WEEKLY 38/2026 | IAA Transportation: What's new and exciting? | Kreislaufwirtschaft außerhalb des Westens

Shownotes

Moritz bespricht die neuesten Entwicklungen von der IAA Transportation in Hannover, zumindest einige davon: neue Fahrzeuge, neue Wettbewerber, die ganz große Show. Aber auch den Start der Umsetzungsphase des Schnellladenetzes an den Autobahnen, das neue Projekt von BGL und Depotcharge sowie eine spektakuläre Ankündigung von Einride und Lidl. Timo kommt dann auch noch zu Wort und stellt eine Studie vor, die untersucht, wie und warum Kreislaufwirtschaft eigentlich außerhalb des Westens funktioniert: anders. So viel sei hier schon einmal verraten.

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BGL und Depotcharge: https://www.electrive.net/2026/09/15/bgl-depotcharge-gemeinsam-ladenetz/

Einride und Lidl Pressemitteilung: https://www.einride.tech/press/einride-and-lidl-launch-first-autonomous-cab-less-truck-on-german-public-road

Kreislaufwirtschaft Paper: https://www.nature.com/articles/s41893-026-01901-z

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00:00:00: Das Gleiche in Green Weekly am achtzehnten September zwanzig sechsundzwanzig.

00:00:19: Eine neue Woche, ein neues Weekly.

00:00:21: Ein bisschen veränderte Situation wie sonst?

00:00:24: Moritz ist wie immer im DGI G-Artlauhorst.

00:00:27: Ich bin unterwegs ich bin in Berlin auf dem KI Big Bang Festival.

00:00:30: Du fragst ob ich noch mal hierhin komme.

00:00:31: Nein!

00:00:32: Auf keinen Fall.

00:00:32: also lass uns starten.

00:00:33: Moritz was hast du mitgenommen?

00:00:35: Okay das habe mich nicht gefragt aber haben wir das auch festgestellt?

00:00:44: Die Welt blickt auf Hannover zur Expo zweitausend wahrscheinlich zuletzt gehört hat.

00:00:51: Aber nun ist es wieder soweit, die IAA Transportation findet statt noch bis Sonntag in der Stadt Anderleine.

00:00:58: ihr habt also noch Chance.

00:00:59: ich wollte eigentlich hin und mir das anschauen hat zeitlich nicht geklappt.

00:01:03: Also habe ich ganz viel gelesen und Videos geschaut Und da is ja wirklich einiges los.

00:01:08: Der ganz ganz große Bahnhof für neue Lkw-Modelle mit Enthüllung Lichtshow Begeisterung Matching Sneakers des Standpersonals Gäckig, wie meine Mutter sagen würde.

00:01:21: Ist natürlich noch weiter von entfernt.

00:01:22: was in der Intralogistik zum Teil abgebrannt wird Timo also ein Musical oder einen Ballett habe ich da jetzt nicht sehen können.

00:01:29: Es geht ja auch um nicht weniger als die Zukunft der europäischen Lkw-Hersteller.

00:01:33: so liest man das zumindest vielfach und so ganz übertrieben ist es wahrscheinlich gar nicht.

00:01:38: Man stellt dort auf der IAA jetzt die interessierten Öffentlichkeit mit ganz großer Show seine neuen E-Lkw-Modelle vor, die so liest man auch wirklich tolle Fahrzeuge sind was die technischen Specks angeht und da gibt es immer noch große Schritte von einer Fahrzeuggeneration zur nächsten.

00:01:55: Die Leute, die das Tuch von den Fahrzeugen ziehen zumindest das erste Mal... Das sind natürlich genau die Menschen!

00:02:02: Die Schweden Connection, von der wir gesprochen hatten schon mal die in Brüssel heftig an der Aufweichung der Flottengrenzwert.

00:02:08: Regulierung arbeiten und wahrscheinlich mit ein bisschen weniger Getöse auch neue Verbrenner präsentieren sogar die die Breitbeinig behauptet hat dass das nie wieder passieren wird.

00:02:19: naja Auf der IAA-Transportation stellen natürlich nicht nur Scania MAN und so weiter, also die bekannten europäischen Hersteller vor.

00:02:27: Sondern eben auch die in Anführungszeichen neuen Wettbewerber, sei es Tesla mit dem Semai oder BYD und ganz viele andere chinesische Herstellern.

00:02:36: Insgesamt – so habe ich gelesen – seien rund ein Drittel der Aussteller der IA Transportation zum ersten Mal da.

00:02:44: Zu den Zukunftsperspektiven dieser neuen Wettbewerber gibt es wenig überraschend sehr unterschiedliche Stimmen.

00:02:51: Von finde ich überbordene Arroganz, weiß nicht wann Arro-ganz zuletzt ein Fahrzeug verkauft hat aber was weiß ich schon vom Fahrzeugverkaufen?

00:02:59: also im Sinne von da soll der Kine jetzt immer kommen und dann zeigen wir wie man gute LKW baut haben alle schon gehört also wirklich gehört bis hin zu so absolutem Fanboy-Tum natürlich bei Tesla.

00:03:11: Bei Tesla ist man sich wohl insgesamt sehr einig, dass die Specks sehr vielversprechend sind.

00:03:16: Allerdings hat der ja keine Schlafkabine und weil sich E-LKW aktuell nur dann rechnen wenn sie möglichst viele mautbefreite Kilometer machen jeden Tag ist das Einsatzspektrum vielleicht etwas eingeschränkt.

00:03:31: aber schauen wir mal Auf jeden Fall auf der Fahrzeugfront.

00:03:36: wirklich spannend.

00:03:37: Ich kann voll verstehen, warum die ganzen Spielteure da rumlaufen auf der Messe auch im Grunde alle, die wir in der letzten Zeit im Podcast hatten.

00:03:45: das muss ich wenig anfühlen wie so als Kind durchs und Süßigkeit laden zu laufen Und alles mal probieren zu können.

00:03:52: Rainer Schmidt zum Beispiel war sogar zu sehen In der Tagesschau also richtig richtig gespült in den Mainstream unserer Branche für einen Bruchteil einer Minute.

00:04:04: Im Rahmen der IAA gab es noch viel mehr zu sehen und zu hören, als jetzt nur die Fahrzeuge ... Zum Beispiel ist jetzt das Schnell-Lade-Netz für Lkw an der Autobahn offiziell in die Umsetzungsphase gestartet.

00:04:19: Johannes Palasch war natürlich da mit dem Bundesverkehrsminister Stefan Bilger und einigen anderen, da wurde kein Buzzer gedrückt und leider auch keinen Band durchgeschnitten oder so.

00:04:29: aber man hatte eine große Karte in der Hand auf der alle Standorte eingezeichnet sind.

00:04:35: ich habe mir diese Karte angeschaut.

00:04:38: Total erstaunt, dass es in Deutschland ein sehr großes Loch gibt.

00:04:41: In dem keine Lademöglichkeit geplant ist.

00:04:43: Das ist wirklich eine sehr große Fläche nordöstlich von Hannover.

00:04:49: Das fand ich total merkwürdig und hab da mal nachgeschaut.

00:04:52: Und tatsächlich ... Da gibts aber schlicht keiner Autobahn.

00:04:56: Oben verläuft die A-Twenty?

00:04:57: von Hamburg nach Berlin?

00:04:58: dann kommt wirklich ganz lange nichts und dann läuft irgendwann wieder in Ostwestrichtung der A-Zwei.

00:05:03: also Ich bin ja jetzt schon ein paar Jahrzehnte alt, ist mir noch nie aufgefallen.

00:05:07: Dass es da so einen Autobahnloch gibt.

00:05:10: auf dem Weg heute ins Büro habe ich dann nochmal recherchiert.

00:05:14: Advanced Googling und hat mit so einem Bevölkerungstichte-Karte angeschaut.

00:05:17: Und ja, da wohnt auch wirklich einfach ... Also keiner ist wahrscheinlich unfair zu sagen aber die Bevölkerungsdichte da ist wirklich erstaunlich niedrig.

00:05:25: vielleicht ein Grund warum man da so gut Fahrrad fahren kann.

00:05:28: Sehr gut in jedem Fall, dass es losgeht.

00:05:30: Johannes wurde auch interviewt und war immer noch sehr optimistisch, dass er schnell gehen kann.

00:05:34: Ich glaub das ist Teil seines Jobs Optimismus zu versprühen.

00:05:38: Auch in viele Kameras sprechen durfte übrigens Hilgart Müller als Präsidentin des VDA ... Der VDA hat jahrelang wirklich einiges getan um die Verkehrswende nach Kräften auszubremsen und war da auch ziemlich erfolgreich mit.

00:05:53: Auf der IAA war man in der Meinung, dass die Anzahl der Ladepunkte ja ganz nett sei.

00:05:57: Eigentlich braucht man nur dreimal so viel.

00:05:59: Das ist ein bisschen wie beim Umzug nicht tragen helfen oder sich dann beschweren, dass das wir im neuen Kühlschrank noch nicht kalt sind.

00:06:05: Lieben wir!

00:06:16: Der Bundesverband Güterkraft, Verkehr Logistik und Entsorgung.

00:06:19: Und das Münchner Start-up Depot Charge haben ein halb öffentliches Ladennetz für Elektro-Lkw angekündigt.

00:06:26: Speditionen öffnen ihre freien Ladepunkte an ihren Depots für andere Flotten können umgekehrt die Ladepunkte anderer Teilnehmer nutzen.

00:06:34: Das ist die Idee.

00:06:35: Preise Zugangsregeln und Verfügbarkeit bestimmen die Betreiber selbst.

00:06:39: Und Depot Charge übernimmt Zugangsteuerung, Abrechnungen und den ganzen Kram dahinter.

00:06:44: Der BGL mit rund sieben Tausend Mitgliedsunternehmen macht Depot Charge damit so ein bisschen zum Ladenetz für seine Mitglieder- und Überträgen modell nach Deutschland, das in der Schweiz schon seit ein paar Monaten läuft.

00:06:57: Parallel hat Depot Charge übrigens eine Pre-Seat Finanzierung über zwei Komma sieben Millionen Euro abgeschlossen.

00:07:03: Das Geld soll in internationale Expansionen die Plattform fließen.

00:07:06: man plant da eine Reihe neuer Features.

00:07:09: Ziel ist es, in den nächsten zwei Jahren mit Verbandspartnern das führende Ladennetz für den elektrischen Güterverkehr in Dach und Benelux aufzubauen.

00:07:16: Großes Ziel aber braucht Herr Ziele.

00:07:18: Depot-Laden bei anderen Unternehmen wird sicher eine Rolle spielen in der Zukunft und jedes Unterfangen was mit einer gewissen Masse an Nachfrage und eben auch ne Masse ein Angebot beginnt ist sicher in einer guten Position.

00:07:35: So, und jetzt noch der letzte Punkt.

00:07:36: Bevor ich meine Rede schwaltern, beendet Timo ein Thema bei dem sich unsere beiden Welten so ein bisschen treffen.

00:07:42: Einwright und Lidl mit erster Level-Vier-Zulassung in Deutschland quasi der Reve-Lieferbord in ganz groß.

00:07:50: Zuhörende der ersten Stunde erinnern Sie sich vielleicht?

00:07:53: Reuters berichtet das Einwright & Lidle nach eigenen Angaben den ersten fahrerlosen Lkw Ohne Fahrerhaus im Regelbetrieb auf einer öffentlichen Straße in Deutschland gestartet haben.

00:08:06: Let that sink in, das ist schon eine große Neuigkeit!

00:08:10: Das elektrische Fahrzeug pendelt im hessischen Eder Münde zwischen einem Lidl-Logistikzentrum und einer Filiale ohne Fahrer oder Sicherheitsbegleiter an Bord.

00:08:19: wie gesagt da gibt es halt auch keine Kabine.

00:08:20: das ist nur ein Container auf Rollen.

00:08:23: wenn ihr jetzt so einen Einridefahrzeug noch nie gesehen habt google das mal.

00:08:27: Grundlage ist eine Genehmigung des Kraftfahrzeug-Bundesamts für SAE Level IV, laut Einride die erste ihrer Art hierzulande.

00:08:35: Die Route soll jetzt schrittweise zu einem Milk Run mit mehreren Stops ausgebaut werden und weitere Einsätze innerhalb der Schwarzgruppe werden auch diskutiert.

00:08:43: als Motive warum man das macht nennt Lidl Fahrermangelversorgungssicherheit und Resilienz.

00:08:49: Beeindruckend ist wahrscheinlich vor allem die Zulassung und weniger der Anwendungsfall den man da jetzt hat.

00:08:55: ne feste Kurzstrecke Zwischen zwei Standorten des selben Konzerns ist wahrscheinlich das freundlichste Umfeld, was man sich so für autonomes Fahren vorstellen kann noch dazu in einem kleinen Ort irgendwo in Hessen.

00:09:08: Aber es findet auf öffentlichem Straßen statt, weil's jetzt nicht in der Pressemitteilung steht.

00:09:14: die Strecke soll nur vierhundert Meter lang sein und ich habe das mal offen im Satellitenbild verifiziert wenn ich das richtig gewundert hab.

00:09:20: also dass Zentralager und die Filiale liegen wirklich exakt nebeneinander, nur getrennt durch eine ganz kleine Kfz-Werkstatt.

00:09:28: Heißt natürlich trotzdem du musst auf einer öffentliche Straße einbiegen von deinem Werksgelände und dann auch wieder abbiegen.

00:09:33: aber also es ist nicht gut finde ich trotzdem richtig toll.

00:09:38: ich mag solche Nachrichten kann mich da sehr viel begeistern.

00:09:42: Das ist ein erster Schritt.

00:09:43: Mal sehen, was daraus wird.

00:09:44: der LKW fährt aktuell maximal.

00:09:49: Wir sind also noch sehr in Großbuchstaben, weit davon entfernt, dass uns mal so'n Fahrzeug auf der Autobahn begegnet auch wenn manche Pressebericht das schon vermuten lässt.

00:10:00: Aber nein, soweit ist es nicht.

00:10:02: und ein weiterer Realitätscheck natürlich auch nicht in der Pressemitteilung.

00:10:06: Das Kraftfahrzeug-Bundesamt verlangt für den Pilotbetrieb ein Begleitfahrzeug mit Fahrer hinter dem autonome Lkw.

00:10:13: Und dieser Local Operator übernimmt auch in der ersten Phase das B und Entladen, denn Fun Fact!

00:10:20: Man braucht eben doch noch Menschen in logistischen Prozessen so lange Timo nicht endlich mit seinen Humanoiden aus dem Kreuz kommt.

00:10:32: Ja ungekehrte Vorzeichen heute.

00:10:35: du hast die logistische Meldung abgefrühstückt.

00:10:37: ich komme mit der Wissenschaft.

00:10:39: Ich habe eine Studie mitgebracht und zwar nennt die sich Diversity of Circular Economies from Global South Evidence.

00:10:47: Das ist eine Studier, die vor ein paar Wochen, ich meine am zwanzigsten August erschienen ist und beschäftigt sich mit der Frage wie die Circular Economy eigentlich im globalen Süden aussieht.

00:10:57: Die Autoren sind unter anderem Julian Kirchherr von der Roskilde Universität arbeitet auch nebenbei bei McKinsey Und seinem Team u.a.

00:11:05: Lukas Straub.

00:11:07: Was haben die, oder wie war die Methode erst mal?

00:11:09: Das ist eine systematische Review von hundertdreiundachtzig per Review den Studien untersucht in achtundzwanzig Ländern mit niedrigen unterm mittleren Einkommen.

00:11:17: Also globaler Süden.

00:11:18: Schwerpunktregion waren Südasien am meisten erforscht an Sub-Sahara Afrika und dann Ostasien.

00:11:24: Methodik war ein Ausgangspult über twelvehundert Artikel und daraus sind dann eben nach einem Screening hundertdreißig übrig geblieben.

00:11:30: Allerdings, das sei an der Stelle schon mal erwähnt, nur thirty-fünf Prozent aller relevanten Länder überhaupt wurden erforscht.

00:11:36: also da sind große weiße Flecken vorhanden.

00:11:39: Die Studie die jetzt veröffentlicht worden ist basiert auf eine Studie von zwanzig neunzehn mit dem Titel Research on the Circle Economy a Critique of The Field ebenfalls von Julian Kicher.

00:11:53: rausgefunden, dass es eine massive Schlagseite gibt hinzu entwickelten Volkswirtschaften wenn's um Circular Economy geht.

00:12:02: Die haben damals herausgefunden Studie mit geografischen Fokus behandelt und gerade mal fünf Prozent dieser Entwicklungs- und Schwellennänder drehen sich um den globalen Norden.

00:12:10: Kirchherr hatte damals geschrieben, das mache den Großteil der Circular Economy Forschung faktisch irrelevant für Länder die zusammen die Hälfte der Weltbevölkerungen stellen.

00:12:21: Dann jetzt zur Studie selbst!

00:12:23: Die Kernthese also klassisches Circular economy Konzept ist komplett vom globalen Norden geprägt.

00:12:31: Im globalen Süden sieht eben die circular economy komplett anders aus.

00:12:35: sie ist nicht nur kleiner sondern eben auch strukturell anders.

00:12:39: Die drei zentralen Unterschiede zum globalen Norden.

00:12:42: Erstens, wer treibt es an?

00:12:44: Im Global Norden ist es Top-Down, Politik und Industrie getrieben und im globalen Süden ist es mehr bottom up, Community basiert und oft informell.

00:12:52: Und warum macht man's?

00:12:53: Im global Norden die Motivation... in Richtung Umwelt- und Ressourcenübernutzung, oder beziehungsweise diese halt zu reduzieren.

00:13:00: Und im Globalen Süden sind es sozioeconomische Notwendigkeit, Ressorzenknappheit eben auch der Impfheitsressorzenknabheit, kulturelle Praktiken... ...und Umwelt ist da eher so der Nebeneffekt!

00:13:10: Was ermöglicht's?

00:13:11: Im Globalen Norden sind es technologische Innovationen.. ..und im globalen Südien sind es soziale und technische Anpassungsfähigkeit.

00:13:18: Die Studie liefert auch konkrete Beispiele.

00:13:21: Ich habe mal ein paar mitgebracht an einem Beispiel aus Benin.

00:13:24: Plastikmüll wird dort zu Baumaterial für Wohnhäuser, Menschen bauen Häuser aus eben diesen recycelten Plastikum weil es eben an Baumaterial und bezahlbarem Wohnraum fehlt.

00:13:34: In Indien gibt es ein Beispiel mit Mikrobewässerung gegen Wasserknappheit Nigeria der informelle E-Schrott Reparatursektor dort mit über hunderttausend Beschäftigten übrigen war das sich schlicht lohnt und weil formelle Entsorgungsstrukturen einfach fehlen ist ein Beispiel in der InSicht.

00:13:53: Community geführtes Bauprojekt aus Plastikflaschen gibt es in Nigeria auch.

00:13:57: und noch ein letztes Beispiel aus Kenya, dort gibt es einen Recycling-Start up das kooperiert mit informellen Müllsammland statt sie eben zu verdrängen.

00:14:06: Das sind alles Beispiele aus dieser Studie.

00:14:08: Die Studie liefert auch Licht und Schatten, also nicht die Studie selbst sondern die Ergebnisse.

00:14:12: Licht wäre beispielsweise im globalen Süden dass das das Circle Economy Praktiken und diese Beispiele meist positive oft gleichzeitig soziale und ökonomische und öko-logisch Effekte haben.

00:14:22: Also neue Einkommensquellen weniger Ungleichheit weniger Gesundheitsbelastung.

00:14:27: Schatten ist aber mehr oder Schatten isst auch vorhanden.

00:14:29: es gibt Risiken und Tradeoffs.

00:14:31: Gesundheitsgefahren ein großes Thema eben für informelle Müllsammler und Recycler.

00:14:36: Südasien als Ziel für gefährliches Ships-Recycling aus reicheren Ländern, Stichwort Indien.

00:14:42: Da könnt ihr auch mal gerne googeln die Schiffsfriedhöfe dort.

00:14:45: und Risiko wenn die EU auf zirkuläre Lieferketten umstellen würde dann drohen im globalen Süden Jobverluste insbesondere in südasiatischen Ländern.

00:14:57: Das Fazit der Autoren, Circle Economy in globalen Süden sollte nicht als reines Abfalleffizienzthema behandelt werden sondern eben als Entwicklungsstrategie oder mit der Entwicklungsstrategie gekoppelt sein.

00:15:08: so muss man es glaube ich formulieren.

00:15:09: Die Forderung der Autore eine hybride Governance was bedeutet das informelle kommunale Strukturen sollen als legitime Akteure anerkannt werden und mit Top-Down Förderungen verbunden werden statt eben sie zu verdringen ist ein ganz wichtiger Punkt.

00:15:23: die Global Norden Modelle können und sollten auch nicht eins zu eins als Blaupause übertragen werden für den globalen Süden, sondern vielleicht mehr umgekehrt.

00:15:33: auch denken Plädoyer eben für dieses Südsüdlerren statt eben nur Norden.

00:15:37: Als den Vorbild zu nehmen ja und ich hatte es schon erwähnt die Forschungslücke bleibt aktuell noch weiter bestehen soll heißen nur thirty fünf Prozent der Länder im Globalen Süd wurden überhaupt untersucht.

00:15:48: Ich fand die Studie sehr interessant.

00:15:50: Sie hat weniger mit Logistik zu tun, aber mehr mit Circular Economy.

00:15:54: und eben, Moritz war es ja gerade schon erwähnt unsere Betrachtungsweise wenn's um Forschungsthemen geht ist sie halt schon sehr geprägt und fokussiert auf nur ein Teil der Welt und nicht auf die Gänze.

00:16:08: Das meine Studie der Woche.

00:16:10: natürlich links in den Show Notes könnt ihr gerne mal nachlesen

00:16:13: Das war Weekly für diese Woche, vielen Dank fürs Einschalten.

00:16:16: Wir entlassen euch jetzt schnell ins Wochenende denn es ist früh am Morgen, Timur Landner trägt ein Hemd und wer ihn kennt weiß das heißt Business!

00:16:24: Und da soll er jetzt machen können.

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