WEEKLY 45/2026 | Alternative Schiffskraftstoffe | Scrubber | Bidirektionales Laden | Grüner Stahl | COP 31
Shownotes
Die nachhaltigste Wochenrundschau der Logistik beginnt mit neuen Zahlen zur Entwicklung von Antriebsalternativen auf See und zur Regulierung rund um Scrubber in Grönland. Nachdem Timo gelernt hat, was ein Scrubber überhaupt ist, berichtet er über ein Forschungsprojekt zum bidirektionalen Laden von E-LKW. Technisch funktioniert das, aber viele andere Fragen bleiben offen. Moritz schließt mit einer Meldung zu Daimler’schen Ladesäulenthemen an, Timo berichtet über Green Steel. Und zum Schluss gibt es einen kurzen Ausblick auf das, was am Montag beginnt: die Schule. Und COP 31 in Antalya.
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Alternative Antriebe auf See: https://gcaptain.com/alternative-fuel-ship-orders-up-57-in-2026-as-lng-continues-to-dominate/
Dashboard von DNV: https://www.dnv.com/services/alternative-fuels-insight-afi/
Grönland vs. Scrubber: https://gcaptain.com/greenland-parliament-backs-scrubber-discharge-ban-for-ships-in-its-waters/
Daimler und die Säulen I: https://www.welt.de/wirtschaft/plus6adc7b874051898d0d75fe83/daimler-truck-vorstand-europa-hinkt-hinterher.html
Daimler und die Säulen II: https://www.elektroauto-news.net/news/daimler-truck-co2-ziele-ladnetz-koppeln
Nippon Steel: https://jp.ibtimes.com/nippon-steel-backs-900-million-euro-slovakia-steel-upgrade-104450
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00:00:00: Das gleiche in Grün Weekly, am sechsten November.
00:00:18: So, liebe Leute KW-Fünfvierzig!
00:00:20: Ungewohnte Situationen.
00:00:22: Moritz und ich sind in einem Gebäude allerdings auch räumlich voneinander getrennt nach meinem Wunsch.
00:00:27: Wir sind aber trotzdem mit ein Gebäudee.
00:00:29: Immer entteilen wir uns eine Wand.
00:00:31: Genau, ich höre dich auch ein bisschen muss ich dazu sagen.
00:00:34: Herzlich willkommen im Rigibs Büro.
00:00:38: Es ist sehr hellewendiger Und hellhörig Genau.
00:00:42: Ja, Moritz du fängst an steht hier auf dem Trellebord was haste mitgebracht?
00:00:48: Wir schauen zu Beginn auf alternative Schiffstreibstoffe.
00:00:52: die Klassifikationsgesellschaft DNV oder DNW zählt jeden Monat wie viele Schiffe mit alternativen Antrieben bestellt werden.
00:01:00: vom Januar bis Oktober zwanzig sechsundzwanzig waren es dreihundert vierhundsechzig Schiffe sieben und fünfzig Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.
00:01:09: Und der September war mit den neunundsechzig Bestellungen der stärkste Monat seit zwei Jahren.
00:01:15: Das klingt nach Aufbruch auf jeden Fall in Teilen, denn von den dreihundertsechzig Schiffen fahren zweihundertdreißig mit LNG.
00:01:24: LNG ist ja erstmal ein fossiles Gas.
00:01:26: natürlich kann man da dann auch Bio-LNG in den Maschinen verbrennen.
00:01:30: ob das dann aber passiert dass es ja jetzt erst mal nicht festgelegt.
00:01:34: und naja dann gibt's ja leider noch dem Methanschlupf Also Methan, das unverbrannt durch den Schornstein geht.
00:01:40: und Methan ist ein ziemlich unangenehm starkes Treibhausgas.
00:01:45: Was ist mit Methanol in der Statistik?
00:01:51: Vor zwei Jahren war das ja noch der große Hoffnungsträger gerade bei den Container-Rehdereien im ersten halb Jahr zwanzig sechsundzwanzig wurden nur zwei meternolbetriebene Schiffe bestellt.
00:02:01: Woran liegt das?
00:02:02: Ein wesentlicher Grund dürfte die Hängepartie bei der IMO sein, dass NerdZero Framework also der globale CO-Preis für die Schifffahrt ist im Oktober zwanzig, fünfundzwanzig vertagt worden.
00:02:13: Die nächste Sitzung auf der verabschiedet werden könnte soll im Dezember stattfinden.
00:02:18: Naja und solange keiner weiß was grüner Treibstoff am Ende eigentlich kosten darf bestellen Räder rein halt eher das was es heute schon gibt und einfach besser abschätzbar ist.
00:02:27: Das jetzt nicht überraschend.
00:02:29: Planbarkeit ist auf See Mit Acid-Lebensdauern von mehreren Jahrzehnten eben noch eine andere Geschichte als auf der Straße.
00:02:40: Wir bleiben noch kurz im Maritimen-Bereich und gehen zu einer Lösung, mit deren Hilfe Abgase aus fossiler Verbrennung gereinigt werden sollen.
00:02:49: Grönlands Parlament hat die Regierung einstimmig beauftragt, Einleitungen aus Scrubbern zu verbieten.
00:02:54: Ab dem ersten Juli twenty-sevenundzwanzig gilt das für Open Loop Scrubbers in Hefenbinnengewässern.
00:03:07: Was
00:03:08: sind denn Scrubber überhaupt?
00:03:09: Ja, schön dass du fragst.
00:03:12: Seit zwanzigzwanzig gilt weltweit eine strengere Schwefelgrenze für Schiffstreibstoff.
00:03:16: man kann also entweder saubereren Sprit verbrennen der dann aber auch teurer ist oder man baut ein Abgaswäscher ein den Scrubba und fährt weiter mit schwer Öl.
00:03:27: Und beim Open Loop System wird mehr Wasser verwendet und das Waschwasser geht mitsamt der Schwefelverbindung und Schwermetalle direkt überbohrt.
00:03:37: Das Problem wandert also ein Stück weit aus der Luft ins Wasser, die Clean Arctic Alliance nennt Strapper deshalb auch eher einen Schlupfloch mit dem Schiff weiter die schmutzigsten Treibstoffe verbrennen können und in die Umwelt auslagern.
00:03:51: Betroffen sind in Grönland vor allem Kreuzfahrtsschiffe, zwanzig, fünfundzwanzig kamen da rund vierneinzigtausend Kreuzpfadpassagiere auf zweihundertdreißig Fahrten an.
00:04:00: Es ist also nicht übermäßig groß.
00:04:03: Ich habe das Beispiel mitgebracht, weil es wieder deutlich zeigt, dass es leider nirgendwo eine Lösung gibt die nicht andere negative Nebeneffekte hat.
00:04:10: Und wenn morgen wieder jemand mit einer neuen Zaubertechnologie um die Ecke kommt, die angeblich nur vorteilhaft ist dann sollte man da ganz genau hinschauen.
00:04:25: Ich hab noch nie in meinem Leben was von gehört.
00:04:28: Du hast mir gedacht, dass der Schwamm mit dem Drehabwasche warst?
00:04:31: Genau!
00:04:32: Hier aus Spongebob irgendwie ein Charakter dachte ich.
00:04:35: Ähm ... Ich habe etwas anderes mitgebracht.
00:04:38: Und zwar ... E-Lkw kennen wir alle, ne?
00:04:41: Der steht ja eh nachts nur rum.
00:04:42: Warum soll er nicht nebenbei auch Strom ins Netz zurückspeisen?
00:04:46: Genau das hat ein Forschungsprojekt namens SpiritE ausprobiert.
00:04:50: Bidirektionales ladenschwerer Lkw also.
00:04:53: Um das Ergebnis kurz vorwegzunehmen die Technik läuft.
00:04:56: Ob sich das rechnet, das weiß momentan noch keiner.
00:05:00: Ordnen wir das erst mal alles ein?
00:05:02: Wir haben im Speziellen für dich auch Moritz.
00:05:03: Da habe ich extra was zusammengeschrieben als Disklemer!
00:05:08: Das ist ein Synthesebericht, lieber Moritz der Projektpartner.
00:05:11: Es ist keine Peer-Review dahinter.
00:05:13: die Pressemitteilung kommt dazu auch vom Projekt selbst also eingelobt natürlich inklusive.
00:05:18: aber die Autoren schreiben ehrlich dazu dass der Bericht bewusst verdichtet ist.
00:05:22: Die Details stehen in der Literaturliste und da sind tatsächlich einige begutachtete Fachartikel dabei.
00:05:28: Und zur Ehrenrettung Der bericht ist ziemlich selbskritisch.
00:05:32: Die Wirtschaftlichkeit bleibt offen und das steht auch genau so darin.
00:05:37: Ja fangen wir mal mit wer wann was.
00:05:39: das Projekt lief über drei Jahre von august, zwanzig, dreinzwanzig bis oktober, sechsundzwanzigt.
00:05:43: Die Ergebnisse wurden letzte Woche ich meine letzte woche veröffentlicht.
00:05:47: am dreißigsten oktober t u münchen führt das konsortium klang auf.
00:05:52: jetzt weiß auch warum ich den disclaimer vorhin gebracht habe.
00:05:55: dazu kommen frauenhofer ee und ffe shell recharge solutions tennet Tee oder Tenet, ich weiß nicht wie das ausgesprochen wird.
00:06:04: Das ist ein in Staatsbesitz der Niederlande befindlicher Übertragungs-Netzbetreiber, Hubject ne eRoming Plattform, Consolino Energy, eine intelligente Lösung zur Vernetzung und Optimierung von Energiesystemen und zusätzlich noch MAN Truck & Bus und außerdem Traton als Partner.
00:06:21: Gefördert wurde das Projekt vom Bundeswirtschaftsministerium und betreut vom DLR Projektträger getestet, wurde im Reallabor bei der Spedition Schmidt in Regensburg mit einem MAN E-TGX und bidirektionaler Ladeinfrastruktur von Shell Business Recharge Solutions.
00:06:38: Zur Technik, die läuft!
00:06:41: Der LKW hat tatsächlich Strom zurückgespeist erst vehicle to vehicle dann vehicle to site und dann noch vehicle to grid mit bis zu dreihundertfünfzig KW bei vierhundertachzig Kilowattstunden nutzbarer Batterie.
00:06:53: zum ersten Mal wurde die ESO fifteen hundertachzehn Strich zwanzig öffentlich an einem schweren ELKW gezeigt, das ist der Standard damit Fahrzeug und Ladesäule beim Laden und Entladen miteinander reden können.
00:07:05: Entwickelt wurde außerdem ein Reserverungssystem für Ladestationen und ein Depot Optimizer.
00:07:10: Er sorgt dafür dass der Ladebedarf zum Standort passt.
00:07:13: Der Stromarkteil war allerdings nur reiner Testbetrieb.
00:07:17: Der Handel am Spotmarkt lief in einer Shadow Trading Umgebung, musste ich auch erst mal googeln was das ist also mehr oder weniger einen Trocken schwimmen Acquigee-Plattform getestet, also kein echter Marktbetrieb.
00:07:30: Das gehört in die Kategorie Technik.
00:07:32: funktioniert Geschäftsmodell eben noch offen.
00:07:34: Kurz zur Acquigi.
00:07:35: auch das musste ich googeln Also nicht wirklich sattelfest wenn es um Strommarktregulierungen und Plattformen geht.
00:07:42: Acquiji ist eine gemeinnützige Tochtergesellschaft und länderübergreifende Plattform Eine Crowdbalancingplattform europäischer Übertragungsnetzbetreiber Die sich zum Ziel gesetzt hat dezentrale Energiereserven für das Stromnetz zu mobilisieren.
00:07:55: So viel zu Technik und wie das abgelaufen ist zur Wirtschaftlichkeit.
00:07:59: Ja, der Ergebnis ist ein Klassiker!
00:08:01: Es kommt drauf an.
00:08:03: Kurz gesagt es hängt stark vom Standort und vom Ersehensatzprofil ab und die Frage ist noch nicht abschließend geklärt.
00:08:09: Am besten sieht es bei Lkw unter Hunderttausend Kilometer Jahresverleistung also zum Beispiel Regionalverkehr aus mit regelmäßigen Depot-Standzeiten und passenden Strompreisen und Netzentgelten.
00:08:19: Das Rechenbeispiel aus dem Bericht Zehn Prozent weniger Stromkosten entsprechen bei hunderttausend Kilometer rund zehntausend Kilometern Fahrleistung ohne zusätzliche Energiekosten.
00:08:28: Die Einsparungen kommen vor allem aus Vehicle-to-Side und Vehicle to Vehicle.
00:08:33: Dazu kommt viele Stellschrauben weswegen das auch so schwierig ist mit der Wirtschaftlichkeit, die Batteriegröße, PV Anschlussleistung Eigentumsverhältnisse und eben auch der Zugang zu Flexibilitätsmerken.
00:08:44: Und für die Spedition Ich habe ja vorhin gesagt Speditions Schmidt war hier ja die Spielwiese Viele Wenn es um Speditionen gehen haben natürlich wenig Marge, um früh zu investieren.
00:08:54: Und die theoretischen Einsparungen kommen laut dem Bericht wohl nicht vollständig bei ihnen an weil die Erlösverteilung entlang der gesamten Kette also Aggregator, Vermarkter und Anbieter eben noch offen ist.
00:09:04: oder mit anderen Worten wer verdient denn hier eigentlich am Ende?
00:09:07: Unklar ist die Wirkung auch von neuer Regeln etwa der Miesbell-Regelung.
00:09:11: ich weiß nicht kennst du die Ich kannte sie auch nicht.
00:09:13: Auch da musste ich googlen.
00:09:16: Es ist natürlich ein Akronym, steht für Marktintegration von Speichern und Ladepunkten.
00:09:20: Das ist eine Festlegung der Bundesnetzagentur die am ersten Oktober diesen Jahres beschlossen worden ist denn bisher mussten Grünstrom- und Netzstrom in Speichersträngen getrennt werden.
00:09:29: mit dieser Regelung dann eben nicht mehr Da da es laut dem Bericht halt eben noch die Auswirkungen von solchen Regelungen noch unklar.
00:09:36: Ja und zu guter Letzt möchte ich noch bisschen über die Hürden berichten Im Grunde genommen alles außer der Technik, ich habe es ja vorhin schon gesagt die Technik funktioniert.
00:09:43: Das ist auf der einen Seite der Dauerbrenner der Netzanschluss Da sind auch die fehlenden Standards.
00:09:49: Es fehlt nämlich ein einheitlicher Standard um Netz und Markt bei der Flexibilität zu koordinieren.
00:09:54: Markdesign Ist auch noch eine Hürde für den markgestützten Redis-Batch.
00:09:57: drei Punkt nur fehlt noch der verbindliche Rahmen.
00:10:00: Auch Software ist eine hürde Denn Touren Lade und Energieplanung müssen zusammenwachsen Und die vorhandene Software ist dafür nicht gemacht.
00:10:09: Das Know-how ist noch eine Hürde, denn gerade kleinere Speditionen brauchen praxisnahe Planungshilfen.
00:10:14: Beratungen und eben aber auch Bildungsangebote Und ein Risiko für Kleinstunternehmen.
00:10:19: wer sich nebenbei auch noch mit Energiemärkten befassen muss könnte aus dem Markt gedrängt werden.
00:10:23: Wir hatten ja mal vor ein paar Wochen Rainer Schmidt hier zu Gast der extra für solche Themen Energiemanager gesucht hat.
00:10:29: Ich glaube das wären wir öfters sehen insbesondere auch wenn natürlich solche Themen wie bidirektionales Laden irgendwann mal kommen wird.
00:10:35: Fazit Der e-Lkw als rollende Powerbank funktioniert?
00:10:39: Jetzt braucht es Standards, Netzanschlüsse und jemanden der damit auch Geld verdient und verdienen möchte.
00:10:47: Wir bleiben bei den Ladesäulen für den Moment.
00:10:49: Diese Woche hat sich Daimler Truck zu Wort gemeldet.
00:10:52: Achim Puchert, Vorstand bei Daimlers Truck fordert in der Welt am Sonntag die CO² Vorgaben für LKW Hersteller stärker an den tatsächlichen Ausbau der Ladeinfrastruktur zu koppeln im Sinne von wenn diese Lades säulen nicht kommen sollen die Ziele bitte auch nicht so ernst genommen werden.
00:11:09: Warum das Ganze?
00:11:10: Da haben wir schon mehrfach drüber gesprochen.
00:11:11: Bis zwanzig dreißig müssen die CO-Zweihemissionen neuer schwerer Lkw ganz erheblich sinken und jeder Prozentpunkt Abweichung von dem Zielgrad kostet Diner Truck nach eigener Rechnungen rund hundertzwanzig Millionen Euro.
00:11:25: Puchert sagt nun, man stelle die Ziele ja gar nicht in Frage.
00:11:28: Man habe ja seine Hausaufgaben schließlich gemacht.
00:11:32: Schauen wir also mal rein!
00:11:33: Der europäische E-Lkw Markt ist von Januar bis September um knapp fünfzig Prozent gewachsen.
00:11:38: Deiner Truck hat im dritten Quartal aber achtundzwanzig Prozent weniger batterieelektrische Lkw und Busse ausgeliefert als im Vorjahr.
00:11:46: Der Markt wächst, der Marktführer nicht.
00:11:49: mit fehlenden Ladesäulen allein lässt sich das vielleicht nicht unbedingt erklären.
00:11:54: Passend zur Forderung dass man jetzt mal wirklich kraftvoll in Ladeinfrastruktur investieren müsste wisst ihr eigentlich wer in dieser Woche angekündigt hat sein eigenes Schnellladennetz für E-Autos zu verkaufen?
00:12:06: Kleiner Tipp, hatten Stern und sitzt in Baden-Württemberg.
00:12:13: Ich habe noch eine Kurznews mitgebracht aus der Slowakei.
00:12:17: Wir hatten ja vor ein paar Wochen Daniel Killinger von Welser Profile zu Gast Und gegebenfalls hat mein Handy mitgehört.
00:12:22: ich weiß es nicht aber mir wurde etwas in den Feed gespült Eine Nachricht die sehr gut dazu gepasst hat.
00:12:28: Ja Nippons Deal.
00:12:29: Japanisches Unternehmen legt neunhundert Millionen Euro auf den Tisch um in Kozitsche in der Slovakia die Stahlproduktion umzubauen.
00:12:36: Angekündigt wurde das eben im September, es wird gebaut ein neuer Elektro-Lichtbogenofen und eine neue Anlage zur Luftzerlegung.
00:12:45: Der Ofen soll zwanzig dreißig starten und rund eins Komma sechs Millionen Tonnen pro Jahr schaffen.
00:12:50: Der Clou dabei den bestehenden Hochöfen laufen erst mal weiter.
00:12:53: Das ist also mehr ein Umbau im Hybridmodus und kein Licht aus hohen Ofen weg.
00:12:58: Die öffentliche Hand zahlt dabei mit.
00:12:59: Die Slowakai hat ein Fördervereinbarung über bis zu dreieinfünfzig Millionen Euro aus dem EU-Modernisierungsfonds abgeschlossen.
00:13:08: Dekarbonisierung ist hier also Industriepolitik, Emissionen runter, Standort bleibt wettbewerbsfähig.
00:13:14: Der Haken den es immer gibt und das passt so gut zur Folge bei Daniel Killinger.
00:13:18: Elektro ist nicht automatisch Green Steel denn wie viel CO² im Ende wirklich gespart wird hängt unter anderem von vom Strom und von den eingesetzten Rohstoffen ab.
00:13:27: In der Ankündigung steht zwar etwas von deutlicher Reduktion, aber keine einziger konkrete CO-Zweizahl.
00:13:34: Fazit also das ist weniger die große Green Steel Erfolgsgeschichte als ein schönes Beispiel für den Zielkonflikt zwischen Decarbonisierung und eben der Wettbewerbsfähigkeit.
00:13:41: umbauen heißt hier nicht dass die Hochöfen verschwinden, der neue Elektroofen läuft daneben, Green Steel im Übergangsmodus.
00:13:48: quasi Industrielle Decapitalisierung ist eben kein Schalter, den man mal so schnell umlegt.
00:13:53: Es ist ein ziemlich teurer Umbau im laufenden Betrieb.
00:13:56: und ob der Stahl am Ende wirklich Grünes entscheidet sich auch daran woher der Strom kommt.
00:14:04: Und zum Schluss noch einen kleinen Blick nach vorne Timo was geht Montag los?
00:14:10: Die Schule
00:14:12: Die Schule geht wieder los.
00:14:14: Genau wir sind schon eine Woche drin.
00:14:17: Außerdem die nächste Welt-Klimakonferenz.
00:14:21: COP einund dreißig findet vom neunten bis zwanzigsten November in Antalya statt, in der Türkei.
00:14:27: Besonders ist diesmal dass sich zwei Länder die Präsidentschaft teilen.
00:14:30: Die Türkeis Gastgeber obviously wenn es in Antallia stattfindet und kümmert sich um die sogenannte Action Agenda.
00:14:39: Australien führt die Verhandlungen.
00:14:41: Und worum solls gehen?
00:14:43: Auf der Liste stehen die nationalen Klimaziele das globale Anpassungsziel ein gerechter Übergang und die Fahrpläne aus Belem zum Ausstieg aus den fossilen Energieträgern.
00:14:55: Man spricht von einer Umsetzungsklimakonferenz, klingt als Plan der erstmal gut.
00:15:02: Schauen wir mal was wird!
00:15:04: Was wird?
00:15:06: Das war's für heute.
00:15:07: macht euch ein schönes Wochenende.
00:15:09: Die nächste Folge kommt am Dienstag.
00:15:15: Das Gleiche in Grün ist ein Podcastprojekt von Timur Landner und Moritz Petersen.
00:15:19: Neue Weeklyfolgen gibt's jeden Freitag, jeden zweiten Dienstag gibt es eine neue Folge mit Gast!
00:15:24: Bei Fragen-und Anregungen erreichte uns unter podcastetdgig.show.
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