit sehr viel ernsthaftigkeit drin gesagt sie sollten Börsenbrief raus geben damit die Leute wissen wo sie nicht rein investieren müssen.

00:11:06: Wir drehen den Globus ganz doll und halten ihn an.

00:11:11: bei Australien.

00:11:13: wir kennen ja das Problem.

00:11:15: Also nicht nur die Erzeugung von erneuerbarer Energie ist schwankend mit dem Wetter, der Sonneneinstrahlung und so weiter.

00:11:23: Sondern auch der Stromverbrauch selbst zeigt ja heftige Spitzen vor allem morgens und abends.

00:11:30: Vor einiger Zeit als das lineare Fernsehen noch dominierte da konnte man zum Beispiel in UK immer eine schönen Anekdote gewesen, zum Beispiel aus super deutlich sehen Wann Werbelpausen im Fernsehen liefen, weil dann einfach viele Briten ihren T-Kessel angeschmissen haben.

00:11:47: Spitzen müssen ausgeglichen werden und das macht man bisher viel mit Gaskraftwerken.

00:11:51: die kann man sehr schnell oder vergleichsweise schnell hoch und runter fahren.

00:11:55: Ich habe nun Anfang der Woche eine spannende Abbildung gesehen.

00:11:58: Gavin Mooney hat zwei Tagesprofile aus dem australischen Verbundnetz NEM nebeneinander gelegt.

00:12:05: Juli Und Juli, sechsundzwanzig.

00:12:09: Jeweils achtundzwantzig Tage.

00:12:10: Mittel aus diesen fünf Minuten.

00:12:12: Daten und diese Abbildung zeigen erst mal wie groß die Spitze ist morgens und abends und woraus sie bestritten wird.

00:12:23: Das ist ein relativ einfaches Schad.

00:12:26: vor zwei Jahren länger ist es noch nicht her lieferte Gas in den Morgen- und Abendspitzen deutlich mehr Leistung als Batteriespeicher.

00:12:35: Da gab es immer noch nicht so viele.

00:12:37: Und heute ist genau umgekehrt und super deutlich, also die abendliche Spitze wird für den Speichern überwiegend gestellt bei insgesamt sogar einer höheren Leistung als im Jahr zwanzig vierundzwanzig und auch die Gas-Grundlast zu über den Tag gefallen.

00:12:52: Ich würde schätzen auf Basis der Abbildung, die ich jetzt nicht sehen kann.

00:12:58: Also, in den Jahre im Jahr ist es ca.

00:13:01: die Erleichterung von Gaskraftwerken und heute sind es ungefähr bei rund einem Jahr mit Batterien.

00:13:09: Der Netzbetreiber liefert auch noch weitere eindrucksvolle Zahlen, finde ich.

00:13:13: In Q-Zwei hat sich die Entladeleistung der Großspeicher gegenüber dem Vorjahresquartal fast verdreifacht – in den Abendspitzen zwischen der Zeit zwischen zwei Uhr bis zum nächsten Tag um zuhören.

00:13:28: Die Gasverstromung viel um dreißig Prozent auf ungefähr tausend Megawatt im Schnitt.

00:13:33: Der niedrigste Wert für ein zweites Quartal seit zwei Tausend drei Batterien sind inzwischen in Australien auch preissetzend.

00:13:43: jetzt setzen wir es technisch so ein Sechsen Dreißig prozent aller Dispatch Intervallen Bestimmen Lade und Entlade gebotet den Preis vorwärts.

00:13:51: siebzehn Prozent Und der Durchschnitt die Großhandelspreis im NEM ist auch gesunken von auf seventy australische dollar pro megawatt stunde fünfzig prozent niedriger als im vorher.

00:14:04: drei eine ordnung gehören dazu.

00:14:05: wenn ihr diese grafik dann hoffentlich vor Augen habt weil hier alle in die schoen holz klickt please click into the show notes now.

00:14:14: Die grafik zeigt ausschließlich gas und batterien.

00:14:17: also was sie dominiert dominiert innerhalb dieser beiden kategorien.

00:14:22: kole ist im australischen verbunden jetzt immer noch Das Ding, dreizehntausend Megawatt das zwölfache der Gasleistung.

00:14:32: Also es geht hier um die Spitzenlast nicht um die Grundlast und das finde ich total interessant ist aber auch total intuitiv.

00:14:39: Der Erfolg frisst gerade ein wenig seine Geschäftsgrundlage weil natürlich diese preis spreads von denen dieser arbitrar Speicher ja leben Die sind eingebrochen.

00:14:51: Der Volumengewichte der Entladepreis, der viel innerhalb des letzten Jahres von fourhundert und zwanzig auf hunderte australische Tolle pro megawatt Stunden.

00:15:02: Aber der Ausbau funktionierte bisher vor allem deshalb weil dieses Preis-Differenzial so groß war und das wird jetzt kleiner und dadurch natürlich der Zubau vielleicht nicht mehr so ökonomisch sinnvoll wie vorher.

00:15:15: für uns alle ist das natürlich in der Logistik relevant, weil wir auch Großspeicher haben.

00:15:21: Demnächst viele auf vier Renneren!

00:15:24: Also wenn du dich so beschäftigst damit Depot-Laden und Netzanschlüssen... Wenn Speicher die Abendspitze abfedern und die Preiskurve über den Tag dann flacher wird als bisher, dann verändert sich erklärt auch die Kalkulation für Ladeninfrastruktur so ein bisschen in beide Richtungen.

00:15:39: also bleibt spannend.

00:15:42: Ist in den Show Notes falls ich es noch nicht gesagt habe

00:15:49: Noch eine kurze energiepolitische Meldung zum mehr oder weniger zum Schluss.

00:15:55: Das Energiewirtschaftliche Institut der Uni Köln, EWE hat im Auftrag des Landesverbandes erneuerbare Energien NRW untersucht wie Deutschland seine Klimaziele bis zwanzig vierzig möglichst kostengünstig erreichen kann.

00:16:09: ich habe mir dazu ist noch nicht das eigentliche Gutachten durchgelesen, sondern zunächst mal die Management Summary.

00:16:15: Also die Pressemitteilung des Landesverbandes erneuerbarer Energien NRW.

00:16:19: Die Pressemetteilung samt Link zum Gutachten.

00:16:22: packen wir natürlich euch in die Show Notes und gegebenfalls mache ich daraus nochmal ein Update wenn ich das Gutachten gelesen habe falls da irgendein etwas anders drin steht als in der Pressemeteilung.

00:16:30: also ich hoffe nicht dass auch was anderes drin steht.

00:16:32: aber zusätzliche Informationen

00:16:34: behalten fest!

00:16:34: Der Typ Der sich darüber beschwert, dass Medienberichten auf Basis von Pressemitteilungen wird jetzt seinem Co-host vor wie eine Pressemitteilung zitieren.

00:16:45: Die Kernbotschaft ist der LEENRW kurz.

00:16:50: Waren davor?

00:16:51: Energiepolitik zu stark auf einzelne Kostenpositionen wie Redispatch zu verengen.

00:16:56: Laut der Mitteilung kommt das EWI-Gutachten zu dem Schluss, dass ein kostenoptimierter Umbau des Stromsystems mit mehr Erneuerbaren bis zu zweizigfünfvierzig rund siebzig Milliarden Euro gegenüber den aktuellen Plänen einsparen könnte.

00:17:08: Die Argumentation dahinter.

00:17:10: Entscheint sein nicht einzelne Teilkosten, sondern die Gesamtsystemkosten also das Zusammenspiel von Erzeugung, Netzen, Speichern und Flexibilitäten.

00:17:18: Der Vorwurf an die Bundesregierung lautet deshalb wer nur kurzfristige oder isolierte Kosten schaut riskiert am Ende ein insgesamt teureres Energiesystem.

00:17:26: Spannend ist dass Gutachten sagt nicht einfach mehr erneuerbare um jeden Preis.

00:17:31: Kurzfristig kann laut Modell sogar ein geringeres Ausbautempo günstiger sein, weil die Stromnachfrage aktuell langsamer wächst als früher angenommen.

00:17:38: Langfristig bleibt ein starker Ausbau aber kostenoptimal nur eben systemischer gedacht mit mehr Fokus auf Wind an Land und Freiflächen-PV statt blinden Festhalten an heutigen Ausbauffaden.

00:17:48: Ich fand das Ergebnis spannend.

00:17:50: nochmal.

00:17:50: Es ist eine Pressemitteilung, dass ich das mal als kurze News raushauen wollte.

00:17:55: Ich werde das Gutachten auf jeden Fall noch lesen lieber Moritz und das hole ich nach.

00:17:59: aber für alle die da gerne jetzt schon rein gucken wollen Link in den Schonutz.

00:18:04: Fühlst du dann nicht auch so ein bisschen Skepsis wenn jemand sagt ja vielleicht doch lieber langsamer ausbauen weil wir brauchen gerade gar nicht so viel wissend wie lange es dauert Dinge auszubauen?

00:18:17: Du wirst uns das noch erzählen.

00:18:19: Genau, lass das mal so stehen.

00:18:24: Das reicht jetzt auch für diese Woche!

00:18:26: Ich wünsche euch ein wunderschönes Wochenende und Moritz mit Sicherheit auch.

00:18:29: Nächste Woche am Dienstag kommt die nächste Folge mit einem Interview-Gast.

00:18:33: seid also gespannt und natürlich auch nächsten Freitag eine weitere Folge Weekly.

00:18:38: Macht's gut!

00:18:46: Neue Weeklyfolgen gibt's jeden Freitag, jeden zweiten Dienstag gibt es eine neue Folge mit Gast.

00:18:51: Bei Fragen und Anregungen erreicht ihr uns unter podcastatdgig.show.

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