Alexandra Alt von FineCom über Textilaufbereitung, das Foto als Erfolgsfaktor und die Grenzen der Automatisierung (#71)

Shownotes

Neuware kommt in Chargen: 20 Stück, eine Farbe, eine Größe, alle identisch. Ein Kleidungsstück, das schon getragen wurde, hat dagegen keinen Zwilling. Es hat eine bestimmte Vorbesitzerin, einen bestimmten Fleck und einen bestimmten klemmenden Reißverschluss. Klingt nach einer Kleinigkeit, hebelt aber vieles aus, worauf Lager, Kommissionierung und Qualitätskontrolle sonst gebaut sind.

Alexandra Alt ist Teil der Geschäftsleitung von FineCom und führt das niederbayerische Familienunternehmen gemeinsam mit ihrem Bruder in dritter Generation. Angefangen hat alles vor 70 Jahren mit einer chemischen Reinigung, später kamen Färberei und Jeansaufbereitung dazu, seit 2014 liegt der Schwerpunkt auf E-Commerce-Logistik und Recommerce. Das alte Handwerk ist heute ein Vorteil: Wer weiß, wie viel Hitze und Dampf ein Material verträgt und welches Detachiermittel wann funktioniert, holt Ware zurück in den Verkauf, die andernorts entsorgt wird.

Mit Alex sprechen Timo und Moritz über Fragen wie:

• Was passiert eigentlich zwischen „Jacke kommt im Paket an" und „Jacke steht wieder im Shop"? • Warum gilt bei diesen Artikeln im Lager: je chaotischer, desto besser? • Wieso sind zehn bis 15 Minuten für ein einziges Produktfoto gut investierte Zeit? • Ab welchem Warenwert lohnt es sich, einen Knopf anzunähen, und wer entscheidet das? • Woran erkennt man, dass jemand die gleiche Jacke aus der Kollektion von vor drei Saisons zurückschickt? • Warum lässt sich ausgerechnet der Prozessschritt, der die meiste Entlastung bräuchte, so schlecht automatisieren? • Was ist der größte Denkfehler auf Seiten der Auftraggeber?

Große Einschaltempfehlung. Beim nächsten Retourenlabel denkt ihr vielleicht kurz an die Person, die das Paket aufmacht.

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Alexandra Alt: https://www.linkedin.com/in/alexandra-alt-ab9079a4/

FineCom: https://www.finecomlogistics.com/

Transkript anzeigen

00:00:00: Also im klassischen E-Commerce-Bereich, vor allem eben im Fashionbereich hast du schon eine Ritur in Gute.

00:00:05: Meistens von... ...sechzig Prozent ja und in

00:00:08: dem... Sechszig Prozent kommt zurück?

00:00:09: Ja.

00:00:10: Wahnsinn!

00:00:13: Viele.

00:00:13: ich glaube das größte Problem ist dass eigentlich keine Logistik redet sondern es funktioniert halt.

00:00:19: ja.

00:00:19: wenn's nicht funktioniert dann ist das Geschrei groß.

00:00:22: Wir tauschen Knöpfe aus wir tauschten Etiketten aus also Wir machen eigentlich alles, wenn wir mal sagen es geht nicht.

00:00:30: Dann bedeutet das schon was weil dann wirklich schwierig.

00:00:46: Willkommen zu einer neuen Folge Das Gleiche in Grün heute mit Alexandra Alt von Feinkom.

00:00:52: Mit ihr sprechen wir über Textilaufbereitung Fotos als Erfolgsfaktor und die Grenzen der Automatisierung.

00:00:59: Alexandra ist Teil der Geschäftsleitung von Feinkom und führt das Bayerische Familienunternehmen gemeinsam Und angefangen hat es bei Feinkommen vor siebzig Jahren mit einer chemischen Reinigung.

00:01:10: Dann kam der Fallberei, eine Jeans-Aufbereitung dazu.

00:01:13: Seit zwanzig vierzehn liegt der Schwerpunkt auf E-Commerce Logistik und Wikomers – und da ist tatsächlich von Vorteil das alte Handwerk!

00:01:21: Denn wer weiß wie viel Hitze und Dampf ein Material verträgt oder welches Detachirmittel wann funktioniert?

00:01:26: Der holt Ware zurück in den Verkauf die anderen

00:01:29: Orts

00:01:29: entsorgt werden

00:01:30: müsste.

00:01:30: Mit ihr

00:01:31: sprechen wir über Fragen Was passiert eigentlich?

00:01:34: Zwischen Jacke kommt ein Paket an und Jackel steht wieder im Shop.

00:01:39: Warum gilt bei Ihnen im Lager je chaotischer das so besser, warum sind zehn oder fünfzehn Minuten für ein einziges Produktfoto gut investierte Zeit und ab welchem Warenwertlohte sich eigentlich

00:01:49: Knopf

00:01:50: anzunehmen?

00:01:51: und wer entscheidet das?

00:01:52: Große Einschaltempfehlung für alle die mal in den Maschinenraum von ReCommerce schauen möchten.

00:01:59: viel Spaß mit Alexander

00:02:00: Eich!

00:02:04: Moin Alex

00:02:05: Servus Timo.

00:02:06: Alex, magst du dich mal zu Beginn vorstellen?

00:02:09: Ja gerne!

00:02:10: Also ich bin Alexandra und Teil der Geschäftsleitung bei der Feinkommen.

00:02:15: Wir sind jetzt mein Bruder und ich machen das jetzt schon in dritter Generation des Familienunternehmens und sind spezialisiert auf E-Commerce Textilaufbereitungen also alles was Fashion vor allem betrifft ist unsere DNA von Beginn an.

00:02:30: Sehr schön, wir werden heute über Reverse Logistics, Returns Handling und all der gleichen halt reden.

00:02:35: Du hast jetzt aber auch schon gesagt du machst das zusammen mit deinem Bruder.

00:02:38: Feind kommen kannst du uns mal so ein bisschen Einblick geben?

00:02:41: wie groß seid ihr?

00:02:42: Wo habt ihr eure Standorte?

00:02:43: was macht ihr eigentlich alles so?

00:02:45: Ja also wir haben fünf Standorte und einer davon auch in Polen wo wir speziell auch das ganze Thema, die von der Reverse Logistics machen.

00:02:55: Haben vierhundert Mitarbeiter knapp und hunderttausend Quadratmeter Logistikfläche und wie gesagt sind da jetzt schon ein dritter Generation.

00:03:03: also ursprünglich gibt es uns schon seit siebzig Jahren.

00:03:07: Vor siebziger Jahren habt ihr wahrscheinlich noch kein E-Commerce gemacht?

00:03:09: Nein!

00:03:11: Mit einer chemischen Reinigung.

00:03:13: Damals hatte mein Vater von meinem Opa übernommen und dann haben wir angefangen mit dem ganzen Thema Färben, Jeansproduktion.

00:03:22: Wir haben das dann bis zum Jahr zwei Tausend vierzehn gemacht.

00:03:24: also waren weltweit hatten wir Wäsche rein.

00:03:27: Damals war mein Vater auch schon sehr auf Nachhaltigkeit konzentriert.

00:03:31: Wir waren auch Gott zertifiziert hat versucht zum Beispiel des Bleichen so umweltfreundlich wie wirklich zu machen.

00:03:40: Und seit im Jahr zwei Tausend vierzehnt sind wir jetzt in dem ganzen Thema E-Commerce Logistik damals noch sehr fokussiert auf Fashion und mittlerweile haben wir einen relativ breiten Spektrum an unterschiedlichen Branchen.

00:03:53: Also machen auch Beauty, Supplements alles Mögliche.

00:03:57: aber trotz allem muss man sagen unsere DNA ist einfach Fashion und Textil.

00:04:03: Jetzt hast du gerade auch schon dein Bruder erwähnt Familie Unternehmen ihr beide macht das.

00:04:07: kannst du uns nochmal ganz kurz erläutern erklären Wie ihr euch die Aufgaben irgendwie teilt, wer macht was?

00:04:13: Das war eigentlich von Anfang an bei uns immer klar.

00:04:15: Ich mache das ganze Thema operativ und das ganze thema Marketing und mein Bruder macht mir ja die kaufmännischen Sachen also Personalfinanzen.

00:04:24: aber trotz allem sind wir gemeinsam strategische Entscheidungen zu treffen natürlich auch operativ das Geschäft zu erweitern machen wir alles gemeinsam.

00:04:33: Es geht Hand in Hand!

00:04:34: Wir sind ein super Team.

00:04:35: So jetzt Wollen wir aber mal so ein bisschen über die Operative sprechen?

00:04:40: So will ich sagen.

00:04:41: Wir haben vor ein paar Wochen, das verlinken wir natürlich auch wieder in einem Interview-Gast gehabt, Janis Künkler von Trove hier arbeitet zusammen mit Trove.

00:04:50: Kannst du uns mal diese Zusammenarbeit kurz mal erläutern?

00:04:53: wie kam es dazu?

00:04:54: wer macht was quasi auch ein bisschen als Recap damit man einordnen kann was macht ihr und was macht Trove?

00:05:01: Der Kontakt kam, glaube ich.

00:05:03: Ich weiß es jetzt nicht mehr genauer aber schon bestimmt vor fünf sechs Jahren wo damals noch Reverseply angefangen hat mit dem Modell.

00:05:10: das fanden wir damals schon sehr spannend.

00:05:12: beziehungsweise mein Vater er hat da den Kontakt hergestellt und hat gesagt die Idee von den Jungs finde ich super cool weil das Thema Nachhaltigkeit wird einfach kommen und dieses ganze Thema mit Textilien ein zweites Leben zu geben, war ja damals noch nicht so in aller Munde wie es heute ist.

00:05:30: Ja und dadurch dass wir das von Anfang an sehr spannend fanden und es auch zu uns zum ganzen Unternehmens Mindset gepasst hat mit Nachhaltigkeit auch mal bisschen pionieren gewissen Themen zu sein haben wir dann gesagt er wäre ganz cool.

00:05:44: Und so hat dann die Zusammenarbeit eigentlich begonnen, dass wir das ganze Thema Logistik für sie gemacht haben.

00:05:53: Damals haben sie noch das Fotostudio und das Grading selbst gemacht.

00:05:56: Das heißt, wir haben nur die Logistik und die Rituren dahintergemacht.

00:05:59: Und jetzt aber über die letzten zwei Jahre, anderthalb Jahre hat sich das Geschäftsmodell ein bisschen geändert, dass wir auch das ganze Thema für den Fotostudeo mitübenommen haben und eben auch das Grating machen.

00:06:12: Das heisst, wir machen letztendlich eigentlich alles entlang der Prozesskette.

00:06:17: Gib uns doch mal einen Einblick!

00:06:19: Ware kommt halt irgendwo heran – dann passiert ja was damit?

00:06:24: Also letztendlich, wie du ja schon richtig sagst, Trove macht ja diese ganze technische Seite dahinter.

00:06:30: Wir haben dann die Schnittstelle zu Ihnen das heißt was wir machen.

00:06:33: oder um mal den Ablauf zu erklären also die Pakete wenn jetzt ein Kunde einen Endkunde sagt mir gefällt jetzt meine Wanderjacke nicht mehr die ist pink ich will aber lieber jetzt eine blaue haben Dann schicken sie die Jacke zu uns.

00:06:47: Vorher musst du ja angeben, was sind die Gebrauchsspuren?

00:06:49: Habe ich noch mein Pflegeetikett und so weiter und sofort.

00:06:52: Wir prüfen dann bei uns im Lager ob das denn stimmt, was der Kunde sagt weil wir natürlich ein anderes Know-how haben als jetzt einen Kunde wenn ich eine Jacke bewerten muss.

00:07:02: Das heißt unsere Mitarbeiter machen eine Art Qualitätskontrolle Prüfen eben ob alles soweit in Ordnung ist, ob es wieder verkaufsfähig wäre.

00:07:11: gegebenenfalls machen wir da ne Aufbereitung Wenn wir sagen, dass vielleicht doch ein bisschen.

00:07:16: die Schuhe sind doch zu schmutzig.

00:07:18: Einfach um das natürlich auch dem nächsten Kunden ein schönes Einkaufserlebnis zu geben.

00:07:23: Genau machen dann die Fotos bei uns im Fotostudio, laden die Bilder dann hoch und die Ware geht dann zu uns.

00:07:30: Wir haben unsere Lager in Eichervorm Wald.

00:07:33: Das heißt, wir haben das in zwei gekliedert.

00:07:35: Wir habe einmal dieses ganze Thema Fotostudiograding, machen wir in Polen bei unserem Standort.

00:07:41: Wenn das erledigt ist, schicken wir es nach Eicher vom Wald.

00:07:44: Dort buchen wir ganz normal die Ware im Bestand ein so dass es die Endkunden kaufen können machen dann den Versand wenn eine Bestellung kommt und das gleiche wird als Riture gemacht.

00:07:54: Das heißt wenn die Ritur zurück kommt prüfen wir ist der Artikel noch intakt.

00:07:59: wichtig da ist vor allem das Thema weil es ist jetzt nicht wie ne Neuware.

00:08:03: wo du sagst welchen Artikel raus schicke ist er ja sozusagen intakt.

00:08:08: Wir schicken ja Artikel raus, die schon gegebenenfalls Gebrauchspuren haben wo vielleicht der Reißverschluss klemmt oder ein Druckknopf abgefallen ist.

00:08:17: das heißt wir müssen natürlich immer prüfen wie war denn der Urzustand dieses Artikels um dann festzustellen habe ich noch einen neuen Fehler der dazu gekommen ist weil das musst du ja auch wieder angeben.

00:08:28: Oder ist es einfach von Haus aus der Fehler gewesen?

00:08:31: machen da gegebenen falls auch wieder eine Aufbereitung wenn die Ware zu zerknittert ist aufgrund von Transport, weil der Paketdienst leistet das durch die Gegend geschmissen hat.

00:08:41: Ja und dann buchen wir es wieder ein.

00:08:43: Wo wir gerade über Aufbereitung sprechen?

00:08:45: Ist auch ein großer Begriff.

00:08:46: oder gibt's viele unter Subprozesse dahinter?

00:08:49: einen hast du schon gesagt da sauber machen.

00:08:51: wie siehts denn aus mit Reparatur?

00:08:54: Wir hatten ja gerade auch schon mal den Reißverschluss wenn der Klemm kaputt ist wie auch immer macht ihr da auch was oder habt ihr das ausgelagert oder verrührt dir die Ware gar nicht an?

00:09:01: uns geht eigentlich nur in Anführungszeichen um das Fübschmachen der Ware.

00:09:05: Wir machen eigentlich alles.

00:09:07: Also wir haben auch eine kleine Näherei bei uns und wenn es unsere Kunden wünschen, und wir auch sozusagen die Ersatzteile da haben – weil du musst ja immer schauen, dass du dann einen richtigen Reißverschluss wieder hast, die Farbepass vom Nägern – also wenn wir das alles vor Ort haben und unsere Kunden das wünscht, dann machen wir das natürlich!

00:09:23: Weil für uns ist natürlich das größte Ziel, dass wir so viel Ware in den Verkauf bringen können wie möglich, denn letztendlich ist es sonst nur totes Kapital was bei uns rumliegt, der für den Kunden und letztendlich wollen wir ja auch vermeiden Textilien zu entsorgen.

00:09:42: Weil es soll ja eigentlich wieder in den Kreislauf mit rein.

00:09:45: Kurze Frage zu dem Ende der Prozesskette?

00:09:48: Ich weiß das jetzt gerade springen.

00:09:49: aber um das kurz abzuschließen die Waren werden ja irgendwo angeboten auf Plattform oder vielleicht im Seite da auch für verantwortlich.

00:09:57: oder ist das ausgelagert?

00:09:59: Nee, das macht alles unser Kunde selbst.

00:10:01: also in dem Fall dann zum Beispiel Schorf.

00:10:03: Also wir sind wirklich nur der, der die händische und praktische Arbeit dahinter macht.

00:10:08: Und wer in dem Prozess – du hast jetzt gesagt, ihr habt eine Näherei?

00:10:12: Also nicht klassische Logistikaktivität.

00:10:15: also wen habt ihr dann noch im Prozess wo man vielleicht sagt, ah hätte ich nicht erwartet dass so ein Jobprofil in so einer Logistikkette drin ist?

00:10:25: Also letztendlich machen wir wirklich alles was aufzubereiten geht, sagen wir es mal so.

00:10:30: Also wie können Schimme entfernen?

00:10:32: Wir machen Flecken entfernen, wir machen jegliche Arten von Qualitätskontrolle als hundertprozent Kontrolle.

00:10:39: wenn jetzt bei uns bei der Warn-Eingangskontrolle festgestellt wird.

00:10:43: Zehn Prozent unserer Stichproben hat Flecken dann machen wir halt eine Hundertprozen Kontrolle versuchen die Flecken auch zu entfernen.

00:10:50: Wir tauschen Knöpfe aus, wir tauschten Etiketten aus also Wir machen eigentlich alles.

00:10:56: Wenn wir mal sagen, es geht nicht... ...dann bedeutet das schon was?

00:10:59: weil dann wirklich schwierig.

00:11:02: Und wenn man jetzt an den Timo war schon am Ende der Kette, ich glaube an Anfang der Ketten... Ihr kriegt ja eine große Menge von Paketen oder Tüten oder so die private Konsumenten und Konsumentinnen zusammengepackt haben.

00:11:15: Das stelle ich mir schonmal sehr vielfältig und interessant vor.

00:11:20: Was erlebt man da so beim Vereinnahmen dieser Textilen, die zurückgeschickt werden?

00:11:25: Also wie hoch ist der Anteil der Sendung?

00:11:30: und sagt okay vernünftig eingeordnet, vernünftig verpackt.

00:11:33: Ist okay angekommen können arbeiten?

00:11:37: Sehr schwierige Frage!

00:11:38: Es kommt tatsächlich auf die Zielgruppe an.

00:11:40: also was ich schon festgestellt habe ohne jetzt in jüngeren Generationen zu nahe treten zu wollen aber diese sind ja schon ein bisschen careless eher als jetzt eine Zielgruppe, wo du einfach ältere Leute hast.

00:11:55: Ältere Käufe und Käuferinnen gehen halt etwas bedachter auch mit den Produkten um die versuchen das wieder ordentlich und schön zu verpacken.

00:12:04: aber ja du erlebst schon ganz schön viel kann ich dir sagen.

00:12:07: Auch die Kunden und Kundinnen sind auch sehr kreativ was so das ganze Thema Betrug und sowas angeht.

00:12:15: also da musste schon auch geschultes Personal haben auch einen Bedrugsfall erkennen zu können.

00:12:21: Ja, wir Kunden schicken dann zum Beispiel die gleiche Jacke von vor drei Saisons zurück.

00:12:26: Schaut genau fast identisch aus und der Reißverschluss ist ein bisschen anders, der Knopf ist ein bissel anders und wenn du da natürlich kein geschultes Personal hast, dann kriegt der Kunde halt was zurückerstattet, was ja eigentlich gar nicht rechtens ist.

00:12:38: Also die sind da schon sehr kreativ!

00:12:40: Und dann, also ihr packt es aus und müsst dann erstmal... Es wurde ja quasi vorangekündigt was das sein soll.

00:12:46: Dann prüft ihr ob's tatsächlich ist?

00:12:48: Ob die Zustandsbeschreibung einigermaßen passt.

00:12:51: Das heißt ihr habt denn nicht das Problem dass ihr erst mal identifizieren müsst was das überhaupt für ein Kleidungsstück ist wie das vielleicht jemand hätte der jetzt gar nicht mit einer konkreten Brand mit einem gewissen Kollektionsspektrum zusammenarbeitet sondern weiß ich nicht einen ... Second Handler, der erstmal alles annimmt.

00:13:11: Da seid ihr ja schon mal deutlich fokussierter?

00:13:14: Ja also wir wissen schon weil die Kunden natürlich die Ankündigung da machen... Wir wissen die Kundinnen mit der Auftragsnummer schickt dieses eine Teil zurück und dann machen wir halt letztendlich einfach nur die Gegenprüfung.

00:13:28: Und da ist halt auch das Thema.

00:13:30: was dann wiederum im nachgelagerten Prozess das Wichtigste ist war ja vor allem bei diesen Artikeln, die eben bei uns ankommen.

00:13:40: Die sind ja sehr eindeutig.

00:13:43: also ich kann ja die gleiche Jacke haben allerdings mit unterschiedlichen Fehlern.

00:13:47: das heißt... Das ist auch die Herausforderung vor allem bei Reverse Logistics weil du ja nur ein Teil ... hasst, was genau so ist.

00:13:55: Also du hast ja keine wie beim Neuware.

00:13:57: da hast du ja dann von einem Artikel... ... von einer Größe von einer Farbe hast du halt zwanzig Stück und die sind alle identisch.

00:14:03: Und das hast du in dem Fall aber nicht weil du ja eben ein eindeutig hasst.

00:14:07: ich habe diese Jacke von dieser Kundin mit diesem Fehler.

00:14:12: Lagerplatz bezogen, also wir haben ja den Logistik Bestandskriterien so wie man so schön sagt.

00:14:18: Scharge Seriennummern und dann muss ich das auch getrennt halt irgendwo lagern weil ich kann ja in Artikel relativ schlecht eine Schage ansehen.

00:14:24: beispielsweise Wie lagert ihr die ich sage jetzt mal zehn verschiedene T-Shirts?

00:14:28: Die zehn unterschiedliche Charakteristiken in dem Moment halt haben?

00:14:31: als einzelnen Nummern sind sie auch Ja Liegen auf einem Platz oder sind alle verteilt im lager?

00:14:37: Ja also die liegen schon.

00:14:39: Also wir haben einen lagerbereich jetzt eben für Troph in dem Fall, wo wir sagen okay das ist dieser Mandant.

00:14:46: Bei uns ist es schon sehr mandanten spezifisch gelagert am Ende des Tages.

00:14:52: Innerhalb des Mandantens ist es aber meistens chaotisch kommt allerdings auch drauf an was die Anforderung ist.

00:14:58: also wenn es jetzt ein Kunde ist der viel BtoB Sendungen hat dann ist es natürlich eher Artikel rein weil du ja nie nur einen Teil von einem Artike schickst sondern du schickste Meistens fünf Teile von einer Größe.

00:15:09: Wenn es aber in den ganzen Themen B to C e-Commerce geht, ist das sehr chaotisch weil wir auch mit Bildkommissionieren.

00:15:15: also unsere MDE's haben dann eine Bildfunktion.

00:15:18: Das heißt für uns ist es als Kommission oder im Lager je chaotischer desto besser.

00:15:23: wenn ich jetzt zehn schwarze T-Shirts in einem Lagerort habe die vielleicht sich nur von der Größe her unterscheiden.

00:15:30: Und auf dem Bild habe ich ein schwarzes T-Shirt, dann muss ich natürlich alle zehn schwarzen T-shirts durchschauen um genau diesen einen Artikel zu finden.

00:15:37: Wenn ich jetzt aber ein schwarzes und weißes und rotes und gelbes und blaues habe, dann weiß ich ja auch im Scanner, aha!

00:15:43: Ich brauche ein blaues T-shirt also gehe ich sofort an das Blaue und scann den EAN ab.

00:15:48: Also deshalb kommt es immer darauf an was die Anforderung letztendlich vom Kunden ist was der Hauptbestandsteil ist, ob es BtoB oder B to C ist.

00:15:57: Ich würde jetzt noch mal einen Schritt zurückgehen.

00:15:59: in der Prozesskette also ihr habt ausgepackt, habt inspeziert sagt das ist es so und dann seht ihr Zustand ja ist vielleicht so wie beschrieben aber Wie wird dann die Entscheidung getroffen?

00:16:10: Da gehen wir nochmal ran und das reinigen wir nochmal vernünftig oder da nähen wir irgendwas an denn es kostet ja Geld Und muss ja gerechtfertigt sein wahrscheinlich durch einen höheren Verkaufspreis.

00:16:21: Also wie wird da entschieden, das machen wir?

00:16:24: Oder hat halt die Beschädigung, kann man funktionieren... also ist jetzt nicht dass es kaputt wäre aber machen wir bei dem Stück nicht.

00:16:33: Wie funktioniert sowas?

00:16:35: Das ist eigentlich immer vorab in Absprachen mit unserem Kunden.

00:16:39: Wenn wir die Zusammenarbeit beginnen und dann retturen ist er eigentlich unter komplexeste Thema, sage ich mal.

00:16:47: Und da besprechen wir das vorher.

00:16:49: also wenn jetzt unsere Kunde sagt zum Beispiel für bei dem T-Shirt macht es keinen Sinn weil einfach auch der UVP gar nicht so hoch ist dass eine Aufbereitung Sinn macht.

00:16:59: Wenn ich aber natürlich ne Jacke hab wo über zweihundert Euro kostet dann ist es schon eigentlich wirtschaftlich zu sagen, okay ich bereite die Jacke auf.

00:17:08: Das heißt es ist wirklich alles in Absprache vorab mit uns im Kunden und dann wird das halt natürlich über der... Im Laufe der Zusammenarbeit merkst du natürlich oder lernst du den Kunden ja auch kennen?

00:17:19: Du lernest die Ansprüche kennen?

00:17:21: Ich habe wiederkehrend eigentlich immer das Thema mit den Knöpfen oder dass ich halt natürlich Flecken hab, Make-up Flecken vom anprobieren wo da ein der Kunde von Haus aus sagt er ok bitte aufbereiten.

00:17:32: Er wird dieser Fleck steht in keinem Verhältnis zu dem, wie wenn ich es jetzt einfach sagen würde okay das ist für mich B-Ware.

00:17:39: Das heißt dass es wirklich individuell und deshalb ist da halt auch brauchst du einfach geschultes Personal und kannst halt auch schlecht sagen ok ich automatisiere jetzt dieses ganze Thema weil es einfach wirklich individuelle ist.

00:17:53: Stichwort automatisieren oder komme ich später darauf?

00:17:55: Ich will aber noch eine Frage stellen hinsichtlich des Qualitätschecks.

00:18:00: ihr macht am Ende dieses Prozesses ein Foto Gehen dann falls, aber ihr macht ein Foto.

00:18:06: ich hab Vor kurzem die Geschichte gelesen von AirBnb, dass der Game Changer auf dieser Plattform die Qualität des Fotos war.

00:18:13: Also die Gründer haben halt irgendwann festgestellt... Ne, die Präsentation jetzt auf der Homepage ist nicht so cool!

00:18:19: Wir brauchen bessere Fotos.

00:18:20: und dann ging das halt durch die Decke.

00:18:22: Und aus den Gesprächen, nicht nur mit euch sondern auch mit anderen habe ich gehört, ja Fotos sind schon ziemlich wichtig Dass es auch vernünftig aussieht für denjenigen der das dann online kauft.

00:18:30: Kannst du mir einen Einblick darüber geben wie wichtig das tatsächlich ist?

00:18:34: Wie professionell ihr damit umgeht?

00:18:36: Also ich finde das Bild, dass es A und O. Weil wenn das Bild nicht stimmt, ja?

00:18:40: Wenn das Produkt anders dargestellt ist oder wird wie's eigentlich isst dann hast du halt auch eine höhere Retourenquote.

00:18:47: natürlich weil in Kunde, wenn ich jetzt sage, ich suche ein rotes Gleit Und auf dem Foto schaut es rot aus und es kommt bei mir an und es ist aber eigentlich Bordeaux Oder eher Beerenfarben Dann ist es ja nicht das was ich erwarte also schicke ichs natürlich zurück.

00:19:00: Das heißt also Ich bin der Meinung, dass das Bild wirklich Das eigentlich das Wichtigste ist, einfach um Riturenquoten zu verringern.

00:19:09: Um auch die Kunden zur Friedenheit zu haben.

00:19:11: Weil in dem Moment wo ich etwas online shoppe und nicht die Möglichkeit habe wie im Store, dass ich mir das anschaue, dass es die Haptik-Fühle von dem Produkt steht und fällt alles mit der Beschreibung und mit dem Bild.

00:19:23: Also ich glaube schon, dass das wahnsinnig wichtig ist weil die Kunden das ja auch erwarten, dass sich das bekommen was ich auf dem Foto sehe.

00:19:30: Und wie aufwendig ist der Prozess Schritt?

00:19:32: Ich bin mit einer Fotografin verheiratet, ich weiß, wie aufwändig es ist Menschen zu fotografieren.

00:19:36: Aber wie viel Zeit investiert ihr in ... Der kommt halt so ein rotes Kleid und da das abzulichten, dass es vernünftig sitzt wahrscheinlich auf irgendeiner Ankleidefigur.

00:19:49: oder also wie funktioniert das und wie lange dauert das?

00:19:52: Es ist schon sehr aufwändig.

00:19:54: Also du musst ja auch vor allem das Teil, machen wir vor, es dienen wir alles noch mal.

00:19:58: Dass es halt auch ordentlich ausschaut.

00:20:00: Wir fotografieren nicht auf Puppe sondern wir fotografieren hängend.

00:20:04: Das heißt man muss natürlich schon mehrere Bilder von einem Artikel machen und zu gucken ist eine Falte.

00:20:09: habe ich's vielleicht nicht richtig dargestellt.

00:20:11: Ist es verzogen?

00:20:13: Es ist schon sehr aufwendig!

00:20:15: In Minuten wüsste ich dir jetzt gar nicht ehrlich gesagt weil du müsstest die einzelnen Prozessschritte zusammenzählen.

00:20:21: aber ich würde schon sagen Das sind zehn, fünfzehn Minuten für den Fotoschon-Braus.

00:20:26: Jetzt sind wir natürlich nicht ein professionelles Fotostudio wo du sagst ich ziehe jetzt auf eine Puppe an und dann mache ich das noch mal enger.

00:20:33: also das machen wir ja in dem Fall nicht.

00:20:36: aber es ist schon sehr aufwendig Ja!

00:20:38: Und du brauchst halt jemanden der das Gespür dafür hat was richtig zu fotografieren und auch zu entscheiden.

00:20:44: was will ich denn Also?

00:20:47: was will ich darstellen?

00:20:48: Sind es Assists Wars bei Jacken, Rucksäcken oder wie auch immer.

00:20:52: Wir machen ja jetzt nicht nur Kleidungsstücke sondern wir machen ja auch Assist Wars und da brauchst du schon jemand der weiß auf was es denn ankommt zu fotografieren.

00:21:03: Habt ihr einen Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin dementsprechend ausgebildet über die Jahre oder habt ihr jemand von extern gesucht der quasi Fotograf ist oder Hobbyfotografie auch immer der bei euch dann angefangen hat?

00:21:16: Nein, das haben wir selbst gemacht.

00:21:19: Beziehungsweise in Zusammenarbeit mit Trove weil Sie haben da ja schon jahrelange Erfahrung.

00:21:24: Das heißt sie haben uns die Tipps gegeben und war am Anfang sehr spannend für uns natürlich das zu sehen und auch da nochmal unsere Dienstleistung zu erweitern.

00:21:36: Mittlerweile geht es aber natürlich relativ flott!

00:21:40: Und wir bilden halt jetzt intern aus.

00:21:42: Also Trove hat eine Mitarbeiterin von uns gemeinsam ausgebildet, hat uns eben die Tipps wie gesagt gegeben und jetzt machen wir es halt intern geben wir sozusagen die Schulung

00:21:51: weiter.".

00:21:52: Wie hat sich denn der gesamte Bereich Reverse so in eurem Gesamtaufgabenspektrum entwickelt über die Zeit?

00:22:01: Du meinst also wie sich die Zusammenarbeit dann entwickelt hat?

00:22:06: Also anteilsmäßig ist das ein spürbar wichtigerer Teil eures Business geworden.

00:22:13: Mehr Kunden, weniger Kunden, ein Kunde mehr Volumen.

00:22:16: oder also gibt uns mal eine Idee wie wir das einschätzen können wie sich klassisch E-Commerce zu Reverse Logistics bei euch verhält in den letzten Jahren entwickelt hat?

00:22:28: Es ist immer noch leider ein sehr geringer Anteil.

00:22:31: Also wir wünschten eigentlich, dass es mehr wäre.

00:22:35: Aber ich glaube das dieses ganze Thema Reverse Logistics am Anfang so ein bisschen auf die Seite gestellt wurde wo man sagt auch interessiert mich jetzt nicht die Gesellschaft ist vielleicht auch noch nicht bereit für dieses ganze thema Second Hand weil das war ja immer so bisschen verrufen keine wollte er second hand kaufen oder nur wenige oder ganz bestimmte Zielgruppe.

00:22:58: Ich glaube aber, dass sich das jetzt vor allem in dem letzten Jahr sehr stark geändert hat.

00:23:03: Also ich glaube man hat mittlerweile mehr Sensibilität für das ganze Thema Nachhaltigkeit was es auch bedeutet nachhaltig zu sein.

00:23:12: also nicht nur im Sinne von jetzt nehme ich kein Plastik-Schohalmehr sondern Papierschohalm sondern dass es halt mehr dahinter steckt.

00:23:19: und vor allem wissen wir ja auch das ganze thema Fast Fashion ist in den letzten Jahren explodiert mit diversen Ketten, die da halt auf dem Markt sind und ich glaube viele haben auch ihr Konsumverhalten die letzten Jahre nicht wirklich hinterfragt.

00:23:34: Ja wahrscheinlich mich inklusive muss ich zugeben wenn ich eine neue Jacke will dann...

00:23:40: Gehst du ins Lager?

00:23:41: Nein das nicht!

00:23:43: Aber ob ich schon so eine ähnliche hab war mir dann vielleicht in dem Moment egal.

00:23:48: aber Ich wollte jetzt die Jacke haben und ich glaub, das hat sich halt so über die letzten Jahre etabliert.

00:23:52: Und nicht jetzt sind wir glaube ich in so einem Wandel wo man sagt, brauche ich das denn überhaupt?

00:23:58: Oder kann ich mir die vielleicht verkaufe ich halt meine alte und kriege dafür eine neue als?

00:24:03: ich glaube auch dieses ganze Thema dieser Second Hand Gedanke ist nicht mehr... Hat nicht mehr so einen schlechten Ruf wie es halt mal war weil es eben jetzt mit dem ganz anderen Blickwinkel meiner Meinung nach angeschaut wird, weil man sagt jetzt Second Hand gut dann schmeißt sich halt was nicht weg und darum geht es ja.

00:24:21: Jetzt habt ihr klassisch e-Commerce und Reverse logistics und bei beiden gibt's ja Retouren.

00:24:26: aber gibts da irgendwie einen spürbaren Unterschied.

00:24:29: also sind Leute eher dazu geneigt Dinge vielleicht bei den second hand Dingen wirklich zu bestellen zu behalten zu benutzen oder gibt's da keinen Unterschied?

00:24:40: Doch!

00:24:41: Also das merkst du halt.

00:24:41: du hast ja auch bei diesen Reverse Logistics Kunden hast du auch keine Auswahlbestellungen, wie du jetzt bei den klassischen Shops hast.

00:24:50: Bei den klassischem Shops bestellt sich halt jemand drei unterschiedliche Größen des gleiche Modells noch in zwei Farben.

00:24:56: und du weißt in dem Moment wo du das Paket packst weißt du sowieso es kommt eigentlich alles zurück bis auf wenn du Glück hast vielleicht ein Teil wer eine passende Größe dabei ist.

00:25:06: und das hast Du halt in diesem Thema nicht weil die Kunden schon sehr weil jemand der sich dafür entscheidet So ein Produkt zu kaufen mit den angegebenen Gebrauchspuren ist, glaube ich schon bedachter.

00:25:20: Also die kaufen das jetzt nicht und sagen, das gucke ich mir mal an.

00:25:25: Der Meinung bin ich schon!

00:25:26: Und du siehst es auch in der Retourenquote einfach.

00:25:29: Jetzt hast du schon Meinungen gesagt aber ich will trotzdem nochmal nachfragen.

00:25:31: Hast du da irgendwo eine prozentuale Aufteilung?

00:25:34: Dass du halt sagst okay von dem Second Hand Stream... Gehen neunzig Prozent raus und kommen nicht mehr zurück.

00:25:41: Also bleiben dann halt beim Kunden.

00:25:42: oder fünfneinzig Prozent, im klassischen e-commerce Bereich sind es halt weiß ich vierzig Prozent.

00:25:47: Habt ihr da irgendwelche Erfahrungen?

00:25:49: Also im klassischem e-commerce Bereich vor allem eben im fashionbereich hast du schon eine Rettour in Quote meistens von sechzig Prozent.

00:25:57: ja.

00:25:58: Sechszig Prozent kommt zurück.

00:25:59: Ja.

00:26:00: Wahnsinn!

00:26:02: Einfach weil sie halt dann eben, aber da kommt wieder das Fotothema ins Spiel.

00:26:06: Weil wenn es ihm nicht so dargestellt wird wie's eigentlich ist der Nummer eins.

00:26:11: Wenn auf einmal die Größe zu eng ist ich sonst hast du vielleicht immer eine Achtendreißig und auf einmal ist dieses Teil aber viel enger ausgefallen als man gedacht hat wird im Shop nicht erwähnt.

00:26:22: also bestell ich halt die Größen die ich regulär habe.

00:26:24: uns passt halt nicht und dann schickst du es halt zurück.

00:26:27: Also ich glaube dass hat viele unterschiedliche Gründe auch.

00:26:30: Und wie schon gesagt, in dem ganzen Secondhand-Bereich ist es halt so dass die Kunden bedacht das sind.

00:26:37: Jetzt kann's natürlich sein, dass jemand sagt okay, das gefällt mir jetzt doch nicht, der Fleck ist mir zu groß oder vielleicht auch die Funktionalität vor allem.

00:26:49: Ist nicht so wie ich's gewünscht habe aber die Riturenquote ist im Vergleich zum normalen E-Commerce Geschäft relativ gering.

00:26:56: Wenn ihr eure Wurzeln ja eigentlich in Herstellung und Und Reinigung und das letztes Jahr irgendwie Aufbereitung habt.

00:27:04: Ist das was, was euch heute hilft?

00:27:08: Wo wir vielleicht einen Vorteil anderen klassischen Logistikern gegenüber dir da eher reingehen in den Bereich?

00:27:14: oder hängt das so sehr an einzelnen Menschen im Prozess dass man da gar nicht viel mittragen kann?

00:27:21: oder wie würdest du das sehen?

00:27:23: doch also Hundert Prozent ist es ein Vorteil.

00:27:26: die haben einfach auch aufgrund dessen dass wir halt von ... seitdem mein Bruder nicht denken können, eigentlich mit diesem ganzen Thema einfach Textil-Fashion aufgewachsen sind.

00:27:37: Und da natürlich auch durch unseren Vater viel Knowhow haben.

00:27:42: wie kann ich etwas reinigen?

00:27:44: Auf was muss ich achten?

00:27:47: und ich glaube, da haben wir einen ganz großen Vorteil sogar.

00:27:50: Und weil es halt einfach unsere, muss man ganz ehrlich sagen das ist unsere Leidenschaft.

00:27:54: Das ist speziell jetzt für mich, dass es meine Leidenschaft, mein Herz ist... Textilaufbereitung.

00:28:00: Und am Ende des Tages sind es Sachen, die du über... Oder ist die Textil-Aufbereitung etwas wo du über ganz viele Jahre dir das Wissen erarbeiten musst?

00:28:12: Du musst wissen welches Material reagiert auf wie viel Hitze, auf wieviel Dampf, welches Fleckendetagiermittel kann ich für welches material verwenden.

00:28:21: Das heißt du kannst ja jetzt in dem Fall auch nicht sagen Ich stell da jetzt zehn neue Mitarbeiter hin und die sollen das halt machen.

00:28:28: Also das ist schon was wo du qualifiziertes Personal brauchst, die sich eben auch mit der Thematik auskennt.

00:28:34: Noch dazu ist es ja so dass wir sehr viele unterschiedliche Kunden haben.

00:28:39: also wir machen ja jetzt nicht nur... Wir machen ja auch Produktionsreparaturen für Kunden.

00:28:46: Das sind dann so einmalige Projektgeschäfte, das heißt du brauchst auch Mitarbeiter die einen Gespür dafür haben was kontrolliere ich denn.

00:28:51: Wenn ich jetzt eine Down-Jacke aus einem Premiumsegment kontrollier habe ich natürlich ein ganz anderen Anspruch wie wenn ich jetzt ne Jacke aus nem mittleren Preisklasse kontrollier.

00:29:03: Das heißt dieses Gefühl dafür zu haben was kann ich noch durchgehen lassen?

00:29:06: Was kann nicht durchgehenlassen ist etwas was du halt über die ganzen Jahre auch Einfach Lernse und vor allem auch die Mitarbeiter, die ja dann da stehen.

00:29:15: Also ich stehe natürlich nicht daran, kontrolliere jetzt eine Jagdgeleiter.

00:29:19: Habe ich früher gemacht, jetzt nicht mehr?

00:29:21: Aber das funktioniert ja so nicht!

00:29:24: Das heißt du brauchst schon Leute, die sich damit auskennen und ich glaube es ist ein ganz großer Vorteil von uns weil wir halt auch einen sehr breiten Spektrum haben.

00:29:32: also machen als es war Textilien-Schuhe Es ist am Ende des Tages uns eigentlich egal Wir kontrollieren Sonne, Etuis, Regenschirme hat aber alles, was eben mit diesem händischen Doing auch zu tun und eben mit Fachpersonal die du da brauchst.

00:29:47: Macht ihr denn auch so etwas wie Mietmodelle?

00:29:50: Weil von dem was Du beschreibst klingt das als werde Ihr dafür eigentlich perfekt vorbereitet!

00:29:54: Wir haben vor ganz langer Zeit mal ein Podcast aufgenommen mit einer Unternehmerin aus der Schweiz, die so Babyklamotten vermietet hat.

00:30:01: Und da war es für mich der größte Aha-Moment zu verstehen, wie vorteilhaft ist für die Langlebigkeit des Produktes ja ist, wenn dies reinigen und in Stand halten jemand macht der es richtig gut kann.

00:30:14: Und das klingt ja so ein bisschen wie Faust aufs Augebau.

00:30:18: Ist das was ihr macht?

00:30:20: Was interessant wäre oder...

00:30:22: Ja also wir hatten schon mal einen Kunden, für den wir das gemacht haben.

00:30:25: Die haben sehr teure und hochwertige Outdoor-Ware gemacht.

00:30:31: Also speziell auch dieses ganze Funktionsthema.

00:30:35: Da war aber auch dieses Mi-Thema ganz groß und da haben wir eben auch die Aufbereitung gemacht.

00:30:40: Das hat leider das Geschäftsmodell für die Firma Langfristig nicht geklappt, aber grundsätzlich klar!

00:30:45: Das ist was wo wir sagen dass es eigentlich genau etwas zu uns passt, wo wir auch dann... Wir haben anderen Kunden, da machen wir sowas ähnliches.

00:30:54: also da machen nur die Retourenaufbereitungen.

00:30:57: Das heißt, du kannst bei uns auch modular sagen ich möchte jetzt ihr müsst für mich nicht die Versandlogistik machen.

00:31:03: Aber zum Beispiel möchte ich da nur die Retouren übernehmen einfach weil ihr die Aufbereitung auch dabei habt.

00:31:09: also solche Geschichten machen wir auch und vor allem ja aber klar natürlich Mietmodell finden wir auch super weil du eben so das Produkt auch nochmal nachhaltiger machst und natürlich auch langlebiger.

00:31:22: Ich würde gerne noch mal darauf zurückkommen.

00:31:25: prozessual weil ich habe auch eine Folgefrage, die ich dann stellen wollen würde.

00:31:29: Aber ich würde jetzt erstmal nochmal prozessual erfragen, wo denn bei euch eigentlich der größte Engpass ist in all diesen Prozessschritten?

00:31:38: Ihr macht viel!

00:31:39: Das haben wir gerade schon gehört.

00:31:40: aber nichtsdestotrotz, wo sind denn da die Fallstricke und die Bottlenecks bei euch im Prozess?

00:31:45: was würdest du sagen?

00:31:46: Das ist ne gute Frage.

00:31:49: Ich glaube also einmal hast du natürlich... Die Aufbereitung ist ja sehr Saisonlastig.

00:31:54: Das heißt, du hast halt deine Peaks.

00:31:56: Das heißt da musst du natürlich schon auch ehrlicherweise ja wir sind ja nicht unfehlbar.

00:32:02: Musst du natürlich auch gucken dass du dein Personal auch richtig einsetzt.

00:32:06: also ich glaube wirklich das größte Bottleneck ist am Ende des Tages Personal weil wir halt mit der Dienstleistung die wir machen kannst du jetzt nicht irgendjemandem dahin stellen.

00:32:18: Du kannst klar jemanden sagen, okay, geh mal picken.

00:32:21: Weil der läuft mit dem MDE durchs Lager und wenn er einmal so die Lagestruktur verstanden hat, dann ist das natürlich einfach.

00:32:27: Aber jetzt dieses ganze Thema Mitgrading, mit Fotos, mit Qualitätskontrolle bei der Riture, die Aufbereitung... Da brauchst du halt wirklich Personal wo es sich auch auskennt.

00:32:38: Und dann dauert das eine gewisse Zeit bis du dann auch mal jemandem da hast dass du sagen kannst, funktionieren und da würden keine Probleme entstehen.

00:32:50: Vielleicht nicht unbedingt eine Person, aber ein Roboter.

00:32:54: Darauf will ich jetzt eigentlich hinaus, darauf will ich sie nicht auf den Roboter, weil klar also wenn ihr wachsen wollt, wachsen müsst, Fachkräftemangel, Arbeitskraftmangel kennen wir alles so.

00:33:08: jetzt ist eine Antwort darauf natürlich Automatisierung oder auch Digitalisierung, je nachdem von welcher Seite wir das jetzt betrachten.

00:33:14: Aber mir geht es jetzt um den Prozess.

00:33:16: Das heißt wo sind denn da die Möglichkeiten überhaupt?

00:33:19: Was automatisiert ihr denn heute schon und was würdest du dir vielleicht auch wünschen, was automatisierbar wäre?

00:33:26: Sehr gute Frage!

00:33:28: Diskutieren wir im Unternehmen in regelmäßigen Abständen.

00:33:34: Tatsächlich das einzige was wir bis jetzt automatisiert haben ist einmal klar der Tunnelfinisher die Einzelfolliermaschine, dann an einem Standort von uns die Versandstrecke sozusagen vom Pickplatz zum Packplatz und dann zum DHL-Container.

00:33:53: Es ist aber für uns wahnsinnig schwierig weil wir eben so ein breites Kundenspektrum haben und wir eigentlich nach dem Credo leben dass wir sagen Wir gehen auch auf die Bedürfnisse unserer einzelnen Kunden ein.

00:34:07: Das heißt, in dem Moment wo du ja automatisierst verlierst du so bisschen auch die Möglichkeit oder die Flexibilität und die Möglichkeit für deinen Kunden individuell auf die Bedürfnisse einzugehen.

00:34:19: Deshalb sind wir da immer noch sehr unentschlossen um es mal sozusagen.

00:34:24: Und vor allem wird das ganze Thema Grading Qualitätskontrolle Aufbereitung das kannst Du einfach nicht automatisieren.

00:34:31: Das ist so individuell von jedem Kunden auch, jedes Produkt.

00:34:35: Du brauchst jemanden der sich eben wie gesagt mit der Qualität auskennt.

00:34:40: Von daher ist es für uns wahnsinnig schwierig zu automatisieren.

00:34:43: und ja natürlich ist der Vorteil klar dass du Spitzen besser abfahren kannst logisch.

00:34:50: Du bist vermutlich auch im Versand dann schneller, du kannst schneller skalieren.

00:34:54: aber das ist wahrscheinlich ich würde behaupten das ist jetzt auch nicht das worauf wir abzielen.

00:35:00: Wir sagen, wir gehen individuell auf die Bedürfnisse unserer Kunden ein.

00:35:04: Wir machen ja auch Personalisierungen also wir besticken auch im Versand Textilien wenn das ein Kunde wünschen würde.

00:35:12: Also wir sind da sehr auf unsere Kunden fokussiert anstatt auf diese Masse.

00:35:18: Wie sieht es denn aber aus?

00:35:19: Wenn ihr noch mal wachsen wollt, wachsen müsst wie auch immer.

00:35:22: Ihr habt Standorte in Polen und Deutschland Sonst noch wo?

00:35:25: Ich glaube, nur Polen und Deutschland war das richtig.

00:35:29: Und ihr müsst jetzt neue Leute einstellen.

00:35:32: wie läuft es denn also nicht der Prozess des Einstellens?

00:35:35: aber wie sieht das denn aus?

00:35:36: am Arbeitsmarkt habt ihr Probleme oder könnt ihr auch mit der guten Botschaft hier nach außen tragt dass ich auch nachhaltig wirtschaftet im Nachhaltigkeitsbereich, im Secondhand-Bereich aufbereitet.

00:35:48: damit waren noch ein Second Life haben.

00:35:52: Habt ihr jetzt nicht die Probleme neue Leute zu finden oder seid ihr wie jeder Logistiker halt auch?

00:35:56: Joa, finde ich!

00:35:58: Doch es ist schon schwierig.

00:35:59: also vor allem in den letzten Jahren war es schwierig.

00:36:01: mittlerweile wird's ein bisschen besser muss man sagen.

00:36:05: aber klar natürlich ist es schwierig weil es ist ja jetzt auch nicht wenn man mal ehrlich ist.

00:36:10: jetzt ist er kein sexy Job das ist nicht wie ein Influencer oder ähnliches.

00:36:15: Sondern du bist halt in einem Lager, wo es im Sommer warm ist, im Winter meistens kühl und du machst halt wirklich harte körperliche Arbeit und das ist

00:36:28: halt

00:36:29: was, wo heute – oder wo allgemein natürlich nicht ganz so gerne gesehen ist.

00:36:34: Da muss man einfach so sagen, dass unsere Mitarbeiter jeden Tag leisten ist ein Wahnsinn.

00:36:39: also Das ist jetzt vor allem, wo es die letzten paar Wochen so heiß war.

00:36:43: Wenn du da ein Übersee-Container bekommst und in dem Container hat's gefühlt fünfzig, sechzig Grad... ...und dann lädst du ein paar hundert Kartons aus, die im Schnitt zwanzig Kilo wiegen.

00:36:51: Muss ich sagen, das ist wirklich eine super Leistung!

00:36:56: und auch wirklich gut ab, dass sie das tagtäglich machen.

00:36:59: Und sich nicht abschrecken lassen, wenn da schon noch drei andere Container auf dem Hof stehen.

00:37:04: Viele würden sagen so okay jetzt habe ich Bauchweh, jetzt bin ich mal weg!

00:37:09: Aber unsere Mitarbeiter leisten da wirklich viel und harte Arbeit und deshalb ist es natürlich auch nicht einfach jemanden zu finden.

00:37:19: Klar, das wäre einfacher mit Automatisierung aber du kannst halt viele Prozessschritte meine Meinung nach relativ schwer automatisieren.

00:37:28: Klar an der Parkstation kannst du das machen, du kannst es auch in der Kommissionierung machen.

00:37:33: da gibt's ja wahnsinnig viele Möglichkeiten heutzutage die auch total spannend sind.

00:37:38: aber wir sagen halt allein bei uns waren Ausgang ist schon super individuell.

00:37:45: Ein Kunde hat mit Seitenpapier, der andere will noch ein Sticker, der anderen hat eine Rechnungsmappe die da mit rein muss, der einer will den Kleiderbügel raus haben und der andere möchte die Folie von dem Artikel weg haben und will schön gefaltet haben.

00:37:58: Und diese ganzen Schritte halt zu automatisieren würde uns die Flexibilität und die Individualität unserer Kunden

00:38:03: wegnemen.".

00:38:08: befasst mich hauptsächlich mit Transportlogistik, dann wenn die Wechselbrücke von DHL voll ist da fängt meine Sichtbarkeit des Bereichs an.

00:38:16: Kennt ihr denn in dem ganzen Recommerce-Bereich also in diesem extrem individuellen vereinzelten Prozess?

00:38:25: Kennt Ihr beide irgendwelche Beispiele wo es viel Automatisierung gibt?

00:38:32: Ich weiß aber, das ist jetzt nicht mein Interview hier.

00:38:35: Ich will nur eine Sache halt sagen.

00:38:36: es gibt natürlich mittlerweile Roboter Robotik die halt nicht mehr programmiert werden sondern die werden halt antrainiert mit dem was sie halt tun und dann wird's auch für diejenigen die die halt kaufen müssen irgendwann auch attraktiver weil das was die lernen ist dann halt dauerhaft verfügbar und muss nicht bei jedem Exceptional Case nachprogrammiert werden Sondern lernen die halt einfach Und dann wirds auch für meine persönlichen These nach auch für Retouren Abwicklung auch interessant Für Automatisierungstechnologie.

00:39:02: Ja also ich würde niemals nie sagen, wenn du in dem Moment wo du stillstehst ist Rückstand und ich glaube das ist was man einfach immer wieder aufs Neue auch diskutieren muss mit den unterschiedlichen Dingen die da und Möglichkeiten die ja auf den Markt kommen.

00:39:17: Also ich glaub nur weil wir jetzt heute sagen Wir stellen uns es schwer vor zu automatisieren kann auch sein dass du mich in einem halben Jahr fragst und ich sag voll wir sind total am Start und wir suchen uns irgendwas Bei meinem Bruder und mir ist immer nichts in Stein gemeiß.

00:39:38: Im nächsten Jahr nur noch Roboterhunde im Lager?

00:39:41: Ja, vielleicht!

00:39:42: Ich hoffe es nicht aber ich brauche ja die Menschen zum Arbeiten.

00:39:45: Mir würde das auch sonst fehlen.

00:39:46: Das ist eine Persönlichkeit.

00:39:48: Dann würde ich jetzt gerne einmal schwenken in die Zukunft rein wenn das in Ordnung ist weil ... ... ich habe jetzt auch nicht ohne Grund wegen Automatisierung und Skalierung und wie auch immer... ... weil ich wünsche mir dass ihr super erfolgreich seid.

00:40:00: Nichtsdestotrotz eine Frage, wie seht ihr denn überhaupt die Zukunft?

00:40:03: Nicht eure eigene sondern einfach in dem Bereich wo ihr aktiv seid also Reverse Logistics.

00:40:10: Was können wir da erwarten?

00:40:12: Also ich glaube dass das Thema wichtiger wird in den nächsten Jahren.

00:40:16: Einfach weil es kommt ja auch ein EU-Gesetz raus wo du ja eigentlich das Thema hast mit der Entzeugung von Textilien auch speziell... wahnsinnig wichtig wird.

00:40:28: Ich glaube, dass so auch ein kleines Schiff in der Gesellschaft einfach stattfindet.

00:40:31: die neue Generation ist meiner Meinung nach mehr Bedacht auf Nachhaltigkeit meine Umwelt zu schützen den Planeten zu schützen.

00:40:40: auch von daher ist es glaub ich ein Thema wo Unternehmen auch nicht mehr wegschauen können und irgendwann wenn du da halt nicht auf den Zug auspringst bin ich der Meinung hast du schon ein Problem als Unternehmen weil das ja auch was damit zu tun hat, wie positioniere ich mich im Markt?

00:40:59: Natürlich finde ich das ganze Thema.

00:41:01: Es gibt auch bestimmt viele Unternehmen die springen halt auf diesen Nachhaltigkeitszug auf, weil es gerade in ist.

00:41:10: aber es gibt auch wahnsinnig viele Unternehmen, die bewundern und sagen Ich bin einfach nachhaltig, weil's für mich wichtig ist, dass meine Unternehmenskultur ist, meine Philosophie Und ich glaube, dass so ohne Nachhaltigkeit überleben kannst.

00:41:27: Natürlich, es gibt immer eine Zielgruppe wo sagt das ist mir jetzt egal aber ich glaube dass es schon ein Mindset ist wo auch wichtig ist und wo mehr und mehr oder mehr und bedeutender wird in der Zukunft weil du halt ohne gar nicht mehr kannst.

00:41:43: und ich finde das Konzept super bei.

00:41:45: warum soll ich was wegschmeißen wenn es eigentlich gut ist und jemand anderes sich daran nochmal erfreut?

00:41:51: Wie ist das denn, wenn ihr mit neuen potenziellen Kunden halt spricht?

00:41:55: Jetzt auch heute oder vielleicht auch in absehbarer Zukunft.

00:42:00: Wie ist es jetzt so?

00:42:00: aus der Retrospektive ein bisschen gesprochen?

00:42:02: Jetzt spreche ich gerade in den Zeitmärk.

00:42:03: Aber die Erfahrungen, die ihr da gesammelt habt... Was sind dann immer die größten Eertümer auf Seiten derer, die eure Kunden werden wollen?

00:42:11: Wo müsst ihr mal sagen?

00:42:11: Moment mal Stopp!

00:42:12: Das geht aber so nicht.

00:42:14: Ganz viele denken man kann alles mal kurz um einen Prozess herum arbeiten, wenn ein Container zu spät kommt oder schon Ware verkauft ist die noch gar nicht da ist.

00:42:24: Also viele.

00:42:25: ich glaube das größte Problem ist dass eigentlich keine Logistik redet sondern es funktioniert halt.

00:42:32: ja wenn's nicht funktioniert dann ist das Geschrei groß weil es einfach ohne Logistika heutzutage nicht mehr geht vor allem seit Corona also das ganze Thema E-Commerce nochmal durch die Decke gegangen.

00:42:43: und ich glaub mittlerweile wissen auch viele Unternehmen Es ist richtig, aber es wird trotzdem immer so ein bisschen stiefmütterlich behandelt.

00:42:51: Und ganz viele Irrtöme sind einfach zu denken ja es ist ja nicht schlimm jetzt schicke ich mal schnell einen Container dorthin und dann könnt ihr das mal bitte schnell einbuchen und wenn die Stammdaten nicht da sind macht man bitte ein Workaround weil ich habe schon meinen Sales engagiert dass sie schon eine Marketingkampagne fahren.

00:43:11: So funktioniert das um was ganz was.

00:43:13: viele vergessen einfach diese Kommunikation mit uns Weil wir sitzen ja am Ende des Tages, sitzen wir mit unserem Kunden in einem Boot.

00:43:20: Wir wollen alle in die gleiche Richtung.

00:43:22: Wenn unser Kunde gut verkauft sind wir auch happy weil dann haben wir viele Bestellungen.

00:43:28: Aber oft wird halt diese Kommunikation vergessen und dann entsteht am Ende das Tag eine Unzufriedenheit Die man hätte eigentlich vermeiden können.

00:43:36: wenn man versteht dass wir im gleichen Boot sitzen nur weil wir nicht vielleicht an einem Platz gemeinsam sind in einem Büro ist es trotzdem, dass wir eine Einheit und ein Team an sich sind.

00:43:47: Und ich glaube das ist der größte Irrtum, das manche vergessen uns auf diesen ganzen Weg mitzunehmen zu sagen hey ich plan jetzt das und das bitte rechnet mit x prozent mehr an Bestellungen dann können wir darauf reagieren.

00:44:03: wenn wir das aber einen Tag vorher erst mitbekommen oder vielleicht auch gar nicht wenn's ganz blöd läuft Dann stehen wir da und sagen ja aber warum sagt uns denn niemand was?

00:44:12: Und dann fragt der Kunde, wann bist du denn fertig?

00:44:14: kannst du bitte deine Bestellung rausschicken.

00:44:17: Also diese Kommunikation die halt oftmals auch fehlt und das ist meiner Meinung nach ein ganz großer Örtum dass jemand denkt nur weil ich meine Logistik outsource und ich einen Dienstleister habe und sie in ihrer eigenen Welt leben, dass man unsere Welt nicht versucht zu kombinieren und das finde ich ganz schwierig.

00:44:35: Wie kann man das ändern?

00:44:37: Kommunikations, Communication is key Und vielleicht nicht nur E-Mail schreiben, weil manchmal kriegen wir ja auch gar keine E-mail.

00:44:45: Aber vielleicht einfach auch mal einen Hürre in die Hand nehmen und sagen wird zu das... und wenn es auch passiert ist ja nicht schlimm.

00:44:52: aber einfach so sagen sorry dass es schief gelaufen könnte uns bitte unterstützen.

00:44:58: Also nicht bei allen Kunden.

00:45:00: Viele machen das auch super, aber es dauert natürlich auch im Laufe der Zusammenarbeit bis jeder versteht auf was liegt denn der andere Wert?

00:45:07: Was ist wichtig für den anderen?

00:45:09: Aber ja, Communication is key am Ende des Tages!

00:45:12: Okay sehr gut jetzt haben wir einen sehr großen Bogen durch die Themen gemacht.

00:45:17: Alex ganz herzlichen Dank für die Einblicke in euer Geschäft.

00:45:21: Wir wünschen euch, dass da vielleicht dann tatsächlich auch viele Kunden kommen die beide Bereiche nämlich E-Com und Recom machen wollen.

00:45:30: Und genau viel Erfolg und vielen Dank!

00:45:33: Vielen Dank auch für die Einladung.

00:45:35: es war ein sehr netter Austausch und ja ich hoffe auch das wir eine rosige Zukunft haben mit ganz vielen neuen Kunden.

00:45:43: Genau meldet euch bei Alex.

00:45:57: Das Gleiche in Grün ist ein Podcastprojekt von Timur Landner und Moritz Petersen.

00:46:00: Neue Weekly-Folgen gibt's jeden Freitag, und jeden zweiten Dienstag gibt es eine neue Folge mit Gast!

00:46:05: Bei Fragen und Anregungen erreichte ihr uns unter podcastetdgig.show.

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