Daniel Killinger von Welser Profile über grünen Stahl, fehlende Definitionen und den Preis-Kipppunkt (#72)
Shownotes
Bis zu 10.000 Tonnen Stahl stecken in einem vollautomatischen Hochregallager. Doch nicht nur dort: Weltweit entfallen sieben bis neun Prozent der Emissionen auf Stahl. Daniel Killinger verantwortet bei Welser Profile die Transformation von grauem zu grünem Stahl. Das österreichische Familienunternehmen ist über 365 Jahre alt und stellt heute mit rund 2.400 Beschäftigten an fünf Produktionsstandorten rollgeformte Sonderprofile her, unter anderem für Hochregallager, Fassaden sowie Truck und Trailer. Bis zu 90 Prozent der Emissionen eines fertigen Profils entfallen auf den Stahl. Mit Daniel sprechen Timo und Moritz über Fragen wie:
• Wie wird aus Eisenerz ein Stahlprofil? Warum bekommt Daniel beim „Stahl-Origami“ Herzl in den Augen? • Was unterscheidet Elektrolichtbogenofen, Schrott und wasserstoffbasiertes direktreduziertes Eisen von der klassischen Hochofenroute? • Bilanziert oder physisch reduziert: Was steckt hinter den unterschiedlichen Definitionen? • Wie hoch ist der Aufpreis für emissionsreduzierten Stahl? • Warum steht in China ein Grünstahlwerk nach drei bis vier Jahren, während es in Europa sieben bis zehn Jahre dauert? • Weshalb gehört grüner Stahl zur Aufpreisliste fürs Auto? • Wie viel emissionsreduzierter Stahl wird in fünf Jahren tatsächlich nachgefragt?
Eine Folge für alle, die verstehen wollen, warum die Dekarbonisierung des Stahls weniger an der Technik hakt als an Definitionen, Kommunikation und Nachfrage. Und warum „Freiheitsstahl“ vielleicht das bessere Verkaufsargument wäre. Einschaltempfehlung!
--
Daniel Killinger: https://www.linkedin.com/in/daniel-killinger-80a342bb/ Welser Profile: https://www.welser.com
Transkript anzeigen
00:00:00: Wir reden hier von Stahlwerken so groß wie Städten, die halb platt gemacht werden und neu aufgebaut werden für diesen neuen Prozessketten.
00:00:08: Und in der Aufpreisliste finde ich vom veganen Ledersitzen über ein Glasschiebedach von der Frontscheibe bis zur Heckscheibe durchgehend bis hin zu einer Anhängkupplung alles nur.
00:00:17: Ich finde keine Möglichkeit zur Decarbonisierung darin.
00:00:20: Das funktioniert einfach nicht wenn man hier nur bis zum nächsten Regierungsperiode denkt und nach vier Jahren wären die Karten wieder neu gemischt.
00:00:37: Willkommen zu einer neuen Folge das Gleiche in Grün.
00:00:39: Heute sprechen wir über einen Werkstoff, ohne den in der Logistik gar nichts geht – Stahl!
00:00:45: Zu Gast ist Daniel Killinger von Welser Profile.
00:00:49: Daniel beschäftigt sich dort ausgiebig mit dem Umstieg von konventionellem sogenannten grauen Stahl auf emissionsreduzierten Stahl Und er sitzt dabei quasi in der Mitte der Lieferkette, also genau zwischen den Stahlproduzenten selbst und den industriellen Abnehmern wie zum Beispiel der Automobilindustrie oder eben Intralogistikunternehmen.
00:01:08: Wir sprechen darüber was emissionsreduzierter Stahl überhaupt ist, wie das technisch geht, wie viel es davon gibt, was der kostet und woran es liegt dass wir nicht schneller vorankommen.
00:01:18: Daniel brennt für dieses Thema.
00:01:20: anders als ihr konnten wir ihn beim Sprechen sehen und wirklich da habe ich zum ersten Mal überlegt dass so ein Video-Podcast auch Vorteile haben könnte, denn die Begeisterung fasst schon Bewunderungen für diesen Prozess der Stahlherstellung.
00:01:33: Die war ganz deutlich sichtbar in seinem Gesicht!
00:01:36: Eine Episode, in der wir wieder viel gelernt haben.
00:01:38: Viel Spaß mit Daniel und Fifty Shades of Green Steel.
00:01:43: Hallo Daniel!
00:01:45: Hallo grüß euch zusammen!
00:01:47: Daniel kannst du dich mal vorstellen wer bist du?
00:01:49: Und was machst Du?
00:01:51: Ja, ich bin bei Welser Profile tätig schon seit fast zehn Jahren.
00:01:57: Bin dabei verantwortlich für die Transformation unter anderem von grauen Stahl hin Richtung grünen Stahl und das ist natürlich ein ganz spezielles Thema was aktuell auch sehr heiß in der Stahlindustrie gegessen wird.
00:02:10: Ja, damit hast du schon das Thema für die heutige Folge auch schon prominent besetzt, prominent erklärt.
00:02:15: Es geht ums Stahl.
00:02:16: nichtsdestotrotz fangen wir aber noch mal mit Welserprofile an.
00:02:21: man hört ein österreichischen Akzent.
00:02:23: kannst du uns mal erklären wer welser profil ist und wo welser Profil herkommt?
00:02:27: Sicher doch!
00:02:29: Welser Profiler ist ein Unternehmen was schon über dreihundertfünfundsechzig Jahre alt ist also wirklich beständig über Generationen.
00:02:38: Im Endeffekt, es ist ein Unternehmen was die Wurzeln im Schmieden hat.
00:02:42: Pfannenschmiede beziehungsweise Agraproduktisch-Schmiedn entlang der österreichischen Eisenstraße.
00:02:47: also das heißt mit dem österreichische Akzent warst du goldrichtig?
00:02:51: Zwischenzeitlich haben wir dann neunzehntsechzig herum begonnen rollgeformte Spezialprofile herzustellen für die unterschiedlichsten Anwendungen zum Beispiel eben auch Lagertechnik Automobil Truck und Trailer aber auch Bau- und Bauzulieferindustrie.
00:03:07: Das Ganze ist recht gut gegangen und mittlerweile haben wir von einem kleinen Schmiedebetrieb ausgehend aktuell zwei Tausend Vierhundert Mitarbeiter weltweit in fünf Produktionsstandorten.
00:03:18: Also läuft ganz gut!
00:03:20: Sehr schön, einen Produktions-Standort kenne ich.
00:03:22: Prominent kam nach Kreuz in der Ecke.
00:03:25: Ich fahre da sehr häufig dran vorbei für diejenigen, die das auch tun.
00:03:30: Nichtsdestotrotz es wird heute um Stahl gehen Und auch um Grünstahl, emissionsreduzierter Stahl.
00:03:36: Da werden wir über die Berichtlichkeit entsprechen.
00:03:38: Kannst du uns mal einen Überblick geben?
00:03:40: Intralogistik und Stahl... Wo kommt das vor?
00:03:43: wie groß ist es?
00:03:44: Wenn wir nicht mehr so ein klassisches Lager halt einfach vorstellen müssen jetzt nicht irgendwie uns fantastische Sachen auslegen aber ein ganz klassisisches Lager.
00:03:51: Wo kommt dort Stahl vor und wie groß is's eigentlich im Relation beispielsweise zu einem Gebäude?
00:03:56: Also das Thema ist, es ist komplett unterschiedlich.
00:03:58: Ich weiß natürlich auch abhängig ist davon von der Größe vom Lager was man hat.
00:04:02: aber so ein vollautomatisches Lager mit mehreren Stockwerken was natürlich dann die Automatisierung dahinter da bist du sagen wir relativ schnell auf tausend Tonnen geht hoch bis zu zehntausend Tonne die in einen solchen Lager drinnen sind.
00:04:19: also richtig viel Material dann nachher drin was uns natürlich umso mehr freut.
00:04:23: viele Stalle sind immer gut für uns.
00:04:25: Jetzt stelle ich mir Stahl, die Einsatzgebiete von Stahlen in der Intralogistik ein bisschen diverser vor als eben nur das Gebäude sondern wir reden ja auch von Regalen.
00:04:34: Kannst du uns mal einen Überblick darüber geben wo überall Stahl in welchen Bereichen überhaupt eingesetzt wird?
00:04:39: im Bereich der Intra-Logistika also im Bereich einer Lagerhalle?
00:04:42: Ganz klar einmal in der Fördertechnik.
00:04:45: Diese ganzen Rollpannen da ist natürlich überall Stahlen mit drinnen Automatisierung sehr stark quasi in den ganzen Förderbereichen, in diesen automatischen Turmfördern beziehungsweise im Hochregallager selbst wo sie eigentlich aus Stahl besteht und dann nur ummandelt wird.
00:05:04: Das heißt er wird zuerst Ihnen das Gerippe hochgezogen und dann außen mit der Haut drum herum gebaut und das besteht fast zur Gänze aus Stahl.
00:05:13: Jetzt beschäftigt ihr euch mit Grünstahl und wir werden auch gleich noch mal ein bisschen in die Definition reingehen.
00:05:19: Aber kannst du uns ein bisschen überblickt darüber gehen, warum ihr das tut?
00:05:21: Was ihr da tut?
00:05:22: Wie kommt ein Profilhersteller wie ihr seid eben zu diesem Thema Grün Stahl?
00:05:26: Das Thema ist sozusagen das Unternehmen ist dreihundertfünfundsechzig Jahre plus alt.
00:05:30: Es ist so die zwölfte Generation der Familie welser der Eigentümer-Familie ist bereits im Unternehmen angekommen.
00:05:37: Die dreizehnte Generation ist geboren.
00:05:41: Daher liegt der Fokus von Welser Profile auch ganz klar im Denken in Generationen.
00:05:46: Das heißt, wenn wir von langfristigen Planungen sprechen dann sprechen wir es nicht unbedingt Planungen für die nächsten drei Jahre oder zehn Jahre sondern bei Welsa geht's wirklich in der DNA in den Purpose darum Möglichkeiten für Generationen zu schaffen.
00:06:00: und das bedeutet bei uns dass wir für die nächsten Generationen bereits jetzt mitdenken müssen, um uns diesbezüglich einzustellen und unseren Beitrag dazu zu leisten damit die dann noch ebenfalls noch Möglichkeiten haben sich zu entfalten bzw.
00:06:14: das Unternehmen weiterzubringen.
00:06:16: Und ein wichtiger Bestandteil bei unseren Produkten ist natürlich der Stahl.
00:06:21: Es ist so wie gesagt, wir sind ein Hersteller von Stahl-Sonderprofilen für die unterschiedlichsten Anwendungen und man kann sagen von den Emissionshaushalt sind circa achtzig bis neunzig Prozent der Emissionen des fertigen Produktes das fertige Profils was bei uns rausgeht sind zurückzuführen auf dem Stahl.
00:06:37: und natürlich wenn man sagt man denkt in Generationen eher gut Nachhaltigkeit dann ist natürlich relativ schnell das Thema CO²-Emissionen gesamtheitlich sofort auf dem Tisch.
00:06:50: Und unser größter Hebel, diese Emission zu beeinflussen ist natürlich der Stahl und dieszufolge beschäftigen wir uns sehr intensiv und auch schon so lange Zeit mit dem Thema emissionsreduzierter Stahl wie wir den bei uns einsetzen können aber genauso auch wie wir einen Markt dafür schaffen können jetzt nicht vorrangig nur für Welser Profile sondern die gesamte Stahlindustrie weiterbringen können weil da steckt ein effektiver Hebel drin für grünere und nachhaltigere Zukunft.
00:07:16: Man muss sich auf der Zunge zergehen lassen, circa sieben bis neun Prozent der globalen Emissionen sind auf Stahl- und Stahlbearbeitungsindustrie zurückzuführen.
00:07:28: Das ist nicht nur für Welser relevant sondern es ist global eigentlich ein extrem wichtiger Punkt.
00:07:34: Punkt, ich muss einmal einhaken.
00:07:35: Timur Landner ist mit dem Eisenkohlstoffdiagramm in der Hand auf die Welt gekommen.
00:07:39: Andere Zuhörende hier vielleicht nicht.
00:07:42: Daniel kannst du uns einmal noch für die, die da weniger tief drin sind erklären wie die Lieferkette von Stahl aussieht?
00:07:51: Weil also wir haben jetzt schon verstanden ... Der kommt nicht von euch sondern ihr verarbeitet.
00:07:57: aber magst du uns die Kette einmal Stahl für Dummies mal erklären von Anfang bis Ende?
00:08:02: Ich kann es probieren!
00:08:04: Ich bin selbst kein ausgebildeter Metallurge.
00:08:08: So tief muss ich
00:08:09: nicht reichen!
00:08:12: Im Endeffekt fängt alles damit an, dass Eisenerz abgebaut wird, Mineralien, die zu einem Stahlwerk gebracht werden und dort noch Eisenerzen gemeinsam mit Koks in einen sogenannten Hochofen reinkommt.
00:08:26: Das ist jeder der bei einem Stahlwerk vorbeigefahren ist diese riesengroßen Türme mit diesen schrägen Förderaufzügen dran Und dort wird eigentlich das Eisenerz gemeinsam mit dem Koks zu Roheisen umgearbeitet.
00:08:39: Sprich erfolgt durch sehr hohe Temperaturen, dabei wird auch sehr viel Gas eingesetzt, um eben diese Temperaturen zu erzeugen und eben das Ganze zu befeuern.
00:08:48: Und raus kommt am Ende des Tages ein Roheißen.
00:08:53: Das Rohreißen muss dann nachher noch weiter verfeinert werden weil das ist relativ sprühte und kann so nicht verarbeitet werden.
00:08:58: Das passiert dann in dem sogenannten Stahlwerk.
00:09:00: Das heißt, da wird im Roh-Eisen umvormbar gemacht und brauchbar gemacht für eine weitere Umjahrarbeitung.
00:09:06: Und für das fertige Produkt dann am Ende des Tages.
00:09:09: Dann gießt man quasi im Stahlwerk sogenannte Brammen.
00:09:14: Das ist im Endeffekt ein riesengroßer Stahlblock der da kontinuierlich gegossen wird.
00:09:19: Der wird im Anschluss – kann man sich vorstellen wie ein Pizzateig – ausgewaltst länglicher Richtung nicht rund in dem Fall Und das wird dann wieder aufgekreuelt, sprich aufgewickelt.
00:09:31: Dann hat man einen Stahlkeil.
00:09:33: Das sind eben diese großen Stahlringe die man immer bei den Stahlwerken sieht oder hin und wieder auch auf der Eisenbahn unterwegs ist.
00:09:40: Die dienen dann nachher als... quasi Einsatzmaterial für die Verarbeitung der Industrie.
00:09:45: Daraus kann man dann eben unterschiedlichste Standspiegeteile machen oder so wie wir das Ganze einfach längst spalten, sprich Längsteilen und die Stallbänder kontinuierlich verarbeiten und quasi ist auch immer ein Stalloregame daraus machen hier unterschiedlichsten Querschnitte daraus zu machen.
00:10:00: und es ist immer wieder faszinierend wenn man vor einer Profilierenlage steht.
00:10:05: erstens haben sie das elends lange Umgetüme also hundert Meter ist gleich mal nix Und man sieht dann einfach dieses Band kontinuierlich reinfahren und man sieht wirklich, wie jeder einzelne Profilierschritt das Band sukzessive marginal umformt.
00:10:20: Aber am Ende des Tages kommt ein fertiges Produkt raus was eigentlich wahnsinnig komplex ist verschweißt es teilweise Bau-Elemente mit drinnen hat wo man dann eigentlich sagt okay das ist jetzt rausgekommen aus dem flachen Band und das ist einfach das Faszinieren da für mich an der Technologie und vor allem das ganze bei Raumtemperatur.
00:10:40: Und es ist einfach eine unzählige Anzahl an Rollen, die hier das Material umformt.
00:10:46: Aber es ist auch ein wunderschöner Prozess zum Anschauen und im Endeffekt danach wird einfach das Profil geliefert an den Kunden.
00:10:52: also wir verbauen's dann noch nicht selbst sondern wir haben eben Kunden beispielsweise in der Fassadenindustrie, die heute dann noch hier gemeinsam mit dem Stahlprofil komplexe Glasfassaden herstellen oder eben in einer Logistikbranche daneben einen Hochegal-Lager daraus bauen.
00:11:08: Das war jetzt gerade ein Moment, wo es wirklich schade ist, dass wir keinen Videopodcast machen.
00:11:13: Weil man gesehen hat die Begeisterung oder die Bewunderung fast mehr sprühte dir förmlich aus dem Gesicht.
00:11:19: Ja schön!
00:11:21: Ich hatte Herzahl in den Augen, weshalb du zu schön heißt.
00:11:24: Jetzt haben wir auch schon ein paar Beriffe reingeworfen, die wir jetzt mal bisschen ausdefinieren müssen.
00:11:29: in diesem Kontext also gehört und gesehen beziehungsweise gehört, wie die Lieferkette halt aussieht.
00:11:36: Und du hast auch schon gesagt das ist äußerst emissionsintensiv.
00:11:39: acht bis neun Prozent der gesamten Emissionen gehen auf die Stahlproduktion halt zurück.
00:11:43: ich brauche sehr viel Energie für genau diese Produktion.
00:11:46: jetzt haben wir aber auch schon die Begriffe reingeworfen grüner stahl emissionsreduzierter stahl.
00:11:52: Kannst du uns einfach mal einen Überblick darüber geben, was unter diesen Begrifflichkeiten zu verstehen ist und das auch einordnen quasi in diese Lieferkette?
00:11:59: Was sich eben beim Grünstahl eigentlich von dieser Lieferkette ändert damit er grün wird.
00:12:05: Kennst du den Begriff Salz in Wundenstreuen?
00:12:08: Genau so geht es mir gerade!
00:12:10: Es sind nämlich
00:12:12: so viele Gefühle in so kurzer Zeit.
00:12:14: Genau.
00:12:14: Das ist ein Wahnsinn also was ihr bei mir auslöst.
00:12:17: Es ist wunderschön eine Achterbahn der Gefühlen.
00:12:20: grüner Stahl oder emissionsreduzierter Stahl, der Begriff ist in Europa nicht definiert.
00:12:25: Und das haben wir schon bei den größten Knackpunkte im Umgang sprachlich und das ist die einzige Definition, die man hat, dass man sagt, man geht eigentlich davon aus, dass die Emissionen reduziert sind sonst würde auch nicht emissionsreduzierte Stahl heißen.
00:12:40: Wie viel reduziert?
00:12:41: Wie genau reduziert, welcher technologische Aspekt dahinter?
00:12:45: Das ist allerdings nicht definierter.
00:12:46: damit umgangssprachlich Fakt ist, was passiert in der Stahlindustrie?
00:12:50: Das Mittel der Wahl in der Stallindustrie zur Decarbonisierung ist die Elektro-Lichtbogenofen.
00:12:56: Sprich man umgeht diesen Hochofen den ich vorher beschrieben habe wo einfach durch Eisenjahr zum Koks und Gaszuführung Rohreisen erstellt wird und setzt hier bereits entweder Schrott oder direkt reduziertes Eisenein DRI.
00:13:11: Und das wird mit Hilfe von Elektrizität mit einem Elektrolichtboggenofen zu für sehr viel elektronischer Energie aufgeschmolzen und dann einfach dem Prozess, den weiteren Verfeinerung und quasi der Bandherstellung zugeführt.
00:13:27: Und das ist eigentlich das Mittel der Wahl!
00:13:29: in Europa zur Decarbonisierung.
00:13:32: Wie gesagt, man kann dann noch unterscheiden zwischen schrottbasiert oder zwischen DRI basiert.
00:13:38: DRI ist im Endeffekt ein riesengroßer Reaktor der wieder aus Eisenerz allerdings mit Zuführung teilweise von Wasserstoff- oder Erdgaswasserstoffgemisch hier eine thermochemische Reaktion hervorlöst und hier entsteht dann eben Eisenschwam sprich eben der Hochofen wird dadurch umgangen.
00:13:57: Wenn man hier Wasserstoff einsetzt, entsteht eigentlich nur Wasser am Ende des Tages bei der Reaktion und kein CO² mehr.
00:14:03: Was natürlich das ganze extrem umweltfreundlich macht.
00:14:06: Das ist einfach das Mittel der Wahl!
00:14:08: Und das ist auch gleichzeitig einer der größten technischen Revolutionen in der heimischen Stahlindustrie.
00:14:14: Man kann sich gar nichts vorstellen wie wirklich diese Dimension sind.
00:14:19: Es werden hier Prozesse die seit hunderten Jahren quasi eingebürgert sind, ausgereizt sind bis ins letzte komplett neu definiert in der Stahlindustrie.
00:14:29: Wir reden hier von Stahlwerken so groß wie Städten die halb platt gemacht werden und neu aufgebaut werden.
00:14:36: für diesen neuen Prozessketten Milliarden Euro Beträge die hier investiert werden.
00:14:42: also es ist wirklich faszinierend wenn man das mit eigenen Augen sieht.
00:14:46: Was glaubst du denn, warum es diese einheitliche Definition von grünem Stahl, emissionsreduzierten Stahl nicht gibt?
00:14:53: Ist das irgendwie politischer Wille der da fehlt oder wille der Industrie.
00:14:58: Ich meine wir wollen jetzt nicht in die Verschwörungstheorie hier reingehen.
00:15:00: aber was ist dann aus deiner Sicht eigentlich die Problematik dahinter so eine genaue Definition zu kreieren?
00:15:06: Wenn ich sage wir sind Europäer, reicht es?
00:15:09: Naja, das reicht!
00:15:10: Um's ein bisschen zu konkretisieren Grüner Stahl ist definiert, allerdings nicht in Europa.
00:15:15: In China gibt es eine sehr genaue Definition davon.
00:15:17: Beispielsweise auch in Indien gibt das eine Definition von Grünen Stahl.
00:15:21: Das Thema ist, in Europa haben wir allerdings wieder den europäischen Weg.
00:15:25: Wir haben nicht nur eine Definion, sondern viele unterschiedliche Definitionen Teilweise die den gesamten Prozess heranziehen Die weiterführende Emissionen mit reinnehmen Die Nachhaltigkeitssysteme mit rein nehmen unterschiedlichste Definitionen, unterschiedlichsten Messsysteme dafür.
00:15:44: Aber wir haben keine Einheitlicher, weil wir es noch nicht zusammengebracht haben, dass wir irgendwo gar entscheiden welchen Weg wir gehen.
00:15:50: Wir haben dann zusätzlich, wenn man sich jetzt ein bisschen in den Detail anschaut... Wir haben das bilanzierte System was eigentlich darauf basiert alles was ich irgendwann dekarbonisierung rein packe in meine Prozesse, packe auf einen Konto und diese dekarmonisierungs Mittel zahle ich dann auf die einzelnen Produkte aus, also aber nicht bedeutet das die effektiv emissionsreduziert hergestellt wurden.
00:16:15: Aber die Prozesse sind zumindest irgendwo abgebildet und die Emissionsreduktionen zuzuordnen.
00:16:21: Dann haben wir das physisch reduzierte System.
00:16:24: da ist wirklich der Keul, der produziert wurde, emissions reduziert gefertigt wurde hat aber sehr sehr strikt eine Anforderung an die Prozesskette.
00:16:33: Und dann haben wir in Europa noch das schöne ETS-System beziehungsweise Siebheimsystem also wiederum auf einer komplett anderen Definition basiert.
00:16:41: Also man sieht alleine schon aus diesen paar kleinen Gegebenheiten, haben wir unterschiedlichste Definitionen wie überhaupt gemessen wird, geschweige denn eine Definition davon?
00:16:52: Also ich sage eben der europäische Weg.
00:16:54: Wir haben unheimlich viel, haben unheimlich coole Ideen.
00:16:58: nur die genaue eine Definion, die fehlt.
00:17:01: uns
00:17:01: Wiesen unabhängig von der Definition des Stand, weil die quasi die Hochofen-Technologie oder den Ersatz des klassischen Hochofens.
00:17:10: Das ist ja was, also entweder du machst es oder nicht.
00:17:14: Wie viel von dem Stahl, der Zahl deiner Wahl produziert wird oder verbraucht wird oder was auch immer in einem geografischem Kontext deiner Wahnsinn ist denn so produziert schon?
00:17:26: Also ist das noch bei ein zwei Prozent und noch niedriger.
00:17:32: Also wie können wir uns das vorstellen?
00:17:34: Ich würde es leider die Zahlen nicht konkret dar, aber ich würde es aus dem Bauchgefühl sagen in Europa bis zu irgendwo zwischen fünf bis zehn Prozent an Stahl der aktuell aus den Elektro-Lichtbogen ofen kommt und Großteil des Stahls in Europa ist aktuell aus der Hochofenroute wird sich aber demnächst drastisch ändern.
00:17:52: Beispielsweise füßt Alpine in Linz, die haben jetzt ein Projekt wo sie quasi einen Hochofen abbauen und durch einen Elektro-Lichtbogenofen ersetzen.
00:18:00: Das heißt Ergo bist du dort automatisch irgendwo im Bereich von dreißig Prozent des Stahls der aus Linz kommt, der in Zukunft Emissionsreduziert gefertigt wird?
00:18:09: Dann hast du neue Player auf dem Markt wie Stegra beispielsweise in Boden in Schweden oben.
00:18:16: Die stellen ein Werk auf die grüne Wiese hin was komplett auf DRI, auf Wasserstoff aber auch auf Elektro-Lichtbogen offen passiert die ebenfalls neue Mengen in den Kreis aufbringen.
00:18:28: Salzgitter wie gesagt macht die Hälfte von dem Werkblatt und stellt dort aktuell eine Infrastruktur auf.
00:18:33: um ebenfalls emissionsreduzierten Stahl zu fertigen wird die nächsten Jahre ebenfalls live gehen.
00:18:38: dann haben wir das Thema mit TKS tüssen die einen Smelter hinstellen, um ebenfalls hin Richtung die Carbonisierung zu investieren.
00:18:47: Es wird sich hier in den nächsten Jahren sehr viel tun.
00:18:50: Dies bezüglich unter Anteil an emissionsreduzierten Stahl wird in Europa steigen.
00:18:56: Der hat jetzt die gleichen Kennzahlen wie normal aus dem Hochofen hergestellten Stahl.
00:19:02: Also es ist überhaupt keinen Unterschied.
00:19:04: Das ist schon mal eine Frage für Dummies also für mich.
00:19:07: Also das ist kein Unterschied.
00:19:08: und die zweite Frage Wie teuer ist er denn im Vergleich zu eben diesen Norma-Anstahl?
00:19:16: Bezüglich den keinen Unterschied zeigen wir ja ein.
00:19:18: Es ist natürlich so, wenn es einen Stahl aus hundert Prozent Schrott herstellt, bringt dadurch der Schrott gewisse Verunreinigungen mit die man aus einem Hochofenprozess so nicht hat.
00:19:30: Das heißt, gewisse Stahlgüten sind aufgrund dieser Rute erschwert möglich.
00:19:35: Darum geht eben, wie gesagt stehe gerade den Weg hier wirklich auf DRI zu setzen um hier die Reinheit in dem Prozess zu gewährleisten und quasi emissionsreduzierten Stahl auch für hochfestige Güten herzustellen.
00:19:47: Deshalb es ist möglich mit Zusatzaufwendungen das Ganze umzusetzen.
00:19:53: Preislich geht die Range von irgendwo sechzig Euro pro Tonne los mit geringer Decarbonisierung, mit bilanziertem Ansatz In etwa ein dreihundert Euro Range für einen physisch reduzierten Stahl, der dann wirklich aus hundert Prozent Schrotkont aus einem EIF produziert mit entsprechend geringen Emissionswerten danach.
00:20:17: Das ist der Aufpreis richtig?
00:20:18: Ja, aufpreisgenau.
00:20:19: Und was ist der
00:20:20: Preis von dem wir den Aufpreise ausrechnen müssen?
00:20:24: Kommt darauf an ob man es verzinkt sagt oder unverzinkt aber in der Regel kannst du aktuell davon ausgehen irgendwo zwischen achthundert
00:20:30: und neunhundert Euro.
00:20:33: Der Gutstaff und Drittel teurer ungefähr.
00:20:36: Aktuell schon, wobei man auch fairerweise dazu sagen muss es gibt eben dieses ETS System, das Emission Trading System was eben darauf basiert dass hier quasi emissionsintensiver Industrien in Europa besteuert werden im Zukunft oder Bestärungssystem, basiert darauf dass ist für eine Tonne CO-Zwei fürs emittieren davon den zukunft einseitige Card braucht.
00:20:59: Soweit so gut.
00:21:00: Das Thema ist, diese Zertifikate werden auf einer Platzform gehandelt, ähnlich Aktien.
00:21:05: und das Thema ist auch die Anzahl an diesen Zertifikaten wird jährlich reduziert.
00:21:10: Ergo steigt der Preis natürlich!
00:21:12: Und es gibt hier konkrete Simulationen, beispielsweise vom Post & Consulting Group, die haben hier voriges Jahr eine schöne Studie dazu gemacht wo man bis zwanzig vierunddreißig mit einer Stahlpreiserhöhung reinaufgrund von dem ETS-System für grauen Stahl von zweihundertfünfundsiebzig Euro Protonne rechnen muss.
00:21:31: Das heißt, es wird diesen Punkt geben – OBS-Zweihundzwanzigvierunddreißig, zwanzigfünfund dreißig sechsunddreißig egal um den Zeitraum herum wieder irgendwo stattfinden je nachdem wie sie jetzt die politischen Strömungen in der nächsten Jahre weitergeben.
00:21:45: aber dann wird es einen Punkt geben wo hier emissions reduzierte Stahl günstiger sein wird als konventionell produzierter Grauerstahl.
00:21:52: Und das ist genau der Punkt, warum einfach die Stahlindustrie kontinuierlich weiter in Decarbonisierung investieren muss weil sie genau sehen früher oder später sind sie sonst nicht mehr wettbewerbsfähig.
00:22:02: Das klingt doch aber eigentlich so als Outlook und als ganz naiver Beobachter jetzt davon Eigentlich nach einer ganz guten Ausgangslage.
00:22:11: Grauer Stahl wird absehbar toll also Das Preis-Differenzial wird kleiner.
00:22:16: und du sagst Anlagen, die brauchen natürlich sehr lange bis sie dann mal da sind.
00:22:21: Aber da gibt es zumindest eine ganze Reihe was jetzt demnächst an Kapazität kommt.
00:22:27: Eine ganze Reiheranlagen.
00:22:29: Also klingt auch nicht so schlecht wie in anderen Bereichen, wenn man das mal
00:22:33: oder?
00:22:33: Freut mich ja!
00:22:35: Drum ist dieses ein schöner Bereich zum Arbeiten darin auch.
00:22:40: Das Thema ist ja doch die Zeit bis dorthin wird halt etwas schwierig werden.
00:22:44: Und genau das ist eben meine Aufgabe bei Welser, um hier den Kreis zur vorherigen Frage nochmal zu schließen.
00:22:49: Genau diese Zeit bestmöglich zu überbrücken und dir wirklich die Awareness zu schaffen dass der Entkunde auch einen entsprechenden Mehrwert dafür kriegt.
00:22:57: Gute Stichwort von dem haben wir noch nicht gesprochen.
00:23:00: also ihr kauft Stahl ein von den ganzen Herstellern die du vorhin genannt hast.
00:23:06: da habt ihr dann die Wahl Das oder das.
00:23:09: Und ganz viel dazwischen noch
00:23:11: stellt
00:23:12: Rollformprofile her und verkauft die weiter, wie ist denn... Also ihr seht es als den Weg für die Zukunft an grüneren Stahl zu verwenden?
00:23:26: Oder müssen wir uns jetzt nicht in der Terminologie aufhalten?
00:23:29: Was sagen denn die Kunden?
00:23:31: Ja, die Kunden sind natürlich hell oft begeistert dass sie mir zahlen dürfen.
00:23:36: Nein, ich schmehe beiseite.
00:23:39: Aktuell ist es relativ schwierig.
00:23:41: Wir haben eine sehr komplexe Marktsituation.
00:23:43: Jeder kämpft am Markt für Anteile Jeder kämmt um eine beste Kostenstruktur.
00:23:50: Wir haben asiatischen Mitbewerber der hier reindrängt nach Europa Gewehr durch die Bank für jede Industrie eigentlich.
00:23:58: wir haben Blockbildungen noch dazu Politische die die marktsituationen schweren also echt nicht einfach für Unternehmen aktuell zu performen auf dem Markt.
00:24:08: Jetzt kommen wir noch dazu in die Ecke und sagen, hey jetzt ist der richtige Zeichpunkt Hinrichtung emissionsreduzierten Stahl zu gehen.
00:24:16: Da komme ich zur erste Frage wie viel kostet das?
00:24:18: Und was bringt es mir?
00:24:20: Am besten sagt ja Es ist eine Investition in die Zukunft.
00:24:23: Es ist ein Investition quasi in die nächste Generation.
00:24:27: Es gibt Unternehmen, die so ähnlich ticken wie wir.
00:24:30: Das sind dann unsere strategischen Partner wo wir auch wirklich sehr intensiv und auf allen Ebernen zusammenarbeiten, wo man sagt da gibt es einen strategischen Fit nicht nur quasi was das Thema Grünstahl sondern eben auch andere strategische Themen angeht.
00:24:46: mit die sind wir sehr weit disbezüglich.
00:24:48: Und dann merkt man einfach da ist ein gewisses Commitment auch da.
00:24:51: und wenn dieses Commitement da ist und quasi dieser Mehrwert verstanden wurde dass man bereits jetzt hier quasi einen gewissen Marktvorsprung rausholen kann fürs eigene Unternehmen und das Marketingtechnisch auch gegenüber dem Mitbewerb dann noch entsprechend platzieren kann.
00:25:06: Dann ist natürlich der Wille da, diesbezüglich in emissionsreduzierten Stahl zu investieren.
00:25:11: Das gibt es!
00:25:12: Es gibt aber auch eine Vielzahl an Kunden die sagen interessiere mich nicht wie gesagt ich kämpfe ums Nackte überleben lasse mich in Ruhe damit.
00:25:19: Gibt's denn so Industrien oder Kundengruppen Produktverwendungsarten wo es mehr nachgefragt hat als bei anderen?
00:25:27: Oder ist das einfach sehr abhängig eher davon, wie das Unternehmen an sich eingestellt ist?
00:25:32: Ich sage mir es hängt dann auch von den Endkunden ab.
00:25:34: Also ich wüsste es nicht nur auf einzelne Branchen beziehen.
00:25:37: wir sind sehr stark in Baobo-Zulieferindustrie aber wie gesagt eben auch Logistikindustrie und das sind immer sehr schöne Beispiele dafür wie ein Markt funktionieren kann.
00:25:48: Wenn man die Logistikkranche hernimmt oder einen großen Sportartikelhändler im Hochregallager ausschreibt Und da wirklich reinschreibt quasi aufgrund von Überzeugung, auf Grund von internen Antrieben.
00:26:03: Dass das Lager mit emissionsreduzierten Stahl gefertigt werden muss dann haben eigentlich die Lagerhersteller dazwischen kleine Alternative und müssen auch den Weg gehen.
00:26:14: natürlich ist an die Frage auch wer bietet welche Emissionsreduktionen an?
00:26:18: Wer bietet welche Kostenstruktur dahinteran?
00:26:21: aber so funktioniert der Markt und so tickt der Markt weil dort hat der Endkunde In dem Fall eben der Sportartikelhersteller.
00:26:28: Für sich selbst gesagt, ja da gibt es einen Mehrwert, er hat den Mehrwert erkannt und dort ist in seine Ausschreibungen mit integriert.
00:26:35: Und so entwickelt sich der Markt dafür.
00:26:39: Und das sind immer sehr schöne Beispiele.
00:26:40: wie ich sage Bau- und Bauzulieferindustrie gibt es sehr viele solche Projekte immer wieder.
00:26:45: aber es ist jetzt noch nicht so dass man sagt komplette Kunden stellen jetzt das komplette Artikelportfolio um auf emissions reduzierten Stahl gibt's auch, sondern aber eher die Unikons
00:26:57: Mal explizit gefragt noch mal in Richtung des Kunden.
00:27:00: Was meinst du denn, wenn ich mir den Kunden vorstelle als eine nebulöse Wolke?
00:27:05: Wie groß ist denn das Verständnis und das Wissen darüber was emissionsreduzierter Stahl ist grüner Stahl grauer stahl weil wir haben jetzt ja schon mehr oder weniger rausgearbeitet, ja da gibt es mit Sicherheit den einen oder anderen der so etwas in die Ausschreibung halt reinschreibt.
00:27:24: Aber die meisten interessieren sich jetzt erstmal gar nicht dafür.
00:27:26: das heißt sie kennen die Vorteile dessen nicht, die Vision vielleicht dessen ich hinter stecke.
00:27:31: also wie geht man so ein kleinen Einblick?
00:27:34: Wie sieht denn diese nebulöse Wolke des Kunden aus?
00:27:36: Wie viel Unwissenheit herrscht denn da noch?
00:27:39: Es ist echt interessant also beim Kunden bei unseren direkten Kunden bzw.
00:27:44: beim Endkunden noch viel Ärger Komplett unterschiedlich.
00:27:49: Also wir haben Kunden dabei, die sagen ganz genau sie wollen diesen oder jenen Stahl.
00:27:54: Die wollen diese Emissionsreduktion, die wollen genau diese auch Logistikprozesse im Hintergrund um hier die Emissionen weiter zu reduzieren.
00:28:02: Es gibt aber auch Kunden, die können sonst nur sagen Wir würden uns mal für emissionsreduzierten Stahl interessiert und unser Ansatz ist möglichst viel Schrott rein zu packen in den Stall und so die Decarbonisierung sicherzustellen wobei der Emissionswert selbst uns eigentlich egal ist Hauptsache viel Schrot.
00:28:19: Wo es dann mal sagt, okay da passen die Anforderungen aber so überhaupt nicht zusammen.
00:28:23: und da merkt man auch wiederum das Verständnis ist in gewissen oder bei gewissen Kunden oder Unternehmen einfach noch nicht angekommen dort wo es hingehört.
00:28:33: Und dort setze ich persönlich auch sehr stark an quasi mit der Vermarktung von MSI uns reduzierten Stahl bei uns.
00:28:40: Es ist eben auch einmal im Halbjahr sogenannte Steel Plant Tours.
00:28:45: Was ist es?
00:28:47: Im Endeffekt packen wir einen Bus voll, in der Regel zweiundfünfzig unterschiedliche Kontakte Kunden von uns.
00:28:53: Business Partner braucht das heißt müssen nicht unbedingt nur Kunden sein sondern können auch irgendwo keine Ahnung Service Center sein einfach interessierte Unternehmen die nicht mehr mit Welser irgendwas zum tun haben müssen.
00:29:05: Packend im Bus voll fahren damit hin zu einem Stahlhersteller schauen uns dort wirklich den Stallwerk an Die Eisenproduktion der Stahlwerk schauen uns den Stand der Decarbonisierung an.
00:29:20: Dann im Nachgang gibt es noch eine Vorstellung von dem Lieferanten plus wirklich konkrete Zahlendatenfakten bezüglich der weiteren Entwicklung, die Emissionsreduktion.
00:29:31: Zuletzt haben wir wirklich echt coole Vorträge gehabt wo's darum gegangen ist alleine einmal aus bautechnischer Sicht so was zu analysieren und einfach mal zu verstehen, wie die Dimensionen sind.
00:29:42: Weil man da irgendwo einen Kran hat der irgendwo dreihundertfünfzig Meter hoch ist selbstfahrend ist wo man eigene Transportfahrzeuge, eigene Schiffe dafür braucht um die einzelnen Komponenten überhaupt dorthinzubringen.
00:29:54: Das ist eine gigante Chance.
00:29:56: dadurch das ist wirklich schier nicht vorstellbar wenn man es nicht mit eigenen Augen gesehen hat.
00:30:02: Und wie gesagt da ist einfach das Ziel wirklich Verständnis dafür zu schaffen einerseits für die Materie Stahl, aber natürlich auch für die Emissionsreduktion.
00:30:12: Und hier einfach den Kunden da hingehend aufzuschlauen und zu sagen, schau her das sind die Möglichkeiten!
00:30:18: Das bedeutet es eigentlich wenn wir über Emissionsreduktion in der Stahlindustrie sprechen.
00:30:23: Seid übrigens auch gerne des nächsten Mal eingeladen?
00:30:26: Für den Nächsten Silbentur ist ich euch dann gerne der Einladung dazu.
00:30:28: Gerne,
00:30:29: gerne.
00:30:31: Ich würde jetzt gern einen harten Cut machen, wenn das in Ordnung ist... Weil ich würde auch über einen kleinen Elefanten im Raum sprechen, weil du hast den auch schon angeteasert.
00:30:40: Andere Hersteller drängen hier auf dem Markt die nicht aus Europa kommen.
00:30:44: Stichwort China und Indien.
00:30:46: Und ich weiß dass du auch eine globale Sicht auf die Dinge hast wenn es um Stahl geht.
00:30:50: kannst du uns mal einen Überblick darüber gehen wie diese Ich sage jetzt mal Bedrohung in Anführungszeichen aussieht was in Indien und China passiert?
00:31:01: Sehr viel kann ich vorweg schicken.
00:31:03: Ich war erst vor zwei Wochen wieder drüben in China, habe wieder Stalllieferanten besucht weil eben auch internationalisierung bezüglich Stahl und Kontaktgeknüpfen ein wesentlicher Bestandteil ist von meiner Tätigkeit.
00:31:15: Wollen wir uns das anschauen?
00:31:17: Wir haben den Fall dass ein komplettes Grünstallwerk in China innerhalb von drei bis vier Jahren auf die grüne Wiese gebaut werden kann.
00:31:28: Wir haben die Implementierung von einen Elektro-Lichtbogenofen in einem bestehenden Stahlwerk, übrigens eines der größten der Welt.
00:31:35: Funktioniert da drüben innerhalb von zwei bis maximal drei Jahren.
00:31:39: Das heißt, die Implementierungsphase ist extrem schnell dort drübe.
00:31:43: Sie sind sogar soweit wenn man dort mit einem Werksleiter spricht und der quasi hinter vorgehaltener Hand die Wahrheit einmal sagt bezüglich den nächsten Decarbonisierung schrittend und dann kommt ganz klar die Antwort Wir haben jetzt das gemacht und wenn der Bedarf an emissionsreduzierten Stahl weiter steigt, dann implementieren wir einfach die nächsten Schritte.
00:32:02: Weil wir sind eh viel schneller als in Europa.
00:32:04: Und da sieht man irgendwo die Denkweise dahinter was extrem spannend auch ist.
00:32:09: Und ich glaube dort müssen wir in Europa einfach einmal die Hände nehmen und richtig Gas geben weil die Prozessketten die wir aktuell haben, die Umsetzungszeiträume die wir aktuell haben, sind wesentlich zu langsam.
00:32:22: so sind wir eigentlich weltbewerbsfähig.
00:32:25: Und da muss man wirklich sagen, wir müssen die Regulatorik angreifen und wir müssen hier Bauprozesse optimieren.
00:32:33: Wir müssen ja auch seitens Politik Langzeit-Commitments abgeben wo auch ein Stahlwerk vernünftig damit rechnen kann
00:32:42: bzw.,
00:32:42: wie gesagt, wir sind in den Investitionsbereich von mehreren Milliarden Euro Projektzeiträume aktuell in Europa vor sieben bis zehn Jahren.
00:32:52: Das funktioniert halt nur die Entscheidung über die Investition, wenn man hier wirklich an die Sache glaubt und auch wirklich die Rahmenbedingungen gleichlässt.
00:33:00: Es funktionieren einfach nicht, weil man hier bis zur nächsten Regierungsperiode denkt und nach vier Jahren werden die Karten wieder neu gemischt und das was vor vier Jahren top notch war ist dann eigentlich noch nicht mehr relevant.
00:33:12: so funktioniert es in der Stahlindustrie nicht.
00:33:15: Dazu sind einfach die Investitionszeiträume und die Dimensionen zu groß.
00:33:19: Aber würdest du denn sagen Also wir wollen jetzt nicht das politische System China kopieren.
00:33:25: Wir wissen aber alle, dass die Umsetzungsgeschwindigkeiten dort ein wenig besser sind in allen Bereichen oder in vielen Bereichen.
00:33:34: Vielleicht sind es sogar alle Bereiche, aber sagen wir mal viele Bereiche.
00:33:37: Das ist aber die politischen Rahmenbedingungen.
00:33:40: Sind es nur die politischem Rahmenbedingerung?
00:33:42: Weil ich höre das immer sehr häufig Bürokratieabbau und so weiter und sofort und ich sehe den Punkt gar keine Frage.
00:33:47: Aber ist es auch ein Stück weit da nicht die Haltung gegenüber der Zukunft und die Innovationskraft dahinter?
00:33:52: Das auf jeden Fall.
00:33:55: Wie gesagt, das haben wir wieder irgendwo beim Thema Kommunikation- und Marktentwicklung.
00:34:00: Ein Stahlwerk, was im emissionsreduzierten Stall anbietet, fokussiert sich in der Kommunikierung auf die Stahlverarbeitende Industrie.
00:34:09: Mochte ja auch irgendwo Sinn seinen direkten Kunden anzusprechen.
00:34:13: Das Problem ist aber im Ende des Tages muss der Entkunde den Mehrwert verstehen.
00:34:17: Es muss der Endkunder eine Nachfrage für ein Produkt quasi kreieren, damit ein Markt entsteht und damit Investitionen auch als Selbstläufer tätig werden.
00:34:26: Und das ist mitunter auch einen Punkt, den ich persönlich etwas kritisiere wo ich sage die Kommunikation passt aktuell überhaupt nicht.
00:34:35: Und natürlich wenn wir es schaffen einen Markt für dekarbonisierten Stahl in Europa zu haben widersprechenden Umfängen.
00:34:44: Dann werden Investitionen auch davon getätigt, also dann geht auch dort die Investitionsgeschwindigkeit voran.
00:34:50: Also es ist nicht nur das politische System sondern es ist auch meiner Meinung nach die fehlende Kommunikation hin Richtung
00:34:57: Endkunden.".
00:34:58: Genau!
00:34:58: Das wäre jetzt auch meine Frage gewesen.
00:35:00: Es harpert ja zumindest so wichtig Verstehe aktuell in Europa?
00:35:04: Also es gibt Verfügbarkeit Aber relativ wenig Nachfrage dafür.
00:35:10: Jetzt kann man in die Zukunft gucken, sagen sie sind schneller aber wenn die nachfragen nicht wächst brauchen wir ja auch gar nicht mehr.
00:35:15: also wie ganz und du hast jetzt erzählt dass das ihr was ihr so unternehmt mit den Touren und so aber jetzt jenseits von euren Aktivitäten?
00:35:26: Was muss denn passieren damit das Thema größer wird damit die Nachfrage ... wächst seitens der Entkunden.
00:35:34: Ich muss jetzt immer ganz, mich da ganz neu konzentrieren weil entkunden sind für mich was ganz anderes als für dich.
00:35:39: scheinbar dass jemand sich dafür interessiert wo Stahl oder wie stahl hergestellt wurde der in irgendeinem produkt drin ist was man kauft.
00:35:50: denn nur wenn das passiert ist ja überhaupt eine kapazitätserweiterung egal wo auf der welt zu rechtfertigen
00:35:57: klar.
00:35:59: Einerseits, glaube ich, braucht es nochmal vernünftige Produktkennzeichnungen.
00:36:03: Wir in Europa haben Produktkernzeichnung, wo sie noch in den Supermarkt gehen und Lebensmittel kaufen – das ist ein relativ schönes Beispiel!
00:36:11: Man kann am Lebensmittel sehen, ist es Bio?
00:36:14: Ist es nicht Bio anhand von Zertifikaten oder Logos?
00:36:18: Man kann natürlich die Inhaltsstoffe vergleichen, man kann hier das Gewicht vergleichgen und natürlich dem Preis.
00:36:24: Darauf ist unser gesamtes System mehr oder weniger aufgebaut.
00:36:27: Bei der Waschmaschine ist es dann noch die Energieeffizienz, bei Elektroautos ist das die Reichweite.
00:36:32: Fakt ist was überall fehlt, ist wirklich eine Betrachtung der Emissionen von den unterschiedlichsten Produkten.
00:36:38: Der Endkunde kann wenn er zwei Identeprodukte hat, die hier gleich viel kosten, gleiche Inhaltsstoffe haben, gleich viel drinnen ist in der Packung, kann er nicht vergleichen am Ende des Tages, was ist emissionsreduzierter hergestellt davon?
00:36:53: Also diese Möglichkeit und die Kompetenz gibt man den Endkunden, diesbezüglich gar nicht die Produkte zu vergleichen.
00:36:59: Ich sage immer es ist ein schönes Beispiel wenn man sich irgendwo die Luftfahrtindustrie anschaut.
00:37:04: Bei der Luftfahrteindustrie, wenn ich mir das als Ticket kaufe beispielsweise für einen Flug kann ich mit Aufzahlung, wenn es mir das Wert des Produkt oder quasi dem Flug emissionsfrei gestalten Indem das es über Zertifizierungen hier quasi die CO-Zweihemissionen bilanzieren las und mein Flug ist emissionsneutral dadurch.
00:37:27: Die Möglichkeit habe ich!
00:37:29: Wenn ihr mir jetzt anschaut, ich kaufe mir einen neuen Pkw.
00:37:33: Gehe zum Autohändler, will jetzt irgendwann ein Neuwagen kaufen dann gibt's ja die Aufpreisliste davon.
00:37:40: In der Aufpreisliste finde ich von veganen Ledersitzen über ein Glasschiebedach, von der Frontscheibe bis zur Heckscheibe durchgehend.
00:37:46: Über Sitzbelüftung oder Massagesitze vielleicht?
00:37:49: Bis hin zu einer Anhängkupplung – alles!
00:37:51: Nur ich finde keine Möglichkeit zur Decarbonisierung darin.
00:37:55: Das wäre auch ein Ansatz wo ich sage quasi der Endkunde hat einfach nicht die Möglichkeit die Produkte hier zu vergleichen beziehungsweise wenn er ein emissions reduziertes Produkt möchte hier wirklich zu sagen, er investiert darin.
00:38:10: Und wie gesagt das ist einfach das was ich extrem schade finde wird.
00:38:13: dadurch entsteht auch kein mark dafür.
00:38:15: die frage haben wir noch gar nicht gestellt fällt mir gerade mal so auf oder beziehungsweise du hast davon noch nicht erzählt aber wir wissen jetzt den mehrpreis von grünstahl.
00:38:23: aber kannst du uns mal von diesem maximalen wert ausgehen diese dieser dieser drei hundert euro mehr preis?
00:38:29: steil kannst du uns einmal kurz vorrechnen was dass an emissions reduzion eigentlich bedeutet
00:38:36: Wenn ich jetzt sage, ich gehe irgendwo hin Richtung einen PKW wieder um bei einem plakativen Beispiel zu bleiben.
00:38:44: Ich sag irgendwo, ich habe eine Kunde mit Stahlkarusserie drin, bis ich den Kunststoff auch noch mitdrehe, ein bisschen andere Sachen, aber eine Kette halber zu rechnen.
00:38:58: Emissionsintensiver Stahl wird irgendwo bei zwei Tonnen liegen.
00:39:02: CO² pro Tonne Stahl und ich habe einen emissionsreduzierten Stahl, der irgendwo bis zu Null Komma vier liegt.
00:39:09: Das heißt, ich hab irgendwie eine Einsparung von eins Komma acht Tonnen CO².
00:39:14: Ich bin irgendwo bei fast drei Tonnen überschlagsmäßig drei Tonnenten CO², die ich einsparen kann wenn ich hier hin Richtung dekarbonisierte Stahl gehe.
00:39:28: Mehrpreis, quasi.
00:39:30: ich habe die dreihundert Euro.
00:39:32: Das ist wirklich dann schon ein sehr teurer emissions reduzierter Stall.
00:39:35: Ich hab die dreihundert Euro pro Tonne.
00:39:38: Mal eineinhalb Tonnen bin ich bei vierhundfünfzig Euro was es kostet und ich habe fast drei Tonnen CO² gespart.
00:39:44: Wobei natürlich fairer war es uns noch zu sagen jeder hat irgendwo Aufschläge.
00:39:48: wir arbeiten alle mit Aufschlagskalkulationen.
00:39:50: natürlich Gewinn- und Vertrieb etc.
00:39:52: muss auch irgendwo mit drin sein.
00:39:55: Lass mal verdoppeln bei den Werten, sagen wir, neunhundert Euro.
00:39:58: Neunhundert Euro und ich habe ein Fahrzeug was aus Emissionsreduzierten, fast Emissionsfreienstahl produziert wurde.
00:40:05: Ich hab drei Tonnen CO² gespart, so nebenbei mal Und es wäre ein Punkt darauf bei das Liste die nicht anhackten muss Und kostet weniger ist die Anhängkupplung wohl gemerkt
00:40:17: Und habt dann aber wahrscheinlich ja auch nur bilanzär Grünstall in meinem Auto und nicht physisch das Zeug
00:40:23: oder?
00:40:23: Ja, wobei die Stahlindustrie generell mit Prada Carbon Footprint Bilanzellen Modellen rechnet.
00:40:29: Das ist... Wobei?
00:40:30: der Aufpreis war jetzt schon ein Aufpreiss für fysisch reduziertes Stahl.
00:40:33: Das muss man auch
00:40:34: fairer wissen.
00:40:35: Aber natürlich, weil der Einfachkeit halber für Endkunden diese Aufpreisliste machen wäre es wahrscheinlich eher ein bilanziertes Modell.
00:40:43: Nichtsdestotrotz, wie gesagt umso mehr Kunden dessen Nachfragen und solche Optionen überhaupt wählen.
00:40:49: Umso mehr sieht der Produzent, da tut sich was ich muss mir auf diese Schiene aufbauen und desto mehr quasi wird die Stahlindustrie auch dadurch getränkt weitere Investitionen zu tätigen.
00:40:59: das ist ja dahinter Gedanke dazu.
00:41:02: So jetzt gehen wir ja sagen mal in unserem Bereich in ein Zustand über wo mehr LCS durchgeführt werden Pro Cam Footprint eine größere Bedeutung kriegen.
00:41:13: Wo man das also, dass was du uns jetzt eben quasi bierteklartig ausgerechnet hast fürs Auto beim Endkonsumenten wo man es also deutlich mehr schwarz auf weiß hat, dass man sieht welche Hebel es gibt und wo Musik drin wäre und man überhaupt vergleichen und berechnen könnte ist das was bei euch dann auch schon ankommt?
00:41:33: Dass man nicht nur sagt na wir hätten jetzt gerne für unsere Halle irgendwie auch als Marketing Aktivität, anderen Stahl.
00:41:43: Sondern dass ein Roboterhersteller sagt hier ich sehe das kann mir sieben Prozent Einsparung über den Lebenszyklus bringen oder wie viel auch immer.
00:41:50: Wie wäre es?
00:41:51: Also gibt's da mehr Aktivitäten oder ist das da noch nicht angekommen bei euch?
00:41:56: Ja wir schon haben auch einen Product Carbon Footprint Kalkulator der von TÜV Süd zertifiziert ist.
00:42:03: Das ist ein eigenes Tool, das wir erarbeitet haben.
00:42:06: Wobei man dabei eben unterschiedlichste Produkte, unterschiedliche Szenarien durchspielen kann und der Kunde sofort dann noch es sieht welche Emissionsreduktionen er hat und welche Möglichkeiten er hat.
00:42:18: natürlich auch was ist das Preisschild für die jeweilige Option.
00:42:22: Zudem haben wir auch besämtlichen unseren Dokumenten zwischenzeitlich den CO² Wert draufstellen um einfach die Gewährnis zu schaffen.
00:42:28: Weil natürlich wenn ein Kunde mal sieht, hey verdammt ich hab weiß ich nicht.
00:42:32: Hundert Tonnen CO² für meine Profile, die ich bei Welserkauf entsteht vielleicht irgendwo mit der E-Wernis dazu zu sagen okay denkt man mal drüber nach was kann man dagegen machen?
00:42:41: Und dann eben über den Product Carbon Footprint kann man als Verkaufstool sehr schön den Kunden beraten.
00:42:47: mit den unterschiedlichsten Möglichkeiten muss ja immer gleich die volle Reduktion sein.
00:42:51: bei Null Komma Vier sondern wie gesagt gibt es unterschiedliche Stufen dazwischen.
00:42:55: Das war auch der Grund, warum mein Kreis ursprünglich Fifty Shades of Green gehessen hat.
00:43:00: Weil es einfach so viele Stattierungen davon gibt und von dem habe ich gesagt Es braucht einfach sehr viel Kundenberatung dafür dass man den Kunden überzeugt.
00:43:10: Wenn würde ich in zehn Jahren wieder anrufen oder ein fünf?
00:43:13: vielleicht ist das leichter abzuschätzen kannst du ja aussuchen wie ist dann Und wir unser Gespräch wiederholen?
00:43:19: wie ist die Situation dann?
00:43:20: Wie sieht da Magel aus?
00:43:22: Also hätte es in zehn Jahren gesagt, wie gesagt das sind wir nach zwanzig-vierunddreißig.
00:43:27: Da würde sich dann hoffentlich richtig viel tun.
00:43:30: Mir ist es klar, in fünf Jahren ... ich bin jetzt Optimist und sagen mal da wäre man wahrscheinlich noch nicht mal bei fünfzig Prozent angekommen sein von emissions reduzierten Stahl der hier wirklich von unseren Kunden nachgefragt wird und quasi bezahlt wird.
00:43:48: Also so realistisch bin ich, es dauert einfach noch lange bis das mir hier überzeugen.
00:43:52: Wobei sag niemals nie, dass kann sein, dass irgendwo die nächste Umweltkatastrophe kommt und dir wehren es vielleicht auch dadurch kommt beim Endkunden wobei meine Hoffnung diesbezüglich eher gering ist.
00:44:04: Ich mein interessant ist auch unter den gegebenen politischen Rahmenbedingungen muss man vielleicht auch überlegen ob man die Argumentationsstrategie bezüglich emissionsreduzierten Stahl nicht überhaupt anderweitig aufbaut.
00:44:17: Weil natürlich es ist ein nachhaltig produzierter Stall, er ist in Europa produziert.
00:44:22: Ihr habt dadurch auch deutlich weniger Abhängigkeiten gegenüber anderen politischen Blöcken weil ich natürlich kein Erdgas brauche sondern ich kann mir eigentlich mit Wasserstoff helfen.
00:44:32: Wasserstoff kann ich mittels Strom produzieren.
00:44:33: das heißt wenn man genug Strom hat, Wasser haben wir in Europa genug.
00:44:38: Das heisst das haben wir der glücklichen Lage dass wir das selbst herstellen können.
00:44:41: dann braucht man noch Eisenerz.
00:44:43: Eisenerze kriegt man teilweise aus Kandinavien auch her Und damit wären wir in Europa eigentlich auch Tag, wenn man so möchte.
00:44:51: Unter Anführungszeichen gibt es natürlich noch diverse andere Sachen die man auch braucht.
00:44:55: aber bei den wichtigsten Rohstoffen sind wir eigentlich auch tag und könnten den Stahl in Europa produzieren und sind damit auch unabhängig gegenüber wie gesagt Erdgaslieferanten oder Liquid Gas Lieferanten.
00:45:09: Das wäre eigentlich auch eine schöne Strategie, wo ich sage das würde ein anderes politisches Lager vielleicht bespielen in der Kommunikation vorsichtig zu formulieren.
00:45:17: Da sind wir am Ende werden wir nochmal ganz ganz groß.
00:45:20: Das Thema haben wir tatsächlich auch bei vielen anderen Alternativen die man vielleicht einfach als Freiheitsstahl oder was auch übervermachten sollte.
00:45:29: Vielleicht hilft es.
00:45:30: wir werden sehen!
00:45:31: Ich nehme jetzt für mich mit also du klangst jetzt bisschen pessimistisch Wir wären in fünf Jahren noch nicht bei fünfzig Prozent so.
00:45:39: Aber das könnte ja vierzig oder fünfunddreißig heißen, was ich jetzt als uninformierter.
00:45:46: Vielleicht berufspäßig ist doch so ein bisschen wo ich gedacht habe, wow!
00:45:49: Das richtig viel in fünf Jahren, dass nicht lange hin.
00:45:53: also schauen wir weiter.
00:45:54: Genau, lass uns überraschen.
00:45:56: ganz vielen Dank für die Einblicke in einen Die Lieferkette und die damit verbundenen Emission von einem Werkstoff, der in dieser Branche mit dem wir uns beschäftigen.
00:46:05: Egal ob im Transport werden wir noch gar nicht erwähnt das ja auch so ein LKW ganz viel Stahl mit am Rollen hat aber natürlich auch bei Lagergebäuden usw.
00:46:17: Vielen Dank für die Einblicke und dann bin ich tatsächlich gespannt wie es in fünf Jahren aussieht.
00:46:23: Danke dir!
00:46:24: Ich freue mich schon wenn er nächstes Jahr über das Steel Plant zu sieht.
00:46:37: Das Gleiche in Grün ist ein Podcastprojekt von Timur Landner und Moritz Petersen.
00:46:41: Neue Weekly-Folgen gibt's jeden Freitag, und jeden zweiten Dienst da gibt es eine neue Folge mit Gast!
00:46:46: Bei Fragen und Anregungen erreichte ihr uns unter podcastetdgig.show.
Neuer Kommentar