WEEKLY 37/2026 | Effizienz vs. Schienengüterverkehr | DHL im Doppelpack | Zoll vs. Temu | European Climate Leaders?
Shownotes
Timo fährt auf Schienen ins Studio und berichtet über die Auswirkungen der Effizienz-Obsession bei US-amerikanischen Güterbahnen. Moritz hat zwei Meldungen von DHL dabei: man vergibt nun einen Nachhaltigkeitspreis für Subdienstleister und rüstet E-LKW mit einem Generator aus. Timo berichtet über den Effekt der neuen Zollregeln auf das Temu-Paketvolumen und Moritz „begeistert“ sich für die Liste der European Climate Leaders von FT und Statista.
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Precision Railroad Scheduling: https://www.youtube.com/watch?v=U5378zFEVLQ DHL Nachhaltigkeitspreis: https://lnkd.in/p/ec_fxeNs DHL Range Extender: https://lnkd.in/p/eTDMFtyw Zollregeln: https://www.spiegel.de/wirtschaft/service/temu-shein-aliexpress-billigpaketimport-aus-china-in-die-eu-bricht-um-bis-zu-40-prozent-ein-a-af3e1115-0244-4b14-934c-dd1e95367275 European Climate Leaders: https://www.ft.com/content/1d4be2a3-e986-40e1-96a4-2ef732ed143a?syn-25a6b1a6=1
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00:00:00: Das gleiche in Grün Weekly am elften September zwanzig sechsundzwanzig.
00:00:21: Als schönen Kontrast, also willkommen zu Weekly.
00:00:23: erstmal als schönen Contrast zu diesem Datum das wirklich beim Aussprechen ja schon relativ schlechte Laune erzeugt versuchte gerade Timur Landner im Kamerabild die Treppe runterzugehen.
00:00:35: aber einfach so entzückend schlecht dass vielleicht müssen wir auf Videopodcast machen wobei nein eigentlich nicht.
00:00:44: Wir haben eine volle Sendung, viele Themen im Board.
00:00:49: Wir machen das immer so, dass wir unabhängig ... Wir sprechen uns nie ab!
00:00:52: Wir schreiben einfach Themen rein und die schedulen sich auch von alleine.
00:00:57: Und das Erste hat was mit Transport zu tun und es kommt vom Timo Landner.
00:01:03: Das heißt Precision Scheduled Railroading?
00:01:10: Das ist mein Thema für diese Woche.
00:01:11: Sagt dir das was Moritz?
00:01:12: Nee Und ich mir total verwirrte, dass du dich mit Eisenbahnen beschäftigst.
00:01:16: Wie der Horst Seehofer im Keller oder wo?
00:01:20: Nee das nicht na nein.
00:01:22: Das ist wirklich vielleicht auch ein völlig unbekanntes Terror für mich aber ich habe in dieser Woche die letzte Folge der aktuellen Staffel von Last Week Tonight gesehen mit John Oliver.
00:01:36: Ist eine Geschichte, die ich jetzt erzählen wollen würde aus den USA und es geht um Güterzube.
00:01:40: tatsächlich Eigentlich steckt dahinter eine ziemlich interessante Geschichte über Deregulierung, Effizienz und die Frage was passiert wenn man ein hochkomplexes System immer weiter auf Kostenoptimierung trimmt.
00:01:52: Güterbahnen sind in den USA enorm wichtig.
00:01:55: Rund achtundzwanzig Prozent des Güterverkehrs werden auf der Schiene transportiert und gleichzeitig ist die Bahn deutlich emissionsärmer als der Straßengüterverkeer.
00:02:04: Ein bisschen Geschichte zunächst.
00:02:06: das US-amerikanische Eisenbahnsystem war lange stark reguliert.
00:02:10: In den neunzehnhundertsiebziger Jahren gerieten die Bahngesellschaften zunehmend Unterdruck, weil ihnen Marktanteile an den Trucking-Sektor verloren gingen.
00:02:17: In der Nacht wurde mit dem Steggers Rail-Agg die Regulierung des Güterbahnsektors massiv gelockert.
00:02:23: Die Folge starke Konsolidierung.
00:02:26: Aus sehr vielen Eisenbahngesellschaften wurden wenige riesigen Player.
00:02:29: Heute dominieren nur noch eine Handvoll großer Class One Railroads in Nordamerikanischen Güterverkehr.
00:02:37: Und dann kam eine Management Idee hinzu, die heute praktisch die gesamte Branche prägt.
00:02:42: Das titelgebende Precision Scheduled Rail Riding Kurz PSA oder auf Deutsch, da finde ich den Titel sogar noch besser, Präzise geplante Eisenbahn.
00:02:52: Geil, oder?
00:02:54: Was ist das?
00:02:54: Was ist Precision Scheduled Railroading.
00:02:57: Die Grundidee stammt vor allem von Hunter Harrison, einem legendären und zugleich höchst umstrittenen Eisenbahnmanager mittlerweile verstorben.
00:03:05: Sein Ansatz war im Kern simpel eine Eisenbahn ist dann besonders effizient wenn möglichst wenig herum steht und möglichst viel permanent genutzt wird.
00:03:14: soweit so einfach.
00:03:15: aber weniger Lokomotiven, weniger Waggons, weniger Personal, weniger Rangierbahnhöfe und weniger unproduktive Zeit.
00:03:23: Und dafür aber längere Züge, stärker standardisierte Abläufe und möglichst hohe Auslastung – so die klassische Managementlogik wenn es um Effizienz geht!
00:03:33: Sechs der sieben größten US-Güterbahnen haben laut US Government Accountability Office inzwischen Varianten dieses Prinzips eingeführt.
00:03:40: Zwischen Jahrzehnteilf und Zweiteinzwanzig sank die Zahl der Beschäftigten bei den sieben grössten Bahnen um rund achtundzwanziger Prozent, und gleichzeitig wurden die Züge länger.
00:03:50: Da komme ich aber gleich nochmal drauf.
00:03:51: Aus Sicht eines Finanzinvestors klingt das zunächst fantastisch mehr Leistung mit weniger Ressourcen.
00:03:56: Nur gibt es bei einer Eisenbahn ein kleines Problem Nicht alles was man einsparen kann ist wirklich überflüssig.
00:04:03: PSA hat dazu geführt, dass Züge teilweise extrem lang geworden sind.
00:04:07: Teilweise mehrere Kilometer Aber ein drei Kilometer langer Zug ist eben kein drei Kilometern langes Förderband.
00:04:13: Das ist nicht nur beim Fahren ein Problem Denn wenn so ein Zug irgendwo stehen bleiben muss Kann ja ganze Straßenkreuzungen blockieren und das teilweise für Stunden.
00:04:21: Und das kann unter anderem auch dazu führen, dass Rettungsfahrzeuge behindert werden.
00:04:26: Eine Entscheidung die für das Unternehmen effizient sein kann kann für die Gesellschaft Kosten und Risiken erzeugen.
00:04:31: Das ist ein ziemlich klassischer Fall von Externalisierung, Die Eisenbahn spart, die Stadt wartet, die Rettungswagen stehen Und im schlimmsten Fall trägt jemand anderes die Konsequenzen.
00:04:42: Noch problematischer bei dem PSA Ist das Thema Sicherheit im Allgemeinen Denn diese Züge transportieren nicht nur Container mit Turnschuhen und Kühlschränken Sie transportieren eben auch Gefahrstoffe.
00:04:53: In East Palestine, Ohio entgleiste beispielsweise im Februar zwanzig dreinzwanzig ein Güterzug mit achtundreißig Waggons.
00:04:59: Darunter Elfwaggungsmitgefahrstoffen.
00:05:02: Die spätere Untersuchung des National Transportation Safety Board kam zu dem Ergebnis dass ein überhitztes Lager versagte und schließlich eine Achse brach.
00:05:09: Und genau solche Ereignisse machen die Diskussion über PSA so relevant.
00:05:13: Denn die entscheidende Frage lautet nicht ist die Bahn sicher?
00:05:16: Natürlich sagen die Eisenbahngesellschaften ja klar sind sie sicher.
00:05:19: Die entscheidende Frage lautet vielmehr, wieviel Sicherheitsmarge ist ein Unternehmen bereit aufzugeben um noch effizienter zu werden?
00:05:25: Wenn du bei einem Zug eine zusätzliche Inspektion einspaßt hast du vielleicht Geld gespart.
00:05:29: Wenn du einen Mitarbeiter weniger einsetzt hast Du vielleicht Personalkosten gespart.
00:05:33: aber wenn dadurch die Wahrscheinlichkeit eines schweren Unfalls auch nur geringfügig steigt kann der Schaden plötzlich nicht mehr linear sein.
00:05:39: dann sprechen wir nicht mehr über ein Prozent paar höher Kosten.
00:05:42: Dann sprechen wir über Menschenleben Evakuierung zerstörte Infrastruktur und Umweltbelastung.
00:05:47: Hunter Häusen seinerzeit hatte eine Liste seiner zentralen Prinzipien mal angefertigt.
00:05:51: Service stand ganz oben, danach Kostenkontrolle und Asset Auslastung und Sicherheit kam erst danach.
00:05:57: Sicherheit war also nicht unwichtig aber sie war eben nur Nummer vier.
00:06:00: Und bei einer Eisenbahn ist das eine ziemlich interessante Priorisierung denn ein System kann man auf Effizienz optimieren, aber man kann Sicherheit nicht einfach wie eine weitere Kostenposition behandeln.
00:06:11: Das Problem ist dass der Erfolg guter Sicherheit daran besteht das eben nichts passiert.
00:06:15: kein Unfall, keine Explosion, keine Evakuierung, kein toter Mensch.
00:06:18: dafür gibt es kurzfristig aber keine schöne Quartalsboni.
00:06:22: Hier ist der springende Punkt.
00:06:23: mittlerweile wären diese Züge in den USA fahrende Bomben genannt.
00:06:28: Es wirklich war Bomb Trains.
00:06:29: Wenn du hochentzündliche oder giftige Stoffe über tausende Kilometer durch die besiedelten Gebiete transportierst, hast du zwangsläufig ein Risiko.
00:06:38: Aber die Menschen, die neben den Gleisen wohnen sitzen nicht am Tisch wenn ein Bahnunternehmer entscheidet wie viele Inspektoren beispielsweise es beschäftigt.
00:06:47: das Unternehmen entscheidet innerhalb des regulatorischen Rahmens und genau deshalb ist auch Regulierung bei solchen Infrastrukturen so wichtig.
00:06:55: Das Fazit aus dieser Geschichte Es geht nicht primär um die amerikanische Eisenbahn, es geht mehr um das Prinzip dass wir aus vielen anderen Bereichen eben auch kennen.
00:07:02: Was passiert wenn ein System auf so der Maßen viel Effizienz getrimmt wird ohne dass die Kosten des Scheiterns ausreichend eingepreist sind?
00:07:09: Sicherheit sollte bei kritischer Infrastruktur eigentlich keine Kennzahl unter vielen sein.
00:07:13: Ein System ist nicht effizient, wenn es nur deshalb billig ist weil es das Risiko auf alle Anderen verteilt.
00:07:18: Wenn die Kosten eines Versagens gigantisch sind darf man ein System nicht so optimieren als wäre das Versagen ausgeschlossen.
00:07:25: Wir verlinken natürlich die Sendung in die Show Notes, schaut mal rein.
00:07:28: Natürlich ist das nicht so trocken und nüchtern präsentiert worden von John Oliver wie ich das hier mache.
00:07:33: es ist natürlich auch soweit bei dem Thema geht auch lustig aufbereitet.
00:07:37: Ich fand eine superinteressante Story!
00:07:40: Ich sehe da nicht komplette Parallelen zu Deutschland.
00:07:43: aber die Frage die wir uns auch immer stellen, Teilprivatisierung der Bahn und was bedeutet das eigentlich mit Infrastruktur?
00:07:50: Und wo sind die Effizienzen?
00:07:51: Da kann man schon ein bisschen etwas lernen wie man es nicht
00:07:54: macht.
00:07:57: Ich habe mitgebracht eine Doppelpack-Meldung von DHL.
00:08:02: DHL ist ja schon in der Vergangenheit oft vorangegangen bei Themen rund um Nachhaltigkeit, sicher auch aufgrund der schieren Größe des Unternehmens und der ganz besonderen Sichtwahrkeit auf den Straßen – das ist ja wirklich riesig!
00:08:16: Weißt du wie viele Leute bei DHL arbeiten, Timo?
00:08:18: Nein
00:08:18: ich weiß es nicht genau, aber ich würde... ...Achzigtausend.
00:08:23: Hundert sind
00:08:23: wir nachschärfen.
00:08:25: Hundertfünfzigtaußen
00:08:26: fünfhundert achtundvierzigtausend in allen Geschäftsbereichen.
00:08:30: Das ist ungefähr, ganz ungefähr so viel wie alle Einwohner unserer beiden Fußballvereinsstädte Bochum und Kiel zusammen.
00:08:37: Es ist schon finde ich eine unglaubliche Größenordnung.
00:08:41: So zwei Initiativen sind mir in der letzten Woche auch gefallen die ich berichten sie jetzt finde.
00:08:45: erstens ein Subdienstleisterpreis.
00:08:48: DHL hat vor drei Tagen den seinen ersten Nachhaltigkeitspreis für Subdiensteleister vergeben.
00:08:55: Übersubdienstleister wird ja viel geredet.
00:08:57: Das war jetzt zum Beispiel auch bei der Zukunft Transport vor zwei Wochen so.
00:09:00: und dann erkennt man immer an, dass die natürlich auf den Emissionen sitzen und so und das man letztlich davon abhängt was die tun und wer schön wenn und so weiter und da endet die Diskussion aber leider oft.
00:09:12: Der L setzt nun zumindest ein Zeichen für besonderes Engagement ihrer Speditionspartner.
00:09:18: Da sind wahrscheinlich nicht die ganz kleinen Unternehmen mit drei Lkw oder so sondern schon die größeren.
00:09:24: Aber da hat man jetzt einen Wettbewerb veranstaltet.
00:09:27: Ich habe ein paar von den Gewinnernamen lesen können in dem Video und paar gegoogelt sind schon richtige Spätition.
00:09:33: Es gab eine Jury, in der zum Beispiel auch Tobias Wagner war Eine große Gala auf der er auch so das E-Wohnmobil von Tobias zu bewundern war.
00:09:42: Richtige Trophäen Und ich finde es super.
00:09:45: Wir wissen doch dass Menschen auf sowas reagieren und es im Zweifel sogar Verhalten steuern kann wenn's einen Preis zu gewinnen gibt.
00:09:51: Nun ist nicht jedes Unternehmen DHL hat nicht unbedingt die Mitte sowas zu machen und vielleicht auch gar nicht die Menge an Subdienstleistern, dass man überhaupt eine vernünftige Auswahl treffen könnte.
00:10:02: Aber vielleicht dient das Beispiel ja doch irgendwie als Inspiration.
00:10:05: nach innen, machen das ja durchaus schon einige Unternehmen zum Beispiel unsere Freunde von SovereignSpeed, die haben mal einen internen Nachhaltigkeitswettbewerb gemacht.
00:10:15: aber nach außen habe ich so was noch nicht so oft gesehen und finde mehr davon sondern das zweite ist jetzt Ein Thema, wo ich nicht so sicher bin.
00:10:26: Ob ich das jetzt eigentlich gut finde oder nicht?
00:10:28: DHL setzt beim ELKW auf den Umweg über den Verbrenner.
00:10:32: Das klingt erst mal komisch.
00:10:34: Der DHL CEO wirbt auf LinkedIn für das EREV Extended Range Electric Vehicle dass der Konzern gemeinsam mit Scania entwickelt hat.
00:10:48: Technisch ist das ein Batterielkw, bei dem ein Batteriepaket durch einen Verbrennungsmotor ersetzt wurde.
00:10:53: Der springt dann als Generator ein wenn keine Ladesäule erreichbar ist oder eine Route länger wird als geplant.
00:10:59: Seit März zwanzigfünfundzwanzig hat man Pilotfahrzeug im Einsatz gehabt, seventy-viertausend Kilometer absolviert und davon zweiundneunzig Prozent elektrisch, wenn ich es richtig verstehe voll elektrischer ohne dass quasi mit dem Generator nachgeladen wird.
00:11:14: Anfang siebenundzwanzig will man jetzt zehn weitere Fahrzeuge im Einsatz haben.
00:11:18: Und DHL fordert nun, dass die CO-Zwei basierte Maut die Emissionsvorteile solcher Fahrzeige anerkennt.
00:11:25: also diese Brückentechnologie dieser definitiv ist braucht erst noch die passende Regulierung um sich zu rechnen.
00:11:32: für eine richtige Einordnung fehlt finde ich in dem Bericht das mag es aber dann woanders geben auf welcher Relation diese zwei neunzig Prozent zustande kam Und was so ein E-Ref eigentlich gegenüber einem reinen Beff kostet in Anschaffung, Betrieb und so weiter.
00:11:49: Ich finde es absolut berichtenswert, so darum sprechen wir darüber.
00:11:52: Muss aber sagen dass ich davon so ein bisschen überrascht bin.
00:11:54: Ich wüsste einfach wirklich gern was denn wirklich da der Engpass ist?
00:11:57: Ist es wirklich die Ladesäule das man Angst hat.
00:12:00: Man kann abends nicht mehr laden und dann lassen will er den Generator laufen.
00:12:04: oder sind es wirklich Die mehr Kilometer als geplant?
00:12:07: Denn acht Prozent der Kilometer nicht elektrisch also durch den Generator.
00:12:11: Das ist ja nicht so viel, gibt es dann nicht innerhalb eines solchen gigantisch großen Unternehmens viele Relationen die einfacher zu elektrifizieren sind wo man anfängt?
00:12:20: Naja, viele Fragen.
00:12:22: wir bleiben dran denn das finde ich schon sehr interessant und möchte gerne verstehen wie das eingesetzt wird.
00:12:27: dass auch dann CO² freundlicher ist wenn Einfach ein Generator komplett mitfährt ohne Batterien und die ganze Zeit aus dem Generator den Strom zieht.
00:12:37: Im Vergleich zum Verbrenner ist unstrittig, aber finde ich irgendwie überraschend.
00:12:44: Verlinken wir natürlich auch in den Show-Nodes!
00:12:47: Ich habe noch eine Kurznews mitgebracht.
00:12:52: Es geht um Zollgebühren.
00:12:54: Den Artikel dazu verlinken wir natürlich in den Shows.
00:12:55: Jetzt hab' ich auch Spiegeltiege gefunden.
00:12:57: Das geht eben um eine spannende Entwicklung rund um Temu, Shein... ...und AliExpress.
00:13:02: der Import von Billigpaketen aus China in die EU ist offenbar deutlich eingebrochen, je nach Betrachtung um bis zu vierzig Prozent.
00:13:10: Was steckt dahinter?
00:13:11: Seit dem ersten Juli gibt es Zoll auf Kleinsendungen, bis dahin waren nämlich Waren in mit einem Wert von unter hundertfünfzig Euro bei der Einfuhr grundsätzlich zollfrei.
00:13:22: Diese sogenannte Hundertfünftig-Euro-Freigänze ist jetzt weggefallen.
00:13:25: stattdessen werden bei solchen Sendung zunächst pauschal drei Euro Zoll pro Warenkategorie erhoben.
00:13:31: die Regelung ist als Übergangslösung zunächst bis zwanzig achten zwanzich angelegt.
00:13:35: das ist übrigens kein deutscher Alleingang und auch keine spezielle Temusteuer.
00:13:39: Die EU Mitgliedstaaten haben die Regelungen im Dezember zwanzivzwanzig beschlossen.
00:13:43: Im Februar zwanziesächsens hat der EU-Rat endgültig grünes Licht gegeben.
00:13:47: Der Hintergrund ist ziemlich simpel, der Boom des Kleinspaketversands hat die bisherigen Zollverfahren an ihre Grenzen gebracht.
00:13:54: Allein im Jahr zwanzig fünfzwanzig kamen rund sechs Milliarden kleine Pakete in die EU etwa neunzig Prozent davon direkt aus China.
00:14:00: Gleichzeitig konnten Anbieter wie Temu oder Shi'in vom bisherigen zollfreien Betrag profitieren und ihre Waren direkt in winzigen Einzelsendungen an europäische Kunden schicken.
00:14:10: Und offenbar zeigt genau diese Maßnahme Wirkung.
00:14:12: Erste Daten deuten darauf hin, dass die Zahl der entsprechenden Importe seit Juli um etwa dreißig bis vierzig Prozent zurückgegangen ist.
00:14:18: Das Ziel ist dabei aber nicht nur drei Euro einzunehmen.
00:14:21: es geht um faire Wettbewerbsbedingungen darum die massenhafte Kleinsendungslogistik einzudämmen und künftig stärker sich sicherzustellen das importierte Waren die europäischen Regeln und Standards erfüllen.
00:14:32: Die EU arbeitet deshalb gleichzeitig an einer umfassenden Reform des Zollsystems und einer zentralen digitalen Zollplattform Und genau deshalb finde ich die Entwicklung ganz spannend.
00:14:41: Drei Euro klingen erst einmal nach wenig, aber wenn ein Geschäftsmodell darauf basiert Millionenprodukte einzeln und extrem günstig nach Europa zu schicken kann eine kleine Änderung der Rahmenbedingungen plötzlich einen ziemlich großen Effekt
00:15:00: haben.
00:15:09: Europe's Climate Leaders.
00:15:12: Großartikel, große Analyse zusammen mit Statista.
00:15:16: weil man eben mal wissen muss wer denn die Champions sind war ich zufällig drüber gestolpert von der Weile und bin dann wie man das so macht einmal durchgescrawlt und dann auf ungefähr Platz fünfzig der europäischen Climate Champions auf die Investitionsbank Schleswig-Holstein gestoßen.
00:15:35: sie sitzt in Kiel Und da habe ich mal ein Schüler-Praktikum gemacht, als ich so sechzehn oder siebzehn war.
00:15:42: Das sind achthundert Leute, die machen das was so regionale Förderbanken eben machen und die machen dass in dem Bürogebäude – und das ist es!
00:15:51: Da war ich schon überrascht, die als kleine Champion gefeatured zu sehen.
00:15:56: Wie wird das bewertet?
00:15:57: Habe ich mich gefragt, na erst Skopp eins und zwei wie sehr man die beiden reduziert hat über fünf Jahre und außerdem ob Und wie man bei CDP und SPDI aktiv ist.
00:16:08: Fand ich jetzt also ein bisschen lustig, die IBS-H da zu finden?
00:16:12: Weil es gar nicht um absolute Emissionen geht sondern eben relative Einsparung Naja...und dann habe ich mich natürlich gefragt, wie sinnvoll die Liste wohl insgesamt ist.
00:16:21: Ich hab' jetzt mal den vierten Platz mitgebracht Top four European Climate Leaders.
00:16:27: Kann jeder kurz für sich überlegen was für eine Art Unternehmen das wohl sein könnte So jemand der so richtig vorangeht.
00:16:34: Lion Trust Asset Management, ein Voranbieter aus UK.
00:16:38: Zweihundert Mitarbeiter sensationelle.
00:16:40: Sechsundneunzig Komma Neun Prozent Reduction in Scope Eins und zwei.
00:16:46: Wie macht man das denn so?
00:16:47: Wenn wir so drei bis vier Büro Etagen hat Timur Landner
00:16:50: LED-Lampen
00:16:52: Stromvertrag wahrscheinlich oder Umzug oder potentiell Firmenfahrzeuge ließen statt Kaufen?
00:16:57: also um das jetzt mal vielleicht unfair zu verknappen Buchhaltungstricks.
00:17:02: Top four European Climate Champion.
00:17:05: Timo, wo rein investiert eigentlich so ein Climate-Champion?
00:17:09: Ich hoffe nicht in fossile Energieträger.
00:17:11: Genau!
00:17:12: In den top Holdings.
00:17:13: Eines der Fonds die ich mir angeschaut habe, der ist auf die UK fokussiert... Shell und BP.
00:17:18: Ja, sauber!
00:17:19: Zeigt wieder mal dass man wirklich ganz genau hinschauen muss bei Auszeichnungen und Rankings selbst dann wenn sie von solchen bisher finde ich Household Names wie die Financial Times und Statista durchgeführt werden.
00:17:33: Link in den Kommentaren falls sich das mal jemand anschauen möchte.
00:17:36: aber ganz ehrlich und das sage ich glaube jetzt zum ersten Mal Den klick den kann man sich getrost sparen.
00:17:41: Das war's für heute.
00:17:42: Wir wünschen euch ein schönes Wochenende und freuen uns, wenn wir uns nächste Woche wieder hören.
00:17:47: oder ihr uns egal schaltet wieder ein!
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